Test: No­va Eu­ro­pa 301 Ba­sic

Kom­pak­tes Pa-sys­tem mit neu­er Dsp-tech­nik

Production Partner - - Inhalt - Text und Mes­sun­gen: An­selm Go­ertz Fotos: Die­ter Stork, An­selm Go­ertz

Der bei Pas­sau im tie­fen Sü­den Deutsch­lands an­säs­si­ge Laut­spre­cher­her­stel­ler Craaft Au­dio Gm­bh mit dem Mar­ken­na­men No­va hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit kon­ti­nu­ier­li­cher Ent­wick­lungs­ar­beit ei­ne voll­stän­di­ge Pro­dukt­pa­let­te pro­fes­sio­nel­ler Be­schal­lungs­laut­spre­cher al­ler Art ge­schaf­fen. Ak­tu­ell reicht die­se von kom­pak­ten Be­schal­lungs­sys­te­men über Li­ne-ar­rays ver­schie­de­ner Grö­ßen­ord­nun­gen aus der Eli­te-serie bis hin zu ei­ner gan­zen Serie Ki­no­laut­spre­cher und di­ver­sen In­stal­la­ti­ons­sys­te­men. Die zu­ge­hö­ri­ge Elek­tro­nik mit Ver­stär­ker­mo­du­len, Con­trol­lern und End­stu­fen wird ent­we­der zu­ge­kauft oder in Ko­ope­ra­ti­on mit spe­zia­li­sier­ten Fir­men her­ge­stellt. Die Ent­wick­lung der Laut­spre­cher bei Craaft ob­liegt Jür­gen Ei­cker, der auf ei­ne jahr­zehn­te­lan­ge Er­fah­rung im Be­reich der Laut­spre­cher­ent­wick­lung und Mess­tech­nik zu­rück­bli­cken kann und sich gleich­zei­tig auch für die Fer­ti­gung in

Chi­na ver­ant­wort­lich zeigt. Die Trei­ber stam­men teils aus ei­ge­ner Ent­wick­lung und Auf­trags­fer­ti­gung oder vom be­kann­ten spa­ni­schen Her­stel­ler Bey­ma.

Eu­ro­pa-serie

Die Eu­ro­pa-serie von No­va deckt mit zwei Topteil­mo­del­len und zwei Sub­woo­fern ty­pi­sche An­wen­dun­gen für kom­pak­te Pa-sys­te­me ab. Da­zu ge­hö­ren die klei­ne und mitt­le­re Club-büh­ne, Ho­tel­bars, Dis­co­the­ken und auch vie­le mo­bi­le An­wen­dun­gen wie Top-40 Bands oder rei­sen­de DJS mit ei­ge­ner PA, die dann auf gro­ßen Büh­nen auch als Mo­ni­tor­sys­tem ge­nutzt wer­den kann. Kon­kret gibt es un­ter der Be­zeich­nung Eu­ro­pa zwei schlan­ke säu­len­för­mi­ge Toptei­le, die EX301 und EX601, be­stückt mit drei bzw. sechs 5"-Ko­nus­trei­bern und je ei­nem Hoch­ton­horn mit 100×25 Ab­strahl­win­kel. Kern­stück der Eu­ro­pa sind die ak­ti­ven Sub­woo­fer M315SUB und M318SUB, zu de­nen es auch noch je ein pas­si­ves Pen­dant als M15SUB P und M18SUB P gibt. Die ak­ti­ven Sub­woo­fer sind mit drei­ka­na­li­gen Ver­stär­ker­mo­du­len und Dsp-sys­te­men aus­ge­rüs­tet, mit de­nen die Toptei­le und noch ein wei­te­rer pas­si­ver Sub­woo­fer an­ge­trie­ben wer­den kön­nen.

