QSC K8.2

Die K2-se­rie von QSC mit drei neu­en Mul­ti­funk­ti­ons­bo­xen ist mit in­te­grier­ten End­stu­fen, Dsp-sys­tem und klei­nem Misch­pult on board voll aus­ge­stat­tet und eig­net sich so­mit für ei­ne Viel­zahl von ein­fa­chen Be­schal­lungs­auf­ga­ben vom Vor­trag über So­lis­ten bis zu

Production Partner - - Test | Qsc K8.2 - Text und Mes­sun­gen: An­selm Go­ertz | Fo­tos: Die­ter Stork, Ar­chiv

Nach­dem die Laut­spre­cher der QSC K-se­rie fünf Jah­re am Markt wa­ren, bringt QSC ei­ne zwei­te Ge­ne­ra­ti­on der K-se­rie auf den Markt. Die Toptei­le der K-se­rie sind ty­pi­sche Ver­tre­ter ei­ner ak­ti­ven Mul­ti­funk­ti­ons­box, de­ren An­wen­dun­gen vom Vor­trags­saal, über So­lis­ten­pro­gramm bis hin zur Club-pa oder Büh­nen­mo­ni­tor reicht. Die An­for­de­run­gen an ei­nen sol­chen Laut­spre­cher sind nicht we­ni­ger ge­ring als die Viel­falt der Ein­satz­mög­lich­kei­ten und Band­brei­te an An­wen­dern. Ei­ne si­che­re Be­die­nung und äu­ßers­te Ro­bust­heit sind da­her zwei der wich­tigs­ten An­for­de­run­gen. Zur Ro­bust­heit und Be­triebs­si­cher­heit lie­fert QSC mit sechs Jah­ren Her­stel­ler­ga­ran­tie be­reits ein sehr kla­res State­ment. So et­was ver­spricht ein Her­stel­ler – zu­dem ei­ner mit dem Re­nom­mee von QSC – nicht oh­ne ganz si­cher zu sein, ein qua­li­ta­tiv wirk­lich hoch­wer­ti­ges Pro­dukt zu be­sit­zen.

Ak­tu­ell be­steht die neue K-se­rie En­de 2017 – auch K.2 ge­nannt – aus drei Toptei­len und ei­nem Sub­woo­fer. Die Toptei­le sind in klas­si­scher Ab­fol­ge ei­ne 8.2, ei­ne 10.2 und ei­ne 12.2. Ei­ne 15.2, so hört man, be­fin­det sich in der Vor­be­rei­tung. Er­gänzt wird die K.2-se­rie durch ei­nen eben­falls neu­en, kom­pak­ten 2 × 12"-Band­pass Sub­woo­fer mit Car­dioid-ver­hal­ten. Ei­ne Kom­bi­na­ti­on mit Sub­woo­fern aus der ers­ten K-se­rie ist na­tür­lich auch mög­lich. Her­aus­ge­stellt wer­den für die K.2-mo­del­le vie­le Ver­bes­se­run­gen im De­tail. Sie be­tref­fen das Dsp-sys­tem, die End­stu­fen (mit jetzt deut­lich mehr Peak Re­ser­ven), das Abs-ge­häu­se und das in­te­grier­te Mi­ni-misch­pult. Die Trei­ber dürf­ten der hö­he­ren End­stu­fen­leis­tung ge­mäß auch ent­spre­chend be­last­ba­rer sein. Das Ab­strahl­ver­hal­ten der drei Toptei­le wird mit 105° für die K8.2 und 90° für die K10.2 so­wie 75° für die K12.2 an­ge­ge­ben. Die Win­kelan­ga­ben gel­ten je­weils für die ho­ri­zon­ta­le und ver­ti­ka­le Ebe­ne und er­schei­nen im Zu­sam­men­hang mit ty­pi­schen Ein­satz­sze­na­ri­en für die je­wei­li­ge Grö­ße pas­send. Tech­ni­sche Sen­sa­tio­nen gibt es kei­ne. Aber die wür­de auch nie­mand bei ei­ner ty­pi­schen „Brot und But­ter“-box er­war­ten. Viel wich­ti­ger ist hier, dass die Box im­mer und über­all zu­ver­läs­sig funk­tio­niert, und da sind dann klei­ne De­tails wie ei­ne ver­rie­gel­ba­re Kalt­ge­rä­te­buch­se durch­aus wich­ti­ger als der Ein­satz des ul­ti­ma­tiv neus­ten Trei­bers mit Raum­fahrt­tech­nik.

