Niz­za: ers­tes DIN EN 54 Sta­di­on

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Mit der En­de 2013 fer­tig­ge­stell­ten In­stal­la­ti­on im Sta­de Al­li­anz Ri­vie­ra woll­ten die Be­trei­ber in Niz­za die ers­te eu­ro­päi­sche Lö­sung nach DIN EN 54 rea­li­sie­ren. Um­ge­setzt wur­de das Pro­jekt durch den fran­zö­si­schen Part­ner Man­ga­nel­li Tech­no­lo­gy. Die aus dem Brand­mel­de­we­sen stam­men­de EN54 wur­de im Jahr 2011 um Aspek­te der Spra­ch­alar­mie­rung er­gänzt, um die­se bei­den ver­wand­ten Auf­ga­ben zu in­te­grie­ren. Sie um­fasst nun die Pro­dukt­nor­men DIN EN 54-16 (Brand­mel­de­an­la­gen­spra­ch­alarm­zen­tra­len), DIN EN 54-24 (Laut­spre­cher) und DIN EN 54-4 (Ener­gie­ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen). „Die An­fra­ge nach ei­nem An­ge­bot für ei­ne In­stal­la­ti­on in der Al­li­anz Arena leg­te fest, dass die Be­schal­lungs­an­for­de­run­gen – von der Spra­ch­alar­mie­rung bis zu Li­vekon­zer­ten – von ei­nem ein­zi­gen Sys­tem nach EN 54 ge­leis­tet wer­den soll­ten“, so Je­an Ma­ran­det, Pro­duct & Ser­vice Ma­na­ger von EVI Au­dio Fran­ce. Vor­ge­ge­ben wur­den Sprach­ver­ständ­lich­keits­wer­te und ei­ne ho­mo­ge­ne Schall­ver­tei­lung im Sta­di­on. „Die größ­te Heraus­for­de­rung war die Pro­gram­mie­rung al­ler si­cher­heits­re­le­van­ter Aspek­te in der IRIS-NET Soft­ware“, so Ma­ran­det. „IRIS-NET ist das Ner­ven­zen­trum der In­stal­la­ti­on: Oh­ne die von ihr ge­bo­te­nen Pro­gram­mier­mög­lich­kei­ten wä­re es un­mög­lich ge­we­sen, so ei­ne kom­ple­xe Be­schal­lungs­lö­sung zu im­ple­men­tie­ren.“Die Lö­sung teilt da­zu die Al­li­anz Arena in Niz­za in 26 Zo­nen auf: Sechs Zo­nen für die Tri­bü­nen, ei­ne Zo­ne für das Spielfeld so­wie wei­te­re Zo­nen im Ge­bäu­de. Die Laut­spre­cher­sys­te­me wer­den von fünf Po­si­tio­nen aus von ei­nem Haupt­und vier Sub-racks an­ge­steu­ert, wel­che die di­gi­ta­le Ma­trix und die mehr­ka­na­li­gen Verstärker ent­hal­ten. Al­le Racks sind über zwei red­un­dan­te Glas­fa­ser-netz­wer­ke mit­ein­an­der ver­bun­den. Im Fall ei­nes Ver­bin­dungs­aus­falls soll die In­te­gri­tät des Netz­wer­kes in­ner­halb von 20 Mil­li­se­kun­den wie­der­her­ge­stellt sein. Ei­ne Sta­dio­nin­stal­la­ti­on ist trotz der heu­te üb­li­chen, hoch­qua­li­ta­ti­ven und teils mul­ti­funk­tio­na­len Nut­zung stark durch Vor­schrif­ten und Stan­dards ge­prägt. Sie muss völlig un­ter­schied­li­che Nut­zer und An­for­de­run­gen von Spra­ch­alar­mie­rung über Durch­sa­gen bis zum Mu­si­ken­ter­tain­ment ver­ei­nen. Da ste­hen eher künst­le­ri­sche und ge­stal­te­ri­sche Be­schal­lungs­an­for­de­run­gen der Thea­ter- und Tour­nee­pro­duk­ti­on meist nicht im Vor­der­grund.

Wenn man al­ler­dings von An­fang an weiß, dass das Sta­di­on mit sei­ner Be­schal­lungs­an­la­ge auch an­ders als nur für Sport­events ge­nutzt wird, kön­nen vie­le Aspek­te schon in der Pla­nung be­rück­sich­tigt wer­den.

Dy­na­cord Pro­ma­trix Net­max N8000, Ple­na Mes­sa­ge Ma­na­ger

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