Ùpro­dukt­ko­pi­en: Ver­tausch­te Bau­tei­le

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Bei ko­pier­ten Pro­duk­ten kann der An­wen­der ei­ne Per­for­man­ce­ein­bu­ße der Ko­pie in An­be­tracht des güns­ti­ge­ren Preis manch­mal noch ak­zep­tie­ren. Auch sind die Aus­fall­ra­ten heut­zu­ta­ge nicht mehr so ex­trem, so dass man mit ei­ner mitt­le­ren An­zahl von Spa­re­parts durch­aus sein Pro­jekt rea­li­sie­ren kann, wenn der Aus­fall ei­nes Ge­rä­tes kei­ne grö­ße­ren Aus­wir­kun­gen hat, wie z. B. in ei­nem Club. Die gro­ßen Pro­ble­me mit Ko­pi­en zei­gen sich da­ge­gen häu­fig in un­er­war­te­ten Si­tua­tio­nen. Wenn sich z. B. der Mo­de­ra­tor mit sei­nem Funk­mi­kro­fon in der Nä­he des hin­ter­leuch­te­ten Red­ner­pul­tes be­fin­det und dann ei­ne Stör­strah­lung in das Funk­mi­kro ein­streut. Hier ist es dann ein Un­ter­schied, ob ein im Ori­gi­nal ver­wen­de­ter und zur Dämp­fung not­wen­di­ger Kon­den­sa­tor ver­se­hent­lich in der Ko­pie mit ei­nem Wi­der­stand er­setzt wur­de. Be­liebt sind auch Netz­rück­wir­kun­gen, wenn z. B. ein Led-strah­ler ein­ge­steckt wird und die ak­ti­ve Mo­ni­tor­box zu brum­men an­fängt. Rich­tig är­ger­lich wird es für den Her­stel­ler des Ori­gi­nals, falls die­se Feh­ler­bil­der wo­mög­lich mit dem Ori­gi­nal­pro­dukt in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den, weil sich die Led-strei­fen zum Ver­wech­seln äh­neln, oder noch dreis­ter, so­gar die glei­che Ty­pen­be­zeich­nung be­sit­zen. Na­tür­lich ist das nicht le­gal, aber so­lan­ge der Kun­de mit sei­nen Käu­fen die­ses Han­deln un­ter­stützt, um­so mehr wird die­se als gän­gi­ge Pra­xis oh­ne Un­rechts­be­wusst­sein emp­fun­den. Bei ei­nem erst kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Pro­jekt wur­de so­gar ei­ne Ko­pie der Ko­pie in Auf­trag ge­ge­ben. Hier spar­te der Fer­n­ost-her­stel­ler bei dem Kauf von Mac-adres­sen, denn auch Ma­ca­dress­pa­ke­te wol­len be­zahlt wer­den. Nun braucht es kei­nen Wahr­sa­ger, dass so ein Sys­tem bei dem die Mac-adres­sen will­kür­lich auf null ge­setzt wur­den, auch nicht mit den bes­ten Swit­chen zum Lau­fen zu be­kom­men ist. Da bleibt die Fra­ge, ob sich die­ser Stress mit ei­ner Su­che, bis man den Feh­ler ei­ni­ger­ma­ßen lo­ka­li­siert hat, wirk­lich lohnt. Es bleibt auch frag­lich, ob im Not­fall noch ein kos­ten­neu­tra­les Spa­re-ge­rät greif­bar wä­re, denn das Bud­get ist ja meist be­reits ver­braucht oder die Zeit zu weit fort­ge­schrit­ten. Ob das wei­te­re graue Haa­re wert ist? Das Ge­lin­gen des Pro­jek­tes kann so­gar ge­fähr­det sein. So soll­te sich je­der ver­ant­wort­li­che Tech­ni­ker oder De­si­gner selbst fra­gen, ob er sich mit der Ko­pie ab­spei­sen lässt oder auf das be­währ­te Ori­gi­nal be­steht. stär­ker wer­den­den Mi­nia­tu­ri­sie­rung, eher un­üb­lich. Ge­ra­de in der Mi­nia­tu­ri­sie­rung sind Wi­der­stän­de auf den Pla­ti­nen kaum noch von Kon­den­sa­to­ren zu dif­fe­ren­zie­ren. So sind schon Ko­pi­en von Led-pla­ti­nen ge­sich­tet wor­den, bei dem der ko­pie­ren­de Her­stel­ler die ver­wen­de­ten Kon­den­sa­to­ren als Wi­der­stän­de in­ter­pre­tiert hat, was na­tür­lich zur Fol­ge hat­te, dass das ko­pier­te Pro­dukt bei wei­tem nicht die Per­for­mance und vor al­lem nicht die ori­gi­na­le Zu­ver­läs­sig­keit an den Tag brach­te.

Wi­der­stän­de be­geg­nen uns in der Ver­an­stal­tungs­tech­nik mit ei­ner ab­so­lu­ten Selbst­ver­ständ­lich­keit und in ei­ner ex­trem gro­ßen Ar­ten­viel­falt. Fan­gen wir mit Wi­der­stän­den an, die ei­nen kon­stan­ten Wert auf­wei­sen, den Fest­wi­der­stän­den. Da wä­re z. B. die An­wen­dung beim Fre­quenz­um­rich­ter, der

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