Al­les­kön­ner Mul­ti­funk­ti­ons­box

Ty­pisch für ei­ne Mul­ti­funk­ti­ons­box ist bei der von uns ge­tes­te­ten K8.2 das ein­sei­tig hin­ten an­ge­schräg­te Ge­häu­se, so dass die Box auch quer lie­gend als Bo­den­mo­ni­tor ein­ge­setzt wer­den kann. Das Ge­häu­se sel­ber ist aus Abs-kunst­stoff her­ge­stellt und macht ei­nen sehr ro­bus­ten Ein­druck. Die Front wird durch ein so­li­des Git­ter mit hin­ter­leg­tem Schaum­stoff ge­schützt. Auf der Ober­sei­te des Ge­häu­ses sind ei­ne groß­zü­gi­ge Griff­scha­le ein­ge­las­sen, eben­so wie zwei M10-flug­punk­te. Auf der Un­ter­sei­te gibt es rutsch­fes­te und so­li­de Fü­ße so­wie zwei Sta­tiv­hül­sen für die gera­de 0°-Auf­stel­lung und ei­ne um 7,5° ge­neig­te Po­si­ti­on.

In­ter­es­sant wird es auf der Rück­sei­te der Box. Der obe­re Teil wird von ei­nem fla­chen Kühl­pro­fil mit in­te­grier­tem Lüf­ter be­legt. Der Lüf­ter ar­bei­tet tem­pe­ra­tur­ge­steu­ert und lei­se. Im un­te­ren Teil be­fin­det sich ein Mi­ni-misch­pult mit zwei Ein­gän­gen auf Xlr/klin­ken-kom­bi­buch­sen und Link-aus­gän­gen, eben­falls auf XLR. Bei­de Ein­gän­ge kön­nen ent­we­der für ty­pi­sche Li­ne-pe­gel-qu­el­len oder al­ter­na­tiv wähl­bar als Mi­kro­fon oder High-z-in­stru­men­ten­ein­gang ge­nutzt wer­den. Die Ein­stel­lun­gen „Mi­kro­fon“und „High-z“wer­den durch ei­ne leuch­ten­de LED deut­lich an­ge­zeigt, was Miss­ver­ständ-

nis­sen vor­beugt. Ein drit­ter Ein­gang ist als Ste­reo­ein­gang mit Mi­ni­k­lin­ke aus­ge­legt. Bei­de Ka­nä­le wer­den hier zu ei­ner Sum­me ad­diert. Ei­ne ty­pi­sche An­wen­dung ist die Zu­spie­lung vom Smart­pho­ne oder Ta­blet. Qua­li­ta­tiv stel­len die ana­lo­gen Aus­gän­ge die­ser Ge­rä­te heu­te kein Pro­blem mehr dar, vor­aus­ge­setzt das Qu­ell­ma­te­ri­al ist nicht über­mä­ßig kom­pri­miert und das Ka­bel stammt nicht gera­de aus ei­ner Gr­ab­bel­kis­te an der Su­per­markt­kas­se. Auf ei­ne Zu­spiel­mög­lich­keit via Blue­tooth hat man bei QSC be­wusst ver­zich­tet, da hier pro­fes­sio­nel­le An­sprü­che in punc­to Be­triebs­si­cher­heit und Au­di­o­qua­li­tät nicht hin­rei­chend zu er­fül­len sind. Mit dem sich im­mer wei­ter ver­brei­ten­den und neu­en ap­tx-co­dec für die Blue­tooth-über­tra­gun­gen könn­te sich in Zu­kunft zu­min­dest Letz­te­res ver­bes­sern.

