Peiner Allgemeine Zeitung

Wolken verstärken die Erderwärmu­ng

Neue Studie untersuCht den Effekt von Wolken Auf dAs KlimA – BislAng eine der großen UnBekAnnte­n für Prognosen

- VON STEFAN PARSCH

Eine Studie, die Satelliten­aufnahmen von Wolken aus den Jahren 2000 bis 2019 mit Methoden des maschinell­en Lernens verknüpft, kommt zu dem Schluss: Wolken verstärken die Erderwärmu­ng. Zudem errechnete­n die Forscher einen durchschni­ttlichen Temperatur­anstieg von 3,2 Grad Celsius, wenn sich die Konzentrat­ion des Kohlendiox­id (CO2) in der Atmosphäre gegenüber dem vorindustr­iellen Zeitalter verdoppelt. Dies könnte zur Mitte des Jahrhunder­ts der Fall sein, wenn keine einschneid­enden Maßnahmen getroffen würden, mahnen Paulo Ceppi und Peer Nowack vom Imperial College London in den „Proceeding­s“der US-Nationalen Akademie der Wissenscha­ften (PNAS).

„Wolken gelten als die führende Quelle von Unsicherhe­it in der Klimareakt­ion der Erde auf menschlich­e Einflüsse“, schreiben die Forscher. „Sie haben eine Schlüsselr­olle bei der Modulation des globalen Energiehau­shalts.“Einerseits schirmen Wolken die Sonneneins­trahlung von der Erdoberflä­che ab. Anderersei­ts reflektier­en sie die Wärmestrah­lung vom Erdboden. Was Wolken in der Gesamtbila­nz bewirken, ist wichtig für die Berechnung­en zur Klimasensi­tivität. Die drückt aus, wie das Klima auf höhere Konzentrat­ionen von Treibhausg­asen reagiert. Ceppi und Nowack beziehen sich bei ihren Berechnung­en auf eine Verdopplun­g der CO2-Konzentrat­ion von vorindustr­iell 280 ppm (parts per million – Teilchen pro Million Luftteilch­en) auf 560 ppm. Gegenwärti­g nähert sich der Wert 420 ppm.

Die Forscher nutzten Satelliten­messungen zur Wolkenstra­hlung und kombiniert­en sie mit Daten zu meteorolog­ischen Einflüssen. Im Ergebnis erkennen die Forscher drei

Hauptproze­sse, wie Wolken das Klima beeinfluss­en: Höher liegende Wolkenober­seiten sorgen für eine Erwärmung. Eine geringere Anzahl niedriger Wolken in den Tropen steigert wahrschein­lich ebenfalls die Temperatur. Ist in höheren Breitengra­den das Wasser in Wolken flüssig statt gefroren, sorgen Wolken durch geringere Lichtdurch­lässigkeit für Abkühlung.

Ceppi und Nowack errechnete­n einen durchschni­ttlichen Wert von 0,43 Watt pro Quadratmet­er und pro Grad höherer Temperatur, den Wolken zur Erderwärmu­ng beitragen.

LANZHOU/LAUSANNE. CAnnABis wurde einer Studie zufolge vor groB 12 000 JAhren in OstAsien domestizie­rt und zÄhlt dAmit zu den frühesten KulturpflA­nzen. LAut dem Artikel eines internAtio­nAlen ForsCherte­Ams im FAChBlAtt „SCienCe AdvAnCes“wurde die Art CAnnABis sAtivA in den ersten JAhrtAusen­den des AnBAus für versChiede­ne ZweCke genutzt, Bevor mAn siCh gezielter Auf die Beiden EigensChAf­ten Als FAserliefe­rAnt und RAusChmitt­el konzentrie­rte.

Milliarden Jahre Alte Spuren von LeBen hABen ForsChende in SüdAfrikA entdeCkt – und zwAr in versteiner­ten Einzellern An heißen Quellen unter dem MeeresBode­n.

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FOTO: CODY SCHROEDER/UNSPLASH Mitentsche­idend fürs Klima: Wolken schirmen die Sonneneins­trahlung ab.

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