Test: Voice Acoustic Ikar­ray-8

Production Partner - - Inhalt - Text und Mes­sun­gen: An­selm Go­ertz | Fo­tos: An­selm Go­ertz, Voice Acoustic (1)

Als „Plug&play Li­ne-ar­ray“be­zeich­net man bei Voice Acoustic das Ikar­ray-8. Mit fest vor­kon­fi­gu­rier­ten Ein­hei­ten in 5 und 15 Grad soll es ei­ne schnel­le und ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on bie­ten, oh­ne da­bei ei­ne spe­zi­el­le Soft­ware für die Ein­stel­lung be­mü­hen zu müs­sen.

Be­vor ein Li­ne-ar­ray zum Ein­satz kommt, wer­den in der Re­gel ei­ne Soft­ware des Ar­ray-her­stel­lers oder das weit ver­brei­te­te EASE Fo­cus ge­nutzt, um für die zu be­schal­len­de Lo­ca­ti­on ei­ne pas­sen­de Ar­ray-kon­fi­gu­ra­ti­on für die ein­zeln zu win­keln­den Mo­du­le zu er­mit­teln. Als Er­geb­nis lie­fert der­ar­ti­ge Soft­ware ein­mal die me­cha­ni­sche Ein­stel­lung für das Cur­ving des Ar­rays, au­ßer­dem wei­te­re In­for­ma­tio­nen wie Flug­punk­te, den er­war­te­ten Schwer­punkt des Ar­rays, me­cha­ni­sche Aus­las­tung etc. Ei­ni­ge Pro­gram­me ge­hen dann noch wei­ter und lie­fern auch noch die pas­sen­den Eq-ein­stel­lun­gen da­zu. Ist ne­ben dem me­cha­ni­schen Cur­ving auch noch ein elek­tro­ni­sches Beam­for­ming zur Be­ein­flus­sung der Ab­strah­lung im Spiel, dann wer­den die hier­zu er­for­der­li­chen Fil­ter auch noch be­rech­net (meist als Fir-fil­ter). Als zu­grun­de­lie­gen­de Ein­gangs­da­ten wer­den da­zu Schnit­te und Grund­ris­se der zu be­schal­len­den Flä­chen (Hö­r­er­flä­chen) und mög­li­cher Sperr­flä­chen, die man nicht be­schal­len möch­te, be­nö­tigt. Be­kann­te Pro­gram­me wie EASE Fo­cus, Ar­ray-calc, Dis­play oder Sound­vi­si­on bie­ten da­zu ein gro­ßes Be­tä­ti­gungs­feld und er­mög­li­chen auch die Pla­nung der Be­schal­lung für kom­plet­te Are­nen oder Fes­ti­val­ge­län­de.

Für vie­le ein­fa­che­re Auf­ga­ben, und das sind zah­len­mä­ßig si­cher nicht we­ni­ge, sieht die Vor­ge­hens­wei­se je­doch oft eher

so aus, dass die Band oder der Ver­lei­her in ei­nen Club, ei­ne Stadt­hal­le oder auf ein Stadt­fest kom­men und dann schnell und oh­ne gro­ßen Auf­wand ein Se­t­up für das mit­ge­brach­te Li­ne-ar­ray er­stellt wer­den soll. Für die­se Art von Ein­sät­zen sind so­zu­sa­gen „fest ge­curv­te“Li­ni­en, bei de­nen die Ar­ray-ele­men­te op­ti­mal auf ei­nen Win­kel op­ti­miert sind. So kon­zi­piert ist auch das „Plug&play Li­ne-ar­ray“Ikar­ray-8: Plug&play be­deu­tet hier, dass man ei­ne ein­fa­che Ein­schät­zung des ab­zu­de­cken­den Win­kel­be­reichs und der Ent­fer­nun­gen vor­nimmt, und dann das Sys­tem zu­sam­men­stellt. Ein Ar­ray be­steht aus bis zu vier Laut­spre­chern, wo­durch ver­ti­ka­le Win­kel von 15° bis 60° ab­ge­deckt wer­den kön­nen. Die Ein­stel­lung er­folgt da­bei al­so nicht über Win­kel zwi­schen den ein­zel­nen Bo­xen, son­dern über die Ab­fol­ge und Kom­bi­na­ti­on von zwei Mo­del­len mit fes­tem ver­ti­ka­len Win­kel von 5° oder 15°.

