Pre­view: d&b KSL

Was kann an Be­schal­lungs­an­la­gen heu­te noch ver­bes­sert wer­den? Sehr viel, wie d&b mit dem GSL be­wie­sen hat. Als kom­pak­te­res KSL stößt die­se Tech­nik, die den Raum durch ei­ne in den Tief­ton­be­reich aus­ge­wei­te­te Bün­de­lung deut­lich we­ni­ger an­regt, nun in ty­pisc

Production Partner - - Inhalt - Text und Fo­tos: Det­lef Ho­e­pfner

Das GSL stellt das größ­te Aren­asys­tem von d&b dar, das nicht al­lein durch schie­ren Out­put, son­dern auch ei­ne be­son­ders kon­trol­lier­te Co­ver­a­ge über­rasch­te. Mit dem „KSL“wird man nun An­fang 2019 die glei­che Tech­no­lo­gie er­gän­zend auf et­was klei­ne­res For­mat ska­lie­ren

„KSL ist der klei­ne Bru­der vom GSL“– na da ist man doch schnell durch hier mit dem Text, jetzt noch ein paar Bil­der, ab zur Dru­cke­rei. Ist es so ein­fach? Ja. Und das ist das ei­gent­li­che High­light: Die glei­che, auf den ers­ten Blick viel­leicht ba­na­le, in der Wir­kung aber ver­blüf­fen­de Tech­no­lo­gie des GSL, steht jetzt in ei­nem her­un­ter­ska­lier­ten Form­fak­tor zur Ver­fü­gung. Nun dreht man in der Ent­wick­lung nicht ein­fach am Zoom-reg­ler des Cad-pro­gramms die Ska­lie­rung von 100% auf 85% und gibt die Plä­ne in die Fer­ti­gung: Auch bei „gro­ßen“Pro­duk­ten sind die Kom­po­nen­ten in der Re­gel schon kom­pakt ge­stal­tet. Aber vor al­lem blei­ben ja die phy­si­ka­li­schen Grund­la­gen kon­stant und las­sen sich nicht kom­pri­mie­ren. Und hier hat ja das GSL sei­nen ak­tu­ell gro­ßen Vor­sprung: Die ab­ge­strahl­te Co­ver­a­ge mit ho­her Rück­wärts­dämp­fung wird nicht nur über we­ni­ge Fre­quen­zen ein­ge­hal­ten, son­dern vom Hoch­ton aus bis in den Tief­ton­be­reich aus­ge­wei­tet. Was ein­fach (und für den Lai­en eher selbst­ver­ständ­lich) klingt, ist in der Pra­xis ei­ne Her­aus­for­de­rung: Es müs­sen et­li­che Trei­ber auf ei­nem Raum so mit­ein­an­der ar­ran­giert wer­den, dass sie sich in der ge­wünsch­ten Ab­strahl­ach­se nach vor­ne für ei­ne ho­he Leis­tung gut ad­die­ren, zur Rück­sei­te hin aber ei­ne mög­lichst breit­ban­di­ge Aus­lö­schung be­wir­ken. d&b sieht hier in den letz­ten 15 Jah­ren ei­ne Er­wei­te­rung der kon­trol­lier­ten Di­rec­tivi­ty von da­mals 450 Hz auf jetzt 45 Hz. Die­sen Vor­teil gibt es nun auch mit der KSL, die von der Leis­tungs­klas­se (und dem Splay von 0-10 Grad) auf J-ni­veau spielt, aber me­cha­nisch tat­säch­lich noch ein we­nig kom­pak­ter als J ge­ra­ten ist. Wir sind uns nicht si­cher, wie of­fi­zi­ell die In­ter­pre­ta­tio­nen als „Gro­ßes Spe­zi­el­les Li­ne-ar­ray“und „Klei­nes Spe­zi­el­les ...“ge­meint sind, sie kön­nen je­den­falls als Esels­brü­cke die­nen. Ganz so tief wie bei der GSL mit ih­ren drei 10"- plus zwei 14"-Chas­sis ge­lingt die kon­trol­lier­te Co­ver­a­ge der KSL na­tür­lich nicht: In ihr sind ver­baut zwei 8er seit­lich, zwei 10" in der Front plus noch ein 8er für die Mit­ten, teil­wei­se flan­kiert von ent­spre­chen­den Ports. Das Hoch­ton­wa­ve­gui­de kom­bi­niert in der KSL zwei Hoch­ton­trei­ber (statt drei in der GSL). Aber auch hier wird d&b nicht mü­de dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die car­dioi­de Mit­ten-/tief­ton­ab­strah­lung nicht den He­adroom in der Haupt­ach­se be­ein­träch­ti­ge. d&b-