Zum Test ge­stellt wur­de mit dem 301 Ba­sic das kleins­te Set der Eu­ro­pa­se­rie, hier­zu ge­hö­ren ein ak­ti­ver 15"-Sub­woo­fer und zwei Ex301-toptei­le. Er­gänzt um ei­nen M15SUB P wird dar­aus das 301 Plus Set. Zwei ver­gleich­ba­re Kom­bi­na­tio­nen gibt es mit den Be­zeich­nun­gen 601 Ba­sic und 601 Plus mit je zwei Ex601-toptei­len und ei­nem bzw. zwei 18"-Sub­woo­fern. Be­nutzt man die Plus-sets nicht als Ste­reo-sys­te­me son­dern kom­plett für ei­ne Pa-sei­te, dann wer­den dar­aus die Sets 301 Sta­ge und 601 Sta­ge, die sich dann auch schon für grö­ße­re Büh­nen eig­nen. Ein ers­ter Blick in die Preis­lis­te zeigt für das kleins­te, hier vor­ge­stell­te 301 Ba­sic Set ei­nen UVP von 5.897 € inkl. Mwst. Auch, wenn es sich hier um Lis­ten­prei­se han­delt, be­fin­det man sich da­mit in ei­ner durch­aus ge­ho­be­nen Preis­ka­te­go­rie. Was das 301 Ba­sic Set der Eu­ro­pa da­für zu bie­ten hat, ist das The­ma die­ses Test­be­rich­tes.

Bei­de M-sub­woo­fer wer­den von No­va auch mit dem horn­ge­la­de­nen Li­ne-ar­ray-ele­ment M5 an­ge­bo­ten. Hier kom­men wie­der sechs 5"-Laut­spre­cher und gleich drei Bey­ma-1"-trei­ber zum Ein­satz.

EX301 Li­ne Sour­ce und M315SUB

Bei­de zur Eu­ro­pa ge­hö­ri­gen Toptei­le sind als schlan­ke Säu­len mit drei bzw. sechs 5"-Trei­bern als Mit­tel­tief­tö­ner auf­ge­baut. Ne­ben dem op­tisch un­auf­fäl­li­gen Er­schei­nungs­bild hat die Bau­form der Zei­le auch noch akus­tisch den Vor­teil ei­ner ho­ri­zon­tal brei­ten und ver­ti­kal en­gen Ab­strah­lung. Ent­spre­chend ist auch das Horn des Hoch­tö­ners mit 100×25° Öff­nungs­win­kel aus­ge­legt. Ei­ne ebe­ne oder leicht an­stei­gen­de Pu­bli­kums­flä­che kann da­mit gut ab­ge­deckt wer­den, oh­ne un­nö­tig viel Schall Rich­tung De­cke oder Bo­den ab­zu­strah­len. Das dar­aus re­sul­tie-

ren­de bes­se­re Ver­hält­nis von Di­rekt- zu Dif­fus­schall sorgt für ei­ne prä­zi­se­re Mu­sik­wie­der­ga­be und ei­ne bes­se­re Sprach­ver­ständ­lich­keit.

Auf dem Foto der EX301 mit und oh­ne Front­git­ter er­kennt man mit­tig vor den 5"-Trei­bern Ste­ge im Git­ter, die die 5"Mem­bra­nen in je zwei Qu­el­len auf­tei­len und da­mit den Qu­el­len­ab­stand künst­lich hal­bie­ren. Seit­li­che Ne­ben­ma­xi­ma im Ab­strahl­ver­hal­ten in der Ver­ti­ka­len kön­nen da­mit re­du­ziert wer­den.

Die bei­den We­ge in der EX310 sind in­tern pas­siv ge­trennt. Das pas­si­ve Fil­ter be­schränkt sich da­bei auf ein­fa­che Ho­chund Tief­pass­funk­tio­nen oh­ne wei­te­re Ent­zer­rung, die dann im Con­trol­ler mit den Fil­tern im DSP er­folgt. Ge­gen­über ei­ner voll ak­ti­ven Be­triebs­art ist die­se Auf­tei­lung der Fil­ter­funk­tio­nen auf ein pas­si­ves und ein ak­ti­ves Fil­ter we­sent­lich öko­no­mi­scher. Gro­ße und teu­re Spu­len oder Kon­den­sa­to­ren wer­den bei der ho­hen Trenn­fre­quenz zwi­schen Mit­tel- und Hoch­tö­ner in der Re­gel nicht be­nö­tigt. Gleich­zei­tig lässt sich ein Ver­stär­ker­ka­nal ein­spa­ren und die kom­plet­te Ver­ka­be­lung für die zwei ak­ti­ven We­ge kann mit ei­ner vier­ad­ri­gen Lei­tung rea­li­siert wer­den. Der ein­zi­ge Nach­teil, die­ser bis hin zu gro­ßen Li­ne-ar­rays heu­te weit ver­brei­te­ten Kom­bi­na­ti­on aus pas­si­ven und ak­ti­ven Fil­tern, ist die auf den ers­ten Blick et­was ein­ge­schränk­ten Mög­lich­kei­ten der Schutz­funk­tio­nen für den Hoch­tö­ner. Bei No­va hat man das Pro­blem mit ei­nem Mul­ti­band-li­mi­ter im Topteil­zweig des DSPS ge­löst, wo für den Fre­quenz­be­reich des Hoch­tö­ners se­pa­ra­te Ein­stel­lun­gen für den Peak- und Rms-li­mi­ter ge­nutzt wer­den kön­nen.