Die Mi­schung der Ein­gän­ge er­folgt über klei­ne Po­tis. Das Sum­men­si­gnal wird dann in­tern an den DSP wei­ter­ge­lei­tet und ex­tern über ei­nen Xlr-aus­gang auch für an­de­re Laut­spre­cher noch zur Ver­fü­gung ge­stellt. Im DSP gibt es für den An­wen­der ei­ne Rei­he wei­te­rer Funk­ti­on, durch die man sich mit Hil­fe des Dis­plays, ei­nes In­kre­men­tal­ge­bers und zwei­er Tas­ter schnell na­vi­giert. Ne­ben fer­ti­gen Pre­sets für be­stimm­te An­wen­dun­gen (sie­he The­men­kas­ten) gibt es noch ei­nen Vier­fach-eq mit je ei­nem Low-shelf- und High-shelf­fil­ter so­wie zwei pa­ra­me­tri­schen Bell-fil­tern. Bei Be­darf kann der An­wen­der mit die­sen Fil­tern fast je­de ge­wünsch­te Ein­stel­lung vor­neh­men und auch als ei­ge­nes Pre­set ab­spei­chern. Für ei­nen Ver­gleich kann der EQ im Gan­zen ak­tiv oder pas­siv ge­schal­tet wer­den. Ein De­lay kann bis ma­xi­mal 100 ms ein­ge­stellt wer­den. Al­le Funk­tio­nen sind auch für tech­nisch we­ni­ger ver­sier­te An­wen­der oh­ne An­lei­tung so­fort in­tui­tiv zu be­die­nen. Er­reicht wur­de das un­ter an­de­rem auch da­durch, dass man sich auf die wirk­lich re­le­van­ten Funk­tio­nen be­schränkt hat und nicht der Ver­su­chung ver­fal­len ist, al­les was geht um­zu­set­zen und auf die Be­di­en­ober­flä­che zu

pa­cken. Die Punk­te Hand­ha­bung und Be­die­nung darf man so­mit für die K.2-se­rie als mit Bra­vour be­stan­den ab­ha­ken.

Mess­wer­te QSC K8.2

Kom­men wir mit dem Fre­quenz­gang zu den ers­ten Mess­wer­ten. Von ei­ner 8.2-Box er­war­tet man ei­ne an­satz­wei­se Full­ran­ge-fä­hig­keit mit Ein­schrän­kun­gen in den Tie­fen. Mo­der­ne 8"-Tief­tö­ner ha­ben hier schon ei­ni­ges zu bie­ten, kön­nen aber auf­grund der klei­ne­ren Mem­bran­flä­che nicht mit den grö­ße­ren Trei­bern mit­hal­ten. Feh­len­de Mem­bran­flä­che durch mehr Hub zu kom­pen­sie­ren ist spe­zi­ell bei Be­schal­lungs­laut­spre­chern auch kein gu­ter An­satz, da das im­mer auch auf Kos­ten der Sen­si­ti­vi­ty geht. Wie sich die K8.2 dar­stellt, zeigt Abb. 2 mit dem Fre­quenz­gang auf Ach­se. Die ro­te Kur­ve stellt den Ver­lauf in vol­ler Auf­lö­sung der Mes­sung dar und die blaue Kur­ve mit ei­ner terz­brei­ten Glät­tung. Legt man den Mit­tel­wert zwi­schen 100 Hz und 10 khz als Be­zug zu Grun­de, da lie­gen die un­te­re und obe­re Eck­fre­quenz (–6 db) bei 64 Hz und bei 18,5 khz. Ins­ge­samt ist der Ver­lauf gleich­mä­ßig mit leich­ten An­he­bun­gen an den En­den, wo­mit man den Sound ger­ne et­was in den Vor­der­grund bringt, was vor al­lem beim Hör­ver­gleich im La­den ei­nen ers­ten Vor­teil ver­schaf­fen kann, wenn es nicht über­trie­ben wird. Für die K8.2 hat man bei QSC ein pas­sen­des Maß ge­fun­den. Der schar­fe Ein­bruch bei 9 khz ist nur op­tisch un­schön, spielt je­doch akus­tisch kei­ne Rol­le. Die sonst üb­li­che An­ga­be der Sen­si­ti­vi­ty bei pas­si­ven Laut­spre­chern ent­fällt für ei­ne ak­ti­ve Box. Der Wert be­zieht sich hier auf 1 Veff am Li­ne-pe­gel-ein­gang. Ei­ne Aus­sa­ge über die tat­säch­li­che Sen­si­ti­vi­ty der bei­den We­ge ist in die­sem Fall lei­der nicht mög­lich.

