D&b Sl-se­rie

Production Partner - - Inhalt - Text und Fo­tos: Detlef Ho­epfner

In­ter­na­tio­na­le Be­ta­tests hat­te die neue Sl-se­rie be­reits 2017 be­stan­den, ge­folgt von ei­nem glo­ba­len Ear­ly-ad­op­ter­pro­gramm. Nun läuft bei d&b die Fer­ti­gung des Gsl-sys­tems in ei­ner ei­ge­nen, neu ge­schaf­fe­nen Pro­duk­ti­ons­stra­ße für den of­fi­zi­el­len Launch im April 2018 an. Die neu­en Ar­ray-mo­du­le und Subs sind in ein um­fang­rei­ches An­ge­bot von Tools und be­glei­ten­den Tech­no­lo­gi­en un­ter dem Slo­gan „Mo­re art, less noi­se“ein­ge­bet­tet. So­und­sei­tig über­zeu­gen ein Klang auf höchs­tem Ni­veau – so­wie ei­ne ex­trem de­fi­nier­te Ab­strah­lung für nicht nur ex­trem kraft­vol­le, son­dern auch ganz neue Hör­ein­drü­cke

Wenn man nach der Be­grü­ßung durch D&B-CEO Am­non Har­man von Mat­thi­as „Mat­ze“Christ­ner und Werner „4“Bay­er in die neue Sl-se­rie ein­ge­führt wird, über­neh­men bei­de je­weils den ih­nen be­son­ders lie­gen­den Part: Mat­thi­as Christ­ner bleibt dicht an den tech­ni­schen De­tails und ih­rem Zu­sam­men­spiel für ein stim­mi­ges Er­geb­nis, Werner Bay­er „über­setzt“das d&b-kon­zept in die An­wen­dung und er­gänzt nicht oh­ne Selbst­iro­nie um pla­ka­ti­ve Bilder: „Das müsst ihr euch jetzt vor­stel­len wie bei ei­nem Mo­tor­rad ...“Ge­ra­de bei Au­dio­the­men fällt ja oft nicht leicht, die Viel­zahl akus­ti­scher Ein­drü­cke ir­gend­wie fass­bar zu ma­chen, um­so bes­ser er­in­nert man sich an die­se greif­ba­re­ren Er­leb­nis­se: Ich er­in­ne­re mich ge­nau an mei­ne ers­te Be­geg­nung mit ei­nem Li­ne-ar­ray in frei­er Wild­bahn, an den ers­ten Büh­nen(nicht-)ein­druck ei­ner car­dioi­den Bass­wie­der­ga­be ... Das SL fügt dem ei­ne wei­te­re Sze­ne hin­zu: Das neue, bis­her größ­te Li­ne-ar­ray von d&b konn­te ich zwar be­reits 2017 open-air über­zeu­gend er­le­ben, be­ein­dru­cken­der aber noch ist die Per­for­mance in ei­ner Lo­ca­ti­on wie der Hanns-mar­tin-schley­er-halle (s. a.

Seite 96): Der Sound springt ei­nen der­ma­ßen di­rekt ge­ra­de­zu an, dass man denkt, das Ar­ray wür­de di­rekt vor ei­nem hän­gen – statt in wei­te­rer Ent­fer­nung un­term Hal­len­dach. Das fest­zu­stel­len be­darf kei­ner eso­te­risch vor­ge­bil­de­ter gol­de­ner Oh­ren, und ei­ner der Grün­de ist schnell aus­ge­macht: Die Toptei­le strah­len sehr breit­band kon­trol­liert ab, als Er­geb­nis wird hör­bar sehr viel we­ni­ger Raum­hall an­ge­regt. „Topteil“ist da­bei in An­füh­rungs­zei­chen zu set­zen: Ein ein­zel­nes Li­ne-ar­ray-mo­dul ist ge­ra­de­zu voll­ge­stopft mit Trei­bern und Chas­sis. Sie ge­mein­sam statt ge­gen­ein­an­der ar­bei­ten zu las­sen, ist die Kunst.

Markt­an­for­de­run­gen an ein „gro­ßes“Li­ne-ar­ray

Ein­fach so nach Lau­ne und ei­ner Idee ent­wi­ckelt nie­mand mehr ei­nen Laut­spre­cher – je­den­falls für ei­ne pro­fes­sio­nel­le Nut­zung in der Ver­an­stal­tungs­tech­nik. Als Markt­an­for­de­run­gen hat d&b ei­ni­ge Kri­te­ri­en iso­liert, die als Weg­wei­ser die­nen soll­ten: Mehr Tief­to­n­en­er­gie (of­fen­bar mit Be­to­nung auf „tief“und „Ener­gie“), ei­ne breit­ban­dig de­fi­niert-kon­trol­lier­te Ab­strah­lung, er­wei­te­re Rig­ging-mög­lich­kei­ten so­wie ein ver­tret­ba­res Ge­wicht bei lo­gis­tisch vor­teil­haf­ten Pack­ma­ßen. In dem Pflich­ten­heft von d&b selbst stan­den wei­te­re Ide­en wie ein Com­pres­si­on-rig­ging, be­son­ders gu­te Wet­ter­fes­tig­keit oder auch die In­te­gra­ti­on ei­ner kom­for­ta­blen Po­si­ti­ons-/win­kel­mes­sung wäh­rend der In­be­trieb­nah­me ei­nes Ar­rays. Die ein­zel­nen An­sprü­che sind da­bei nicht nur ei­ner Wei­ter­ent­wick­lung ge­schul­det, „weil man es ein­fach kann“– die An­stren­gun­gen in Rich­tung ei­ner bes­ser ge­bün­del­ten Mit­tel-/tief­ton­ab­strah­lung bei­spiels­wei­se wer­den al­lein des­halb im­mer wich­ti­ger, weil es zu­neh­mend Mit­tel­büh­nen gibt: Das Pu­bli­kum hört bei die­sen Rund­um­be­schal­lun­gen dann im­mer das auf sie ge­rich­te­te Ar­ray – plus die rück­wär­ti­ge Ab­strah­lung des Ar­rays ge­nau ge­gen­über. Der „Klang­cha­rak­ter ei­nes Ar­rays bei 180 Grad“ist al­so nicht nur wich­tig, weil die­se Ener­gie auf die Büh­ne oder auf ein re­flek­tie­ren­des Hal­len­dach ge­rät. Von den Fra­gen ei­ner bes­se­ren Fo­kus­sie­rung der Ener­gie bei Open-airs ganz zu schwei­gen.

Ever­y­thing Lou­der than Ever­yo­ne El­se

Mit die­sem au­gen­zwin­kern­den Ver­weis auf Lem­my Kil­mis­ter ist bei der Sl-se­rie „al­les et­was grö­ßer“. Das hat ab ei­nem be­stimm­ten Pro­duk­ti­ons­for­mat ganz kon­kre­te Vor­tei­le, jen­seits von „ein­fach lau­ter“: Er­höht man die ef­fek­ti­ve Mem­bran­flä­che pro Me­ter Li­ne-ar­ray-mo­dul, hat das al­lein schon lo­gis­ti­sche Vor­tei­le vom Rig­ging bis hin zum

GSL gut ver­packt, da­hin­ter ein­satz­be­rei­te Sl-subs

Grö­ßen- und Sound-ver­gleich d&b J8 und GSL

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