Mick Fi­scher und Oli­ver Wüp­per von Amp­town Ca­ses Es gibt nichts, das wir nicht ver­pa­cken

Kaum ei­ne Pro­duk­ti­on kommt oh­ne Flight­ca­ses aus. Ein Un­ter­neh­men lie­fert seit vier Jahr­zehn­ten dau­er­haf­te Sta­bi­li­tät bei den Pro­duk­ten und be­weist han­sea­ti­sches Händ­chen in Hin­blick auf die Ge­schäfts­füh­rung: Amp­town Ca­ses sind ei­ne fes­te In­stanz in der Ve

Production Partner - - Case-Hersteller | Amptown Cases - Text: Har­ry He­cken­dorf | Fo­tos: Amp­town Ca­ses, Har­ry He­cken­dorf

„Es gibt nichts, das wir nicht ver­pa­cken“, lä­chelt Ge­schäfts­füh­rer und Amp­town-ca­ses-mit­grün­der Mick Fi­scher in ei­ner Mi­schung aus sou­ve­rä­ner Be­schei­den­heit und stil­lem Stolz, wäh­rend Oli­ver Wüp­per ei­nen klei­nen Sta­pel ge­mein­sam aus­ge­such­ter Fo­tos aus der Fir­men­ge­schich­te über den Tisch schiebt. Von der kom­plet­ten Back­li­ne ei­ner ame­ri­ka­ni­schen Pop-di­va auf Eu­ro­pa-tour­nee, in­klu­si­ve Kühl­schrän­ken und Feu­er­lö­schern, oder et­wa aus­ran­gier­te Renn­wa­gen, die als Fahr­si­mu­la­to­ren im Rah­men­pro­gramm der For­mel 1 ein­ge­setzt wur­den: Al­les pass­te bis­her in ein Amp­town-flight­ca­se. Seit 40 Jah­ren be­schäf­ti­gen sich die Ham­bur­ger mit die­sen grund­so­li­den Ver­pa­ckun­gen. Be­reits En­de 1977 wur­de Amp­town Ca­ses als Ab­le­ger der Amp­town Elec­troa­custic of­fi­zi­ell ge­grün­det, im Fe­bru­ar '78 wur­de die Fir­ma im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­schrie­ben. An­ge­fan­gen hat­te es eher zu­fäl­lig, ei­gent­lich so­gar ein paar Mo­na­te eher: Micha­el „Mick“Fi­scher, da­mals Stu­dent der Elek­tro­tech­nik, fi­nan­zier­te sein Stu­di­um durch klei­ne­re und grö­ße­re elek­tro­tech­ni­sche Di­enst­lei­tun­gen. Ei­nes Ta­ges wur­de er zu ei­ner Fir­ma be­stellt, die mu­si­ka­li­sches Equip­ment ver­lieh (der Be­griff Ren­tal Com­pa­ny war da­mals noch längst nicht eta­bliert). „Ich stand auf ei­ner Lei­ter und war da­mit be­schäf­tigt, ei­ni­ge Ka­bel auf ei­ner Wand zu ver­le­gen, als ei­ner der Mit­ar­bei­ter des Be­triebs mich bat, von der Lei­ter zu stei­gen und ihm da­bei zu hel­fen, ei­ne Kis­te zu

bau­en“, er­in­nert sich Mick Fi­scher: „Das schien tat­säch­lich wich­ti­ger zu sein, als die elek­tri­schen Ka­bel, die ich ver­le­gen soll­te. Ich stieg al­so von der Lei­ter.“

Es galt, für ei­nen Am­peg SVT und ei­ne Ham­mond-or­gel ei­ne tour­nee­taug­li­che Ver­pa­ckung zu zim­mern. Da­mals dau­er­te es noch sechs bis zehn St­un­den, ein Ca­se her­zu­stel­len – mit zwei Leu­ten. Das geht heu­te mit mo­derns­ter Tech­nik deut­lich an­ders. Auf die Lei­ter stieg Mick Fi­scher nicht mehr zu­rück.