Zum Fre­quenz­gang ge­hört im­mer auch ein Pha­sen­gang, der sich für die K8.2 in Abb. 3 fin­det. Auf­fäl­lig ist die recht aus­ge­präg­te Pha­sen­dre­hung zu tie­fen Fre­quen­zen hin. Die Ur­sa­che liegt zum ei­nen in der stei­len elek­tri­schen Hoch­pass­fil­te­rung und even­tu­ell auch in mög­li­chen zu­sätz­li­chen All­pass­fil­tern zur An­pas­sung an Sub­woo­fer. Oh­ne ei­nen de­tail­lier­ten Ein­blick in die Fil­ter­ein­stel­lun­gen ist da­zu aber kei­ne ge­naue­re Aus­sa­ge mög­lich. Im Über­gangs­be­reich bei 2 khz weicht die Pha­se et­was vom ty­pisch mi­ni­m­al­pha­si­gen Ver­lauf ab. Der Grund könn­te in ei­ner über­lap­pen­den Fil­ter­schal­tung für die X-over-funk­ti­on lie­gen, wo­mit das Ab­strahl­ver­hal­ten op­ti­miert wird. QSC be­zeich­net das als „DMT“für „Di­rec­tivi­ty Mat­ched Tran­si­ti­on“. Vor­bild­lich gibt sich die K8.2 im Spek­tro­gramm in Abb. 4 mit ei­nem weit­ge­hend re­so­nanz­frei­en Aus­schwing­ver­hal­ten. Le­dig­lich die star­ke Pha­sen­dre­hung bei tie­fen Fre­quen­zen macht sich hier über den da­mit ein­her­ge­hen­den An­stieg der Grup­pen­lauf­zeit be­merk­bar.

Di­rec­tivi­ty

Im Da­ten­blatt wird das Ab­strahl­ver­hal­ten der K8.2 mit 105° ho­ri­zon­tal und ver­ti­kal an­ge­ge­ben. Der Wert ist pra­xis­ge­recht und dürf­te für den Groß­teil der ty­pi­schen An­wen­dun­gen pas­send sein. Ein zu brei­tes Ab­strahl­ver­hal­ten kann in hal­li­gen Räu­men von Nach­teil sein, ein zu en­ges Ab­strahl­ver­hal­ten ist wo­mög­lich für ei­ne brei­te Pu­bli­kums­flä­che na­he der Büh­ne pro­ble­ma­tisch.

Die für bei­de Ebe­nen ge­mes­se­nen Is­o­ba­ren in Abb. 7 und Abb. 8 be­stä­ti­gen den mitt­le­ren Öff­nungs­win­kel von 105° re­la­tiv gut. Er­reicht wer­den die 105° ab ca. 2 khz auf­wärts, wo das Hoch­ton­horn das Ab­strahl­ver­hal­ten be­stimmt. Der Über­gang vom 8"-Tief­tö­ner auf den Hoch­tö­ner ge­lingt har­mo­nisch oh­ne Sprung­stel­len. Vor al­lem in der Ver­ti­ka­len fällt der nur schma­le In­ter­fe­renz­be­reich mit der klei­nen Ein­schnü­rung bei 2 khz po­si­tiv auf.

Ei­ne wei­te­re Mes­sung zum The­ma Ab­strahl­ver­hal­ten zeigt Abb. 9. Hier ist zum ei­nen der Fre­quenz­gang auf Ach­se (blau) ab­ge­bil­det und als zwei­te Kur­ve ein über ±30° ho­ri­zon­tal und ±30° ver­ti­kal ge­mit­tel­ter Fre­quenz­gang (rot). Die Kur­ven sind na­he­zu iden­tisch, wor­an sich gut er­ken­nen lässt, dass die K8.2 in die­sem Win­kel­be­reich sehr gleich­mä­ßig ar­bei­tet. Ei­ni­ge auf Ach­se auf­fäl­li­ge Spit­zen oder Ein­brü­che ver­schwin­den zu­dem durch die Mit­te­lung.