ty­pisch bleibt das Am­ping am Bo­den bzw. in den Racks und be­nö­tigt je Box nur we­ni­ge Ka­nä­le, ge­nutzt wird das Stan­dard-am­ping mit D80. In heu­ti­gen Zei­ten, in de­nen die „An­zahl der Ver­stär­ker­ka­nä­le pro Box“im­mer neue Rekorde er­reicht, ist das Ksl-kon­zept pu­ris­tisch: Ein KSL-TOP (egal, ob die Va­ri­an­te mit 80 oder 120 Grad) wird trotz der ver­bau­ten sieben Trei­ber mit le­dig­lich zwei Ka­nä­len an­ge­steu­ert: CH1 pumpt seine Leis­tung in die bei­den 10er, CH2 ver­sorgt die bei­den 8er, den Mit­tel­tö­ner plus bei­de Hoch­ton­trei­ber. Ein Schnäpp­chen ist ein Ksl-ar­ray da­durch zwar auch noch nicht, je­den­falls, wenn man im op­ti­ma­len Be­trieb für ei­ne fast per­fek­te Schall­ver­tei­lung in der Raum­tie­fe via Ar­ray-pro­ces­sing zwei D80-ka­nä­le für „nur“ein KSL-TOP re­ser­viert. Ver­zich­tet man al­ler­dings auf das Ar­ray-pro­ces­sing, kön­nen je zwei Tops pro Ver­stär­ker­ka­nal durch­ver­linkt wer­den. Eben­falls ins Sys­tem passt der Sub­woo­fer SL-SUB mit drei 21"-Chas­sis für eben­falls kar­dioi­de Ab­strah­lung, in Va­ri­an­ten für rei­nen Bo­den­be­trieb oder als auch flug­fä­hi­ge Va­ri­an­te, zwei Subs lau­fen an ei­nem D80. Den SL-SUB sieht d&b als ei­ne Art Per­for­mance-kom­bi­na­ti­on aus J-sub und J-in­fra. Auch das 3-Punk­t­rig­ging ist ver­gleich­bar ge­stal­tet mit Ten­si­on-mo­de und Com­pres­si­on-mo­de (we­ni­ger Flä­chen­be­darf beim Auf­bau). Eben­falls neu ist ein Com­pact Cart (60 cm) für den Trans­port.

Ksl-lis­ten­ing

Ge­hört ha­ben wir das KSL im Ver­gleich und zu­sam­men mit GSL und J-se­rie. Ge­gen­über ei­ner J8, die auch nicht ge­ra­de schwäch­lich ist, hat die gro­ße GSL8 drei bis neun db mehr He­adroom. Die er­gän­zen­de klei­ne­re Ksl-va­ri­an­te hält da na­tür­lich nicht ganz mit, liegt aber nur drei, vier db un­ter der GSL und über­zeugt auch mit ei­ner sehr kraft­vol­len Per­for­mance schon oh­ne Sub­woo­fer. Be­son­ders deut­lich ist die ver­bes­ser­te Co­ver­a­ge zu hö­ren: Rück­sei­tig herrscht bei der KSL im Ver­gleich zur J ziem­lich Ru­he. Open-air hät­te ei­nen das frü­her we­nig ge­juckt, an­ge­sichts im­mer en­ger plat­zier­ter Büh­nen und er­höh­ter An­sprü­che an den Nach­bar­schafts­schutz ist das aber ein gra­vie­ren­der Vor­teil: Für die Au­di­o­qua­li­tät ist heu­te nicht mehr nur ent­schei­dend, wie das Sys­tem im Pu­bli­kum klingt, son­dern auch frei nach Hel­mut Kohl „was hin­ten raus­kommt“. Wie bei der GSL fällt au­ßer­dem auf, dass die Co­ver­a­ge seit­lich oh­ne gro­ße Klang­ver­fär­bun­gen bleibt, was die „ge­fühl­te“Nutz­bar­keit der Ab­strah­lungs-rand­be­rei­che er­höht. Klei­ner Ne­ben­ef­fekt: Auch die KSL scheint brei­ter ab­zu­strah­len als es die no­mi­na­le An­ga­be ver­spricht, weil sie dort lei­ser wird, aber nicht un­brauch­bar klingt.