In die­sen An­fangs­ta­gen muss­ten Sä­ge, Bohr­ma­schi­ne und Hand­frä­se rei­chen, um die stei­gen­den An­fra­gen der Ver­leih­fir­men zu be­die­nen, denn nach­dem sich die ers­ten Flight­ca­ses auf der Stra­ße mehr als be­währt hat­ten, gab es im­mer mehr Auf­trä­ge. West­fa­len­sound und TLC (heu­te pool group) ge­hör­ten zu den ers­ten gro­ßen Kun­den. Amp­town Ca­ses eman­zi­pier­te sich und stand ei­gen­stän­dig ne­ben der ehe­ma­li­gen Mut­ter, der Fir­ma Amp­town Elec­troa­custic. (Und ent­stand auf dem güns­ti­gen Amp­town-nähr­bo­den die heu­te eben­falls sehr er­folg­rei­che und ei­gen­stän­di­ge Amp­town Sys­tem Com­pa­ny kurz: ASC).

Ein Lo­go mit Flü­geln

Die Pro­duk­te der eng­li­schen Fir­ma CP Ca­ses dien­ten den Ham­bur­gern da­mals als Vor­bild: Genau so ro­bust und prak­tisch soll­ten die Pro­duk­te sein, die aus der da­mals noch über­schau­ba­ren Ma­nu­fak­tur aus dem ers­ten Stock in der Als­ter­dor­fer Stra­ße auf die Stra­ße gin­gen. Und ei­nen genau so gu­ten Ruf soll­ten die Ca­ses ha­ben! Und wie­der­er­kenn­bar soll­ten sie sein! Ein Lo­go wä­re des­halb nicht schlecht. Am En­de ei­nes lan­gen Ar­beits­ta­ges saß ein be­freun­de­ter Mu­si­ker und Gra­fi­ker, für den Mick Fi­scher an den Wo­che­n­en­den als Roa­die ar­bei­te­te, mit am Tisch, als das The­ma „Lo­go“dis­ku­tiert wur­de. Auf dem Tisch lag die blaue Zi­ga­ret­ten­schach­tel ei­nes fran­zö­si­schen Her­stel­lers, auf der ein mar­kan­ter Flü­gel­helm prang­te – der Schritt zum „Flight­ca­se“lag nah. Kur­ze Zeit spä­ter schweb­te im Lo­go ein blau­es Flü­gel­paar über der Amp­town-sil­hou­et­te.

Ne­ben dem Ca­se-bau wur­den da­mals auch Laut­spre­cher­bo­xen ge­baut. Nach­bau­ten der JBL 4530 und 4560 flo­rier­ten. Hand­werk­li­ches Ge­schick und je­de Men­ge Lei­den­schaft für die Sa­che wa­ren das Haupt­ka­pi­tal in je­nen Ta­gen. „Was wir da­mals oh­ne Koh­le auf die Bei­ne ge­stellt ha­ben, wä­re heu­te so gar nicht mehr mög­lich“, re­sü­miert

Mick Fi­scher. Heu­te sei­en die Auf­la­gen deut­lich en­ger ge­fasst, ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen we­sent­lich eng­ma­schi­ger.

