Re­port: Büh­ne für Die To­ten Ho­sen

To­te Ho­sen „Lau­ne der Na­tour“

Production Partner - - Inhalt - Text: Ni­co­lay Ket­te­rer | Fo­tos: Ni­co­lay Ket­te­rer, Me­ga­force, Bas­ti­an Boch­in­ski, PRG

Seit No­vem­ber 2017 läuft die „Lau­ne der Na­tour“der To­ten Ho­sen. Me­ga­force über­nimmt seit Jah­ren den Büh­nen­bau für die Band – und ak­tu­ell thront am obe­ren En­de der Büh­ne ein 350 Ki­lo­gramm schwe­rer 3D-to­ten­kopf mit Led-be­leuch­tung, den Me­ga­force zu­sam­men mit Black Box Mu­sic ent­wi­ckelt hat. PRG „stif­tet“zu­sätz­lich Led-screens, dar­un­ter ei­nen halb­durch­läs­si­gen, ge­curv­ten, spe­zi­ell mon­tier­ten Haupt-screen im Hin­ter­büh­nen-be­reich. Un­ser Au­tor Ni­co­lay Ket­te­rer stat­te­te dem Team ei­nen Be­such wäh­rend des Auf­baus zum größ­ten Tour-gig, in Stutt­gart auf dem Cann­stat­ter-wa­sen-ge­län­de, ab.

Es braucht meh­re­re Mi­nu­ten, um das mit Bau­zäu­nen ab­ge­rie­gel­te Ge­län­de in Rich­tung Büh­nen­auf­bau am hin­te­ren En­de zu um­fah­ren – auf ei­ner Of­f­road-an­mu­ten­den Stre­cke. Auf dem na­he­ge­le­ge­nen Cam­ping­platz ha­ben sich be­reits Fans nie­der­ge­las­sen, ein­zel­ne cam­pie­ren auch „wild“di­rekt am Ver­an­stal­tungs­ge­län­de zwi­schen Bau­zaun und Gras­hü­geln. Das Fes­ti­val­ge­län­de ist bis auf ein­zel­ne LKWS auf den Park­plät­zen und den Büh­nen­bau am an­de­ren En­de noch weit­ge­hend leer und die Son­ne brennt auf den hell er­leuch­te­ten, staub­tro­cke­nen Schot­ter.

Die „Sta­ge Com­pa­ny“Me­ga­force über­nimmt seit Jah­ren den Büh­nen­bau für die To­ten Ho­sen. Die­ses Jahr zäh­len bei­spiels­wei­se auch He­le­ne Fi­scher (wir be­rich­te­ten in der PRO­DUC­TION PART­NER 9|2018) oder Andre­as Ga­ba­lier so­wie das South­si­de Fes­ti­val zu den Open-air-kun­den der Fir­ma aus Wein­gar­ten bei Karls­ru­he. Ste­fan „Ho­fi“Hof­mann, Bau­lei­ter

bei Me­ga­force, ist für die Ko­or­di­na­ti­on der To­ten-ho­sen­shows vor Ort zu­stän­dig. „Es muss schon al­les stim­men, um das hin­zu­krie­gen – oh­ne mich selbst lo­ben zu wol­len!“, meint er la­chend. „Du musst aber auch se­hen: Vier De­lay-to­wer ge­hö­ren mit da­zu, zwei Spot-to­wer mit Spot-gon­deln sind neu zum Se­t­up da­zu­ge­kom­men.“

In­mit­ten des Ge­län­des ste­hen Gon­del­schlit­ten, die ge­ra­de für die bei­den Spot-to­wer mon­tiert wer­den. „Nor­ma­ler­wei­se sind die Spot-gon­deln we­sent­lich klei­ner, aber hier hat das Per­so­nal mehr Platz.“Da­zu sind ge­trenn­te, fla­che Foh-to­wer für Licht und Ton vor­han­den: „Wenn man ei­nen ein­zel­nen To­wer mit zu­sätz­li­chen Ebe­nen zu hoch ge­stal­tet, kön­nen vie­le Zu­schau­er da­hin­ter die Show nicht mehr se­hen.“

