Ùdie sie­ben Netz­werk-lay­er

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Die Netz­werk­ar­chi­tek­tur ist in ver­schie­de­ne Ebe­nen un­ter­teilt, von der je­de ei­ne be­stimm­te Auf­ga­be hat und je­weils auf der vor­he­ri­gen auf­baut. Da­bei kön­nen in­ner­halb ei­nes Lay­ers auch ver­schie­de­ne Tech­no­lo­gi­en das glei­che Grund­ge­rüst die­ses Lay­ers nut­zen.

Das un­ters­te Lay­er küm­mert sich um die phy­si­ka­li­sche Da­ten­über­tra­gung Bit für Bit und wird vor al­lem durch die Hard­ware des Netz­werks de­fi­niert, um phy­si­sche Ver­bin­dun­gen her­zu­stel­len. RS 232, das be­kann­te Pro­to­koll für Steu­er­si­gna­le, ist auch ein Lay­er-1-pro­to­koll.

Das zwei­te Lay­er ist für die Sicherheit der Da­ten und de­ren Über­tra­gung ver­ant­wort­lich. Die dort im­ple­men­tier­ten Tech­no­lo­gi­en über­wa­chen lau­fend den Da­ten­strom. Hier­zu wer­den die Da­ten in Fra­mes seg­men­tiert und mit Prüf­sum­men ver­se­hen. Zu­sam­men bil­den die­se bei­den Lay­er die Ba­sis für zahl­rei­che Pro­to­kol­le wie zum Bei­spiel das heut­zu­ta­ge über­wie­gend vor­herr­schen­de Et­her­net. End­ge­rä­te wer­den an­hand ih­rer ein­zig­ar­ti­gen Mac-adres­se iden­ti­fi­ziert, Da­ten je­doch noch an al­le Ge­rä­te glei­cher­ma­ßen ver­teilt.

Das drit­te Lay­er be­fasst sich mit der Ver­mitt­lung von Da­ten und fun­giert hier wie ei­ne Te­le­fon­ver­mitt­lung, in­dem die Pa­ke­te ana­ly­siert und teil­wei­se zu­sam­men­ge­fasst und an meh­re­re Teil­neh­mer gleich­zei­tig über­tra­gen (ge­rou­tet) wer­den, um die Band­brei­te ef­fek­tiv aus­zu­nut­zen und ein­zel­ne End­ge­rä­te in Netz­wer­ken an­spre­chen zu kön­nen. Ge­ra­de in Av-netz­wer­ken sind Pro­to­kol­le wie IGMP (In­ter­net Group Ma­nage­ment Pro­to­col) es­sen­ti­ell, um sol­che mehr­fa­chen Über­tra­gun­gen des glei­chen Streams zu un­ter­stüt­zen. Vor al­lem aber bie­tet Lay­er 3 die Ba­sis für das Ip-pro­to­koll (In­ter­net Pro­to­col = Ver­bin­dungs­lo­se Über­tra­gung an grup­pier­te lo­gi­sche Ein­hei­ten mit de­fi­nier­ten Adres­sen) und bil­det die Grund­la­ge Ip-ba­sier­ter Netz­wer­ke und da­mit des In­ter­nets.

Die Pro­to­kol­le des vier­ten Lay­ers über­wa­chen den Trans­port der Da­ten. Dies ge­schieht in It-netz­wer­ken vor al­lem mit TCP (Trans­mis­si­on Con­trol Pro­to­col = Ver­bin­dungs­ba­sier­te, bi­di­rek­tio­na­le Über­tra­gung zwi­schen zwei End­punk­ten) oder UDP (User Da­ta­gram Pro­to­col = Ver­bin­dungs­lo­se, mi­ni­ma­le Über­tra­gung). Mit den Pro­to­kol­len die­ses Lay­ers las­sen sich ein­zel­ne Da­ten­pa­ke­te auch be­stimm­ten An­wen­dun­gen zu­ord­nen.

Im fünf­ten Lay­er wer­den ein­zel­ne Sit­zun­gen (Ses­si­ons) klas­si­fi­ziert und ge­spei­chert, so dass Ver­bin­dun­gen in­ner­halb ei­ner Sit­zung nach ei­nem Zu­sam­men­bruch wie­der auf­ge­nom­men wer­den kön­nen.

Das sechs­te Lay­er ist für die Darstel­lung be­stimm­ter In­for­ma­tio­nen ver­ant­wort­lich. Da­ten kön­nen mit den Pro­to­kol­len die­ses Lay­ers in die ge­wünsch­te Form ge­wan­delt wer­den.

Im sieb­ten Lay­er wird der Um­gang mit An­wen­dun­gen zur Da­ten­über­tra­gung so­wie die Da­ten­ein­ga­be und -aus­ga­be ge­re­gelt. Die letz­ten drei Lay­er bil­den zu­sam­men die Um­ge­bung für Pro­to­kol­le wie HTTP (Hy­per­text Trans­fer Pro­to­col = Über­tra­gung von Da­ten zur Darstel­lung als Web­sei­ten in ei­nem Brow­ser), FTP (Fi­le Trans­fer Pro­to­koll = Über­tra­gung von Da­tei­en in Netz­wer­ken) oder auch SMTP (Sim­ple Mail Trans­fer Pro­to­col = Über­tra­gung von E-mails in Netz­wer­ken).

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