Next Ge­ne­ra­ti­on

An­fang der 90iger Jah­re – man war in­zwi­schen schon in grö­ße­re Räu­me in der Wands­be­ker Stra­ße um­ge­zo­gen – tauch­te ein Jun­ge auf, um ein Schul­prak­ti­kum im Hau­se Amp­town Elec­troa­custic zu ma­chen. In den we­ni­gen Wo­chen hin­ter­ließ der Te­enager ei­nen so gu­ten Ein­druck, dass die Ge­schäfts­füh­rer di­rekt ei­ne Lehr­stel­le an­bo­ten, falls er nach dem Abitur die Rich­tung bei­be­hal­ten wol­le. Der Abitu­ri­ent nahm an, ab­sol­vier­te die Leh­re zum Groß- und Au­ßen­han­dels­kauf­mann bra­vou­rös und es ge­lang, den jun­gen Mann auch nach der Leh­re in der Fir­ma zu hal­ten. Spä­ter un­ter­brei­te­ten Mick Fi­scher und Pe­ter Mat­thes dem ehe­ma­li­gen Lehr­ling das An­ge­bot, ihn in die Ge­schäfts­füh­rung auf­zu­neh­men. Der da­ma­li­ge Te­enager war Oli­ver Wüp­per. Im Fuss­ball­jar­gon nennt man das heu­te stolz „Ei­gen­ge­wächs“.

Pe­ter Mat­thes hält sich heu­te wohl­ver­dient de­zent im Hin­ter­grund: Mick Fi­scher und Oli­ver Wüp­per tau­schen den Staf­fel­stab der­weil in han­sea­ti­scher Ge­las­sen­heit und nicht in mo­di­scher, hek­ti­scher Be­trieb­sam­keit. Er­fah­rung und Fort­schritt wer­den ge­mein­sam aus­ta­riert: Ih­re Bü­ros lie­gen je­weils am En­de des lan­gen Flurs. Da­zwi­schen ar­bei­tet ei­ne ein­ge­spiel­te Mann­schaft an Rech­nern und Te­le­fo­nen. In den wei­ten Werks­hal­len im Erd­ge­schoß ge­hen 50 Be­schäf­tig­te dem Bau von Ca­ses nach. Hand­ar­beit und in­dus­tri­el­le Ver­fah­rens­wei­sen ge­hen im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes Hand in Hand. Wäh­rend der Stoß­zei­ten kom­men zu­sätz­li­che Kräf­te hin­zu. Der größ­te Teil der Be­leg­schaft ist schon vie­le Jah­re bei Amp­town Ca­ses. Spit­zen­rei­ter ist ein Mit­ar­bei­ter, der seit Mit­te der 80iger an Bord ist und die meis­ten Um­zü­ge der Be­triebs­stät­ten mit er­lebt ha­ben dürf­te.

Aus dem ers­ten Stock in der Als­ter­dor­fer Stra­ße ging es zu­nächst in die Wands­be­ker Stra­ße. Zu­erst konn­te dort die Ex­pan­si­on des Un­ter­neh­mens noch durch ei­ni­ge Raum­wech­sel in­ner­halb der Ge­bäu­de auf­ge­fan­gen wer­den. Doch selbst der Bau ei­ner Werks­hal­le auf dem Nach­bar­grund­stück reich­te nicht mehr aus. Im Jahr 2009 ging es in die heu­ti­ge Pro­duk­ti­ons­stät­te in See­ve­tal bei Ham­burg.

Auf ei­ner Flä­che von rund 10.000 m2 wur­de am Stand­ort See­ve­tal ei­ne hel­le, freund­li­che und er­go­no­mi­sche At­mo­sphä­re für den kom­plet­ten Fer­ti­gungs­pro­zess ge­schaf­fen. Ein­mal pro Wo­che bringt ein LKW ei­ne La­dung mit Bir­ken­sperr­holz. Manch­mal sind es so­gar meh­re­re Lie­fe­run­gen pro Wo­che, da­zu wer­den durch­schnitt­lich je­des Jahr 120 Ton­nen Alu­mi­ni­um an­ge­lie­fert. Bis zu 140.000 Klapp­grif­fe wer­den jähr­lich ver­baut und fast eben­so vie­le Rol­len. Von der An­lie­fe­rung über Zu­schnitt, Fo­li­en­be­schich­tung, Frä­sen bis zum fer­ti­gen Pro­dukt ist je­der Ar­beits­be­reich räum­lich groß­zü­gig aus­ge­legt, so­dass der An­schluss zum nächs­ten Schritt be­quem voll­zo­gen wer­den kann. Die kom­plet­te Fer­ti­gungs­stre­cke ist in U-form an­ge­legt, wei­te Sicht­li­ni­en und auch die Raum­akus­tik füh­ren zu der hel­len, sau­be­ren At­mo­sphä­re, die es