In ei­ner Hal­le macht sich die ho­he Rück­wärts­dämp­fung dann dras­tisch be­merk­bar. Die sonst in die Hal­le ab­ge­strahl­ten rück­wär­ti­gen Low-mids ver­mat­schen nicht wei­ter den Sound, auf der Büh­ne bleibt es ru­hig, in der Hal­le ist der Sound sehr klar und di­rekt. Das Ar­ray kann nach vor­ne schön war­me Low-mids ab­strah­len, oh­ne dass die­se sich auf der Büh­ne auf­bau­en – das er­freut nicht nur Klas­sik-be­schal­ler mit vie­len of­fe­nen Mi­kro­fo­nen. Auch bei Rund­büh­nen zeigt sich der Vor­teil: Das Pu­bli­kum wir hier ja von ei­nem Ar­ray fron­tal be­schallt, und dann be­kommt man aus der Rund­be­schal­lung noch ver­zö­gert die rück­sei­ti­ge La­dung der Ar­rays ge­gen­über ver­passt.

Ein wei­te­rer Auf­bau (s. S. 98) konn­te de­mons­trie­ren, wie gut ei­ne seit­li­che Kom­bi­na­ti­on von KSL/KSL oder GSL/KSL funk­tio­niert, wenn die­se nicht di­rekt, son­dern nur mit Ab­stand ne­ben­ein­an­der hän­gen – z. B., weil ein gro­ßes Dis­play da­zwi­schen hängt: Auch hier über­zeug­te das KSL mit ei­nem an­ge­neh­mem, sehr ho­mo­ge­nen und prä­zi­sen Sound. Wo im­mer man sich auch zwi­schen den bei­den ge­häng­ten Li­ni­en po­si­tio­nier­te: Off-axis und trotz über­lap­pen­der Co­ver­a­ge sind das wirk­lich kei­ne „bil­li­gen Plät­ze“, son­dern voll­wer­ti­ge Hör­po­si­tio­nen.

Der Sys­tem-launch er­folgt nach der ab­ge­schlos­se­nen Be­ta­pha­se und der En­de 2018 an­ge­lau­fe­nen Pro­duk­ti­on zum Ja­nu­ar 2019. Wer das GSL oder KSL nicht be­reits in der Vor­be­rei­tungs­pha­se ir­gend­wo ent­deck­te, hat­te noch ei­ne wei­te­re Mög­lich­keit der Be­geg­nung: Das d&b GSL wurde mit ei­nem In­ter­na­tio­na­len De­sign­preis Ba­den-würt­tem­berg aus­ge­zeich­net und in der Aus­stel­lung zwi­schen eben­falls prä­mier­ten Um­lenk­rol­len für Not­fall­ber­gun­gen, Den­tal­ge­rä­ten, Eeghead­sets und Elek­tro-scoo­tern in Stuttgart aus­ge­stellt.

Hör­ein­druck re­la­tiv un­kri­tisch. Die Sen­si­ti­vi­ty des Hoch­tö­ners fällt mit ca. 110 db über ei­nen wei­ten Fre­quenz­be­reich sehr gut aus. Glei­ches gilt für die bei­den 8"-Tief­tö­ner, die dank der Band­pass­kam­mer ab ca. 300 Hz auf­wärts auch zu Hoch­form auf­lau­fen, was dann aber lei­der et­was zu früh wie­der en­det. Ober­halb von 800 Hz bricht die Kur­ve stark ein, was in­so­fern et­was un­schön ist, weil der Hoch­tö­ner auch erst ab 1,3 khz rich­tig laut wird. Hier ent­steht so­mit ei­ne po­ten­ti­el­le Schwach­stel­le, die mit Hil­fe der Fil­te­rung wie­der aus­ge­bü­gelt wer­den muss.

Die zu­ge­hö­ri­gen Fil­ter­funk­tio­nen für Ein­stel­lung „flat“fin­den sich als ro­te (LF) und blaue (HF) Kur­ve in Abb. 3. Hier ist gut zu er­ken­nen, wie bei­de We­ge um 1 khz an­ge­ho­ben wer­den müs­sen um die Lü­cke zu fül­len. Die wei­te­ren Kur­ven zei­gen die Fil­ter-over­lays für die werk­sei­ti­gen Pre­sets, die be­reits im DSP hin­ter­legt sind. Die­se kön­nen ent­we­der di­rekt am Laut­spre­cher über Dreh­schal­ter aus­ge­wählt oder über das Netz­werk mit der Soft­ware ein­ge­stellt wer­den. Über die Soft­ware kön-

nen dann noch wei­te­re Fil­ter ein­ge­stellt und an­de­re Pa­ra­me­ter ver­än­dert wer­den. So­bald die Laut­spre­cher über das Netz­werk kon­trol­liert wer­den, leuch­tet die Re­mo­te LED und die Schal­ter sind de­ak­ti­viert.

