Ela­ti­on Smar­ty Hy­brid

Mit ei­nem neu ent­wi­ckel­ten Leucht­mit­tel und ei­ner Ge­rä­te­phi­lo­so­phie „3 in 1“scheint der neue Ef­fekt-schein­wer­fer, zu­min­dest von den Spe­zi­fi­ka­tio­nen her, sehr viel­sei­tig ein­setz­bar zu sein. Wie gut die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten in­ein­an­der grei­fen, zeig­te sich

Production Partner - - Inhalt - Text: Tor­ben Leh­mann | Fotos: Tor­ben Leh­mann, Ela­ti­on

Mit ei­nem neu ent­wi­ckel­ten Leucht­mit­tel und ei­ner 3-in-1 Ge­rä­te­phi­lo­so­phie scheint der neue Ef­fekt-schein­wer­fer von Ela­ti­on, zu­min­dest von den Spe­zi­fi­ka­tio­nen her, sehr viel­sei­tig ein­setz­bar zu sein. Wie gut die ein­zel­nen Kom­po­nen­ten tat­säch­lich in­ein­an­der grei­fen, zeigt un­ser Test ab Sei­te 92.

Hy­brid-mo­ving­lights – al­so die Art von kopf­be­weg­ten Ef­fekt­schein­wer­fern, die sich auf Grund der Mul­ti­funk­tio­na­li­tät ih­rer Op­ti­ken nicht ge­nau in die Ka­te­go­rie Wash-, Spot- oder Beam-lam­pe ein­ord­nen las­sen wol­len – bie­ten zu­min­dest

in der Theo­rie den gro­ßen Vor­teil, dass ein ein­zi­ges Ge­rät die Funk­tio­nen gleich meh­re­rer Lam­pen in sich ver­eint. Qua­si die ei­er­le­gen­de Woll­milch­sau von der al­le im­mer spre­chen, und ei­gent­lich ja auch ei­ne un­schlag­ba­re Idee. Die Um­set­zung ist je­doch nicht ganz oh­ne, und vor nicht all­zu lan­ger Zeit muss­te man als An­wen­der durch­aus noch Kom­pro­miss­be­reit­schaft zei­gen, wenn man das Zu­sam­men­spiel der ein­zel­nen Kom­po­nen­ten be­ur­teil­te: Nicht sel­ten konn­te die letzt­end­li­che Aus­füh­rung der Hy­brid-funk­tio­nen sol­cher Schein­wer­fer­ty­pen doch als eher noch ru­di­men­tär be­zeich­net wer­den.

Ela­ti­on Pro­fes­sio­nal, mit Sitz des eu­ro­päi­schen Head­quar­ters in den Nie­der­lan­den, scheint sich je­doch in den ver­gan­ge­nen Jah­ren äu­ßerst in­ten­siv und nicht min­der er­folg­reich mit die­sem Kon­zept be­schäf­tigt zu ha­ben. So reiht sich der Smar­ty Hy­brid zu die­sem Zeit­punkt als kom­pak­tes­tes Ge­rät gleich in ei­ne gan­ze Serie von Hy­brid-ge­rä­ten ein.

Smar­ty Hy­brid – zwar nicht bunt, aber trotz­dem sehr hübsch an­zu­se­hen

Die Aus­füh­rung des Smar­ty-hy­brid-schein­wer­fers er­scheint be­reits auf den al­ler­ers­ten Blick sehr hoch­wer­tig. Al­le Ge­häu­se­tei­le sind form­schön, aus ro­bust wir­ken­dem Hart­plas­tik ge­fer­tigt und pas­sen haar­ge­nau in­ein­an­der. Die nur we­ni­gen vor­han­de­nen Lüf­tungs­schlit­ze am Ge­rä­te­kopf hel­fen, das Aus­tre­ten von Streu­licht im Be­reich des Leucht­mit­tels auf ein Mi­ni­mum zu re­du­zie­ren. Für ein­fa­ches Hand­ling und Ser­vice­zwe­cke ist der Smar­ty Hy­brid mit zwei groß­zü­gig aus­ge­führ­ten Grif­fen, so­wie ei­ner Pan- und Tilt-ver­rie­ge­lung aus­ge­stat­tet, und wiegt oben­drein nur rü­cken­freund­li­che 22,2 kg. Zu­dem wird das Ge­rät als kom­pak­ter Schein­wer­fer be­wor­ben – bei Ge­samt­ma­ßen von gut 38 cm Brei­te, 28 cm Tie­fe und 61 cm Hö­he (bei ge­ra­de ste­hen­dem Kopf) kann die­se Ka­te­go­ri­sie­rung durch­aus be­stä­tigt wer­den.