Ge­nau­er be­trach­tet be­steht ein Ikar­ray-8 Ele­ment aus zwei „ein­fa­chen“Li­ne-ar­ray Laut­spre­chern, die sich in ei­nem Ge­häu­se be­fin­den und mit je­weils vier zu­ein­an­der ge­win­kel­ten Wa­ve­for­mern und Hoch­ton­trei­bern, wor­aus dann ein 5°oder ein 15°-Sys­tem wird. Als Vor­teil an­ge­strebt wur­de, daß die vor­de­fi­nier­ten „Kni­cke“klein aus­fal­len und sich nur mi­ni­ma­le Se­kun­där­schall­quel­len bil­den. Ei­ne oder zwei Ikar­ray-8 kön­nen auf ei­nem Sta­tiv auf­ge­stellt wer­den, grö­ße­rer Ar­rays mit ma­xi­mal vier Ikar­ray-8 wer­den ge­flo­gen. Bei­des ge­lingt mit Hil­fe der 2-in-1 Flug-sta­tiv­me­cha­nik, die mit ei­ner ein­fa­chen 2-Punkt-be­fes­ti­gung mit dem Ar­ray oben oder un­ten ver­bun­den wird. Für die Sta­tiv­auf­stel­lung kann der Mon­ta­ge­punk­te der Sta­tiv­hül­se am Rah­men im­mer so po­si­tio­niert wer­den, dass der Schwer­punkt senk­recht über der Sta­tiv­hül­se liegt, so dass kei­ne Kippnei­gung ent­steht. Für den Flug­be­trieb wird ei­ne Truss Clamp am Rah­men be­fes­tigt.

In­ner­halb des Rah­mens be­fin­det sich noch ei­ne Spann­hül­se, mit de­ren Hil­fe die ver­ti­ka­le Nei­gung fein­jus­tiert wer­den kann.

Ar­ray-auf­bau

Wer­fen wir ei­nen Blick auf die Laut­spre­cher sel­ber. Bei­de Va­ri­an­ten des Ikar­ray-8 sind mit je zwei 8"-Tief­tö­nern des ita­lie­ni­schen Her­stel­lers Si­ca be­stückt. Der Trei­ber ver­fügt über ei­nen gro­ßen Neo­dym­ma­gne­ten, ei­nen Alu­druck­guss­korb, Kap­ton-spu­len­trä­ger und ei­ne hin­ter­lüf­te­te Zen­trier­spin­ne und ist so­mit auf dem neus­ten Stand der Laut­spre­cher­tech­nik. Si­ca gibt die Be­last­bar­keit nach AES-TEST 2 h mit 300 W an. Die was­ser­fes­ten Mem­bra­nen der Trei­ber ar­bei­ten auf ein kur­zes sich ho­ri­zon­tal öff­nen­des Horn, das se­lek­tiv die Sen­si­ti­vi­ty er­höht und das Ab­strahl­ver­hal­ten an die ge­wünsch­ten 100° an­passt. Ein­sei­tig di­rekt da­ne­ben be­fin­det sich als läng­li­cher Spalt über die ge­sam­te Hö­he des Ge­häu­ses die Bass­re­flex­öff­nung.