Als fer­ti­ge Pre­sets hin­ter­legt sind fünf Ein­stel­lun­gen zur Kom­pen­sa­ti­on des Spea­ker­cou­plings bei tie­fen Fre­quen­zen mit Ab­sen­kun­gen von 1 bis 5 db (Se­t­up B bis F). Se­t­up A ent­hält kei­ne Ab­sen­kung und Se­t­up G ei­ne leich­te Bas­s­an­he­bung für den Stand-alo­ne Ein­satz von ei­ner oder zwei L208 auf ei­nem Sta­tiv. Die zwei­te Aus­wahl er­mög­licht ei­ne Hö­hen­an­he­bung um bis zu 12 db in 2-db-schrit­ten (Se­t­up 2 bis 7). Se­t­up 1 ist hier die Ein­stel­lung für Flat. Et­was un­ge­wöhn­lich er­scheint zu­nächst Se­t­up G mit der größ­ten An­he­bung bei 10 khz und der an­schlie­ßen­den Tief­pass­funk­ti­on. Die Be­grün­dung liegt dar­in, dass die­ses Se­t­up für sehr gro­ße Dis­tan­zen von 50-60 m ge­dacht ist und hier ober­halb von 10 khz auf­grund der star­ken Luft­dämp­fung bei ho­hen Fre­quen­zen oh­ne­hin nichts mehr an­kommt, so dass man hier

»Mit der Au­ro­ra-net-soft­ware kann man sich schnell ei­nen Über­blick ver­schaf­fen, ob al­le Laut­spre­cher rich­tig ge­win­kelt und auch in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge ver­ka­belt sind.«

die Trei­ber durch das Tief­pass­fil­ter ent­las­ten kann und da­für mehr Re­ser­ven bei 10 khz und dar­un­ter hat.

Abb. 4 zeigt ei­ne ein­zel­ne L208 mit der Se­t­up-ein­stel­lung A-1 für flat. Ne­ben dem Sum­men­fre­quenz­gang sind auch noch die An­tei­le des LF- und Hf-we­ges se­pa­rat ein­ge­zeich­net. Ei­ne wei­te­re zeigt das Se­t­up G-2 für 1-2 L208 als klei­ne PA auf ei­nem Sta­tiv, wo die Bäs­se und Hö­hen leicht an­ge­ho­ben wer­den. In­ter­es­sant ist der Pha­sen­gang des L208, wo sich der zum Se­t­up 1-A ge­hö­ri­ge Ver­lauf in Abb. 5 fin­det. Die Tren­nung zwi­schen Tief­tö­ner und Hoch­tö­ner ist hier nicht sicht­bar. Ins­ge­samt ist der Pha­sen­ver­lauf für mitt­le­re und ho­he Fre­quen­zen mehr oder we­ni­ger kon­stant, was ein In­diz für den Ein­satz von Fir-fil­tern ist, die so auch im Da­ten­blatt ge­nannt wer­den. Die Ge­samt­la­tenz der Elek­tro­nik liegt in­klu­si­ve der Fir-fil­ter trotz­dem bei nur 4 ms und ist da­mit völ­lig un­kri­tisch. Die La­ten­zen wür­de erst dann län­ger und je nach An­wen­dung auch zu lang wer­den, wenn man die Pha­sen­ent­zer­rung noch wei­ter zu tie­fen Fre­quen­zen hin aus­deh­nen wür­de.

Blie­be zum Schluss noch ein Blick auf das Spek­tro­gramm aus Abb. 6. Zwi­schen 500 Hz und 1 khz sind dort ei­ni­ge klei­ne

Re­so­nan­zen zu er­ken­nen, die ver­mut­lich auf die Band­pass­kam­mer und/oder Ge­häu­se­mo­den zu­rück­ge­hen. Am obe­ren En­de des Fre­quenz­ban­des tre­ten ei­ni­ge sehr schma­le Re­so­nan­zen auf, die sich so auch schon im Fre­quenz­gang an­deu­te­ten. Das lan­ge Nach­schwin­gen un­ter­halb von 100 Hz ist sys­tem­be­dingt und ent­steht durch die star­ke Pha­sen­dre­hung in die­sem Fre­quenz­be­reich, die ei­nen ent­spre­chen­den An­stieg der Grup­pen­lauf­zeit nach sich zieht.