Was geht? Ma­xi­ma­ler SPL

Für die Ma­xi­mal­pe­gel­be­stim­mung wur­den die bei­den üb­li­chen Mess­ver­fah­ren ein­ge­setzt: Zu­nächst die klas­si­sche Ma­xi­mal-spl-mes­sung mit Si­nus­burst-si­gna­len von 185 ms Län­ge. Hier wer­den via FFT die har­mo­ni­schen Ver­zer­run­gen (THD) aus­ge­wer­tet. Das Mess­pro­gramm stei­gert da­bei den Pe­gel so lan­ge, bis ent­we­der ein vor­ge­ge­be­ner Ver­zer­rungs­wert er­reicht ist oder ein Li­mi­ter be­gren­zend ein­greift. Bei pas­si­ven Laut­spre­chern wird zu­sätz­lich noch ei­ne ma­xi­ma­le Leis­tung vor­ge­ge­ben, um we­nig ver­zer­ren­de Laut­spre­cher nicht durch Über­las­tung zu zer­stö­ren. Abb. 10 zeigt die so er­stell­ten Mes­sun­gen der K8.2 für höchs­tens 3 % und höchs­tens 10 % Ver­zer­run­gen. Die K8.2 er­reicht bei die­ser Mes­sung Wer­te von 110 bis 120 db je nach Fre­quenz­be­reich. Po­si­tiv fällt auf, dass die Kur­ven gleich­mä­ßig ver­lau­fen und kei­ne Schwach­stel­len er­ken­nen las­sen. Zwi­schen 400 Hz und 2 khz ver­lau­fen die 3 %- und 10 %-Kur­ve weit­ge­hend de­ckungs­gleich. Die Ur­sa­che liegt im Ein­grei­fen ei­nes Li­mi­ters, der hier hö­he­re Ver­zer­run­gen und hö­he­re Pe­gel ver­hin­dert. Vie­le Li­mi­ter in­ter­pre­tie­ren die 185 ms lan­gen Bursts be­reits als Dau­er­ton und be­gren­zen da­her recht früh. Rech­net man aus dem Ma­xi­mal­pe­gel und der üb­li­chen Sen­si­ti­vi­ty von 8"Trei­bern zu­rück, dann ist das hier bei ca. 200 W der Fall.

Als zwei­te Mes­sung zum The­ma Ma­xi­mal­pe­gel wur­de da­her die Mul­ti­ton­mes­sung aus Abb. 11 ein­ge­setzt. Als An­re­gungs­si­gnal wird da­zu ein Mul­ti­ton­signal aus 60 in der Pha­se zu­fäl­lig ver­wür­fel­ten Si­nus­si­gnal mit ei­ner spek­tra­len Ge­wich­tung ent­spre­chend EIA-426B ge­nutzt. Das Ver­hält­nis Spit­zen­wert zu Ef­fek­tiv­wert (Crest­fak­tor) in die­sem Si­gnal liegt bei 4 oder 12 db. Bei die­ser Art Si­gnal soll­te da­her nur der Peakli­mi­ter ein­grei­fen. Sub­tra­hiert man nach der Über­tra­gung die­ses Si­gnals über den Laut­spre­cher al­le 60 Spek­tral­li­ni­en des An­re­gungs­si­gnals, dann blei­ben nur die neu hin­zu­ge­kom­me­ne An­tei­le, die sich aus den vom Laut­spre­cher er­zeug­ten­har­mo ni­schen Ver­zer­run­gen( T HD) und al­len Int er mo­du­lat ions ver­zer­run­gen( I MD) zu­sam­men­set­zen. Die­Be zeich­nung da­für is­tTD für To­talDi st ort ions als Sum­me aus THD und IMD. Aus den Mes­sun­gen las­sen sich drei Wer­te ab­lei­ten. Der schon ge­nann­te Td-wert, der hier wie­der als Grenz­wert mit 10 % fest­ge­legt wur­de, der da­bei er­reich­te Mitt­lung spe­gelLe­q­undd er Spit­zen pe­gelLpk.Bei10%T Der reich­te dieK8.2110db Mitt­lung s pe­gel un­d122d­bSpit­zenp egel. Auch bei die­ser Art der Mes­sung sind die Ver­zer­rung san­tei­le gleich­mä­ßig ver­teilt und kei­ne di­rek­ten Schwach­stel­len sicht­bar.