Auf der an­de­ren Sei­te rei­hen sich dicht an dicht vier 1"-Hoch­ton­trei­ber. Die vom Her­stel­ler Ober­ton stam­men­den Trei­ber sind be­reits mit ei­nem Li­ne-ar­ray-wa­ve­for­mer aus­ge­stat­tet, der die kreis­run­de Trei­ber­öff­nung auf den schma­len Spalt für die Li­ni­en­quel­le ad­ap­tiert. Der im bul­ga­ri­schen Pl­ov­div an­säs­si­ge Her­stel­ler ent­wi­ckelt und pro­du­ziert hier seit 1989 Laut­spre­cher­chas­sis für den pro­fes­sio­nel­len Ein­satz und er­freut sich ei­nes au­ßer­or­dent­li­chen gu­ten Ru­fes in der Bran­che. Voice-acoustic-ent­wick­ler Hen­ry Dah­men setzt vor al­lem we­gen ih­res sei­dig an­ge­neh­men Klangs auf die Ober­ton-trei­ber.

Blickt man von der Sei­te auf die Ge­häu­se der Ikar­ray-8, dann wird das „Zwei in eins“-ge­häu­se­kon­zept mit 5° oder 15° Win­kel deut­lich. Gut zu er­ken­nen ist da­bei auch die ele­gant un­ter­ge­brach­te Flug­me­cha­nik, die im je­wei­li­gen Krüm­mungs­win­kel, nur er­kenn­bar hin­ter den Griff­scha­len, ver­läuft. Die Ge­häu­se hän­gen da­her im Ar­ray oh­ne Spalt vor­ne oder hin­ten im­mer dicht ge­packt. Op­tisch er­scheint ein Ikar­ray-8 Sys­tem so als ho­mo­ge­ne Ein­heit oh­ne auf­fäl­li­ge Mecha­nik. Das sonst manch­mal sehr tech­ni­sche Er­schei­nungs­bild ei­nes Li­ne-ar­ray wird da­mit ge­schickt ver­mie­den. Abb. 1 zeigt da­zu ei­ni­ge Bei­spie­le für Ar­ray-kon­fi­gu­ra­tio­nen mit bis zu vier Ein­hei­ten im ge­flo­ge­nen Zu­stand. In ei­nem 4er-ar­ray wird man ty­pi­scher Wei­se oben zwei oder drei 5°-Ele­men­te hän­gen und dar­un­ter die 15°-Sys­te­me. Oben er­reicht man da­mit ei­ne hö­he­re Leis­tungs­dich­te auf den Raum­win­kel be­zo­gen und so­mit auch ei­ne grö­ße­re Reich­wei­te für wei­ter ent­fernt ge­le­ge­ne Zu­hö­rer. Mit dem grö­ße­ren Öff­nungs­win­kel zum un­te­ren En­de hin wir die Leis­tungs­dich­te für die na­hen Pu­bli­kums­be­rei­che re­du­ziert.

Die als 2-We­ge-sys­te­me auf­ge­bau­ten Ikar­ray-8 wer­den in­tern über ei­ne pas­si­ve Wei­che ge­trennt. Durch die leicht nach hin­ten ver­setz­ten Tief­tö­ner be­fin­den sich die akus­ti­schen Zen­tren der bei­den We­ge in ei­ner Ebe­ne, was ei­nen auf­wän­di­ges pas­si­ves All­pass­fil­ter zur An­pas­sung über­flüs­sig macht. Die pas­si­ven Wei­chen sind in bei­den Va­ri­an­ten der Ikar­ray-8 iden­tisch, eben­so wie die Trei­ber­be­stü­ckung. Der elek­tri­sche An­schluss er­folgt über ei­ne Nl4-buch­se mit Link-aus­gang. Zu be­ach­ten ist hier die Be­schal­tung der mit In und Out be­schrif­te­ten Buch­sen: Die 2er-pins des In­put sind mit den 1er-pins des Out­puts ver­bun­den. Da­mit kön­nen zwei Ikar­ray-8 über ei­ne vier­ad­ri­ge Lei­tung mit zwei End­stu­fen­aus­gän­gen des Sys­tem­ver­stär­kers ver­bun­den wer­den. Ei­ne Par­al­lel­schal­tung von zwei Ikar­ray-8 ist nicht vor­ge­se­hen, da die Box mit 4 Ω Nenn­im­pe­danz die Ver­stär­ker­ka­nä­le be­reits op­ti­mal aus­las­tet. Ge­nau ge­nom­men han­delt es sich ja bei der Ikar­ray-8 auch be­reits um zwei par­al­lel ge­schal­tet Li­ne­ar­ray-sys­te­me, nur dass sie sich hier in ei­nem ge­mein­sa­men Ge­häu­se be­fin­den. Die Ge­häu­se­ab­mes­sun­gen be­tra­gen