Sub­woo­fer S118R

Zum Test wurde zu­sam­men mit den L208 der S118R als Sub­woo­fer ge­stellt. Un­ter al­len Vio-se­rie-subs ist der S118R als klas­si­sches 1 × 18"-Bass­re­flex­sys­tem der kon­ven­tio­nells­te. Mit sei­ner Ab­stim­mung auf 41 Hz ist der Sub ei­ne ty­pi­sche Er­gän­zung für ein kom­pak­tes Li­ne-ar­ray wie es das L208 ist. Mit Ab­mes­sun­gen von 700 × 530 × 720 mm (B × H × T) und ei­nem Ge­wicht von 47 kg ist der S118R mit sei­nen vier gro­ßen Griff­scha­len gut zu hand­ha­ben. Das mit Po­ly­ure­than be­schich­te­te Mul­ti­plex­ge­häu­se kann op­tio­nal mit Rol­len (SWK18 KIT) be­stückt wer­den und ver­fügt auf der Ober­sei­te über ei­nen Ge­win­de­ein­satz M20 für ei­ne Sta­tiv­stan­ge. Soll der Sub­woo­fer als Ba­sis für ein Gro­und­stack L208 ge­nutzt wer­den, dann kön­nen die di­ver­sen Flug­rah­men oder Mon­ta­ge­plat­ten an Mon­ta­ge­punk­te auf der Ober­sei­te des Subs be­fes­tigt wer­den.

Auf der Rück­sei­te ist das neue Elek­tro­nik-mo­dul Di­gi­pro G4 ein­ge­baut. In­nen gibt es ein se­pa­ra­tes, vom akus­ti­schen Vo­lu­men ge­trenn­tes In­nen­ge­häu­se. Au­ßen wird das Mo­dul ähn­lich wie bei den L208 durch ei­ne Re­gen­hau­be ge­schützt. Die Leis­tung der End­stu­fe im G4 wird mit 1600 W RMS an­ge­ge­ben. Trotz­dem kommt man mit ei­ner rei­nen Kon­vek­ti­ons­küh­lung oh­ne Lüf­ter aus.

Ähn­lich dem L208 kön­nen auch am S118R di­ver­se Ein­stel­lun­gen di­rekt oh­ne Netz­werk­an­schluss vor­ge­nom­men wer­den. Es gibt Schal­ter für die Trenn­fre­quenz zu den Tops zwi­schen 60 und 110 Hz, ei­nen Gain-stel­ler, ei­ne De­lay-ein­stel­lung und ei­nen Po­la­ri­ty-schal­ter. Zu­sätz­lich gibt es auch noch den Car­dioid-schal­ter, der für ein Se­t­up mit drei ge­stack­ten S118R kon­fi­gu­riert ist, wo­bei die mitt­le­re Box ge­dreht ist. An­de­re ge­rich­tet Bass­quel­len wie End­fi­re-ar­rays kön­nen mit dem Com­po­ser be­rech­net und dann im De­tail ein­ge­stellt wer­den.

Mess­wer­te S118R

Auch der Sub­woo­fer wurde zu­nächst pur oh­ne seine Elek­tro­nik ge­mes­sen. Die Im­pe­danz­kur­ve aus Abb. 7 zeigt ein

no­mi­nel­les 8-Ohm-sys­tem mit ei­ner Bass­re­flex­ab­stim­mung auf 41 Hz. Der 18"-Trei­ber ist in sei­nem Ge­häu­se qua­si nach Lehr­buch ab­ge­stimmt und lie­fert dann auch ei­nen ent­spre­chen­den Fre­quenz­gang mit ei­ner mitt­le­ren Sen­si­ti­vi­ty von 95 db im Voll­raum und ei­ner un­te­ren Eck­fre­quenz (–6 db) knapp un­ter­halb von 40 Hz. Ers­te Ge­häu­se­re­so­nan­zen sind ab 300 Hz zu er­ken­nen, die da­mit weit au­ßer­halb des an­vi­sier­ten Über­tra­gungs­be­rei­ches lie­gen.

Die Elek­tro­nik im S118R stellt ne­ben der Fil­te­rung für den Sub­woo­fer sel­ber auch noch das pas­send da­zu mit ei­nem Hoch­pass ge­fil­ter­te Si­gnal für die zu­ge­hö­ri­gen Tops zur Ver­fü­gung. Der Link-aus­gang kann da­zu als X-over-out per Schal­ter um­de­fi­niert wer­den. Die Fil­ter­funk­tio­nen in Ab­hän­gig­keit von der ein­ge­stell­ten Trenn­fre­quenz in 5- oder 10Hz-schrit­ten zeigt Abb. 9.