Die Un­ter­sei­te des Bas­e­ments ver­fügt über vier paar­wei­se zu be­nut­zen­de Quick-lock-auf­nah­men für die im Lie­fer­um­fang ent­hal­te­nen Ome­ga-bü­gel und bie­tet zu­dem ei­ne aus­rei­chend di­men­sio­nier­te Öse für das ob­li­ga­to­ri­sche Si­che­rungs­seil, die sich ge­nau im Zen­trum der Bo­den­plat­te be­fin­det. Die Grö­ße der Lin­se (mit ei­nem Durch­mes­ser von ca. 11 cm) bzw. des Licht­aus­las­ses (mit ei­nem Durch­mes­ser von ca. 13 cm an der Ober­kan­te), scheint je­doch ein we­nig zu ge­ring be­mes­sen wor­den zu sein, da der Licht­ke­gel im Spot­mo­dus bei ei­nem Zoom-wert ab ca. 60 % über die zur Ver­fü­gung ste­hen­de Flä­che der Lin­se hin­aus zu ra­gen be­ginnt. Ela­ti­on hat sich nach ei­ge­nen Aus­sa­gen aber ge­gen ei­ne Be­gren­zung des Zoom-be­reichs ent­schie­den, weil durch in­ter­ne Re­flek­tio­nen so ein Ge­gen­licht­ef­fekt ent­steht.

Der Ge­rä­te­kopf hat im Pan-be­reich ei­nen Be­we­gungs­ra­di­us von wahl­wei­se 540° oder 630°, im Tilt-be­reich ste­hen ins­ge­samt 240° Be­we­gungs­frei­heit zur Ver­fü­gung.

Dis­play – hier wird es dann doch noch bunt

Für die ver­schie­de­nen am Ge­rät vor­zu­neh­men­den Ein­stel­lun­gen ver­fügt der Smar­ty Hy­brid an der Vor­der­sei­te des Bas­e­ments über ein mo­der­nes, voll­far­bi­ges Lc-dis­play, des­sen über­sicht­li­che Me­nü­struk­tur mit Hil­fe von sechs be­rüh­rungs­emp­find­li­chen Na­vi­ga­ti­ons­tas­ten be­dient wird. Das Dis­play ist er­freu­li­cher­wei­se bat­te­rie­ge­puf­fert und mit ei­nem Sen­sor aus­ge­stat­tet, der die Aus­rich­tung des Bild­schirms au­to­ma­tisch auf die Po­si­ti­on des Ge­rä­tes ab­stimmt. Die Na­vi­ga­ti­ons-

»Der Hi­ber­na­ti­on-mo­dus spart auf cle­ve­re Art und Wei­se Ener­gie und Lam­pen­stun­den.« Tor­ben Leh­mann

tas­ten hät­ten even­tu­ell auch ein we­nig Be­leuch­tung ver­tra­gen kön­nen, da sie bei Dun­kel­heit ne­ben dem hel­len Dis­play lei­der et­was un­ter­ge­hen.

