Ùfil­ter und Li­mi­ter ein­stel­len

Production Partner - - Test | Maier Sound G2 -

Ba­sis für die Ein­stel­lung der Con­trol­ler-funk­tio­nen sind die Roh­da­ten der ein­zel­nen We­ge oh­ne Fil­ter. Die im Fol­gen­den be­schrie­be­ne Vor­ge­hens­wei­se ist ein mög­li­cher und be­son­ders fle­xi­bler Weg die Fil­ter ab­zu­stim­men, je­doch nicht die ein­zig mög­li­che Va­ri­an­te, auch an­de­re We­ge füh­ren hier zum Ziel. Im ers­ten Schritt wer­den zu­nächst die Fil­ter in den We­gen ein­ge­stellt. Die­se soll­ten so ab­ge­stimmt sein, dass der je­wei­li­ge Weg min­des­tens bis zur an­vi­sier­ten Trenn­fre­quenz, bes­ser noch ei­ne Ok­ta­ve dar­über hin­aus, ei­nen li­nea­ren Fre­quenz­gang er­reicht. Die Tren­nung bei der G2 er­folgt bei 1,2 khz, so dass der Tief­tö­ner, falls mög­lich, bis 2,4 khz li­ne­ar ein­ge­stellt wird und der Hoch­tö­ner ab 600 Hz. Bei­des be­deu­tet nicht, dass die We­ge dort auch noch be­trie­ben wer­den sol­len. Die ei­gent­li­che und zu­letzt ein­ge­stell­te Tren­nung bleibt selbst­ver­ständ­lich bei 1,2 khz. Im nächs­ten Schritt folgt nun die De­lay-an­pas­sung, mit der der frü­he­re Weg so­weit ver­zö­gert wird, bis die Pha­sen­la­ge im Be­reich der Trenn­fre­quenz mög­lichst gut über­ein­stimmt. Das be­deu­tet nicht nur ei­ne Über­ein­stim­mung des Wer­tes bei der Trenn­fre­quenz, son­dern auch der Steil­heit in die­sem Be­reich. Idea­ler­wei­se soll­te die Pha­se für bei­de We­ge in ei­nem Be­reich von ±1 Ok­ta­ve um die Trenn­fre­quenz den glei­chen Ver­lauf auf­wei­sen. Ist das mit der De­lay-an­pas­sung al­lei­ne nicht zu er­rei­chen, was meis­tens der Fall ist, dann kön­nen noch All­pass­fil­ter zur Hil­fe ge­nom­men wer­den. All­pass­fil­ter fü­gen ei­ne zu­sätz­li­che Pha­sen­dre­hung von 180° für ei­nen All­pass 1. Ord­nung oder 360° für ei­nen All­pass 2. Ord­nung ein, oh­ne da­bei die Am­pli­tu­de zu be­ein­flus­sen. Nach die­ser Ab­stim­mung soll­ten die Am­pli­tu­de und die Pha­se der bei­den We­ge in ei­nem wei­ten Be­reich von ±1 Ok­ta­ve um die Trenn­fre­quenz weit­ge­hend gleich ver­lau­fen. Fi­nal kön­nen jetzt Hoch- und Tief­pass­fil­ter der X-over-funk­ti­on ge­setzt wer­den. Wel­che Steil­heit und wel­che Cha­rak­te­ris­tik man wählt ist jetzt völ­lig frei, da die Fil­ter auf ein qua­si idea­les Sys­tem tref­fen, bei dem sich bei­de We­ge im­mer rich­tig ad­die­ren. Ne­ben den be­kann­ten Link­witz-ri­ley- oder But­ter­worth-fil­tern be­steht jetzt auch die Mög­lich­keit li­ne­ar­pha­si­ge Fir­fil­ter ein­zu­set­zen, die je­doch ei­ne ge­rin­ge – aber den­noch vor­han­de­ne –Grund­la­tenz er­zeu­gen.

Wie das al­les in al­lem für die G2 aus­sieht, fin­det sich in den fol­gen­den Ab­bil­dun­gen. Abb. 7 zeigt zu­nächst die kom­plet­ten Fil­ter­funk­tio­nen in­klu­si­ve X-over bei 1,2 khz mit ei­ner Link­witz-ri­ley-funk­ti­on mit 24 db/oct. Steil­heit. Zu­sätz­lich wur­de noch ein But­ter­worth-hoch­pass­fil­ter 4. Ord­nung bei 44 Hz zum Schutz der Tief­tö­ner vor zu tie­fen Si­gnal­an­tei­len weit un­ter­halb der Ab­stimm­fre­quenz des Bass­re­flex­ge­häu­ses ge­setzt.

Das da­mit er­ziel­te Er­geb­nis zeigt Abb. 8 mit Tief­ton- und Hoch­ton­weg so­wie de­ren Sum­men­funk­ti­on. Die Ad­di­ti­on

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