Die ent­schei­den­de Fra­ge ist nun: Wie ver­hält sich der Sub­woo­fer zu­sam­men mit den Toptei­len und pas­sen bei­de in Am­pli­tu­de und Pha­se zu­sam­men? Die Am­pli­tu­de ist bei Be­darf re­la­tiv ein­fach nach Ge­hör an­zu­pas­sen. bei der Pha­se ge­stal­tet sich die Sa­che schon schwie­ri­ger, vor al­lem, wenn auch noch Re­fle­xio­nen aus dem um­ge­ben­den Raum da­zu­kom­men. Wir sind für die Mes­sun­gen aus Abb. 10 von glei­chen Ent­fer­nun­gen von Sub­woo­fer und Toptei­len zum Be­zugs­punkt aus­ge­gan­gen, was in un­ge­fähr dem ent­spricht, wenn für ste­hen­de Zu­hö­rer die Sub­woo­fer auf dem Bo­den ste­hen und das Ar­ray ge­flo­gen wird oder sich als Gro­und­stack auf dem Sub be­fin­det. Am­pli­tu­de und Pha­sen pas­sen dann gut zu­ein­an­der, so dass sich bei­de Kur­ven im Über­gangs­be­reich zu ei­nem ge­ra­de Ver­lauf er­gän­zen. Passt die Pha­sen­la­ge hier nicht, dann kommt es zu Über­hö­hun­gen und Ein­brü­chen. Für an­de­re Auf­stel­lun­gen kann es durch Lauf­zeit­un­ter­schie­de zu Ver­schie­bun­gen im Pha­sen­ver­lauf kom­men, die dann durch ei­ne ent­spre­chen­de De­lay-ein­stel­lung wie­der kom­pen­siert wer­den kön­nen. Das hier ge­zeig­te Ver­hält­nis von Toptei­len zu Sub­woo­fer von 3:1 scheint auch un­ter dem Aspekt des Ma­xi­mal­pe­gels für vie­le Stan­dard­an­wen­dun­gen gut pas­send zu sein.

Di­rec­tivi­ty

Die Di­rec­tivi­ty ei­nes Li­ne-ar­rays de­fi­niert sich in der Ho­ri­zon­ta­len über das Ab­strahl­ver­hal­ten der je­wei­li­gen Ele­men­te und in der Ver­ti­ka­len über das Ar­ray im Gan­zen, d. h. über des­sen Län­ge und das Cur­ving. Die meis­ten Li­ne-ar­ray-laut­spre­cher sind da­her mit ei­ner Art ein­di­men­sio­na­ler Horn­funk­ti­on für die ho­ri­zon­ta­le Ebe­ne auf­ge­baut. In der Ver­ti­ka­len be­trach­tet ver­sucht man ei­ne mög­lichst ebe­ne oder kon­trol­liert vor­ge­krümm­te Wel­len­front ab­zu­strah­len, wo­mit das Zu­sam­men­spiel im Ar­ray mög­lich wird. Die L208 ver­fügt da­zu über ein Wa­ve­gui­de mit ei­nem re­la­tiv kur­zen Horn­an­satz für den Hoch­tö­ner, der ei­nen ho­ri­zon­ta­len Ab­strahl­win­kel von 100° be­wirkt.

Die Mes­sung des Ab­strahl­ver­hal­tens für ein ein­zel­nes Li­ne­ar­ray-ele­ment un­ter­schei­det sich nicht von der ei­nes nor­ma­len Laut­spre­chers. Der Laut­spre­cher wird da­zu im re­fle­xi­ons­ar­men Raum an ei­ner Dreh­vor­rich­tung mon­tiert und in der zu mes­sen­den Ebe­ne von −180° bis +180° ei­ne vol­le Kreis­bahn

ge­dreht. Die Mes­sung er­folgt ty­pi­scher Wei­se in 5°-Schrit­ten, so dass ei­ne Ebe­ne mit 73 Ein­zel­mes­sun­gen er­fasst wird, die an­schlie­ßend in ei­ner Is­o­ba­ren­gra­fik dar­ge­stellt wer­den.

Die ho­ri­zon­ta­len Is­o­ba­ren in Abb. 11 er­rei­chen die no­mi­nel­len 100° gleich­mä­ßig ab ca. 1 khz auf­wärts. Die sonst ty­pi­sche Sprung­stel­le am Über­gang zu den Tief­tö­nern wird durch die mit Hil­fe der Band­pas­s­öff­nun­gen deut­lich ver­klei­ner­te Strah­ler­flä­che bei den L208 ge­schickt ver-

mie­den. Zwi­schen 500 Hz und 1 khz gibt es le­dig­lich ei­ne leich­te Ein­schnü­rung auf ei­nen −6 db Öff­nungs­win­kel von 70-80°, was in der Pra­xis so­gar nütz­lich sein kann, um den Raum hier et­was we­ni­ger an­zu­re­gen.