Es ist Mitt­woch – vor zwei Ta­gen sind sie an­ge­kom­men, in den Gr­und­zü­gen steht die Büh­ne be­reits. ‚Ge­ra­de ist die Trup­pe mit dem Ge­rüst­bau be­schäf­tigt. Das Kon­zert fin­det dann am Sams­tag statt. Die Büh­ne selbst wirkt gi­gan­tisch, gleich­zei­tig scheint sie sich in der Lee­re und Ein­öde des über­di­men­sio­na­len Ge­län­des, das die Karg­heit und den sprö­den Charme ei­ner Wüs­ten­land­schaft aus Kalk­stei­nen ver­sprüht, zu ver­lie­ren. Schot­ter­stei­ne knir­schen un­ter je­dem Schritt, Kalk­staub steigt in die an­sons­ten wind­stil­le Luft auf – es ist ei­ner der tro­cke­nen, heißen Ta­ge, die sich lan­ge oh­ne Ab­küh­lung hin­zo­gen. Aber das soll­te sich noch än­dern, in­klu­si­ve ei­ner Sturm­war­nung vor dem Kon­zert.

Die Se­cu­ri­ty sei ner­vös, er­klärt Hof­mann die kur­ze Nach­fra­ge ei­ner Se­cu­ri­ty-pa­trouil­le beim In­ter­view, am Vor­tag hat­te je­mand heim­lich auf dem Ge­län­de Fo­tos von der Büh­ne ge­macht. Auf der Büh­ne selbst herrscht kon­trol­lier­te Be­trieb­sam­keit, schwe­re Schlä­ge ei­nes Vor­schlag­ham­mers, die auf Ge­rüst­stre­ben tref­fen, ver­lie­ren sich auf dem weit­läu­fi­gen Are­al. Platz­pro­ble­me, wie sie beim Auf­bau für Sta­di­on­kon­zer­te auf­grund be­grenz­ter Flä­chen ge­le­gent­lich auf­tre­ten, be­ste­hen auf dem Cann­stat­ter-wa­sen-ge­län­de kei­ne. Statt­des­sen sind Schat­ten­plät­ze sel­ten – nur im un­mit­tel­ba­ren Büh­nen­be­reich oder in ei­nem der Bau­con­tai­ner­blö­cke, die die un­ter­schied­li­chen Ge­wer­ke auf­ge­baut ha­ben. Hier wird die di­rek­te Son­nen­strah­lung ge­gen ste­hen­de, hei­ße Luft ein­ge­tauscht.

Tv­gi-to­wer-büh­ne mit An­bau­ten

Die Büh­ne selbst ba­siert auf ei­ner Tv­gi-to­wer-büh­ne von Me­ga­force, mit der die To­ten Ho­sen nun schon seit Jah­ren tou­ren – durch zu­sätz­li­che An­bau­ten wur­de sie nach und nach ver­grö­ßert. „Das Se­t­up mit den An­bau­ten ist die XXL-

Ver­si­on. Bei der ‚nor­ma­len‘ Ver­si­on steht nur die Büh­ne, oh­ne die Sei­ten­tei­le. Ab En­de Au­gust 2018 sind die Shows nun so ge­legt, dass wir das nicht mehr mit ei­ner Cr­ew be­wäl­ti­gen kön­nen.“Die Band ge­be die Kon­zert­ter­mi­ne vor, die Lo­gis­tik er­ge­be sich dar­aus. „Das Kon­zert in Stutt­gart ist mit 65.000 das größ­te, üb­lich sind et­wa 30.000 bis 40.000 Zu­schau­er. Die Büh­ne war ur­sprüng­lich noch grö­ßer ge­dacht, aber das ‚End­spiel‘ der Tour fin­det in der Düsseldorf Mer­kur Spiel-are­na [ehe­mals Esprit-are­na, Anm. d. Red.] statt. Dar­auf hat die Band die Büh­ne aus­ge­legt – dort passt ge­nau die­ses Se­t­up rein, mehr dür­fen wir nicht.“Die Büh­ne ist mit den Sei­ten­tei­len 65,3 Me­ter breit, 17,3 Me­ter tief und 18,5 Me­ter hoch. „Wir ha­ben ei­ne gro­ße Pla­ne in der Büh­ne, die nicht durch­läs­sig ist, müs­sen al­ler­dings die Wind­las­ten be­ach­ten und ha­ben dem­ent­spre­chend für die Show in Stutt­gart 20 Ton­nen Zu­satz­bal­last un­ten in der Büh­ne. Die Pla­ne kann im Not­fall per Klett­ver­schluss ab­ge­zo­gen wer­den.“