De­tails ent­schei­den

Hin­ter die­ser gleich­sam ra­san­ten wie kon­stan­ten Ent­wick­lung steht der fes­te Wil­le, dau­er­haft höchs­te Pro­dukt­qua­li­tät zu er­schaf­fen. Im­mer wie­der wur­den in den letz­ten Jahr­zehn­ten in­no­va­ti­ve De­tails in Be­währ­tes ein­ge­pflegt. Im­mer wie­der wur­den die Be­dürf­nis­se der Bran­che rasch er­kannt. In der Re­gel im­mer et­was schnel­ler, als von den Mit­be­wer­bern. An das Nach­ah­men der ans Licht ge­hol­ten Ide­en ha­ben sich die Han­sea­ten be­reits ge­wöhnt. Pa­tent­kla­gen? Klar, hat man be­reits ge­führt. Bes­ser bzw. wich­ti­ger sei es, die krea­ti­ve Kraft des ei­ge­nen Un­ter­neh­mens zu nut­zen und im­mer wie­der die Na­se vor­ne zu be­hal­ten. Mick Fi­scher ist im­mer wie­der für neue Ide­en gut: Sta­bi­li­sie­ren­de Rol­len­plat­ten, rück­lau­fen­de But­ter­fly Cat­ches und spe­zi­el­le Win­kel­be­schlä­ge sind nur drei sol­cher Kon­struk­ti­ons­de­tails. Al­lein über die kon­se­quen­te Ver­wen­dung des sa­gen­um­wo­be­nen Blue Wheels lie­ße sich ein äu­ßerst amü­san­ter Ar­ti­kel schrei­ben, in dem der un­wi­der­steh­li­che Kun­den­wunsch die Haupt­rol­le hät­te. Ein ganz gro­ßer Wurf war die Ent­wick­lung und an­schlie­ßen­de Prä­sen­ta­ti­on des Trans­flex, ei­nes Flight­ca­ses mit fle­xi­blem In­nen­raum, der ganz oh­ne Werk­zeug auf die je­wei­li­gen Trans­port­be­dürf­nis­se an­ge­passt wer­den kann. Da­mals wur­den Zei­tungs­an­zei­gen u. a. in PRODUCTION PART­NER ge­schal­tet und recht bald war ei­ne La­wi­ne los­ge­tre­ten. 60.000 Ein­hei­ten roll­ten bis heu­te aus der Fer­ti­gung. Der Er­folg der Trans­flex zog reich­lich Nach­ah­mer auf den Plan, die ih­re Pla­gia­te bis­wei­len so­gar recht ähn­lich tau­fen.

Far­bi­ge Filght­ca­ses und Sip-sys­tem

Die Ein­füh­rung far­bi­ger Flight­ca­ses hat­te ei­nen ver­gleich­ba­ren Er­folg: In­zwi­schen wer­den 18 Far­ben an­ge­bo­ten. Auch hier zähl­ten West­fa­len­sound und TLC zu den ers­ten Kun­den, die mit die­ser Idee et­was an­fan­gen konn­ten: Den

Ge­wer­ken Licht, Ton und Rig­ging wur­den un­ter­schied­li­che Ca­se-far­ben zu­ge­wie­sen und die Auf- und Ab­bau­hel­fer hat­ten plötz­lich leich­tes Spiel. An­de­re Di­enst­leis­ter set­zen hin­ge­gen gern auf ih­re Ci-far­ben, und wenn man die ei­ne oder an­de­re Far­be auf ei­ner „Bau­stel­le“sieht, ist es ein Leich­tes, auf den Di­enst­lei­ter zu schlie­ßen.