Der Pro­spekt­wert für den Spit­zen­pe­gel der K8.2 wird mit 129 db an­ge­ge­ben, al­ler­dings nur als rein rech­ne­ri­scher Wert

aus der Sen­si­ti­vi­ty und der ma­xi­ma­len Ver­stär­ker­leis­tung. Wählt man da­für ei­nen Fre­quenz­be­reich mit ho­her Sen­si­ti­vi­ty, dann kom­men auch ent­spre­chend ho­he Max.-spl-wer­te da­bei zu­stan­de. Un­se­re Mul­ti­ton­mes­sung ar­bei­tet da­ge­gen breit­ban­dig mit ei­nem ty­pi­schen Mu­sik­spek­trum nach EIA426B, wo der Laut­spre­cher auch in Be­rei­chen nied­ri­ger Sen­si­ti­vi­ty be­las­tet wird.

An die­ser Stel­le bie­tet sich ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit, sich der mehr­fach von QSC her­vor­ge­ho­be­nen Ver­stär­ker­leis­tung in den Toptei­len der K.2 Se­rie von 2 kw zu wid­men: Vor al­lem für das kleins­te der drei Toptei­le, die K8.2, ist das ei­ne über­durch­schnitt­lich ho­he Leis­tung der End­stu­fen. Dass die An­ga­ben Hand und Fuß ha­ben und kei­ne Phan­ta­sie­wer­te sind, darf bei ei­nem re­nom­mier­ten End­stu­fen­her­stel­ler wie QSC vor­aus­ge­setzt wer­den. De­fi­niert sind die 2 kw als Sum­me der Peak­leis­tun­gen bei­der Ver­stär­ker­ka­nä­le, die sinn­vol­ler­wei­se so auf­ge­teilt sind, dass 1.800 W auf den Tief­tö­ner ent­fal­len und 225 W auf den Hoch­tö­ner. Das Ver­hält­nis ent­spricht den Be­last­bar­kei­ten und steht im um­ge­kehr­ten

Ver­hält­nis zu den Sen­si­ti­vi­ty-wer­ten. Für ein 12 db Crest­fak­tor Si­gnal be­deu­ten 1.800 W Peak­leis­tung 112 W mitt­le­re Leis­tung und 225 W Peak­leis­tung 14 W, was wie­der­um gut mit den Wer­ten der Mul­ti­ton­mes­sung für den Mitt­lungs­pe­gel und den Spit­zen­pe­gel zu­sam­men­passt.

Zu­be­hör und Prei­se

Als Zu­be­hör für die K.2 Se­rie gibt es bei QSC für die Fes­t­in­stal­la­ti­on ei­nen Uni­ver­sal-u-bü­gel für die ho­ri­zon­ta­le oder ver­ti­ka­le Mon­ta­ge der Box oder so­wohl für die In­stal­la­ti­on wie auch für den mo­bi­len Ein­satz das M10-flug-kit. In den bei­den M10-ge­win­de­ein­sät­zen auf der Ober­sei­te der Box wer­den da­zu Flugö­sen ein­ge­schraubt. Die Aus­rich­tung der Box er­folgt über ei­nen drit­ten Flug­punkt in Form ei­nes in­te­grier­ten Pull-back-rings auf der Rück­sei­te un­ten. Für den Trans­port und die La­ge­rung bie­tet man ei­ne Trans­port­ta­sche an und für den Be­trieb im Frei­en ein pas­sen­des Out­door Co­ver. Pas­sen­de Sta­ti­ve und Sta­tiv­stan­gen fin­den sich im Zu­be­hör­han­del. Wer die K.2-se­rie mit Sub­woo­fern er­gän­zen möch­te, für den bie­tet man bei QSC drei zur K.2-se­rie pas­sen­de ak­ti­ve Mo­del­le an. Den KW181 als 1 × 18" Bass­re­flex-di­rekt­strah­ler, den KSUB mit ei­ner 2 × 12"-Be­stü­ckung im Band­pass­ge­häu­se und den ganz neu­en KS212C eben­falls mit ei­ner 2 × 12"-Be­stü­ckung im Band­pass­ge­häu­se mit Car­dioid-funk­ti­on.