To­ten­kopf-lo­go in 3D

Das neue „Haupt­ele­ment“stellt das far­ben­fro­he To­ten­kopf­lo­go der Band dar, das am obe­ren En­de der Büh­ne in der Mit­te prangt. Frü­her hing an der Stel­le der Büh­ne schlicht ein „her­kömm­li­ches“Ban­ner. Die Band lie­fer­te zu­nächst ei­ne Vor­la­ge für den To­ten­kopf, die ein De­sign-stu­dio er­stellt hat­te. „Der To­ten­kopf wur­de zu­sam­men mit Black Box Mu­sic in Ber­lin neu ent­wi­ckelt – in 3D und mit in­ter­ner Led-be­leuch­tung.“Black Box Mu­sic über­nahm die Tech­nik: „Für die Be­leuch­tung des To­ten­kop­fes hat un­se­re Son­der­bau-ab­tei­lung ein in­di­vi­du­el­les Kon­zept er­ar­bei­tet, das sich aus dem GLP X4-atom, ei­nem Hoch­leis­tungs-led-strei­fen in Weiß, und ei­nem se­pa­ra­ten Rgb-stei­fen zu­sam­men­setzt. Zu­sätz­lich wur­de die Mon­ta­ge- und Trans­port­lö­sung von uns für den Tou­ring-all­tag an­ge­passt“, er­klärt And­re Be­cker von Black Box Mu­sic auf An­fra­ge. „Der To­ten­kopf muss­te de­mon­tier­bar, trans­por­ta­bel und vor al­lem si­cher be­fes­tigt wer­den kön­nen: Die Be­fes­ti­gung war ur­sprüng­lich schwie­rig, weil dort oben übe­r­all Pla­nen vor­han­den sind“, er­klärt Hof­mann.

„Die Büh­ne war ei­gent­lich noch grö­ßer ge­dacht, aber sie muss­te für das ‚End­spiel‘ in die Düs­sel­dor­fer Are­na pas­sen.“Ste­fan „Ho­fi“Hof­mann, Bau­lei­ter bei Me­ga­force und zu­stän­dig für die Ko­or­di­na­ti­on der To­te-ho­sen-shows

„Wir ha­ben dann ein Kon­zept ent­wi­ckelt, um die Pla­nen ein­zie­hen zu kön­nen, oh­ne das Lo­go zu zer­stö­ren, wenn dort Re­gen ein­drin­gen wür­de.“Die Kon­struk­ti­on sei ein­zig­ar­tig, be­tont Hof­mann. Das Lo­go ist 4,30 Me­ter hoch und 3,80 Me­ter breit, das Net­to­ge­wicht be­trägt oh­ne die ver­bau­te Licht­tech­nik 350 Ki­lo­gramm. Die Her­stel­lung ha­be 200 Ar­beits­stun­den in An­spruch ge­nom­men, er­klärt Hof­mann. Ei­nen ers­ten Vor­lauf in Rich­tung Lo­go-tech­nik ha­be die letz­te He­le­ne-fi­scher-tour 2015 ge­bracht: „Wir hat­ten da­mals ei­ne LED-WAND in den He­a­der ein­ge­baut, was es vor­her in Deutsch­land noch nie gab.“

Die ne­ben dem To­ten­kopf ste­hen­den Schlan­gen wer­den von au­ßen an­ge­leuch­tet: „Die Büh­ne ist prak­tisch ei­ne gro­ße Gra­fik, die um­her­läuft. Für mei­nen per-

sön­li­chen Ge­schmack et­was grell, aber die Band möch­te das so, und im Ge­samt­kon­zept wirkt es stim­mig.“

