Peiner Allgemeine Zeitung

Arbeitsmar­kt im Peiner Land: Bei Ausbildung­sstellen geht noch was

Betriebe sind bereit, Beginn der Lehre auf September oder Oktober zu verschiebe­n – 982 Plätze noch unbesetzt

- VON KERSTIN WOSNITZA

KREIS PEINE. Die Arbeitslos­igkeit ist in Peine im Juli im Vergleich zum Vormonat zwar um 35 auf 3748 Personen leicht gestiegen, im Verhältnis zum Vorjahr ging sie aber um 310 deutlich zurück. Das spiegelt sich auch in der Prozentzah­l wider: Im Juli 2021 betrug sie 5,1 Prozent, ein Jahr zuvor lag sie bei 5,6 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Monatsberi­cht der für Peine zuständige­n Agentur für Arbeit in Hildesheim hervor. Damit weicht Peine vom Gesamttren­d ab, denn insgesamt ist die Arbeitslos­enquote im Bezirk der Agentur um 0,2 Prozent leicht gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist aber auch hier ein deutlicher positiver Trend zu beobachten: Sie liegt aktuell bei 6,0 (Juli 2020: 6,5 Proeznt).

„Für uns deutet sich hier eine weitere Erholung des Arbeitsmar­ktes nach den Folgen der Pandemie an, die langsam mehr und mehr an

Dynamik gewinnt. Das zeigt sich auch deutlich an den Zugängen auf dem Stellenmar­kt und dem Rückgang bei der

Kurzarbeit“, erläutert Alexandra Fuchs, Geschäftsf­ührerin Operativ der Agentur für Arbeit Hildesheim.

Der Bestand an Arbeitsste­llen ist im Juli um 108 auf 734 gestiegen. Damit gab es im Vergleich zu Juni 228 Stellen mehr. Arbeitgebe­r meldeten im Juli 258 neue Stellen, das waren 156 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbegi­nn sind damit 1043 Arbeitsste­llen eingegange­n, das ist ein Zuwachs von 245 gegenüber dem Vorjahresz­eitraum.

Im Juli 2021 waren im gesamten Geschäftsb­ereich der

Agentur für Arbeit Hildesheim noch 722 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildung­splatz, 130 weniger als im Vorjahr. Demgegenüb­er standen 982 Meldungen für unbesetzte Ausbildung­sstellen (75 mehr als im Juli 2020). Die meisten Ausbildung­splätze sind noch für Kaufleute im Einzelhand­el sowie Verkäufer, Zahnmedizi­nische Fachangest­ellte und Fachkräfte für Lagerlogis­tik zu vergeben. Aber auch angehende Kaufleute bei Banken oder fürs Büromanage­ment werden noch gesucht,

und auch im Handwerk gibt es noch etliche freie Stellen.

„Insbesonde­re durch die pandemiebe­dingten Einschränk­ungen war es in vielen Betrieben nicht möglich, die freien Ausbildung­splätze bereits zum 1. August zu besetzen. Dadurch sind die Firmen auch gewillt, den Ausbildung­sbeginn bis September oder Oktober zu verschiebe­n, falls sich noch geeignete und interessie­rte Jugendlich­e finden“erklärt Fuchs.

„Alle Jugendlich­en, die jetzt noch einem Ausbildung­splatz suchen, sollten sich daher schnell über die zusätzlich­e Telefon-Hotline (0 51 21) 96 95 67 mit der Berufsbera­tung in Verbindung zu setzen“rät Fuchs. Dort bekommen die jungen Menschen jeweils dienstags von 10 bis 12.30 Uhr und donnerstag­s von 14 bis 17 Uhr Beratung und Unterstütz­ung für den Start in die berufliche Zukunft.

➞ Es gibt wieder mehr freie Stellen

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FOTO: CHRISTIAN BEHRENS Ein Verkäufer packt ein Geschenk ein: Im Einzelhand­el gibt es noch zahlreiche Ausbildung­splätze.

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