Tech-tipp: Mes­sung und Si­mu­la­ti­on – Au­dio­pe­gel pla­nen

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Für den Pla­ner oder Sys­tem­tech­ni­ker stellt sich ne­ben den Mess­wer­ten auch die Fra­ge, wie gut sich die Wer­te mit de­nen der Pla­nungs­werk­zeu­ge in Über­ein­stim­mung brin­gen las­sen. Nimmt man für die VTX A12 die zu­ge­hö­ri­ge EASE-GLL und stellt dort für ei­ne ein­zel­ne Box eben­falls ein An­re­gungs­si­gnal mit Ei­a426b-spek­trum ein, dann wird mit der GLL ein Ma­xi­mal­pe­gel­wert als Mit­te­lungs­pe­gel Leq von 131 db be­rech­net. Grund­la­ge für die­se Be­rech­nung sind die Leis­tungs­wer­te der ein­zel­nen We­ge, die Fil­ter­funk­tio­nen und das Spek­trum des Ein­gangs­si­gnals. Die GLL kennt je­doch kei­nen Crest­fak­tor und auch kei­nen Spit­zen­wert im Si­gnal. D. h. für die Be­rech­nung wird da­von aus­ge­gan­gen, dass hier ex­em­pla­risch für den LF-WEG be­trach­tet ei­ne mitt­le­re Leis­tung von 2 × 800 W für die bei­den Tief­tö­ner auch tat­säch­lich zur Ver­fü­gung steht. Das ent­spricht ei­ner Aus­gangs­span­nung der End­stu­fen von 80 VRMS. Um die­se mit ei­nem Si­gnal mit 12 db Crest­fak­tor auch tat­säch­lich un­ver­zerrt zu er­rei­chen, be­dürf­te es ei­ner vier­fach hö­he­ren Aus­gangs­span­nung von 320 Vpk. Das kann die End­stu­fe mit ei­ner ma­xi­ma­len Aus­gangs­span­nung von 180 Vpk nicht. Ent­spre­chend re­du­ziert sich für ein un­ver­zerr­tes Si­gnal mit 12 db Crest­fak­tor der Ef­fek­tiv­wert der Aus­gangs­span­nung auf 45 VRMS. und der er­reich­ba­re Ma­xi­mal­pe­gel auf ei­nen Leq von 126 db, wo­mit man wie­der beim Mess­wert wä­re. Für die Nut­zung der GLL gilt es da­her zu be­ach­ten, wel­chen Crest­fak­tor das Nutz­si­gnal ha­ben wird und wel­che ef­fek­ti­ve Aus­gangs­pan­nung die End­stu­fen da­bei noch zu lie­fern in der La­ge sind. Für ein Si­gnal mit nur 6 db Crest­fak­tor wür­den der si­mu­lier­te und der ge­mes­se­ne Wert vor­aus­sicht­lich über­ein­stim­men. Da ty­pi­sche Test­si­gna­le in der Pra­xis aber meist ei­nen Crest­fak­tor von 12 db oder mehr ha­ben und der er­fass­te akus­ti­sche Mess­wert im­mer ein Mit­te­lungs­pe­gel ist, emp­fiehlt es sich je­doch drin­gend, in der Pla­nung von 12 db Crest­fak­tor aus­zu­ge­hen.

Fas­sen wir den Sach­ver­halt noch ein­mal zu­sam­men, dann sind die wich­ti­gen Eck­wer­te die ma­xi­ma­le Aus­gangs­span­nung der End­stu­fe als Spit­zen­wert von 180 Vpk, der Crest­fak­tor des Si­gnals und der in der GLL an­ge­nom­me­ne ma­xi­ma­le Ef­fek­tiv­wert der Aus­gangs­span­nung von 80 VRMS. Be­rech­net man die für ei­nen ge­ge­be­nen Crest­fak­tor ma­xi­mal mög­li­che ef­fek­ti­ve Aus­gangs­span­nung der End­stu­fe und setzt die­se ins Ver­hält­nis zum Wert der GLL, dann be­kommt man den Wert, um den die Mes­sung ge­gen­über der Be­rech­nung ab­fällt. Für die VTX A12 be­deu­tet das, für Si­gna­le bis zu ei­nem Crest­fak­tor von 7 db wird der si­mu­lier­te Pe­gel­wert als Leq er­reicht. Für hö­he­re Crest­fak­to­ren ist ein ent­spre­chen­der He­adroom für die Si­mu­la­ti­on ein­zu­stel­len.

Ma­xi­mal­pe­gel­be­rech­nung per EASE-GLL für ei­ne VTX A12 mit ei­nem Ei­a426b-spek­trum, der auf 1 m be­zo­ge­ne Mit­te­lungs­pe­gel Leq (1 m) be­trägt 131 db (Abb. 15)

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