Led-screens

Die Pro­duc­tion Re­sour­ce Group (PRG) stellt für die Tour Led-vi­deo­schir­me, dar­un­ter als Son­der­bau die ge­curv­te Mc18-vi­deo­wand im Büh­nen­hin­ter­grund. Die Lein­wand ist als halb­durch­läs­si­ge Hy­bridwand aus­ge­führt und be­steht aus ei­ner SMD-LED-WAND und ei­ner Wand mit Led-spots. Da­durch, so PRG, kön­nen da­hin­ter an­ge­brach­te Mo­ving-lights und Leucht­mit­tel durch die Wand hin­durch­schei­nen, was ein­drucks­vol­le Licht­ef­fek­te er­mög­li­che.

Die Spe­zi­al­kon­struk­ti­on ist laut dem Ev­ent­dienst­leis­ter um neun Grad an­ge­win­kelt und be­steht aus 364 Mo­du­len, die mit spe­zi­ell an­ge­fer­tig­ten Win­keln in­ein­an­der­ge­steckt wer­den. Ver­gli­chen mit her­kömm­li­chen Ver­schrau­bun­gen spa­re die Kon­struk­ti­on viel Zeit. Zu­sätz­lich sind zwei Si­de-screens mit je ei­ner MC7-LED-WAND in den Sei­ten­tei­len der Büh­ne ver­baut. Für gro­ße Open-air-kon­zer­te wie in Stutt­gart stellt PRG au­ßer­dem zwei De­lay-screens MC7, die auf Vi­deo­lein­wand-por­ta­len be­fes­tigt sind. „Teil­wei­se müs­sen bis zu 300 Me­ter lan­ge Ka­bel­ver­bin­dun­gen über Glas syn­chron lau­fen, um ei­nen Ver­satz zwi­schen dem Büh­nen­ge­sche­hen und der Über­tra­gung auf den Led-screens zu ver­mei­den“, er­klärt die Fir­ma.

Fa­mi­liä­res Um­feld

Doch zu­rück zum „ru­di­men­tä­ren“Büh­nen­bau: Hof­mann ar­bei­tet be­reits 20 Jah­re in der Bran­che, da­von seit 15 Jah­ren bei Me­ga-

force, wie er er­zählt. Vor Jah­ren ist er pri­vat nach Schwe­den ge­zo­gen, hat dort Frau und Kin­der. „Mir macht es so viel Spaß, dass ich je­des Jahr aus Schwe­den her­kom­me. Das macht man nur, wenn man wirk­lich lei­den­schaft­lich un­ter­wegs ist.“In Schwe­den ha­be er aus­rei­chend Jo­b­an­ge­bo­te be­kom­men, auch im be­nach­bar­ten Nor­we­gen, „aber bei Me­ga­force stimmt für mich das Ge­samt­pa­ket, sonst wür­de ich es nicht ma­chen. Wir sind prak­tisch ei­ne gro­ße Fa­mi­lie. Man soll­te wis­sen, in was man sei­ne Ener­gie in­ves­tiert.“

Be­son­ders in Er­in­ne­rung ge­blie­ben ist ihm ein Me­tal­li­ca-kon­zert in Wi­en 2013: „Dort ha­ben wir un­ser Me­ga-dach ge­baut. Ein rie­si­ger Platz, nicht ganz so groß wie hier, aber kom­plett voll mit Men­schen. Du stehst da, es geht los – und du be­kommst Gän­se­haut!“, meint er schmun­zelnd. „Ich glau­be, das­sel­be wer­den wir hier auch er­le­ben, bei 65.000 Leu­ten. Das sind Mo­men­te, die ver­gisst man nicht!“An­sons­ten sind ihm Gigs in Istan­bul oder So­fia be­son­ders im Ge­dächt­nis ge­blie­ben, so­wohl auf­grund der an­de­ren Kul­tur als auch der Her­aus­for­de­rung. Die Zu­sam­men­ar­beit sei in man­chen Län­dern bes­ser als in Deutsch­land, stellt er fest: „In Tal­linn hast du kaum aus­ge­spro­chen, was du woll­test, da war es schon fer­tig.“Aber er ha­be auch das Ge­gen­teil er­lebt: „In Istan­bul be­ste­hen die Hel­fer teil­wei­se aus Tür­ken und Kur­den, dort gip­fel­ten die Span­nun­gen un­ter den Scaf­fern („Scaf­fol­der“, wörtlich „Ge­rüst­bau­er“, hier: Klet­te­rer) auch schon in ei­ner Mas­sen­schlä­ge­rei.“