513 mm in der Brei­te und 465 mm in der Hö­he. Die Ge­häu­se­tie­fe be­trägt 291 mm. Mit ih­ren zwei groß­zü­gi­gen Grif­fen pro Sei­te las­sen sich die 26,2 kg schwe­ren Ge­häu­se gut hand­ha­ben.

Ikar­ray-8 mit 5° und 15°

Be­gin­nen wir bei den Mess­wer­ten di­rekt wie­der mit der Im­pe­danz, dann zeigt Abb. 2 ex­em­pla­risch für die 15°-Ver­si­on die Im­pe­danz­kur­ven der LF- und Hf-trei­ber so­lo oh­ne das pas­si­ve Fil­ter so­wie die Kur­ve der Box im Gan­zen (grün). Die bei­den 8-Ω-tief­tö­ner sind par­al­lel zu ei­ner 4-Ω-ein­heit zu­sam­men­ge­schal­tet und die vier 8-Ω-hoch­tö­ner mit ei­ner Rei­hen-par­al­lel­schal­tung zu ei­nem 8-Ω-ver­bund. Das Im­pe­danz­mi­ni­mum bei 230 Hz be­trägt 2,9 Ω. Der Wert ist zwar nicht mehr ganz der Norm ent­spre­chend, die wür­de mi­ni­mal 3,2 Ω zu­las­sen, ist aber für den An­wen­der im Zu­sam­men­spiel mit dem Sys­tem­ver­stär­ker un­pro­ble­ma­tisch. Als wei­te­re In­for­ma­ti­on lie­fert der Im­pe­danz­ver­lauf noch die Ab­stimm­fre­quenz des Bass­re­flex­re­so­na­tors bei ca. 80 Hz. Das Ikar­ray-8 ist da­mit be­dingt Full­ran­ge-taug­lich. Spra­che, Ge­sang, akus­ti­sche In­stru­men­te etc. soll­ten kein Pro­blem dar­stel­len. Für ei­ne kräf­ti­ge Bass­wie­der­ga­be ist je­doch ein Sub­woo­fer zwin­gend er­for­der­lich. Spä­ter hier­zu mehr.

Ne­ben den Im­pe­dan­zen wur­den auch die Fre­quenz­gän­ge der bei­den We­ge pur, oh­ne Wei­che, ge­mes­sen. Die Kur­ven der Tief­ton­ein­hei­ten für die 15°- und 5°-Ver­si­on in Abb. 3 fal-