Die ver­ti­ka­len Is­o­ba­ren stel­len sich in der Ein­zel­mes­sung idealer Wei­se als im­mer spit­zer zu­lau­fen­de Kur­ven dar, die mög­lichst kei­ne seit­li­chen Ne­ben­ma­xi­ma auf­wei­sen soll­ten. Abb. 12 zeigt die­se Mes­sung für ei­ne ein­zel­ne L208. Die Bil­dung der ebe­nen Wel­len­front funk­tio­niert gut. Si­gni­fi­kan­te Ne­ben­ma­xi­ma gibt es kei­ne. Ober­halb von 14 khz bricht die ebe­ne Wel­len­front je­doch auf, was sich an der sprung­haf­ten Auf­wei­tung der Is­o­ba­ren zeigt.

Für die Ar­ray-mes­sun­gen wurde an­schlie­ßend ein Ar­ray aus drei L208 zu­sam­men­ge­setzt und für ver­schie­de­ne Win­ke­lun­gen zwi­schen den Bo­xen ge­mes­sen. Ein­stell­bar sind Win­kel von 0° bis 10° in 1°-Grad­schrit­ten. Die Ein­stel­lung er­folgt über die Mecha­nik auf der Rück­sei­te des Ge­häu­ses über die Po­si­ti­on ei­nes Ku­gel­sperr­bol­zens.

Ex­em­pla­risch wur­den das klei­ne L208 Ar­ray mit Win­keln von 0°, 5° und 10° ge­mes­sen. Für die 0°-Ein­stel­lung er­war­tet man ein ähn­li­ches Ver­hal­ten wie bei ei­ner ein­zel­nen Box mit ei­nem ent­spre­chend der Län­ge stär­ker aus­ge­präg­ten Richt­ver­hal­ten. Idea­ler­wei­se hat man es für die­sen Fall mit ei­ner ca. 75 cm lan­gen Li­ni­en­quel­le zu tun. Ge­nau die­ses Ver­hal­ten zeigt das L208ar­ray auch. Die Is­o­ba­ren spit­zen sich stark zu und wer­den bei ho­hen Fre­quen­zen bis 14 khz zu ei­ner spit­zen Na­del. Ne­ben­ma­xi­ma tre­ten nur sehr ver­hal­ten und mit ge­rin­gem Pe­gel auf. Be­ginnt man das Ar­ray zu krüm­men, dann soll­ten sich die Is­o­ba­ren ent­spre­chend auf­wei­ten. In der ma­xi­ma­len Ein­stel­lung wä­re das bei drei Ele­men­ten und 10° Win­keln von Box zu Box ein rech­ne­ri­scher Öff­nungs­win­kel für das Ar­ray im Gan­zen von 30°. Wie die Is­o­ba­ren zei­gen, fällt der Win­kel in der Pra­xis noch et­was grö­ßer aus. Wich­tig ist da­bei, dass die Is­o­ba­ren­flä­che in der Mit­te bei den ho­hen Fre­quen­zen nicht auf­reißt, was hier selbst bei höchs­ten Fre­quen­zen nicht pas­siert. So­gar der et­was kri­ti­sche Be­reich ober­halb von 14 khz be­ginnt sich im Ar­ray zu re­la­ti­vie­ren. Der Win­kel­be­reich von 0° bis 10° kann da­her oh­ne Be­den­ken voll aus­ge­nutzt wer­den.

Ma­xi­ma­ler SPL

Für die im­mer et­was kri­ti­sche Be­stim­mung des er­reich­ba­ren Ma­xi­mal­pe­gels set­zen wir im La­bor für die Test­be­rich­te be­reits seit ge­rau­mer Zeit zwei be­währ­te Ver­fah­ren ein. Zum ei­nen die Mes­sung mit 185 ms lan­gen Si­nus­burst-si­gna­len. Hier wir der Pe­gel mit ei­nem Si­nus­si­gnal für ei­ne Fre­quenz so lan­ge er­höht, bis ein be­stimm­ter Ver­zer­rungs­an­teil, ty­pisch 3% oder 10%, er­reicht wird. Der da­bei ge­mes­se­ne

Schall­druck als Mitt­lungs­pe­gel für die Dau­er der Mes­sung wird als Mess­wert fest­ge­hal­ten. Die­se Mes­sung wird über ei­nen zu de­fi­nie­ren­den Fre­quenz­be­reich in Fre­quenz­schrit­ten von 1/12 Ok­ta­ven durch­ge­führt.