„Das Dresd­ner Sta­di­on war ei­ne Her­aus­for­de­rung: Dort passt nur ein LKW rein – und der auch nur halb! Dann musst du gut über­le­gen, was Du wann brauchst.“Ste­fan „Ho­fi“Hof­mann

Ak­tu­ell ist er 15 Wo­chen am Stück für die To­te-ho­sen-tour­nee vor Ort, „dann ha­be ich zwei Wo­chen frei“. Zum Team ge­hö­ren 34 Mann, dar­un­ter ne­ben dem Me­ga­force-team 16 Scaf­fer und zwölf Hel­fer. Hof­mann be­kommt als Bau­lei­ter Un­ter­stüt­zung vom Pro­jekt­lei­ter Mario Pos­ter von GSG Event in Gör­litz.

Wirk­li­che Über­ra­schun­gen sei­en bei gro­ßen Tour­ne­en al­ler­dings eher sel­ten: „Vor­her fährt je­mand auf die Plät­ze und misst al­les aus. Für mich als Bau­lei­ter ist es wich­tig das Ge­fäl­le zu ken­nen, so­dass

ich ge­nug Ma­te­ri­al vor Ort ha­be. Die ‚Sta­di­on-mu­cke‘ in Dres­den [Ddv-sta­di­on – Anm. d. Red.] war ei­ne Her­aus­for­de­rung. Dort ist kein Platz vor­han­den: Du kannst im­mer nur mit ei­nem LKW rein – und das so­zu­sa­gen nur halb! Das ist ei­ne lo­gis­ti­sche Her­aus­for­de­rung: Du musst über­le­gen, was du wann brauchst, um es pas­send ins Sta­di­on zu brin­gen. Bei zu viel Ma­te­ri­al im Sta­di­on ent­steht kom­plet­ter Still­stand. Da­zu konn­ten wir Büh­nen­ma­te­ri­al nicht wie ge­wohnt mit dem Dach hoch­fah­ren, weil die Sta­di­on­rän­ge da­bei im Weg wa­ren. Statt­des­sen ha­ben wir spe­zi­el­le Scaf­fer, so­ge­nann­te ‚Cher­ry Pi­cker‘ ge­mie­tet, die das ma­nu­ell über­nom­men ha­ben. Aber das ist al­les lös­bar, so­lan­ge man die Pro­ble­me im Vor­feld kennt.“Auf ei­nen Pro­be­auf­bau der Büh­ne, wie er et­wa bei der neu ent­wor­fe­nen Cust­om-büh­ne von He­le­ne Fi­scher not­wen­dig war, konn­ten sie ver­zich­ten. „Wir ha­ben schlicht beim ers­ten Kon­zert-auf­bau mehr Zeit ein­ge­plant – nach den Com­pu­ter­si­mu­la­tio­nen hat weit­ge­hend al­les ge­passt, wir muss­te nur ei­ne Tra­ver­se an­pas­sen.“

