Pro­jek­ti­on als Teil der thea­tra­li­schen Ins­ze­nie­rung

Production Partner - - Report | Oper Zürich Modernisie­rt Projektore­n - Interview: Mar­cel Courth | Fo­tos: Tan­ja Do­ren­dorf, Hans Jörg Mi­chel, Do­mi­nic Bütt­ner

Bei ver­schie­de­nen Stü­cken im Opern­haus Zü­rich wird Vi­deo als Teil der Ins­ze­nie­rung ein­ge­setzt. Um das Er­leb­nis Vi­deo im Thea­ter wei­ter vor­an­zu­brin­gen, ent­schied sich das Opern­haus für ei­ne Er­neue­rung der Pro­jek­to­ren und in­ves­tier­te in drei Chris­tie Bo­xer 4K30 – ein wei­te­rer Pro­jek­tor wird nun ak­tu­ell an­ge­schafft. Ein Stück, das die Bild­spra­che als star­kes Mit­tel Ins­ze­nie­rung nutzt, ist „Die Ham­let­ma­schi­ne“von Wolf­gang Rihm, die 1987 am Na­tio­nal­thea­ter Mann­heim Pre­mie­re fei­er­te und auf ei­nem 1977 ver­öf­fent­lich­ten Dra­ma des ost­deut­schen Dra­ma­ti­kers Hei­ner Mül­ler ba­siert. Die Oper zieht Sha­ke­speares „Ham­let“ins Gro­tes­ke und zer­pflückt das Dra­ma bis auf rei­ne Frag­men­te, die der Re­gie viel Raum zur In­ter­pre­ta­ti­on las­sen. Ein Schlüs­sel­ele­ment des von Se­bas­ti­an Baum­gar­ten in­sze­nier­ten Stücks ist die star­ke Bild­spra­che. Im­mer wie­der wird der Zu­schau­er mit grau­sa­men und scho­ckie­ren­den Bil­dern kon­fron­tiert, die mit ei­ner der­ben Spra­che ein­her­ge­hen. Für die gro­ße Front­pro­jek­ti­on auf die Rück­wand und das Schott des Büh­nen­bil­des mit ei­ner Bild­brei­te von rund 12 Me­tern war die ho­he Auf­lö­sung des Chris­tie Bo­xer 4K30 mit 4.096 × 2.160 Pi­xeln un­ab­ding­bar, wie El­fried Rol­ler er­läu­tert, der für die Licht­ge­stal­tung des Stücks ver­ant­wort­lich zeich­ne­te: „Der Vor­teil bei 4K ist, dass die Ste­ge der Pi­xel so nicht mehr sicht­bar sind, wenn die Ak­teu­re auf der Büh­ne hin­durch­lau­fen.“Das Vi­deo-de­sign ver­ant­wor­te­te Chris Kon­dek.

Für ih­re auf­wän­di­gen Büh­nen­bil­der setz­te die Oper Zü­rich schon lan­ge auch auf Pro­jek­tio­nen. Im letz­ten Jahr ent­schied sich das Opern­haus für die Er­neue­rung der Pro­jek­to­ren.

Doch nicht nur in der mo­der­nen Oper, auch für klas­si­sche Stü­cke macht der Ein­satz von Vi­deo­pro­jek­tio­nen ei­ne ge­lun­ge­ne

Neu­in­ter­pre­ta­ti­on mög­lich, so et­wa, um bei Sha­ke­speare zu blei­ben, bei der Oper Mac­beth von Gui­sep­pe Ver­di – 1847 ur­auf­ge­führt – in der Neu­in­sze­nie­rung von Bar­rie Ko­s­ky, für die Klaus Grün­berg Vi­deo-de­sign, Büh­nen­bild und Licht­tech­nik über­nahm. Hier be­weg­ten sich die Ak­teu­re des blu­ti­gen und düs­te­ren Dra­mas auf ei­ner wei­test­ge­hend schwarz ge­hal­te­nen Ku­lis­se, bei der mit Dopp­lun­gen und sub­ti­len Ef­fek­ten das Büh­nen­ge­sche­hen raf­fi­niert mit Vi­deo er­gänzt wur­de.

In­ves­ti­ti­on in Chris­tie Bo­xer

Die Oper Zü­rich ar­bei­tet schon lan­ge mit dem Me­di­um Vi­deo und hat­te zu­vor Roads­ter-pro­jek­to­ren der Chris­tie J-se­rie im Ein­satz. Die vier Pro­jek­to­ren wur­den über Chris­tie-ver­triebs­part­ner Pu­bli­tec ver­mit­telt und von der Fir­ma smar­tec Ver­an­stal­tungs­tech­nik AG ge­lie­fert und in­stal­liert.

Mar­kus Ma­this, In­ha­ber und Ge­schäfts­lei­tung, der das Pro­jekt auf Sei­ten smar­tec be­treu­te, freut sich über den ge­lun­ge­nen Ein­satz der Pro­jek­to­ren: „Wir wuss­ten, dass wir auf ein Ge­rät set­zen muss­ten, dass auf dem ak­tu­el­len Stand der Tech­nik,

Bo­xer im Ein­satz ins­ge­samt in­ves­tier­te das Opern­haus Zü­rich in vier Bo­xer 4K30 von Chris­tie

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