Ein wei­te­rer Grund für das Wachs­tum des Un­ter­neh­mens war die Markt­ein­füh­rung des Sip-sys­tems (Su­pe­ri­or Im­pact Pro­tec­tion) im Jahr 1998 und des­sen Prä­sen­ta­ti­on auf der Pla­sa in Lon­don. „Es war das ers­te Mal, dass wir uns dort prä­sen­tier­ten und gleich rann­te man uns förm­lich die Bu­de ein“er­in­nert sich Oli­ver Wüp­per la­chend: „Ich brauch­te meh­re­re Ta­ge, um all die Vi­si­ten­kar­ten aus der gan­zen Welt zu sor­tie­ren“. We­ni­ge Wo­chen spä­ter wur­den Amp­town-ca­ses mit Sip-sys­tem quer durch Eu­ro­pa ver­schickt. Je­der woll­te sei­ne teu­ren, emp­find­li­chen Mo­vingheads in die­sen si­che­ren Trans­port­kis­ten mit pass­ge­nau­em Kunst­stoff­in­nen­le­ben wis­sen.

Kur­ze Zeit spä­ter ent­stand ei­ne eng­li­sche Nie­der­las­sung, die bis­wei­len vier An­ge­stell­te zähl­te. Das auf­kom­men­de In­ter­net – mit ei­ner Amp­town Web­site (seit 1999/2000) – öff­ne­te end­gül­tig den Weg in die gan­ze Welt. In­zwi­schen kom­men 50 Pro­zent al­ler Auf­trä­ge aus dem Aus­land.

Ir­gend­wann ka­men Mo­ving­light-her­stel­ler auf Amp­town zu und frag­ten ho­he Stück­zah­len der Sip-ein­sät­ze samt Flight­ca­se an. Mar­tin Pro­fes­sio­nal wa­ren die Ers­ten, die die­se op­ti­ma­le Trans­port­lö­sung als Ver­kaufs­ar­gu­ment er­kann­ten. Be­reits in den 90iger Jah­ren hat­te man Dim­mer-racks für MA oder für Pioneer Dj-equip­ment stil­echt ver­packt. In­zwi­schen ge­hö­ren ei­ni­ge nam­haf­te Her­stel­ler zu den stän­di­gen Groß­ab­neh­mern: GLP er­hält ex­klu­si­ve Ca­ses, eben­so Jb-light­ing. Erst kürz­lich kam auch Clay Paky hin­zu. Für vie­le die­ser Her­stel­ler wer­den gro­ße Stück­zah­len auf La­ger ge­hal­ten. Platz ge­nug da­für ist in See­ve­tal – noch.

Auch bei der boo­men­den Av-tech­nik war man er­neut vor dem Trend ak­tiv: Für die stän­dig grö­ßer wer­den­den Plas­ma­und Led-mo­ni­to­re wur­de ein In­nen­le­ben ent­wi­ckelt, wo­mit

es mög­lich ist, un­ter­schied­lich gro­ße Bild­schir­me je­weils genau an­zu­pas­sen. Die­ses Sys­tem bie­tet ei­ne ho­he In­ves­ti­ti­ons­si­cher­heit – ein Flight­ca­se hält 20 Jah­re, ein Bild­schirm hin­ge­gen deut­lich we­ni­ger. Selbst­ver­ständ­lich gibt es auch für den Au­dio­be­reich ver­gleich­ba­re pass­ge­naue Trans­port­lö­sun­gen. Bei­spie­le fin­den sich auf der Amp­town-web­site.