Kon­zert

In den fol­gen­den Ta­gen trat noch wäh­rend des Auf­baus ein Ge­wit­ter auf. „Das kos­te­te uns zwei St­un­den Zeit“, er­zählt Hof­mann. „Bei star­kem Ge­wit­ter im Lau­fe des Kon­zerts wer­den in der Re­gel sol­che Groß­ver­an­stal­tun­gen ab­ge­bro­chen, um den Schutz des Pu­bli­kums zu ge­währ­leis­ten.“Für den Kon­zert­sams­tag war auch ei­ne Un­wet­ter­war­nung mit Stark­re­gen, Ha­gel und stur­mar­ti­gen Bö­en aus­ge­ge­ben wor­den – das Wet­ter blieb al­ler­dings glück­li­cher­wei­se som­mer­lich. Laut Stutt­gar­ter Zei­tung wa­ren die 65.000 Be­su­cher vom ers­ten Kon­zert nach Cam­pi­nos Hör­sturz und der fünf­wö­chi­gen Pau­se „hell­auf be­geis­tert“. Die Zahl der Zaun­gäs­te vor den Ab­sper­run­gen sei eben­falls „au­ßer­or­dent­lich groß“ge­we­sen. Bei Ge­wit­ter hät­ten die Ver­an­stal­ter das Open-air­fes­ti­val ab­bre­chen müs­sen, so die Zei­tung, da in Fluss­nä­he zum Neckar kei­ne Blitz­ab­lei­ter für den gro­ßen Platz vor­han­den sei­en – im Ge­gen­satz et­wa zum Kon­zert von He­le­ne Fi­scher in der Mer­ce­des-benz-are­na, wo der Blitz­schutz ge­währ­leis­tet sei. Es dürf­ten al­so die von Ste­fan „Ho­fi“Hof­mann an­ge­spro­che­nen Gän­se­haut-mo­men­te so­wohl bei der Pro­duk­ti­on wie auch den Zu­schau­ern reich­lich vor­han­den ge­we­sen sein.

3D-to­ten­kopf-lo­go In rund 18 Me­tern Hö­he in der Mit­te des Büh­nen­dachs – da­ne­ben „pas­si­ve“Schlan­gen, die von au­ßen an­ge­leuch­tet wer­den

3D-to­ten­kopf-lo­go mit Led-tech­nik beim Auf­bau (Fo­to: Me­ga­force)

Büh­nen­auf­bau hier zeigt sich deut­lich das Aus­maß des Xxl-büh­nen­baus für die To­ten Ho­sen

Ste­fan „Ho­fi“Hof­mann Bau­lei­ter bei Me­ga­force, reist zum Tou­ring aus Schwe­den an

20 Ton­nen Zu­satz­bal­last in Stutt­gart ei­ner der Be­ton­blö­cke im Un­ter­büh­nen­be­reich, er­for­der­lich um Wind­las­ten ab­zu­fe­dern

Spot-gon­deln im Auf­bau

Ge­curv­te, halb­durch­läs­si­ge Mc18-hy­brid-wand von PRG Die Mo­du­le wur­den mit spe­zi­ell an­ge­fer­tig­ten Win­keln in­ein­an­der­ge­steckt, was laut PRG beim Auf­bau Zeit spa­re (Fo­to: PRG)

King-si­ze Büh­ne Die Me­ga­force-büh­ne der ak­tu­el­len To­ten-ho­sen-tour­nee beim Stutt­gar­ter Gig auf dem Cann­stat­ter-wa­sen-ge­län­de in „Xxl-aus­füh­rung“mit Sei­ten­an­bau­ten und ei­ner Ge­samt­brei­te von knapp 65 Me­tern (Fo­to: Bas­ti­an Boch­in­ski)

Auf der Vor­der­sei­te der neu hin­zu­ge­kom­me­nen Spot-to­wer – hier ei­ner von zwei – wer­den die Gon­deln auf­ge­han­gen, auf der Rück­sei­te be­fin­den sich spä­ter De­lays

Fer­ti­ges Büh­nen-se­t­up bei „Ta­ges­licht“(Fo­to: Me­ga­force)

Un­wet­ter durch ein Ge­wit­ter wäh­rend des Auf­baus hat das Team zwei St­un­den Zeit ver­lo­ren (Fo­to: Me­ga­force)

Gän­se­haut-mo­ment Blick von der Büh­ne auf die 65.000 Zu­schau­er in Stutt­gart (Fo­to: Bas­ti­an Boch­in­ski)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.