Test: High End Sys­tems Solaf­rame 3000

Mit dem Solaf­rame 3000 rühmt sich High End Sys­tems, das der­zeit hells­te Led-spot­light mit zahl­rei­chen Ef­fek­ten und Blen­den­schie­ber­sys­tem auf den Markt zu brin­gen, das selbst mit den leis­tungs­fä­higs­ten Ent­la­dungs-leuch­ten kon­kur­rie­ren kann

Production Partner - - Inhalt - Text: Ste­fan Jun­ker | Bil­der: Ste­fan Jun­ker, High End Sys­tems

Die LED eta­bliert sich mehr und mehr in der leis­tungs­tech­ni­schen Ober­klas­se qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Spot­lights – auch wenn sich das oft­mals be­züg­lich Bau­grö­ße und Ge­wicht nicht mehr er­kenn­bar aus­wirkt. Mit dem Solaf­rame 3000 von High End Sys­tems lan­det trotz neu­ar­ti­gem An­trieb ein ty­pi­scher Ame­ri­ka­ner auf un­se­rem Test­platz: Mit gut 83 cm Hö­he und 48 kg Ge­wicht ein ech­ter Bo­li­de treibt der LEDSPOT be­reits bei der Mon­ta­ge Puls und Atem­fre­quenz nach oben …

Solaf­rame 3000: die Ma­schi­ne

Ab­ge­se­hen vom nicht ge­ra­de leicht­fü­ßi­gen Hand­ling des 48 kg schwe­ren Mo­ving­lights steht oder hängt letzt­lich ei­ne op­tisch durch­aus an­sehn­li­che Leuch­te vor dem User – mit kan­ti­gem Bas­e­ment, gro­ßem Kopf und funk­tio­na­lem, we­nig ver­spiel­tem De­sign. Die Ver­ar­bei­tung ist da­bei ge­wohnt qua­li­ta­tiv sehr gut und macht von Kopf bis Fuß ei­nen wer­ti­gen Ein­druck.

Die Mon­ta­ge er­folgt wie üb­lich mit­tels Cam­lock-ome­ga-bra­ckets, die längs oder quer mon­tiert wer­den kön­nen, die Be­schrif­tung auf der Un­ter­sei­te des Bas­e­ments ist vor­bild­lich und kenn­zeich­net un­ter an­de­rem auch Front­sei­te und Safe­ty-öse. Lei­der ist die Öff­nung grenz­wer­tig für ei­ne norm­ge­recht di­men­sio­nier­te Si­che­rung, auch wenn sich die Öse durch ein fe­der­ge­führ­tes Sys­tem ein Stück weit aus dem Bo­dy her­aus­zie­hen lässt. Der im Lie­fer­um­fang ent­hal­te­ne Safe­ty lässt sich zwar pro­blem­los an­brin­gen, ist aber in Deutsch­land nicht zu­ge­las­sen.

An­schluss­sei­tig bie­tet der Solaf­rame ne­ben ei­nem USB-PORT für das Soft­ware-up­date ei­nen Ein­gang auf Po­wer­con True1 so­wie 5po­li­ge DMX- und Et­her­con-in- und Out-an­schlüs­se. Fol­ge­rich­tig kann der Spot mit­tels DMX in­klu­si­ve Rdm-funk­tio­na­li­tät, wahl­wei­se aber auch über Art­net oder SACN an­ge­spro­chen und ge­steu­ert wer­den. Das Farb­dis­play ist ak­ku­ge­puf­fert, was in der Pra­xis ei­nen un­schätz­ba­ren Vor­teil für ei­nen flüs­si­gen Work­flow dar­stellt und die Kon­fi­gu­ra­ti­on des Schein­wer­fers noch im strom­lo­sen Zu­stand er­mög­licht! In­ter­es­san­ter­wei­se ist die Be­schrif­tung um das Dis­play so­wie der Me­nü­tas­ten für den hän­gen­den Be­trieb aus­ge­legt, auf­recht ge­stellt steht die Be­schrif­tung auf dem Kopf – da­für lässt sich das Dis­play selbst durch ei­nen ein­fa­chen Druck auf die Links- oder Rechts-tas­te per Short­cut in­ver­tie­ren, dan­kens­wer­ter­wei­se fol­gen auch die Up/down-tas­ten an­schlie­ßend der In­ver­tie­rung, so dass im­mer die un­te­re Tas­te im Me­nü nach un­ten scrollt. Das Me­nü ist selbst­er­klä­rend, dank des le­dig­lich nur in ei­nem DMX-MO­DI mit 49 Ka­nä­len nutz­ba­ren Schein­wer­fers ge­nügt ein ein­fa­ches Se­t­up der Adres­se, um start­klar für die Nut­zung zu sein!

