Peiner Allgemeine Zeitung

Die Sache mit der Fledermaus

Pate des Heavy Metal: Der Sender Arte zeigt eine Doku über den unverwüstl­ichen Ozzy Osbourne

- VON BRITTA SCHULTEJAN­S

Die Sache mit der Fledermaus verfolgt ihn immer noch: Ozzy Osbourne gilt als Pate des Heavy Metal, als einer der großen Rockstars unserer Zeit. In die Geschichte eingegange­n ist er aber, weil er einer Fledermaus auf der Bühne den Kopf abgebissen hat. „Das mit der Fledermaus war ein Unfall“, sagt der inzwischen 72 Jahre alte unangefoch­tene „Prince of

Darkness“in der Dokumentat­ion „Die neun Leben des Ozzy Osbourne“, die Arte heute um 21.40 Uhr zeigt. Er dachte, das Tier, das ein Fan auf die Bühne geworfen hatte, sei aus Plastik.

Der Film von Greg Johnston, der auch schon die erfolgreic­he Fernsehser­ie „Die Osbournes“als Produzent mitbetreut hat, zeichnet Osbournes Leben nach – beginnend mit dessen Kindheit in bitterer Armut in Birmingham. Johnston hat mit

Freunden, Black-SabbathBan­dkollegen, Osbournes Frau Sharon und zwei seiner fünf Kinder, Jack und Kelly, gesprochen – am meisten aber mit Osbourne selbst, der im Kino sitzt und auf der Leinwand Bilder seines Lebens an sich vorbeizieh­en sieht. Es sind bewegende, rührende Momente dabei.

Der Titel mit den „neun Leben“bezieht sich auf die sprichwört­liche Unverwüstl­ichkeit von Katzen. Im Film fällt der Satz: „Niemand ist unsterblic­h. Aber Ozzy kommt dem schon ziemlich nahe.“Dass er die Alkohol- und Drogenexze­sse überlebt hat, beschreibt Johnston als Wunder. Zum Schluss des Films verspricht Osbourne: „Wisst ihr, wann ich aufhören werde? Wenn sie meinen Sarg zunageln. Und selbst dann werde ich noch eine verdammte Zugabe geben. Ich bin der Fürst der Finsternis.“

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FOTO: PA/DPA Ozzy Osbourne

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