len er­war­tungs­ge­mäß na­he­zu iden­tisch aus. Die klei­ne Ab­wei­chung un­ter­halb von 150 Hz dürf­te durch die ge­ring­fü­gig un­ter­schied­li­chen Ge­häu­se­vo­lu­mi­na ent­ste­hen. Bei 2 khz kommt es durch ei­ne Re­fle­xi­on an der Über­gangs­stel­le vom Horn zum Frei­feld zu ei­ner star­ken Aus­lö­schung, die je­doch au­ßer­halb des Über­tra­gungs­be­rei­ches für die Tief­tö­ner liegt. Un­ter­halb von 1,5 khz zeigt der Horn­an­satz vor den Tief­tö­nern ei­ne sehr gu­te Wir­kung. Die Sen­si­ti­vi­ty der bei­den 8"Trei­ber steigt von ca. 97 db bei 100 Hz kon­ti­nu­ier­lich bis auf 108 db an. Ein­zig der schma­le Ein­bruch bei 900 Hz weicht da et­was ab. Im Zu­sam­men­spiel mit den Hoch­tö­nern gleicht sich die­ser je­doch wie­der aus. Die Hoch­ton­ein­heit agiert in wei­ten Be­rei­chen mit ei­ner Sen­si­ti­vi­ty ober­halb von 110 db und bie­tet da­mit gu­te Vor­aus­set­zun­gen für ein Li­ne-ar­ray, wo bei zu­neh­men­der Län­ge des Ar­rays der Hoch­ton­be­reich an­ge­ho­ben wer­den muss um den Cou­pling-ef­fekt, von dem nur die Tief­tö­ner pro­fi­tie­ren, zu kom­pen­sie­ren.

Die pas­si­ve Wei­che in der Ikar­ray-8 trennt die bei­den We­ge knapp ober­halb von 1 khz. Ei­ne Im­pe­danz­kor­rek­tur ver­mei­det im Hoch­tö­ner Schwin­guns­gnei­gun­gen durch ei­ne Im­pe­danz­rück­wir­kung. Die Steil­heit der Fil­ter liegt bei ca. 18 db/oct. Ne­ben den ei­gent­li­chen Hoch- und Tief­pass­funk­tio­nen gibt es im Ver­lauf der Fil­ter­funk­tio­nen in Abb. 4 noch ei­ni­ge klei­ne­re Schwan­kun­gen, die in­di­rekt durch den Im­pe­danz­ver­lauf der Trei­ber im Zu­sam­men­spiel mit den pas­si­ven Fil­tern ent­ste­hen. Für die pas­si­ve Wei­che ver­wen­det Hen­ry Dah­men aus­schließ­lich Fo­li­en­kon­den­sa­to­ren mit 150 V und 250 V Span­nungs­fes­tig­keit und Luft- bzw. I-kern-spu­len. Luft­spu­len zei­gen über­haupt kei­nen Sät­ti­gungs­ef­fekt und Ikern-spu­len nur ei­nen sehr ge­rin­gen. Bei­de sind so­mit für ho­he Strö­me gut ge­eig­net, oh­ne dass Ver­zer­run­gen durch die Sät­ti­gung ent­ste­hen. Abb. 5 zeigt jetzt den kom­plet­ten Laut­spre­cher im Zu­sam­men­spiel. Hoch- und Tief­tö­ner er­gän­zen sich sehr gut. Die 5°-Ver­si­on (blaue Kur­ve) er­reicht bei ho­hen Fre­quen­zen ei­ne ca. 3 db hö­he­re Sen­si­ti­vi­ty, die durch den en­ge­ren ver­ti­ka­len Ab­strahl­win­kel von 5° ge­gen­über 15° ent­steht.

Elek­tro­nik

Für den Be­trieb der Ikar­ray-8 gibt es zwei Ver­stär­ker/con­trol­ler-va­ri­an­ten. Es kann ei­ner der haus­ei­ge­nen Con­trol­ler­amps vom Typ HDSP ge­nutzt wer­den, oder in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem Self-powe­r­ed-sub­woo­fer, die dort in­te­grier­ten Ver­stär­ker mit Con­trol­ler. Ei­ne mög­li­che Kom­bi­na­ti­on ist die mit ei­nem Pa­ve­o­sub-118sp. Der Pa­ve­o­sub ver­fügt in der ak­ti­ven Ver­si­on über ein drei­ka­na­li­ges End­stu­fen­mo­dul mit ei­ner gro­ßen 1580 W/8 Ω bzw. 2400 W/4 Ω star­ken End-

stu­fe für den Sub­woo­fer sel­ber und zwei 800 W/4 Ω End­stu­fen für den ex­ter­nen Ge­brauch. Der Con­trol­ler stellt die ent­spre­chen­den Se­tups für die Kom­bi­na­tio­nen mit den Toptei­len zur Ver­fü­gung. Die bei­den „klei­nen“End­stu­fen­ka­nä­le ver-