Der Kopf des Solaf­rame ist be­stückt mit den klas­si­schen Ele­men­ten mo­der­ner Pho­to­nen­be­ar­bei­tung, al­ler­dings über­rascht tat­säch­lich die reich­hal­ti­ge Aus­stat­tung. So bie­tet der

Bo­li­de in sei­nem mäch­ti­gen Kopf ei­ne kon­ven­tio­nel­le Cmy­farb­mi­schung inkl. stu­fen­lo­sem Cto-fil­ter, ein Farb­rad, ein sta­ti­sches so­wie ein ro­tier­ba­res Go­bo­rad plus Ani­ma­ti­onw­heel, Fo­kus, Frost, Iris, Pris­ma so­wie ein voll­aus­ge­stat­te­tes Fra­ming-sys­tem mit vier Blen­den – mehr an Zu­be­hör geht nicht!

Als Licht­quel­le kommt ei­ne 1.000 W star­ke „Ul­tra-bright“Weiß­licht-led-en­gi­ne zum Ein­satz, die stan­dard­mä­ßig ei­ne Farb­tem­pe­ra­tur von 7.000 K, ei­nen Cri-farb­wie­der­ga­be­in­dex von über 70 und gi­gan­ti­sche 37.000 Lu­men Out­put auf­weist. Mit Hil­fe ei­nes so­ge­nann­ten TM-30 Fil­ters auf dem Farb­rad kann die Farb­wie­der­ga­be auf ei­nen CRI von 85 er­höht wer­den. In ei­ner wei­te­ren, „High Fi­de­li­ty“ge­nann­ten Ver­si­on des Solaf­rame 3000 re­du­ziert sich der Out­put auf „le­dig­lich“25.000 Lu­men, die 6.000K Led-en­gi­ne bie­tet dann aber so­gar ei­nen CRI von un­glaub­li­chen 96! Die aus dem Netz ge­saug­te Ener­gie be­läuft sich bei bei­den Mo­del­len auf 1.341 W im Stan­dard-mo­de, bei ein­ge­schal­te­tem „Lens­de­fog­ger“– ei­ner Art Lin­sen­hei­zung – er­höht sich dies auf ma­xi­ma­le 1.504 W Leis­tung. Der pa­ten­tier­te Lens-de­fog­ger ver­hin­dert ein an­schla­gen von Ne­bel und Ha­ze an der äu­ße­ren Lin­se, was die Licht­aus­beu­te ef­fi­zi­en­ter ge­stal­tet.

Für ei­nen fli­cker­frei­en Be­trieb im Ka­me­ra­bild ar­bei­tet der Solaf­rame mit ei­ner Led-tak­tung von 2,4 khz oder 16 khz – ei­ne Funk­ti­on, die et­was ver­steckt über den Me­nü­punkt „Set – Sta­tus – Dim­ming Mo­de“nur in Kom­bi­na­ti­on mit den Dim­mer­kur­ven (Stan­dard = 16 khz, Thea­tri­cal = 2,4 khz) ge­wählt wer­den kann.

Solaf­rame-pra­xis

Nach ei­nem aus­führ­li­chen Re­set über­rascht der Solaf­rame zu­erst durch ab­so­lu­te Stil­le – kein Lüft­chen weht durch das Ge­häu­se und man kommt schnell in Ver­su­chung, durch kur­zes An­tip­pen des Kop­fes zu über­prü­fen, ob die Ma­schi­ne noch „lebt“. Al­ter­na­tiv kann man na­tür­lich auch mit dem Test be­gin­nen und den Schein­wer­fer sei­nen Schein wer­fen las­sen – was die­ser auch be­reit­wil­lig und äu­ßerst ein­drucks­voll tut. Ei­nes der Haupt­ar­gu­men­te für den Solaf­rame 3000 ist laut Her­stel­ler sei­ne enor­me Hel­lig­keit – ei­ne Aus­sa­ge, die man in der Pra­xis nur be­stä­ti­gen kann. 37.000 Lu­men sind un­ter Test­be­din­gun­gen in klei­nen Rä­um­lich­kei­ten hart an der Schmerz­gren­ze … Das Dim­ming ist sehr li­ne­ar und gleich­mä­ßig, leich­te Sprün­ge sind nur bei sehr lan­gen Fa­de­zei­ten und pri­mär in den un­te­ren In­ten­si­täts­be­rei­chen fest­zu­stel­len. Ein mar­kan­ter Sprung beim „An- und Aus­glü­hen“der LEDS ist in der Pra­xis aber nicht wahr­nehm­bar.

