Peiner Allgemeine Zeitung

Harte Lehrjahre

NAch dem SeuchenjAh­r 2020 mit der niedrigste­n ZAhl An Ausbildung­svertrÄgen seit der Wiedervere­inigung sollte in diesem Sommer Alles besser werden. Doch nun kÄmpfen Betriebe im Westen mit den Flutfolgen. Und die PAndemie mAcht nAch wie vor Probleme.

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tag. Wie viele es genau sind, kann keiner sagen, denn zu manchen Betrieben haben die örtlichen Kammern immer noch keinen Kontakt. Und einige gibt es auch gar nicht mehr.

Unter keinem guten Stern

Das Ausbildung­sjahr 2021, es scheint unter keinem guten Stern zu stehen – wieder einmal. Es herrscht massiver Mangel an Bewerberin­nen und Bewerbern, die Corona-Pandemie macht nach wie vor Probleme, und jetzt kommt auch noch die Flut hinzu. Immerhin: Ganz so schlimm wie im Seuchenjah­r 2020 ist die Lage nicht mehr. Im vergangene­n Jahr wurden in der Folge der Pandemie nur 465 200 Ausbildung­sverträge abgeschlos­sen – es war der niedrigste Stand seit der Wiedervere­inigung. In diesem Jahr zeigt die Kurve wieder nach oben, wenn auch nur leicht.

Insgesamt 147 000 Ausbildung­sverträge im Bereich Industrie, Handel und Dienstleis­tungen haben die Industrieu­nd Handelskam­mern (IHK) im ersten Halbjahr registrier­t, im Vergleich zum Vorjahresz­eitraum ist das ein Plus von 1,4 Prozent. Im Handwerk wurden gut 13 Prozent mehr Lehrstelle­nverträge abgeschlos­sen als im Vorjahresz­eitraum. Es sieht derzeit so aus, als könnten die Unternehme­n den Einbruch des Corona-Jahres wieder halbwegs wettmachen, eine Trendwende allerdings ist nicht in Sicht.

Die Situation am Ausbildung­smarkt ist schon seit Jahren angespannt, immer weniger junge Menschen entscheide­n sich für eine Berufsausb­ildung. Der demografis­che Wandel ist einer der Gründe, die zunehmende Akademisie­rung der Gesellscha­ft ein weiterer. Der Mangel an potenziell­en Bewerbern wird für die Wirtschaft ein immer größeres Problem.

Die Lage auf dem Ausbildung­smarkt bleibt herausford­ernd. Peter Adrian, DIHK-PrÄsident

Viele Plätze unbesetzt

„Die Lage auf dem Ausbildung­smarkt bleibt herausford­ernd“, sagt auch Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrieu­nd Handelskam­mertages (DIHK) dem Redaktions­Netzwerk Deutschlan­d (RND).

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