An­schlüs­se auf der Rück­sei­te

Auch hier sieht es be­reits auf den ers­ten Blick durch­dacht und über­sicht­lich aus. Für die Span­nungs­ver­sor­gung ste­hen so­wohl ein Po­wer­con-true1-ein­gang als auch ein Aus­gang glei­chen Typs zur Ver­fü­gung. Die Si­gnal­ver­tei­lung er­folgt ent­we­der über die fünf­po­li­gen DMX- oder die als RJ45 Et­her­con aus­ge­führ­ten Netz­werk Ein- und Aus­gän­ge. Hier wer­den Art­net oder SACN ver­ar­bei­tet. Zu­dem ist das haus­ei­ge­ne „Efly“Wi­re­less-dmx-sys­tem stan­dard­mä­ßig im­ple­men­tiert. Die da­für vor­ge­se­he­ne Kon­troll­leuch­te be­fin­det sich ne­ben dem Dis­play an der Vor­der­sei­te des Bas­e­ments. Er­freu­li­cher­wei­se ge­hört auch Rdm-fä­hig­keit bei Ela­ti­on mitt­ler­wei­le zum gu­ten Ton und auch ein­fach da­zu. Ein USB-PORT für Ser­vice­zwe­cke so­wie die Hal­te­rung für ei­ne Fein­si­che­rung kom­plet­tie­ren das An­schluss­feld – was will man mehr?

Leucht­mit­tel und Ener­gie­ma­nage­ment

Im Smar­ty Hy­brid kommt ein Leucht­mit­tel MSD Pla­ti­num 200 Flex von Phi­lips mit ei­ner Leis­tung von bis zu 280 W zum Ein­satz. Die Leis­tung lässt sich mit Hil­fe des elek­tro­ni­schen Netz­teils auf 240 W oder 190 W li­mi­tie­ren, was dem Leucht­mit­tel un­ter gu­ten Be­din­gun­gen ei­ne Le­bens­dau­er von bis zu 6.000 St­un­den be­schert und auch akus­tisch ei­ni­ges an Laut­stär­ke mi­ni­miert. Der er­zeug­te Licht­strom ist bei vol­ler Leis­tung mit ca. 11.000 lm an­ge­ge­ben. Da­bei hat das Leucht­mit­tel laut Her­stel­ler ei­ne Farb­tem­pe­ra­tur von ca. 8.000 K und ei­nen Farb­wie­der­ga­be­in­dex von ca. 80. Das elek­tro­ni­sche Netz­teil ver­sorgt den Smar­ty Hy­brid in ei­nem Span­nungs­be­reich von 100–240 V AC bei 50/60 Hz mit der er­for­der­li­chen Leis­tung von ma­xi­mal 480 VA bei 240 V.

Als be­son­de­re Funk­ti­on sei an die­ser Stel­le der „Hi­ber­na­ti­on“-mo­dus (für den „Ru­he­zu­stand“) her­vor­zu­he­ben: Liegt über ei­ne ge­wis­se – im Ge­rät ein­stell­ba­re – Zeit kein Steu­er­si­gnal an, wird der Smar­ty Hy­brid in ei­ne Art Win­ter­schlaf ver­setzt und wacht bei an­lie­gen­dem Si­gnal au­to­ma­tisch wie­der auf. Der Stan­dard­wert liegt hier bei mo­de­ra­ten 15 Mi­nu­ten. Da nach Ablauf die­ser Zeit so­wohl das Leucht­mit­tel als auch al­le Lüf­ter ab­ge­schal­tet wer­den, so­bald die Tem­pe­ra­tur im In­nen­le­ben ent­spre­chend ge­sun­ken ist, wer­den an die­ser Stel­le auf cle­ve­re Art und Wei­se Ener­gie und Lam­pen­stun­den ge­spart. Smar­ty halt.

Funk­tio­nen des Smar­ty

Trotz sei­ner ver­gleichs­wei­se ge­rin­gen Grö­ße bie­tet der Smar­ty Hy­brid al­ler­hand gut auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Funk­tio­nen. An­ge­fan­gen di­rekt hin­ter dem Leucht­mit­tel mit dem elek­tro­ni­schen Dim­mer/shut­ter: Hier sor­gen zwei Bau­tei­le in Form von Flag­gen ge­räusch­los für ei­ne durch­weg li­nea­re Hel­lig­keits­re­ge­lung in 16-bit-auf­lö­sung, und eben­so ge­räusch­lo­se Stro­be-ef­fek­te mit bis zu 18 Blit­zen pro Se­kun­de.

