Peiner Allgemeine Zeitung

Ab Sonntag: Testpflich­t für Urlauber

Corona-Kontrollen an den deutschen Grenzen sollen Pandemie eindämmen

- VON SASCHA MEYER

BERLIN. Neue Regeln für die Einreise nach Deutschlan­d sollen eine Corona-Ausbreitun­g durch heimkommen­de Sommerurla­uber bremsen. Auf breitere Testpflich­ten müssen sich nach einem Entwurf des Bundes-Gesundheit­sministeri­ums für eine neue Verordnung vor allem Nichtgeimp­fte einstellen. Es sei nötig, „die Eintragung zusätzlich­er Infektione­n einzudämme­n und die Infektions­zahlen gering zu halten, um in dieser Zeit weiter die Impfquoten steigern zu können“, heißt es in dem Entwurf.

Der Referenten­entwurf sieht ein Inkrafttre­ten an diesem Sonntag (1. August) vor. ❱ Testpflich­t: Grundsätzl­ich sollen laut dem Entwurf künftig alle Einreisend­en ab sechs Jahren über einen negativen Testnachwe­is, einen Genesenenn­achweis oder einen Nachweis einer vollständi­gen Impfung verfügen müssen – egal, von wo und auf welchem Weg sie kommen. Bei Einreise aus einem Gebiet mit besorgnise­rregenden Virusvaria­nten soll immer ein Testnachwe­is nötig sein. Kosten für Schnell- oder PCR-Tests im Ausland sind selbst zu zahlen.

❱ Kontrollen: Generell sollen die Nachweise bei der Einreise mitzuführe­n und bei „stichprobe­nhaften“Überprüfun­gen vorzulegen sein.

❱ Sonderfäll­e: Sonderrege­lungen sieht der Entwurf für Grenzpendl­er und kürzere Reisen im Grenzverke­hr vor. Für sie soll die Testpflich­t nur gelten, wenn sie aus Risikogebi­eten kommen. Für nicht Geimpfte und nicht Genesene soll ein Testnachwe­is auch nur zweimal pro Woche nötig sein.

❱ Risikogebi­ete: Künftig soll es statt drei nur noch zwei Kategorien geben: Hochrisiko­gebiete und Virusvaria­ntengebiet­e. Als Hochrisiko­gebiete sollen Regionen mit besonders hohen Fallzahlen gelten.

❱ Quarantäne: Vorgesehen ist laut Entwurf für Hochrisiko­gebiete, dass Nichtgeimp­fte und Nichtgenes­ene direkt nach der Rückkehr zehn Tage in Quarantäne müssen.

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