sor­gen dann je ei­ne Ikar­ray-8 und die gro­ße End­stu­fe den Sub­woo­fer, zu dem op­tio­nal noch ein zwei­ter pas­si­ver Pa­ve­o­sub-118 par­al­lel ge­schal­tet wer­den kann, wo­mit man dann ei­ne op­ti­ma­le Aus­las­tung al­ler Kom­po­nen­ten er­reicht.

Al­ter­na­tiv kann ei­ner der haus­ei­ge­nen Hdsp-ver­stär­ker ge­nutzt wer­den. Die Ge­rä­te wer­den bei Voice Acoustic ge­fer­tigt und sind mit den be­kann­ten Pas­cal-x-pro-mo­du­len aus­ge­stat­tet. Ent­spre­chend den Mo­dul­va­ri­an­ten mit ei­nem, zwei oder drei End­stu­fen gibt es Ge­rä­te mit zwei, vier und sechs Ka­nä­len, die mit zwei Mo­du­len X-pro be­stückt sind. Die HDSP-2 bie­tet 2 × 1,5 kw an 8 Ω, Die HDSP-4 eben­falls, je­doch mit zu­sätz­lich noch 2 × 450 W an 8 Ω auf den wei­te­ren Ka­nä­len. Die vol­le Aus­bau­stu­fe der X-pro-mo­du­le fin­det sich dann in der HDSP-6 mit zu­sätz­li­chen 4 × 450 W an 8 Ω. Al­le End­stu­fen­mo­del­le gibt es in der A-ver­si­on nur mit ana­lo­gen Ein­gän­gen oder als D mit zu­sätz­li­chen di­gi­ta­len Ein­gän­gen im AES/EBU-FOR­MAT. Für das Ikar­ray-8 bie­tet sich die End­stu­fe HDSP-6 an, die mit zwei drei­ka­na­li­gen X-pro-mo­du­len bis zur vier Ikar­ray-8 und vier Pa­ve­o­sub-118 an­trei­ben kann. Die kom­pak­te­re und ein­fa­che­re Lö­sung ist si­cher­lich die mit ak­ti­ven Sub­woo­fern. Die ex­ter­nen Hdsp-ver­stär­ker bie­ten dem­ge­gen­über je­doch mehr Fle­xi­bi­li­tät auch für an­de­re Sys­te­me ge­nutzt wer­den zu kön­nen oder auch die Sub­woo­fer, falls sie nicht be­nö­tigt wer­den, ein­fach im La­ger zu las­sen.

Die Con­trol­ler-se­tups bie­ten für das Ikar­ray-8 Ein­stel­lun­gen für die 5°- und 15°-Ty­pen so­wie Cou­pling-fil­ter für di­ver­se Ar­ray-va­ri­an­ten (Abb. 6). Je­weils ei­ne ein­zel­ne Ikar­ray-8 mit Con­trol­ler be­trie­ben zeigt Abb. 7. Die Tren­nung zu den Sub­woo­fern er­folgt knapp ober­halb von 100 Hz. Die hier ge­zeig­ten Fil­ter­ein­stel­lun­gen wur­den von Hen­ry Dah­men noch als vor­läu­fig be­zeich­net. Die ei­ne oder an­de­re Fein­kor­rek­tur dürf­te sich da­her noch

Ikar­ray-8 oh­ne Front­git­ter, links die bei­den 8"-Trei­ber mit ei­nem kur­zen Horn, rechts das Hoch­ton­sys­tem, bei dem die Wa­ve­gui­des der vier Trei­ber auf ei­ne Horn­flä­che mit 100° ho­ri­zon­ta­lem Öff­nungs­win­kel ar­bei­ten