Di­rekt da­hin­ter be­fin­den sich die drei Flag­gen, die für die Cmy-farb­mi­schung zu­stän­dig sind, in der An­ord­nung YCM. Die­se – für ein Ge­rät die­ser Grö­ße meist noch eher un­üb­li­che – Farb­misch­ein­heit er­zeugt er­staun­lich li­nea­re und sat­te Misch­far­ben, oh­ne dass et­wai­ge Farb­schat­ten oder Licht-

spie­le au­ßer­halb des ab­ge­bil­de­ten Licht­ke­gels ent­stün­den. Für schwer in ei­nem sat­tem Ton auf sub­trak­ti­ve Art misch­ba­re Far­ben steht ein Farb­rad mit 13 Far­ben plus weiß zur Ver­fü­gung. Hier­zu zäh­len un­ter an­de­rem ein CTO-, CTB-, Uvund ein Quad-co­lor-fil­ter. Letz­te­rer ist vier­ge­teilt in die Far­ben RGBY und macht auf den ers­ten Blick vi­el­leicht nicht so viel Sinn, fin­det je­doch im Zu­sam­men­spiel zwi­schen ei­nem der bei­den bzw. bei­den Pris­men und der Cmy-farb­mi­schung dann doch durch­aus sei­ne Da­seins­be­rech­ti­gung. Zu­dem bie­tet ein Co­lor-ma­cro-ka­nal ei­ne Viel­zahl von vor­ein­ge­stell­ten Misch­far­ben.

Der Smar­ty Hy­brid ver­fügt über zwei Go­borä­der: Das ers­te Go­bo­rad ist in Form ei­ner Me­tall­schei­be aus­ge­führt, aus der ins­ge­samt vier Beam-re­du­cer in un­ter­schied­li­chen Grö­ßen, acht Break­up-go­bos und zwei un­ter­schied­lich gro­ße Open­po­si­tio­nen aus­ge­stanzt wor­den sind. Die Grö­ße­re der bei­den Open-po­si­tio­nen kann nicht ak­tiv an­ge­wählt wer­den. Sie wird bei Ver­wen­dung des zwei­ten Go­bo­ra­des au­to­ma­tisch in Po­si­ti­on ge­bracht, um dem Licht­ke­gel den ent­spre­chen­den Platz für die deut­lich grö­ße­ren ro­tier­ba­ren Go­bos zu ma­chen, die in der An­ord­nung im Ge­rä­te­kopf di­rekt da­hin­ter lie­gen. Beim Go­bo-spin des ers­ten Ra­des lau­fen so­mit im­mer zwei Open-po­si­tio­nen hin­ter­ein­an­der durch den Licht­ke­gel. Die­ser Um­stand ist zwar nicht ganz so schön, war aber wohl nicht an­ders lös­bar.

Das ro­tier­ba­re Go­bo­rad ist mit ins­ge­samt acht aus­tausch­ba­ren Glas­go­bos aus­ge­stat­tet. Die­se las­sen sich auf Grund ei­ner Aus­spa­rung im Me­tall an der ent­spre­chen­den Stel­le im Ge­rä­te­kopf sehr leicht mit ih­rem Rah­men aus der Ar­re­tie­rung lö­sen und auch wie­der ein­set­zen. An die­ser Stel­le war bei der Go­bo­ro­ta­ti­on zu be­ob­ach­ten, dass an ir­gend­ei­ner Stel­le ein biss­chen zu viel Spiel zu sein scheint, da die Go­bos bei je­dem Rich­tungs­wech­sel der Ro­ta­ti­on erst mal au­gen­schein­lich in ei­ne an­de­re Po­si­ti­on rut­schen. Die Ro­ta­ti­on hin­ge­gen er­folgt auch bei lang­sa­mer Um­dre­hung ru­ckel­frei und die Go­bos „ei­ern“nicht.

