Peiner Allgemeine Zeitung

Ansprüche gegen den Aufsteiger

Aber 96-Trainer Zimmermann warnt vor Hansa Rostock. Fanrückkeh­r mit 14 000 in der Arena.

- VON JONAS SZEMKUS

HANNOVER. Die Inzidenz kratzt zwar am Schwellenw­ert, doch die Fans kehren in die Stadien zurück. In Hannover dürften morgen (13.30 Uhr) gegen Hansa Rostock bis zu 22 250 Zuschauer rein. Ausverkauf­t wird es nicht sein bei der Rückkehr nach Monaten, aber 96 rechnet immerhin mit 14 000.

Es gibt zwar nicht nur Fans der Entscheidu­ng, wieder Zuschauer in Fußballsta­dien zu lassen, auch der anfänglich­e Ansturm auf die Hansa-Karten ist verebbt, aber trotzdem überwiegt bei 96 die Vorfreude. Jan Zimmermann hat große Lust auf die Stimmungsr­ückkehr beim Heimauftak­t seiner Mannschaft. „Ich freue mich, dass es so entschiede­n wurde, wie es entschiede­n ist“, sagt der 96-Trainer. Inhaltlich hält er sich aber lieber zurück: „Ich bin davon überzeugt, dass die Leute, die es entschiede­n haben, mehr Hintergrun­dwissen haben als ich und dass es eine sinnvolle Entscheidu­ng ist.“

Zimmermann konzentrie­rt sich auf sportliche Fragen. Beim fast schon überrasche­nd starken Auftaktspi­el bei Werder Bremen (1:1) hat sein Team „viel Selbstvert­rauen“gesammelt, auch wenn mehr drin gewesen wäre als ein Punkt. Gegen Aufsteiger Hansa Rostock ist 96 jetzt erstmals der Favorit. „Natürlich hat der 96Fan die Erwartungs­haltung, dass wir ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger gewinnen“, macht Zimmermann deutlich, „die Erwartungs­haltung haben wir auch. Aber wir wissen auch, dass wir dafür 90 Minuten Zeit haben. Dieses Verständni­s versuche ich den Jungs jetzt mitzugeben: dass sie die Ruhe bewahren und überzeugt davon sind, dass wir unser Spiel durchbekom­men.“

Ruhe und Geduld wünscht sich der Trainer auch von den wieder gut gefüllten Rängen. Zimmermann: „Wir freuen uns extrem, dass wieder Zuschauer kommen. Bei denen hoffe ich aber auch, dass sie Geduld haben. So ein Spiel kann auch mal etwas zäh sein.“Da dürfe sein 96-Team trotz der Erwartung eines Sieges auch nicht überdrehen. Denn die Mannschaft von Trainer Jens Härtel „weiß, was sie kann und was sie nicht kann. Sie bekommt ihre Stärken auf den Platz“, warnt Zimmermann, „Rostock kann gut und kompakt verteidige­n, wird die Lehren aus dem Karlsruhe-Spiel gezogen haben.“Zum Auftakt hatten die Rostocker gegen den KSC zwar mit 1:3 verloren, waren aber „lange Zeit besser“, hat der 96-Coach beobachtet: „Ich glaube, dass sie nach der Niederlage nicht unruhig werden.“Der Aufsteiger von der Ostsee sei „eine gefestigte Mannschaft“.

Und auch Hansa gibt sich selbstbewu­sst. „Wir wollen an die ersten 25 Minuten des Heimspiels gegen Karlsruhe anknüpfen, mutig sein und uns Möglichkei­ten erspielen“, fordert Trainer Härtel, „wenn die Kulisse gegen dich ist, dann kann das motivieren. Für uns geht es darum, gegenzuhal­ten.“

Gut für 96: Für das erste Heimspiel steht fast der gesamte Kader zur Verfügung. Nur Franck Evina und Tim Walbrecht fehlen angeschlag­en. Bei Lawrence Ennali (19) gab es nach den Oberschenk­elsorgen vom Mittwochst­raining mittlerwei­le Entwarnung. Das Offensivta­lent soll schon heute beim geheimen Abschlusst­raining wieder mit dabei sein.

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FOTOS: PETROW, IMAGO Gut drauf: Trainer Jan Zimmermann hat Spaß mit Hannover 96. Am Samstag gegen Rostock dürfen wieder Fans in die heimische Arena.

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