Der zum Set ge­hö­ri­ge Sub­woo­fer ent­hält die ge­sam­te Elek­tro­nik. Das sind drei End­stu­fen für den Mo­no Sub­woo­fer und die zwei Toptei­le zu­sam­men mit ei­nem Dsp-sys­tem und ei­ner klei­nen Be­dien­ein­heit mit ei­nem far­bi­gen Touch­dis­play auf der Rück­sei­te des Subs. Für die Si­gnal­zu­spie­lung gibt es zwei ana­lo­ge Ein­gän­ge mit Xlr-buch­sen für Pe­gel bis ma­xi­mal +23 dbu und ei­nen di­gi­ta­len Ein­gang im AES3-(AES/EBU) For­mat mit Samp­le Ra­te Con­ver­ter. Die ana­lo­gen Ein­gän­ge kön­nen als Fall­back für das di­gi­ta­le Si­gnal kon­fi­gu­riert und auch im Pe­gel an­ge­passt wer­den, so dass ei­ne Um­schal­tung oh­ne Pe­gel­sprung mög­lich ist. Ei­ne Usb-schnitt­stel­le er­mög­licht ei­ne er­wei­ter­te Be­die­nung mit ei­ner ent­spre­chen­den Soft­ware vom PC.

Für den Be­trieb des 301 Ba­sic Sets wer­den ne­ben den Laut­spre­chern sel­ber noch zwei Spea­kon-ka­bel und zwei Sta­ti­ve für die Toptei­le be­nö­tigt. Als 301 Plus Set mit zwei Sub­woo­fern bie­tet es sich zu­dem an, die Toptei­le mit Sta­tiv­stan­gen di­rekt auf den Sub­woo­fern zu plat­zie­ren. Der An­schluss des zwei­ten Sub­woo­fers er­folgt ein­fach über die 2er-pins der Spea­kon-buch­se für das rech­te Topteil. Auch in der Plus Aus-

füh­rung ist das 301 Set so kom­pakt, dass der Trans­port in ei­nem Pkw-kom­bi pro­blem­los mög­lich ist. Die Ab­mes­sun­gen der Toptei­le sind 150 × 585 × 183 mm (B × H × T) bei ei­nem Ge­wicht von 10,5 kg. Der 15"-Sub­woo­fer kommt mit Ab­mes­sun­gen von 500 × 550 × 550 mm (B × H × T) und ei­nem Ge­wicht von 32,5 kg in der ak­ti­ven und 29 kg in der pas­si­ven Va­ri­an­te da­her. Die pro­fes­sio­nell aus­ge­stat­te­ten Ge­häu­se sind durch den fes­ten Struk­tur­lack und das so­li­de Front­git­ter bes­tens ge­schützt. Die Sub­woo­fer ver­fü­gen über zwei Griff­scha­len pro Sei­te und das Toptei­le über ei­ne Griff­mul­de auf der Rück­sei­te, die gleich­zei­tig auch Bass­re­flex­öff­nung ist. Für den mo­bi­len Ein­satz gibt es zu­dem noch Tra­ge­ta­schen für die Tops und Schutz­hül­len für die Sub­woo­fer. Op­tio­nal kön­nen die Sub­woo­fer mit Rä­dern aus­ge­stat­tet wer­den. Als wei­te­re Zu­be­hör­tei­le sind noch U-bü­gel, Flug­rah­men und Wand­hal­ter für die Tops so­wie Sta­tiv­stan­gen für die Sub­woo­fer ver­füg­bar, die di­rekt im M20-ein­satz auf der Ober­sei­te ein­ge­schraubt wer­den kön­nen.

