leis­tungs­mes­sung

Production Partner - - Test -

Die be­reits zur letz­ten Aus­ga­be über­ar­bei­te­ten Leis­tungs­mes­sun­gen bei End­stu­fen wer­den hier wei­ter ver­wen­det und noch um ei­ne Mes­sung er­gänzt. Die­se ver­wen­det eben­falls ein ge­tak­te­tes Si­nus-burst-si­gnal mit ei­nem Takt­ver­hält­nis von 1:2 ent­spre­chend ei­nem Crest­fak­tor von 7,8 db. Ein Stan­dard für die­se Art der Mes­sung ist ein 33 ms lan­ger 1-khz-burst ge­folgt von ei­ner 66-ms-ru­he­pha­se. Um auch ei­ne Aus­sa­ge für die Stand­fes­tig­keit bei tie­fen Fre­quen­zen und län­ge­ren Bursts tref­fen zu kön­nen, ha­ben wir die­se Mes­sung um ei­ne wei­te­re Mess­se­quenz mit ei­nem 825 ms lan­gen 40-Hz-burst ge­folgt von ei­ner 1,65 s lan­gen Ru­he­pha­se er­gänzt. Bei der 40-Hz-mes­sung sind die Zei­ten ent­spre­chend dem Fre­quenz­ver­hält­nis um den Fak­tor 25 ge­streckt. Bei­de Mes­sun­gen ar­bei­ten mit ei­nem 33 Pe­ri­oden lan­gen Burst ge­folgt von ei­ner 66 Pe­ri­oden ent­spre­chen­den Ru­he­pha­se. Der Crest­fak­tor be­trägt in bei­den Fäl­len 7,8 db. Für die Mes­sung wer­den die­se Si­gna­le dau­er­haft an­ge­legt. Das Li­mit ist dann er­reicht, wenn die Ein­hül­len­de der Bursts ei­ne sicht­ba­re Ver­for­mung er­lei­det.

Al­le Leis­tungs­mes­sun­gen wur­den an Las­ten von 4 × 2 Ω, 4 × 4 Ω und 4 × 8 Ω durch­ge­führt. Ei­ne Ab­schal­tung der End­stu­fe gab es nur in ei­nem Fall, für das ex­tre­me 6-db-crest­fak­tor-si­gnal nach ei­ner Dau­er von ca. 125 s. Die End­stu­fe re­ak­ti­vier­te sich vor­bild­lich nur 20 s spä­ter selbst­stän­dig. Die ver­füg­ba­re Dau­er­leis­tung als aver­a­ge Po­wer Wert liegt un­ab­hän­gig von der Si­gnal­form bei ca. 4 × 120 W an 2 Ω und 4 × 240 W an 4 und 8 Ω. Mit ei­nem 12-dbcrest­fak­tor-si­gnal er­reicht man be­rech­net aus dem Spit­zen­wert durch 1,41 Leis­tungs­wer­te von 4 × 542 W an 2 Ω, 4 × 1.342 W an 4 Ω und 4 × 665 W an 8 Ohm. Für 4 Ω und 8 Ω pas­sen die Wer­te gut mit dem Da­ten­blatt zu­sam­men. Die neue 1:2-Burst­mes­sung lässt er­ken­nen, dass der 33-Pe­ri­oden-40-hz-burst an 2 Ω und an 4 Ω die End­stu­fe im Ver­gleich zu den 33 Pe­ri­oden bei 1 khz deut­lich mehr stra­pa­ziert. Die ver­füg­ba­re Leis­tung hal­biert sich. An den 8-Ω-last­wi­der­stän­de gibt es da­ge­gen kei­nen si­gni­fi­kan­ten Un­ter­schied. Fasst man die Er­geb­nis­se al­ler Leis­tungs­mes­sun­gen zu­sam­men, dann ha­ben wir es bei der DSP44K mit ei­ner End­stu­fe zu tun, die an 8 Ω und 4 Ω stress­frei ar­bei­tet, und an 2 Ω an ih­re Gren­zen stößt, aber, und das ist ganz wich­tig, da­bei nicht aus­fällt. Den 2-Ω-mo­dus soll­te man da­her als ei­ne Art Not­fall­op­ti­on be­trach­ten oder für Fäl­le, wo zwar vie­le Laut­spre­cher, aber nur mit re­du­zier­tem Pe­gel be­trie­ben wer­den sol­len. Wie die 40-Hz-bursts er­ken­nen las­sen, sto­ßen die End­stu­fen bzw. de­ren Netz­teil hier an die Gren­zen. Wohl­ge­merkt gilt das al­les für ei­ne gleich­zei­ti­ge Be­las­tung al­ler vier Ka­nä­le. Teilt sich bei Mehr­we­ge­sys­te­men das Si­gnal­spek­trum über meh­re­re We­ge auf, dann hat das Netz­teil für die Bäs­se na­tür­lich mehr Re­ser­ven.

Burst-si­gna­le mit ei­nem Ver­hält­nis der Ein- und Aus­zeit von 1:2 ent­spre­chend ei­nem Crest­fak­tor von 7,8 db. Oben für 1-khz-bursts mit 33 Pe­ri­oden ent­spre­chend 33 ms des 1-khz-si­nus ge­folgt ei­ner 66 ms Ru­he­pha­se. Un­ten für 40Hz-bursts eben­falls mit 33...

Leis­tungs­wer­te an 2 Ω bei gleich­zei­ti­ger Be­las­tung al­ler Ka­nä­le (Abb. 9)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.