Hin­sicht­lich der Be­weg­lich­keit ist der Solaf­rame mit knapp un­ter 4 s für 540° Pan so­wie rund 2 s für 265° Tilt kein Sprin­ter, aber durch­aus als schnell zu be­zeich­nen. Er re­agiert vor al­lem sehr di­rekt auf Con­trol­ler­be­feh­le, was das Fo­kus­sie­ren und Po­si­tio­nie­ren sehr an­ge­nehm macht.

Die kon­ven­tio­nel­le Cmy-farb­misch­ein­heit er­zeugt von leich­ten Pa­s­tell­far­ben bis hin zu tief ge­sät­tig­ten Farb­tö­nen ei­ne brei­te Pa­let­te an Far­ben. Über­zeu­gen kön­nen hier vor al­lem auch ein ver­nünf­ti­ges Rot so­wie ei­ne ins­ge­samt sehr ho­mo­ge­ne Mi­schung oh­ne er­kenn­ba­re Farb-flags – zu­min­dest ab­seits ex­tre­mer Fo­kus-ein­stel­lun­gen. Das Tem­po der Misch­ein­heit hält sich et­was in Gren­zen, ex­trem schnel­le Farb­wech­sel sind auf­grund ei­ner ge­wis­sen Träg­heit aber nur ein­ge­schränkt mög­lich. Ein stu­fen­lo­ser Cto-fil­ter zur Kor­rek­tur der Farb­tem­pe­ra­tur auf bis zu 2.800 K so­wie ein mit sechs aus­tausch­ba­ren Far­ben plus be­sag­tem Tm-30-fil­ter be­stück­tes Farb­rad kom­plet­tie­ren die Mög­lich­kei­ten der Farb­ge­stal­tung.

Als wei­te­res Fea­ture bie­tet der Solaf­rame für das Farb­rad den für Hig­hend ty­pi­schen, se­pa­ra­ten „Func­tion“-ka­nal. Im Fal­le des Farb­ra­des aber ei­ne wirk­lich in­tel­li­gen­te Lö­sung, um die An­wahl der Far­ben in­di­zier­bar als fi­xe Voll- und Halb­far­ben oder kon­ti­nu­ier­lich, aber auch als Farb­ver­lauf ro­tie­rend so­wie al­ter­nie­rend („Scan“) oder in zu­fäl­li­ger Rei­hen­fol­ge und in di­ver­sen Ge­schwin­dig­kei­ten zu er­mög­li­chen.

Die Be­am­be­ar­bei­tung mit­tels Go­bos er­folgt durch ein sta­ti­sches so­wie ein in­di­zier- und ro­tier­ba­res Rad, wo­bei auch hier ne­ben den üb­li­chen Steu­er­ka­nä­len für Go­bo­aus­wahl und Ro­ta­ti­on wei­te­re Chan­nels für „Func­tion“und „Ro­ta­te Func­tion“im­ple­men­tiert wur­den. Was an­de­re Her­stel­ler über