Ein­zel­mes­sun­gen

Die Toptei­le und Sub­woo­fer des Sets wur­den zu­nächst wie üb­lich se­pa­rat oh­ne Con­trol­ler ver­mes­sen, was dank der An­schlüs­se leicht mög­lich war. Abb. 1 zeigt da­zu die Im­pe­danz­kur­ven, die den Sub­woo­fer als norm­ge­rech­tes 8-Ohm-sys­tem aus­wei­sen. Die Par­al­lel­schal­tung des zwei­ten pas­si­ven Subs zum ers­ten ak­ti­ven stellt so kein Pro­blem dar. Die Tu­ningfre­quenz des Bass­re­flex­re­so­na­tors liegt bei ei­nem pra­xis­ge­rech­ten Wert für ei­nen 15"-Trei­ber im kom­pak­ten Ge­häu­se von 44 Hz. Als Trei­ber kommt der 15"-Typ aus Bey­mas LEX Serie mit 4"-Spu­le, rie­si­gem Neo­dym-ma­gne­ten und 1,6 kw Be­last­bar­keit nach AES zum Ein­satz. Die Toptei­le mit No­va-oem-chas­sis sind mit ih­rem 4,4-Ohm-im­pe­danz­mi­ni­mum schon na­he an ei­nem no­mi­nel­len 4-Ohm-sys­tem, was in die­sem Fall je­doch un­kri­tisch ist, da kei­ne Par­al­lel­schal­tung vor­ge­se­hen ist. Ganz im Ge­gen­teil kommt die et­was nied­ri­ge­re Im­pe­danz der op­ti­ma­len Aus­las­tung der End­stu­fen so­gar ent­ge­gen. Der Bass­re­flex­re­so­na­tor der Toptei­le ist auf 86 Hz ab­ge­stimmt.

Die zu­ge­hö­ri­gen Fre­quenz­gän­ge der bei­den Sys­te­me mit An­ga­be der Sen­si­ti­vi­ty fin­den sich in Abb. 2. Die Sen­si­ti­vi­ty der Kur­ven be­zieht sich auf ei­ne Span­nung von 2,83 V und 1 m Ent­fer­nung im Voll­raum. Sub­woo­fer wer­den von den Her­stel­lern, auch bei No­va, meist mit Halb­raum­wer­ten (+6 db) an­ge­ge­ben, wor­aus sich der Wert im Da­ten­blatt von 99 db für den Sub­woo­fer er­klärt. Die ers­ten Ge­häu­se­re­so­nan­zen tre­ten beim Sub­woo­fer erst ab 300 Hz und da­mit weit au­ßer­halb des Ar­beits­be­rei­ches auf. Un­ter­halb von 300 Hz ist der Fre­quenz­gang mus­ter­gül­tig. Das Topteil weist oh­ne Ent­zer­rung durch den Con­trol­ler er­war­tungs­ge­mäß ei­ni­ge Wel­lig­kei­ten und ei­nen An­stieg zu den Hö­hen hin auf, zeigt aber

kei­ne Schwach­stel­len. Die Tren­nung zwi­schen Toptei­len und Sub­woo­fer er­folgt knapp ober­halb von 100 Hz.

Elek­tro­nik

Die Elek­tro­nik be­fin­det sich in ei­nem kom­plett ge­kap­sel­ten Mo­dul auf der Rück­sei­te des Sub­woo­fers. Kern­stück der Elek­tro­nik ist das Dsp-sys­tem, das nach au­ßen hin über sein Touch­dis­play oder via USB mit ei­ner Pc-soft­ware be­dient wer­den kann. Der DSP ar­bei­tet hier im 2+1 Mo­dus, d. h. für die Toptei­le als Ste­reo­sys­tem in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem Mo­no-sub­woo­fer, der das Sum­men­si­gnal von bei­den Ka­nä­len er­hält. Das gilt auch für den op­tio­na­len zwei­ten Sub­woo­fer, der an der glei­chen End­stu­fe par­al­lel be­trie­ben wird. Für die drei End­stu­fen setzt man bei No­va ein Pas­cal Au­dio X-pro3-mo­dul ein, des­sen Leis­tung von Pas­cal nach ei­ner nicht nä­her spe­zi­fi­zier­ten Mess­me­tho­de mit 1×2500 W + 2×800 W je­weils an 4 Ohm an­ge­ge­ben wird. Ver­mut­lich be­zie­hen sich die Wer­te auf ei­ne Mes­sung nach EIAJ mit ei­nem im Ver­hält­nis 8:32 ge­tak­te­tem 1 khz Si­nus­burst­si­gnal. Das Si­gnal hat ei­nen Crest­fak­tor von 10 db und kommt da­mit ei­nem kom­pri­mier­ten Mu­sik­si­gnal recht na­he.