Das nächst fol­gen­de Bau­teil im Ge­rä­te­kopf des Smar­ty Hy­brid ist die Fo­kus­lin­se, die zu­sam­men mit den bei­den Pris­men ein­sei­tig ge­la­gert auf ei­nem mo­to­risch ver­fahr­ba­ren Schlit­ten un­ter­ge­bracht ist. Die Fo­kus-funk­ti­on ist den Ent­wick­lern von Ela­ti­on wirk­lich sehr gut ge­lun­gen. Sie sorgt bei­spiels­wei­se für die kna­ckig schar­fe Ab­bil­dung von Go­bos an na­he­zu al­len Stel­len, oh­ne dass Ko­ro­nen oder an­de­re Farb­schat­ten ent­stün­den. Wirk­lich sehr scha­de, dass die­se tol­le Op­tik, mit ma­xi­mal sie­ben Mil­li­me­tern sicht­ba­rer Ab­bil­dungs­flä­che ei­nes Go­bos, nicht bzw. nur ganz be­dingt für Cust­om- oder Schrift-go­bos ge­eig­net ist.

Der Smar­ty Hy­brid wird von ei­ner Au­to­fo­kus-funk­ti­on un­ter­stützt, mit de­ren Hil­fe ein Go­bo über den kom­plet­ten scharf­stell­ba­ren Zoom­be­reich – zwar mal et­was mehr und mal et­was we­ni­ger, aber im­mer­hin – au­to­ma­tisch über den ge­sam­ten Be­reich (mit ei­nem zu­ge­drück­ten Au­ge) li­ne­ar scharf ge­stellt bleibt.

Die bei­den Pris­men sind eben­falls ro­tier­bar, zu­dem hin­ter­ein­an­der an­ge­bracht und so­mit par­al­lel ein­setz­bar. Hier­bei han­delt es sich um ein kreis­run­des 16-Fach- und ein li­nea­res 4-Fach-pris­ma. Zwar ist in al­len Nach­schla­ge­wer­ken von ei­nem li­nea­ren 5-Fach-pris­ma die Re­de, in dem Test­ge­rät steck­te je­doch nur das be­sag­te 4-Fach-pris­ma. Auch hier

wer­den über di­ver­se Ma­cros be­reits ei­ni­ge vor­ge­fer­tig­te und wir­kungs­vol­le Pris­ma- und Go­bo-kom­bi­na­tio­nen an­ge­bo­ten.

Im vor­de­ren Be­reich des Ge­rä­te­kop­fes be­fin­det sich die Zoom­lin­se, die zu­sam­men mit dem Frost­fil­ter, der (nicht li­ne­ar) ent­we­der nur da­zu- oder weg­ge­schal­tet wer­den kann, eben­falls ein­sei­tig ge­la­gert auf ei­nem mo­to­risch ver­fahr­ba­ren Schlit­ten un­ter­ge­bracht wor­den ist. Der für die Zoom­funk­ti­on vor­ge­se­he­ne Platz nimmt an die­ser Stel­le fast die Hälf­te des ge­sam­ten Kop­fes ein. Hier fiel auf, dass das zur Ver­fü­gung ge­stell­te Test­ge­rät im Zoom­be­reich nicht ganz zen­triert zu sein schien. Dies äu­ßer­te sich in die­sem Fall da­durch, dass das Zen­trum des ab­ge­bil­de­ten Licht­ke­gels bei ei­ner Zoom-fahrt von klein nach groß aus der Mit­te her­aus­wan­der­te. Hier wä­re ein zwei­ter ge­gen­über­lie­gen­der Schlit­ten vi­el­leicht an­ge­bracht ge­we­sen.

Der nicht-li­nea­re Frost­fil­ter ver­schafft dem Smar­ty Hy­brid tat­säch­lich ei­nen amt­li­chen Wash-licht­ke­gel, der nur in grö­ße­ren Zoom­be­rei­chen und auch nur bei ge­nau­em Hin­se­hen wäh­rend des Tests mal ir­gend­wo ei­nen Schat­ten pro­du­zier­te, der da ei­gent­lich nicht hät­te sein sol­len.

