Er­mitt­lungs­ver­fah­ren zur Farb­wie­der­ga­be

Production Partner - - Led-stufenlins­en-übersicht | Einführung -

All­ge­mein gibt man den Farb­wie­der­ga­be­in­dex mit Ra oder CRI (Co­lor Ren­der­de­ring In­dex) an. Da­bei wer­den 14 will­kür­lich aus­ge­wähl­te Far­ben be­leuch­tet und de­ren Re­fle­xio­nen pro­por­tio­nal be­wer­tet. Die­ser Wert kann sehr tü­ckisch sein, denn ei­ne ro­te LED, die mit der do­mi­nan­ten Wel­len­län­ge ne­ben der Test­far­be liegt, gibt nur ei­nen schwa­chen In­dex, ob­wohl ei­gent­lich viel Rot vor­han­den ist. In der Ka­me­ra­tech­nik hat sich auch der TLCI-WERT durch­ge­setzt, um ins­be­son­de­re die Wir­kung auf Haut­tö­ne be­wer­ten zu kön­nen. Hier hat man die Test­far­ben auf 24 er­höht und da­bei vie­le Pa­s­tell- und Haut­tö­ne hin­zu­ge­fügt. Zwi­schen ei­nem CRI von 80 und 90 kann man sa­gen, dass es für die Schul­ver­an­stal­tung und ein­fa­che Stan­dard­aus­leuch­tun­gen aus­rei­chend ist, aber das künst­le­ri­sche Au­ge noch nicht be­frie­digt. Über ei­nem CRI von 90 wird es nicht nur für den Künst­ler, son­dern auch schon für Fern­seh­ka­me­ras in­ter­es­sant. Da­bei muss man wirk­lich un­ter­schei­den, ob wir das Licht mit un­se­ren Au­gen se­hen oder es über ei­ne Ka­me­ra be­trach­tet wird. Denn auch ei­ne Ka­me­ra hat ein Ei­gen­le­ben; so sind dort Sen­so­ren ein­ge­setzt, die manch­mal im Rot­be­reich ein we­nig schwä­cher de­tek­tie­ren. Wenn dann der Hin­ter­grund für den Zu­schau­er schwein­chen­ro­sa er­scheint, kann es in der Ka­me­ra zu ei­nem Blü­ten­weiß mu­tie­ren. Hier tre­ten Pro­ble­me z. B. bei Jah­res­haupt­ver­samm­lun­gen auf, wenn für den An­we­sen­den die Pro­pa­gan­dis­ten gut aus­ge­leuch­tet sein sol­len und die Live-ka­me­ra auf den Screens die­ses eben­so na­tür­lich dar­stel­len muss. Wenn dann noch die Fir­men Ci-far­ben nicht ab­wei­chen sol­len, hat der Bil­din­ge­nieur ei­ni­ges zu schrau­ben oder hat bei schlech­ten Led-ar­rays eben kei­ne Chan­ce zur Kor­rek­tur. Wur­de die Farb­tem­pe­ra­tur mit der Phos­phor­mi­schung ge­trof­fen, be­steht noch die Ge­fahr, dass sich der Far­bort den­noch zu weit im grün­li­chen oder ma­gen­ta­far­be­nen Be­reich be­fin­det. Die­ses Phä­no­men ist aber ein al­ter Hut aus der Zeit der Ent­la­dungs­lam­pen. Auch dort hat­te man durch die Bei­mi­schung der sel­te­nen Er­den die rich­ti­ge Mi­schung zu tref­fen, da­mit die ge­for­der­ten Licht­spek­tren in ent­spre­chen­der Am­pli­tu­de auch wie­der­ge­ge­ben wer­den konn­ten.

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