Das Dsp-sys­tem im M315SUB ar­bei­tet für die Fil­te­rung mit ei­ner spe­zi­el­len Kom­bi­na­ti­on aus IIR- und Fir-fil­tern, die ei­nen aus­ge­dehn­ten li­ne­ar­pha­si­gen Fre­quenz­be­reich bei sehr kur­zen Fil­ter-la­ten­zen er­lau­ben. Die­se be­trägt für die Kom­bi­na­ti­on aus M315SUB mit den Ex301-toptei­len ex­akt 3 ms und ist da­mit für al­le Ar­ten der An­wen­dung völ­lig un­kri­tisch. Hin­zu kom­men bei Nut­zung der ana­lo­gen Ein­gän­ge noch ins­ge­samt 2,2 ms für die AD- und Da-um­set­zer und das kur­ze De­lay für den vor­aus­schau­end ar­bei­ten­den Li­mi­ter.

Abb. 3 zeigt die Fil­ter­kur­ven für den Sub­woo­fer und die Toptei­le. Der de­tail­lier­te Ver­lauf der blau­en Kur­ve für das Topteil weist be­reits auf ein Fir-fil­ter hin. Für den Sub­woo­fer wird

»Auch gu­te Zu­ta­ten ver­lan­gen nach ei­ner ge­konn­ten Zu­be­rei­tung, die No­va hier bes­tens ge­lun­gen ist.« An­selm Go­ertz

le­dig­lich ein Hoch- und ein Tief­pass­fil­ter je­weils 4. Ord­nung mit But­ter­worth-cha­rak­te­ris­tik bei 40 Hz und bei 100 Hz ein­ge­setzt. Da­zu kom­men noch die Pe­gel- und Lauf­zeit­an­pas­sun­gen zum Topteil, die hier nicht di­rekt sicht­bar sind.

Die­se Fil­ter­funk­tio­nen sind fest als Werks­ein­stel­lung hin­ter­legt, eben­so wie die Wer­te für die Li­mi­ter. Für den An­wen­der gibt es zwei Mög­lich­kei­ten ei­ni­ge Ein­stel­lung und An­pas­sun­gen sel­ber vor­zu­neh­men: Über das klei­ne far­bi­ge Touch­Dis­play auf der Rück­sei­te kön­nen fer­ti­ge Pre­sets ab­ge­ru­fen, Pe­gel, De­lay und Mu­te ein­ge­stellt und der Ein­gang als ana­log oder di­gi­tal aus­ge­wählt wer­den. Ist kei­ne Be­di­en­funk­ti­on ak­tiv, dann zeigt das Dis­play mit meh­re­ren Bal­ken­dia­gram­men die Ein- und Aus­gangs­pe­gel so­wie den Ein­satz der Li­mi­ter und de­ren mög­li­che Gain Re­duc­tion an.

Soft­ware

Möch­te man sel­ber Se­tups er­stel­len und auf die Fil­ter in den Ein­gän­gen zu­grei­fen, dann gibt es da­zu den No­va FIR DSP Ma­na­ger. Mit der un­ter Win­dows wie auch un­ter Mac OS lauf­fä­hi­gen Soft­ware und ei­ner Usb-ver­bin­dung zu ei­nem oder meh­re­ren Dsp-sys­te­men kann der An­wen­der bei Be­darf neue Firm­ware und Se­tups auf­spie­len und auf al­le im DSP zur An­wen­dung frei­ge­ge­be­nen Funk­tio­nen zu­grei­fen. Abb. 4 zeigt die ers­te Sei­te der Be­di­en­ober­flä­che mit zwei

ak­ti­ven Ein­gän­gen und drei Aus­gän­gen. Ins­ge­samt ver­fügt das Dsp-mo­dul über vier Ein­gän­ge und sechs Aus­gän­ge, die hier aber nicht kom­plett ge­nutzt und da­her teil­wei­se aus­ge­graut sind.

