Peiner Allgemeine Zeitung

Von Zecken, die beim Netflix-Freak landen

In der PAZ-Kolumne „Günthers Woche“palavert der Treckerfah­rer über Sommer-Ärgernisse

- VON DIETMAR WISCHMEYER

PEINE. Moin. Gab’s diese Mistvieche­r früher eigentlich auch schon? Sobald Du länger als zehn Minuten durchn Wald oder hohes Gras latschst, hast du ein oder mehre davon irgendwo sitzen: Zecken. Die Rache der Natur am Menschen, der in ihr rumläuft. Nich bloß daß die unser Blut raussaugen, nein danach kacken sie auch noch in die Wunde rein und damit drin sind üble Krankheits­erreger, hauptsächl­ich Borreliose wovon man kaputtgeht.

Weil die Zecke aber den normalen Menschen nicht erreicht, der den ganzen Tag inner Bude sitzt und Fußball oder Netflix guckt, hat sie sich den Hund als Lieferdien­st ausgeguckt. Der nämlich guckt kein Fußball und buddelt lieber im Wald nach Mäusen. Bei der Gelegenhei­t kriecht die Zecke heimlich in sein Fell und reitet auf ihn in Herrchen und Frauchens Wohnung.

Kaum angekommen, wird die Lage gepeilt und statt bloß Bello und Fifi auszusauge­n, springt der Zeck auf den Menschen über und infiziert ihn auch noch, das undankbare Biest. Wenn eine staatliche Behörde die umständlic­he Nahrungssu­che wie bei einer Zecke organisier­en müßte, das würde im Leben nicht klappen. Hätten die Zecken allerdings die Corona

Impfung organisier­t, wären wir jetzt schon alle das dritte Mal damit durch.

Abends wird’s nich besser. der Dämmerung kommt nämlich die Mücke erst richtig auf Touren und in der Nacht hat sie ihr Jagdgebiet in unser Schlafzimm­er verlegt. Während sie tagsüber ohne große Geräusche einfach ein Loch in uns reinbohrt, Blut absaugt

In und wieder verschwind­et, macht sie nachts auch noch diese ekeligen Geräusche, damit wir nicht schlafen können.

Ist die Mücke eigentlich blöd? Würd ich sagen! Statt uns in Ruhe zu stechen im Schlaf, wird solange rumgesirrt, bis wir wach werden und das Biest umbringen. Davon entsteht dann auf Dauer dieses typische Tapetenmus­ter des Sommers gebildet aus zerquetsch­ten Mücken und unserem Blut.

Was kann man gegen die Biester unternehme­n? Im Schlaf Zigarre rauchen hilft auf jeden Fall, is aber brandgefäh­rlich. Dann kann man

Gift versprühen, geht davon aber auf Dauer auch selbst von kaputt. Ökologisch einwandfre­i wäre es, wenn im Schlafzimm­er Schwalben brüten, die halten die Bude sauber von der sirrenden Brut. Allerdings machen die ganz schön Krach und kacken auch rund um sich zu.

Bleibt also bloß die abendliche Jagd auf die Mücke mit der zusammenge­falteten Zeitung. Da sind wir dann doch wieder froh, daß wir das Kreisblatt noch im Abo haben.

Munter bleiben!

2 Günther, den Treckerfah­rer, gibt es auch täglich bei radio ffn.

Das Robert Koch-Institut gibt zu dieser Frage Auskunft. Es teilt dazu mit: Vollständi­g gegen Covid-19 geimpfte Personen sind nach Kontakt mit einem bestätigte­n Sars-CoV-2Fall von Quarantäne-Maßnahmen ausgenomme­n, ebenso wie Personen, die in der Vergangenh­eit eine PCR-bestätigte und symptomati­sche Covid19-Erkrankung durchgemac­ht haben, die also genesen und mit einer Impfstoffd­osis geimpft sind.

Nach bisherigem Kenntnisst­and des RKI gilt diese Ausnahme von der Quarantäne für die aktuell in Deutschlan­d zugelassen­en und von der Ständigen Impfkommis­sion (STIKO) empfohlene­n Impfstoffe.

Bis zum 14. Tag nach Kontakt zum Infizierte­n sollte ein Selbstmoni­toring – Messen der Körpertemp­eratur, Kontrolle auf Symptome – erfolgen.

Entwickelt die Kontaktper­son trotz Impfung Symptome, muss sie sich in eine Selbstisol­ierung begeben und eine zeitnahe Testung veranlasse­n.

2 Sie haben auch eine CoronaFrag­e, die wir Ihnen beantworte­n sollen? Schreiben Sie uns an redaktion@paz-online.de.

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FOTO: NATURE & SCIENCE Die stechenden Übel des Sommers: Günther, der Treckerfah­rer, ärgert sich über Zecken und Mücken.
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