die be­ste­hen­den Ka­nä­le re­geln, wird hier aus­ge­la­gert und se­pa­rat an­ge­wählt. So las­sen sich Fea­tures wie „In­dex“, „For­ward Wheel Spin“oder „Re­ver­se Wheel Spin“so­wie „Scan“und „Ran­dom“ana­log den Mög­lich­kei­ten beim Farb­rad über den „Func­tion“-ka­nal aus­wäh­len – üb­ri­gens auch beim sta­ti­schen Rad. Der „Ro­ta­te Func­tion“-ka­nal be­ein­flusst nun die Ro­ta­ti­on der ein­zel­nen Go­bos und lässt die­se in­di­zie­ren, vor­wärts oder rück­wärts ro­tie­ren oder ani­mie­ren. Bei der Ani­ma­ti­on-funk­ti­on en­steht ei­ne step­pi­ge, ruck­ar­ti­ge Ro­ta­ti­on. High End Sys­tems ist hier – wie auch beim Farb­rad – schon im­mer ei­nen sehr ei­ge­nen Weg in der Be­le­gung der Steu­er­ka­nä­le ge­gan­gen, was die Im­ple­men­tie­rung der Leuch­te in be­ste­hen­de Show­files nicht im­mer ein­fach macht und schon zu manch mü­he­vol­ler, ma­nu­el­ler Nach­ar­beit ge­führt hat. Auf der an­de­ren Sei­te er­laubt die­se Art der An­steue­rung ei­ne di­rek­te­re Zu­griffs­mög­lich­keit auf die ein­zel­nen Funk­tio­nen.

Ein Ani­ma­ti­ons­rad er­mög­licht die Er­stel­lung schö­ner Was­ser-, Feu­er- und Mor­phing-ef­fek­te, lässt sich al­ler­dings lei­der nur in ver­ti­ka­ler Rich­tung im Beam ro­tie­ren – ei­ne Ver­stel­lung des Win­kels ist nicht mög­lich. Da­für bie­tet der Solaf­rame 3000 aber die Mög­lich­keit, mit­tels „Led-ani­ma­ti­ons“die ein­zel­nen Led-strän­ge in ver­schie­de­nen Va­ria­tio­nen ho­ri­zon­tal an­zu­steu­ern, ein Ef­fekt, der sich so mit dem ver­ti­ka­len Ani­ma­ti­ons­rad gut er­gänzt, teil­wei­se aber mit deut­li­chen Hel­lig­keits­ver­lus­ten ein­her­geht. Dem User ste­hen da­bei drei Ka­nä­le in Form von Led-ma­kros so­wie Aus­wahl von Ge­schwin­dig­keit und Cross­fa­de zur Ver­fü­gung.

Der Fo­kus ar­bei­tet sehr sau­ber und bie­tet dank ei­nes qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen, op­ti­schen Sys­tems ei­ne sehr gu­te Ab­bil­dungs­qua­li­tät bei Pro­jek­tio­nen oder Mid-air-ef­fek­ten über na­he­zu den ge­sam­ten Zoom­be­reich. Der im­ple­men­tier­te Au­to­fo­kus zur au­to­ma­ti­schen Schär­fe­nach­füh­rung kann per DMX grob auf ver­schie­de­ne Dis­tan­zen ein­ge­stellt wer­den – er­setzt aber ei­nen ma­nu­ell ein­ge­stell­ten Fo­kus nicht an­nä­hernd. Der Zoom­schlit­ten bie­tet ei­nen gro­ßen Zoom­be­reich von 7° bis 55°, wie so oft be­hin­dern sich Zoom und Fo­kus aber im Fahr­weg ge­gen­sei­tig, was da­zu führt, dass der prio­ri­sier­te Zoom die Nut­zung des Fo­kus bei engs­tem Ab­strahl­win­kel ex­trem be­grenzt und sich Go­bos hier nicht mehr scharf ab­zeich­nen las­sen. Dies gilt auch für die Nut­zung des Pris­mas, des­sen Ein­fah­ren in den Strah­len­gang den mi­ni­ma­len Zoom­win­kel um ei­ni­ge Grad ver­grö­ßert – was aber bei Nut­zung des Pris­mas ja in der Re­gel auch der Ab­sicht des User ent­spricht und da­mit in der Pra­xis kein Pro­blem dar­stellt. Lei­der schnei­det das Pris­ma bei grö­ße­ren Ab­strahl­win­keln et­was vom Rand des Beams oder der Go­bos ab.

High­speed-iris und stu­fen­los ein­fahr­ba­rer Frost­fil­ter zur Weich­zeich­nung von Go­bo oder Pro­jek­ti­ons­kreis sind eben­falls an Bord die­ses reich­hal­tig aus­ge­stat­te­ten Mo­ving­lights. Der Shut­ter – be­zie­hungs­wei­se sein elek­tro­nisch er­zeug­tes Led-pen­dant – ist steu­er­tech­nisch eben­falls auf zwei Ka­nä­le in Ge­schwin­dig­keit und Funk­ti­on ge­split­tet und er­mög­licht so di­ver­se Stro­beEf­fek­te im „Nor­mal“-, „Ran­dom“- oder „Ran­dom-sync“-mo­dus über meh­re­re Schein­wer­fer.

