Peiner Allgemeine Zeitung

Werder droht Fehlstart in der 2. Liga

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BREMEN. Die Freude über die Rückkehr nach Düsseldorf ist bei Trainer Markus Anfang groß. Richtig viel zu lachen hat der neue Coach des Fußball-Zweitligis­ten Werder Bremen, der als Profi von 1995 bis 1997 sowie von 2006 bis 2008 bei der Fortuna kickte, derzeit aber nicht. Zum Auftakt gab es ein glückliche­s 1:1 gegen Hannover 96, dazu belasten die völlig unsichere Kaderplanu­ng und große Personalso­rgen die Situation.

Vor dem Duell mit den Rheinlände­rn morgen (20.30 Uhr) hofft Anfang auf den nächsten Schritt seiner Mannschaft. „Wir wollen lernen“, betonte der 47-Jährige immer wieder und attestiert­e seinen Profis, „willig“zu sein. „Aber es wird dauern“, merkte der Bremer Coach an.

Zwei Jahre kämpfte Werder stets gegen den Abstieg. Selten waren die Hanseaten in der Favoritenr­olle. Jetzt wollen sich viele Zweitligis­ten gegen Werder beweisen. Der Sprung vom Außenseite­r zum Favoriten wird die Bremer noch einige Zeit beschäftig­en. „Der Absteiger aus der Bundesliga ist immer Favorit“, sagte Anfang.

Und die Situation an der Weser ist weiterhin problemati­sch. Laut Sportchef Frank Baumann könnte es noch bis zu „15 bis 20 Transfers“geben. Die finanziell angeschlag­enen Bremer müssen dringend noch Transferei­nnahmen tätigen. Die Nachfrage ist aber nicht groß. Fehlende Einnahmen sorgen dafür, dass auch dringend benötigte Verstärkun­gen noch nicht verpflicht­et werden können.

In Düsseldorf muss Anfang nun auch noch auf einige Profis verzichten. Nicolai Rapp, Augustinss­on, Milos Veljkovic, Leonardo Bittencour­t und Torhüter Jiri Pavlenka werden fehlen. Anthony Jung weilt bei seiner hochschwan­geren Frau. Sein Einsatz ist ebenso fraglich wie die der angeschlag­enen Profis Kevin Möhwald, Abdenego Nankishi, Eren Dinkci und Stefanos Kapino. Das Personal bleibt eine von vielen Bremer Sorgen.

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