Al­le vor­ab schon auf­ge­führ­ten Funk­tio­nen, die sich an der Box di­rekt be­die­nen las­sen, sind auch hier vor­han­den, nur et­was de­tail­lier­ter und kom­for­ta­bler. Hin­zu kom­men jetzt die Funk­tio­nen der zwei­ten Sei­te: Wählt man ei­nen der Ein­gän­ge 1 oder 2 aus, dann er­schei­nen die hier ver­füg­ba­ren Fil­ter­funk­tio­nen so­wie die Gain und De­lay Ein­stel­lun­gen. Als Fil­ter ste­hen pro Ein­gang je zehn voll pa­ra­me­tri­sche EQS zur Ver­fü­gung, die als Bell-fil­ter oder auch als Hoch- und Tief­pass oder Sh­elf kon­fi­gu­riert wer­den kön­nen. Die Fil­ter­kur­ve kann gra­fisch mit der Maus oder di­rekt mit Pa­ra­me­tern ein­ge­ge­ben wer­den. Ei­ne Link­funk­ti­on für die Ein­stel­lun­gen der

EX301 Topteil mit drei Mit­tel­tief­tö­nern als kom­pak­te Li­ni­en­quel­le mit Horn für den Hf-be­reich

301 Ba­sic Set in kom­pak­ter Bau­wei­se mit kom­plett in­te­grier­ter Elek­tro­nik im M315SUB

Elek­tro­nik mit ana­lo­gen und di­gi­ta­len Ein­gän­gen, über die bei­den Spea­kons wer­den die Toptei­le und ein wei­te­rer op­tio­na­ler pas­si­ver Sub­woo­fer an­ge­schlos­sen

Be­stü­ckung des Sub­woo­fers

Fre­quenz­gän­ge mit Sen­si­ti­vi­ty für den Sub­woo­fer (rot) und das Topteil (blau). Die Mes­sung er­folg­te oh­ne Con­trol­ler di­rekt an den Laut­spre­chern (Abb. 2)

Im­pe­danz­ver­läu­fe des 15"-Sub­woo­fers (rot) und des EX301 Topteils (blau). Mit ei­nem Im­pe­danz­mi­ni­mum von 6,9 Ohm kön­nen auch zwei Subs an ei­ner End­stu­fe be­trie­ben wer­den (Abb. 1)

Fil­ter­funk­tio­nen in der Werks­ein­stel­lung. Der de­tail­lier­te Ver­lauf des Fil­ters für Toptei­le (blau) weist be­reits auf ein Fir-fil­ter hin. Die Ge­samt­la­tenz der Elek­tro­nik be­trägt un­kri­ti­sche 5,2 ms (Abb. 3)

Touch-dis­play zur Be­die­nung des in­te­grier­ten DSP, links als Aus­steue­rungs­an­zei­ge, rechts zur Ein­stel­lung der Pe­gel für den Sub und die Tops

Be­di­en­ober­flä­che der zu­ge­hö­ri­gen Soft­ware, hier mit zwei ak­ti­ven Ein­gän­gen und drei ak­ti­ven Aus­gän­gen. Über die Soft­ware kann der An­wen­der ei­ge­ne Ein­stel­lun­gen vor­neh­men und User Pre­sets ab­spei­chern (Abb. 4)

Pha­se­gän­ge der kom­plet­ten Kom­bi­na­ti­on mit weit­ge­hend li­ne­ar­pha­si­gem Ver­lauf in den Mit­ten und Hö­hen – Sub­woo­fer (rot), Topteil (blau) und de­ren Sum­men­funk­ti­on (grün, Abb. 7)

Fre­quenz­gän­ge der kom­plet­ten Kom­bi­na­ti­on in der Werks­ein­stel­lung. Sub­woo­fer (rot), Topteil (blau) und de­ren Sum­men­funk­ti­on (grün, Abb. 6)

User-eqs mit je zehn voll pa­ra­me­tri­schen Fil­tern in den Ein­gangs­we­gen (Abb. 5)

Grup­pen­lauf­zeit mit ei­nem An­stieg der Kur­ve zu den tie­fen Fre­quen­zen durch die un­ver­meid­li­che Pha­sen­dre­hung der X-over-fil­ter so­wie der elek­tri­schen und akus­ti­schen Hoch­pass­fil­ter (Abb. 8)

Spek­tro­gramm der Kom­bi­na­ti­on aus M315SUB und EX301 (Abb. 9)

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