Flight­ca­se-uni­ka­te und gro­ße Stück­zah­len – al­les mög­lich

Bei ei­nem der­ar­ti­gen Auf­trags­vo­lu­men könn­te man ge­neigt sein an­zu­neh­men, dass in den Auf­trags­bü­chern für in­di­vi­du­el­le Lö­sun­gen oder gar Uni­ka­te kein Platz ist. Doch Fehl­an­zei­ge: Erst kürz­lich kam die An­fra­ge von ei­nem ört­li­chen DJ, ob man ei­ne Trans­port­lö­sung für ei­ne um­fang­rei­che Single­samm­lung bau­en kön­ne. „Wir ha­ben al­te Plä­ne ge­fun­den und konn­ten dem Mann sei­nen Wunsch er­fül­len“, schmun­zelt Mick Fi­scher. Auch die An­fra­gen von Back­li­nern nach ganz in­di­vi­du­el­len „Ar­beits­plät­zen“wer­den im­mer gern be­dient und Lö­sun­gen für die An­for­de­run­gen ge­fun­den. „Schwie­rig wird es le­dig­lich, wenn Kun­den un­se­rer 40jäh­ri­gen Er­fah­rung miss­trau­en und auf die Durch­set­zung ih­rer Ide­en po­chen, von de­nen wir dring­lich ab­ge­ra­ten ha­ben.“

Kaum je­mand weiß, dass Amp­town-ca­ses auch ei­ne se­mi­pro­fes­sio­nel­le Pro­dukt­li­nie pro­du­ziert. „Wir be­wer­ben die­se Li­nie nicht ak­tiv und ver­kau­fen nur ganz klei­ne Stück­zah­len“, er­klärt Oli­ver Wüp­per bei­läu­fig und ganz oh­ne Be­dau­ern.

… und die Ca­se-zu­kunft?

Und wel­che Ide­en gibt es für die na­he Zu­kunft? Mit der Air­se­rie ha­be man ei­ne äu­ßerst stra­pa­zier­fä­hi­ge Leicht­bau­wei­se ent­wi­ckelt, die sich äu­ßer­lich nicht von den üb­li­chen Amp­town-ca­ses un­ter­schei­den lässt, aber pro qm gut 5 kg leich­ter ist. Die­se Rei­he sei zwar in der An­schaf­fung teu­rer als die her­kömm­li­chen Ca­ses, doch ge­ra­de Pro­duk­tio­nen, die ton­nen­wei­se Luft­fracht be­zah­len, spa­ren mit der Zeit er­heb­li­che Kos­ten ein. Noch schlei­chen die In­ter­es­sen­ten neu­gie­rig um den neu­en hei­ßen Ku­chen her­um. Aber in nicht all­zu fer­ner Zu­kunft dürf­te auch die­se In­no­va­ti­on aus dem Hau­se Amp­town Ca­ses den Stel­len­wert in der Bran­che be­sit­zen, wie an­de­re Ide­en. Auch in die­sem Punkt sind sich Mick Fi­scher und Oli­ver Wüp­per wie­der ei­nig.

Laut­spre­cher­bo­xen wur­den ne­ben Filght­ca­ses in den An­fangs­jah­ren eben­falls ge­schrei­nert

Die neue Fer­ti­gungs­stät­te in See­ve­tal

Ein Amp­town Ca­se für das Schätz­chen fast ver­ges­sen lässt, dass hier – bis auf drei Wo­chen Be­triebs­fe­ri­en – welt­meis­ter­lich ge­schrei­nert und ge­tisch­lert wird. Mo­derns­te Tech­nik so­wie ins­be­son­de­re höchs­te Ar­beits­schutz- und Um­welt­be­stim­mun­gen prä­gen das neue Werks­ge­län­de. Erst kürz­lich wur­de die Be­leuch­tung kom­plett auf LEDS um­ge­stellt und en­er­gie­in­ten­si­ve Druck­luft­werk­zeu­ge so­weit wie mög­lich ab­ge­baut.

Ge­schäfts­füh­rer Oli­ver Wüp­per und Micha­el „Mick“Fi­scher

Auch im har­ten Renn­spor­tall­tag ver­rich­ten Amp­town-ca­ses ih­ren Di­enst

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