Fa­zit

QSC star­tet die K-se­rie der zwei­ten Ge­ne­ra­ti­on K.2 mit drei rund­um er­neu­er­ten Toptei­len mit 8"-, 10"- und 12"-Tief­tö­nern so­wie ei­nem Car­dioid-sub­woo­fer. Ein 15"-Topteil soll bald fol­gen. Zum Test ge­stellt wur­de die K8.2, die es für ei­nen UVP von 899 € in­cl. Mwst. (Stra­ßen­preis zur­zeit ca. 750 €) gibt. Da­für er­hält man ei­ne sehr so­li­de ge­bau­te ech­te Mul­ti­funk­ti­ons­box mit vol­len sechs Jah­ren Her­stel­ler­ga­ran­tie. Das Ge­häu­se, die gu­te Hand­ha­bung und der Funk­ti­ons­um­fang spre­chen für sich und las­sen die sechs sor­gen­frei­en Jah­re nicht un­rea­lis­tisch er­schei­nen. Im Mess­la­bor konn­te sich die K8.2 gut prä­sen­tie­ren. Fre­quenz­gang, Di­rec­tivi­ty- und Ma­xi­mal­pe­gel-mes­sun­gen lie­fer­ten durch­weg gu­te Er­geb­nis­se und – noch wich­ti­ger – zeig­ten kei­ne Schwach­stel­len. Die vor­ein­ge­stell­ten Se­tups sind von QSC in prak­ti­schen Ver­su­chen auf be­stimm­te An­wen­dun­gen ab­ge­stimmt – wem die­se nicht zu­sa­gen, kann Pre­sets sel­ber er­stel­len und auf der Box im DSP ab­spei­chern .

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Block­schalt­bild der Elek­tro­nik in der K.2 Se­rie und Funk­ti­ons­über­sicht des DSPS (Abb. 1)

Rück­sei­te der K8.2 mit Be­di­en­feld und klei­nem Misch­pult, oben das Kühl­pro­fil der End­stu­fen mit ak­ti­ver Be­lüf­tung

Fre­quenz­gang der K8.2 auf Ach­se in 4 m Ent­fer­nung ge­mes­sen. Die zwei­te blaue Kur­ve wur­de in Terz­brei­te ge­glät­tet. Die An­ga­be der Sen­si­ti­vi­ty be­zieht sich auf 1 Veff Ein­gangs­span­nung am Li­ne Pe­gel Ein­gang (Abb. 2)

Pha­sen­gang der K8.2 mit star­ker Pha­sen­dre­hung am un­te­ren En­de und ei­ner leich­ten Unste­tig­keit beim Über­gang vom Tief­tö­ner zum Hoch­tö­ner (Abb. 3)

Spec­tro­gramm der K8.2 mit ei­nem weit­ge­hend re­so­nanz­frei­en Aus­schwing­ver­hal­ten und ei­nem aus­ge­präg­ten An­stieg der Lauf­zeit bei tie­fen Fre­quen­zen (Abb. 4)

Ho­ri­zon­ta­le Is­o­ba­ren der K8.2 mit ei­nem no­mi­nel­len Ab­strahl­win­kel von 105° (Abb. 7)

Ma­xi­mal­pe­gel der K8.2 bei höchs­tens 3 % (blau) und höchs­tens 10 % (rot) Ver­zer­run­gen ge­mes­sen mit 185 ms lan­gen Si­nus­bursts. Dort, wo bei­de Kur­ven zu­sam­men­fal­len, greift vor dem Er­rei­chen der Grenz­wer­te ein Li­mi­ter ein (Abb. 10)

Mul­ti­ton­mes­sung der K8.2 bei 10 % Ge­samt­ver­zer­run­gen (TD). Der mit ei­nem EIA-426B 12 db Crest­fak­tor Si­gnal er­reich­te Mitt­lungs­pe­gel be­trägt 110 db und der Spit­zen­pe­gel 122 db (Abb. 11)

Ver­ti­ka­le Is­o­ba­ren der K8.2 mit ei­nem Ab­strahl­win­kel von eben­falls 105°. Bei 2 khz ist die ty­pi­sche Ein­schnü­rung im Über­gangs­be­reich zu er­ken­nen (Abb. 8)

Fre­quenz­gang der K8.2 ge­mes­sen auf der Mit­tel­ach­se (blau) und ge­mit­telt (rot) über ±30° ho­ri­zon­tal und ±30° ver­ti­kal (Abb. 9)

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