Ar­ray-va­ri­an­ten des Ikar­ray-8, es kön­nen bis zu vier Ein­hei­ten in ei­nem Ar­ray ge­mischt oder ho­mo­gen ein­ge­setzt wer­den – die Ab­bil­dung zeigt ei­ni­ge mög­li­che Kon­fi­gu­ra­tio­nen (Abb. 1)

Ober­ton-kom­pres­si­ons­trei­ber und Si­ca 8"-Tief­tö­ner

Im­pe­danz­ver­läu­fe ex­em­pla­risch für die 15°-Va­ri­an­ten des Ikar­ray-8. Grün das Ge­samt­sys­tem mit pas­si­ver Wei­che. Die Ein­zel­we­ge LF (rot) und HF (blau) di­rekt am Trei­ber ge­mes­sen oh­ne Wei­che. Die Tu­ningfre­quenz liegt bei ca. 80 Hz. Die Nenn­im­pe­danz ist 4 Ω. Das Im­pe­danz­mi­ni­mum bei 230 Hz be­trägt 2,9 Ω (Abb. 2)

In­nen­an­sicht der Ikar­ray-8, mög­li­che Ser­vice­ar­bei­ten kön­nen so leicht über die ge­öff­ne­te Rück­sei­te aus­ge­führt wer­den

Pas­si­ve Wei­che der Ikar­ray-8 mit hoch be­last­ba­ren Bau­tei­len

Ein­zel­mes­sun­gen der LF- und Hf-we­ge oh­ne die in­ter­ne pas­si­ve Wei­che für die 15°- und die 5°-Ver­si­on. Die bei­den Tief­ton­we­ge sind weit­ge­hend iden­tisch. Die 5°-Hoch­ton­ein­heit ist bei ho­hen Fre­quen­zen ca. 3 db lau­ter (Abb. 3)

Fil­ter­funk­tio­nen der pas­si­ven Wei­che für den LF (rot) und HF (blau) Weg, die Wei­chen der 5°- und 15°-Ver­sio­nen sind iden­tisch (Abb. 4)

Voice Acoustic HDSP 6a

Fre­quenz­gän­ge mit Sen­si­ti­vi­ty der bei­den Ikar­ray-8-mo­del­le di­rekt ge­mes­sen oh­ne Con­trol­ler. Die 1 W/1 m Sen­si­ti­vi­ty liegt für die no­mi­nel­len 4-Ω-sys­tem 3 db nied­ri­ger (Abb. 5)

Con­trol­ler­funk­tio­nen für die 15°- (rot) und 5°-Ver­sio­nen (blau). Un­ten ex­em­pla­risch die Over­lays zur Kor­rek­tur des Cou­pling Ef­fek­tes im Ar­ray, hier für Ar­rays mit drei Ein­hei­ten (Abb. 6)

2 in 1 Flug- und Sta­tiv­me­cha­nik

Sei­ten­an­sicht der Ikar­ray-8 in der 5°-Ver­si­on (links) und in der 15°-Ver­si­on (rechts)

Fre­quenz­gang für Ar­rays mit je drei Ein­hei­ten der Ikar­ray-8 für 15°(rot) und für 5°(blau, Abb. 8)

Fre­quenz­gän­ge mit Con­trol­ler ge­mes­sen. Für den Be­reich un­ter­halb von 100 Hz be­darf es ei­nes er­gän­zen­den Sub­woo­fers (Abb. 7)

Ikar­ray-8 rechts mit Git­ter in der 15°-Ver­si­on und links im Bild in der Rück­an­sicht das 5°-Mo­dell

Vor­bild­li­ches Spek­tro­gramm der Ikar­ray-8 oh­ne Auf­fäl­lig­kei­ten, die spä­ter kor­ri­giert wer­den müss­ten (Abb. 10)

Fre­quenz­gän­ge mit Con­trol­ler ge­mes­sen. Die 15°- und die 5°-Ver­si­on spie­len per­fekt zu­sam­men (Abb. 9)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.