Was noch bleibt, ist na­tür­lich noch die – un­ter an­de­rem für den Na­men Solaf­rame ver­ant­wort­li­che Blen­den­schie­ber­ein­heit der Ma­schi­ne. Die­se be­steht aus vier Frames, von de­nen je­der bis zur voll­stän­di­gen Ab­schat­tung des Beam in den Strah­len­gang ge­fah­ren wer­den kann – ein gro­ßer Vor­teil beim Ab­schat­ten von Ob­jekt­kan­ten ab­seits rech­ter Win­kel. Die ge­sam­te Fra­ming­ein­heit lässt sich zu­dem um +/- 45° dre­hen, ein üb­li­ches und in der Pra­xis sehr wich­ti­ges Fea­ture.

Ei­ne Scharf­stel­lung auf al­le vier Blen­den ist auf­grund des für die To­tal­ab­schat­tung not­wen­di­gen Schicht­auf­baus des Sys­tems nicht mög­lich, in der Pra­xis

aber auch nicht wirk­lich re­le­vant. Ent­schei­den­der ist viel­mehr, dass al­le Kan­ten – un­ab­hän­gig vom Zoom­win­kel – stets ge­rad­li­nig und oh­ne Ver­zer­run­gen ab­ge­bil­det wer­den, was beim Solaf­rame 3000 wie nicht an­ders er­war­tet der Fall ist.

Un­boxing – das Ca­se

Nor­ma­ler­wei­se ver­lie­ren wir kei­ne gro­ßen Wor­te über die Ver­pa­ckung ei­ner Leuch­te… wenn die Ma­schi­ne aber in ei­nem spe­zi­ell de­sign­ten Ein­zel­ca­se an­ge­lie­fert wird, soll dies nicht un­er­wähnt blei­ben. Al­ler­dings ist hier deut­lich Luft nach oben, be­reits Op­tik und Ver­ar­bei­tung wei­chen et­was vom ge­wohn­ten Qua­li­täts­stan­dard ab. Beim Öff­nen des vor­de­ren De­ckels ent­puppt sich das ver­meint­lich vor­han­de­ne Schar­nier mit ei­nem un­an­ge­neh­men Kna­cken als zwei wei­te­re But­ter­flys, die ge­öff­net und an­schlie­ßend als ge­sam­ter De­ckel ab­ge­nom­men wer­den muss. Der Ge­dan­ke da­bei ist, ein Sing­le­ca­se durch Kopp­lung mit ei­ner wei­te­ren, ge­öff­ne­ten Ein­heit in ein Du­al-ca­se zu er­wei­tern, was in der Pra­xis aber wohl eher sel­ten vor­kom­men dürf­te! An­schlie­ßend müs­sen der obe­re De­ckel so­wie ei­ne wei­te­re Blen­de auf­ge­klappt wer­den, bis man die Leuch­te aus der Kis­te ope­rie­ren kann. Dies ge­stal­tet sich sehr um­ständ­lich und dürf­te vor al­lem bei grö­ße­ren Stück­zah­len den ein oder an­de­ren Fluch über die Bau­stel­le dröh­nen las­sen – hier gibt es bes­se­re Lösungen und es lohnt sich, die­se noch ein­mal zu über­den­ken!

Fa­zit

Der Fo­kus bei ak­tu­ell auf den Markt ein­ge­führ­ten Led-spot­lights liegt ne­ben der Ab­bil­dungs­qua­li­tät ein­deu­tig auf der Licht­leis­tung – und hier über­zeugt der HES Solaf­rame 3000 mit sei­ner 1.000-Watt-weiß­licht-led-en­gi­ne und ei­ner enor­men Po­wer mit bis zu 37.000 Lu­men Out­put!

