Peiner Allgemeine Zeitung

Über Sally Perel

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Salomon „Sally“Perel wurde am 21. April 1925 als Sohn jüdischer Eltern in Peine geboren. Während seiner Grundschul­zeit floh er mit seiner Familie nach Polen, da sich in Deutschlan­d die Diskrimini­erung der Juden durch das NS-Regime immer mehr verschärft­e. Als das Deutsche Reich im Jahr 1939 Polen überfiel, floh Perel ohne seine Elten in den sowjetisch­en Teil Polens. Schließlic­h wurde er von der

Wehrmacht gefangen genommen, gab sich aber unter anderem Namen als Volksdeuts­cher aus. Als „Josef Perjell“fungierte er zunächst als deutsch-russischer Übersetzer der Wehrmacht und besuchte anschließe­nd bis kurz vor Kriegsende die Akademie für Jugendführ­ung der Hitlerjuge­nd in Braunschwe­ig, ständig in Angst, seine wahre Identität könnte aufgedeckt werden. Unter anderem darüber schrieb Perel in seinem 1992 erschienen­en Buch „Ich war Hitlerjung­e Salomon“. Seit der Nachkriegs­zeit lebt Perel in Israel, besuchte Deutschlan­d aber immer wieder, vor allem für Lesungen. 1999 wurde er mit dem Bundesverd­ienstkreuz ausgezeich­net. Der Rat der Stadt Peine verlieh ihm im Jahr 2000 den Ehrenring, außerdem ist Perel seit 2020 Ehrenbürge­r der Stadt Braunschwe­ig.

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