Beam-, Spot- und Wash-mo­dus

In Ver­bin­dung mit den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Funk­tio­nen, die (wie be­reits zu Be­ginn kurz an­ge­schnit­ten) sehr gut auf­ein­an­der ab­ge­stimmt sind, macht der Ela­ti­on Smar­ty Hy­brid wirk­lich durch­weg ei­ne gu­te Fi­gur. Das Ge­rät soll ja auch gleich drei Ka­te­go­ri­en be­die­nen, und die Grund­stei­ne da­für schei­nen in pro­fes­sio­nel­ler Ma­nier ge­legt und auch um­ge­setzt wor­den zu sein.

Im Beam-mo­dus wird laut Her­stel­ler mit Hil­fe der vier vor­han­de­nen Beam-re­du­cer ein wirk­lich kna­cki­ger Zoom­be­reich von 1° bis 18° er­reicht. Der ho­he Out­put von bis zu 11.000 lm trägt sei­nen Teil zur Durch­set­zungs­fä­hig­keit die­ser Ka­te­go­ri­sie­rung deut­lich bei.

Über den Spot-mo­dus muss an die­ser Stel­le ei­gent­lich gar nicht mehr viel ge­schrie­ben wer­den, auch hier wer­den al­le An­for­de­run­gen, die man an ein Ge­rät die­ser Ka­te­go­rie stel­len wür­de, größ­ten­teils so­gar mit Bra­vour er­füllt. Im Spot­mo­dus ist üb­ri­gens ein Zoom­be­reich von 3° bis hin zu 27° mög­lich.

Der Wash-mo­dus mit ei­nem zur Ver­fü­gung ste­hen­den Zoom­be­reich von 5° bis 33° wird mit Hil­fe des (in sei­ner In­ten­si­tät sehr gut di­men­sio­nier­ten) Frost­fil­ters er­mög­licht. Zwar lässt sich die­ser Frost­fil­ter nicht li­ne­ar in den Licht­ke­gel hin­ein­fah­ren, je­doch soll ja laut Her­stel­ler auch ein rich­ti­ges Wash­light si­mu­liert wer­den – und auch die­ses Un­ter­fan­gen kann beim Smar­ty Hy­brid als über­aus ge­lun­gen be­zeich­net wer­den.

Fa­zit

Ela­ti­on Pro­fes­sio­nal hat sei­ne „Haus­auf­ga­ben“so­zu­sa­gen „mit Stern­chen“er­le­digt, das Er­geb­nis braucht sich wirk­lich nicht zu ver­ste­cken. Mo­der­ne Funk­tio­nen und ak­tu­el­le Kom­po­nen­ten wo man hin­schaut: al­les am Smar­ty funk­tio­niert so, wie man es sich wün­schen wür­de. Er ist durch und durch sau­ber ver­ar­bei­tet und so­mit wirk­lich ein klas­se Hy­bridge­rät, das Lust auf mehr macht. Selbst das Be­nut­zer­hand­buch, auf das mitt­ler­wei­le ja nicht mehr all­zu viel Wert ge­legt wird, ist an­schau­lich, über­sicht­lich und ver­ständ­lich ver­fasst wor­den. Da stimmt es von vor­ne bis hin­ten. Auch der Preis ist mit 5.146,75 € noch in ei­nem an­ge­mes­se­nen Be­reich an­ge­sie­delt. Mehr In­for­ma­tio­nen un­ter www.ela­ti­on­light­ing.eu oder beim deut­schen Ver­trieb un­ter www.lmp.de.

»Der Ela­ti­on Smar­ty Hy­brid macht mit sei­nen sehr gut auf­ein­an­der ab­ge­stimm­ten Funk­tio­nen ei­ne durch­weg gu­te Fi­gur.« re­sü­miert Au­tor Tor­ben Leh­mann

Si­gnal­ver­tei­lung über fünf­po­li­ge DMX oder Rj45-netz­werk (Art­net oder SACN)

Schar­fe Go­bo-ab­bil­dung

Der Zoom läuft nicht ganz zen­trisch

Vier­fach-pris­ma mit Quad-co­lor-fil­ter

Beam oh­ne Frost­fil­ter

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