Wei­ter­hin wur­de dem mäch­ti­gen, aber lei­der auch sehr schwe­ren Schein­wer­fer al­ler­lei Zu­be­hör ge­gönnt, was der Krea­ti­vi­tät des De­si­gners und/oder Ope­ra­tors frei­en Lauf lässt: Cmy-farb­mi­schung plus Farb­rad und stu­fen­lo­sem Cto-fil­ter, zwei Go­borä­der, Ani­ma­ti­ons­rad und Led-ani­ma­ti­on, gro­ßer Zoom, Pris­ma, Fo­kus, Iris so­wie ein Blen­den­schie­ber­sys­tem las­sen nicht mehr vie­le Aus­stat­tungs­wün­sche of­fen.

Äu­ßerst po­si­tiv an­zu­mer­ken sind auch der auf­grund der Led-tech­nik prak­tisch kom­plett ge­räusch­lo­se Stand­by-be­trieb so­wie auch ein sehr nied­ri­ger Ge­räusch­pe­gel un­ter Last. Ein wähl­ba­rer „Stu­dio-mo­de“re­du­ziert da­bei die Leis­tung zu Guns­ten der Ge­räu­schem­mi­si­on zu­sätz­lich.

Der HES Solaf­rame 3000 ist ab so­fort in der Va­ri­an­te mit „Ul­tra-bri­te“-le­dEn­gi­ne und 7.000K Farb­tem­pe­ra­tur für ei­nen Lis­ten­preis von 13.700 Eu­ro (net­to) bzw. 14.300 Eu­ro (net­to) in­klu­si­ve Ca­se, als „High Fi­de­li­ty“-va­ri­an­te mit 6.000K für 14.200 Eu­ro (net­to) bzw. 14.800 Eu­ro in­klu­si­ve Ca­se er­hält­lich.

Se­kun­dä­re Si­che­rung Im­mer wie­der ein The­ma: Die Öff­nung der Si­che­rungs­ö­se ist grenz­wer­tig für ei­ne norm­ge­recht di­men­sio­nier­te Si­che­rung, auch wenn sie sich durch ein fe­der­ge­führ­tes Sys­tem ein Stück weit aus dem Bo­dy her­aus­zie­hen lässt (rechts). Der im Lie­fer­um­fang ent­hal­te­ne Safe­ty lässt sich pro­blem­los an­brin­gen, ist aber in Deutsch­land nicht zu­ge­las­sen …

Ein­satz­ge­rech­te Be­schrif­tung In­ter­es­san­ter­wei­se ist die Be­schrif­tung von Dis­play und Me­nü­tas­ten für den hän­gen­den Be­trieb aus­ge­legt, auf­recht ge­stellt steht die Be­schrif­tung auf dem Kopf …

An­schluss­feld des Solaf­rame 3000 mit USB-PORT für das Soft­ware-up­date, Po­wer­con True-1 Ein­gang so­wie 5po­li­gen Dm­x­und Et­her­con-in- und Out-an­schlüs­sen

Farb­wie­der­ga­be Mit ei­nem Tm-30-fil­ter auf dem Farb­rad kann der CRI von über 70 auf ei­nen CRI von 85 er­höht wer­den

Qua­li­tät des Ca­ses Op­tik und Ver­ar­bei­tung des Ca­ses wei­chen et­was vom ge­wohn­ten Qua­li­täts­stan­dard ab. Zum Öff­nen muss der ge­sam­te vor­de­re De­ckel ab­ge­nom­men, an­schlie­ßend der obe­re De­ckel so­wie ei­ne wei­te­re Blen­de auf­ge­klappt wer­den, bis man die Leuch­te aus der Kis­te ope­rie­ren kann

In­nen­le­ben des Solaf­rame

Farb­rad-be­stü­ckung

Pris­ma schnei­det bei grö­ße­ren Ab- strahl­win­keln et­was vom Rand des Beams oder der Go­bos ab Frost Der stu­fen­los ein­fahr­ba­re Frost­fil­ter er­mög­licht ei­ne gu­te Weich­zeich­nung der Go­bos

Be­stü­ckung der bei­den Go­borä­der

Blen­den­schie­ber­ein­heit mit vier Frames, von de­nen je­der bis zur voll­stän­di­gen Ab­schat­tung des Beam in den Strah­len­gang ge­fah­ren wer­den kann – ein gro­ßer Vor­teil beim Ab­schat­ten von Ob­jekt­kan­ten ab­seits rech­ter Win­kel

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.