Vor den ei­gent­li­chen Ma­xi­mal­pe­gel­mes­sun­gen wird zu­erst der Fre­quenz­gang für die­se Auf­stel­lung ge­mes­sen. Der Ver­lauf soll­te gleich­mä­ßig und oh­ne In­ter­fe­ren­zen im Über­gangs­be­reich zwi­schen Sub­woo­fer und Toptei­len sein. Abb. 14 zeigt die Mes­sun­gen für das 3er-ar­ray mit und oh­ne Sub­woo­fer. Bei­de Kur­ven se­hen gut aus. Die Si­nus­burst­mes­sung aus Abb. 15 zeigt für drei L208 ein Ni­veau von 130 db und mehr. Le­dig­lich um 1 khz sackt die Kur­ve er­war­tungs­ge­mäß et­was ab, wie es sich auch schon bei den Fre­quenz­gang­mes­sun­gen der Ein­zel­we­ge an­deu­te­te. Sehr ge­lingt der Über­gang im Zu­sam­men­spiel mit dem Sub­woo­fer, der die Kur­ve mit ei­nem mitt­le­ren Pe­gel von 125 db nach un­ten hin fort­setzt und so­gar bei 40 Hz noch be­acht­li­che 122 db er­reicht.

Ei­ne zwei­te für die Pra­xis et­was aus­sa­ge­kräf­ti­ge­re Ma­xi­mal­pe­gel­mes­sung ist die Mul­ti­ton­mes­sung. Die Ba­sis des Mul­ti­ton­signals be­steht aus 60 Si­nus­si­gna­len mit Zu­falls­pha­se, de­ren spek­tra­le Ge­wich­tung be­lie­big ein­ge­stellt wer­den kann. Für die in Abb. 16 ge­zeig­te Mes­sun­gen mit ei­nem drei­er Ar­ray L208 und ei­nem S118R Sub­woo­fer wurde ei­ne Ge­wich­tung ent­spre­chend ei­nes mitt­le­ren Mu­sik­si­gnals (grü­ne Kur­ve) ge­wählt. Der Crest­fak­tor, des so syn­the­ti­sier­ten Mess­si­gnals, der das Ver­hält­nis vom Spit­zen­wert zum Ef­fek­tiv­wert be­schreibt, liegt bei ei­nem pra­xis­ge­rech­ten Wert von 4 ent­spre­chend 12 db.

Für den aus die­ser Art der Mes­sung ab­ge­lei­te­ten Ver­zer­rungs­wert wer­den al­le Spek­tral­li­ni­en auf­ad­diert, die nicht im An­re­gungs­si­gnal vor­han­den sind, d. h. die als har­mo­ni­sche Ver­zer­run­gen oder als In­ter­mo­du­la­ti­ons­ver­zer­run­gen hin­zu­ge­kom­men sind. In der Gra­fik sind das die blau­en Li­ni­en und de­ren Sum­men­kur­ve in 1/6 Ok­tav brei­ten Fre­quenz­bän­dern. Auch bei die­ser Art der Mes­sung wird der Pe­gel so lan­ge er­höht, bis der Ge­samt­ver­zer­rungs­an­teil (TD = To­tal Dis­tor­ti­ons) ei­nen Grenz­wert von 10% er­reicht. Bei den Ge­samt­ver­zer­run­gen wer­den al­le har­mo­ni­schen Ver­zer­rungs­an­tei­le (THD) und auch die In­ter­mo­du­la­ti­ons­ver­zer­run­gen (IMD) be­rück­sich­tigt. Un­ter die­sen Be­din­gun­gen er­reich­te das Ar­ray mit Sub­woo­fer für ein ty­pi­sches Mu­sik­spek­trum nach EIA-426B be­zo­gen auf 1 m Ent­fer­nung im Frei­feld un­ter Voll­raum­be­din­gun­gen ei­nen Spit­zen­pe­gel von 142 db und ei­nen Mitt­lungs­pe­gel von 129,6 db.

Soft­ware

Zwei Pro­gram­me un­ter­stüt­zen den An­wen­der bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on und im Be­trieb der Vio-sys­te­me. Der Com­po­ser ak­tu­ell in der Ver­si­on 6.4 ist ein Si­mu­la­ti­ons­tool, in dem die Hö­r­er­flä­chen, Laut­spre­cher­po­si­tio­nen und die Aus­wahl der Laut­spre­cher ein­ge­ge­ben wer­den. Das Pro­gramm be­rech­net dar­aus die Pe­gel­ver­tei­lung und die me­cha­ni­schen Be­las­tung für ei­nen mög­li­chen Flug­be­trieb.

Die Bei­spie­le in Abb. 17 und 18 zei­gen die Pe­gel­be­rech­nun­gen für Li­ne-ar­rays und Sub-ar­rays. Be­die­nung und In­stal­la­ti­on der Com­po­ser-soft­ware sind völ­lig pro­blem­los und ge­hen in­tui­tiv von der Hand, vor­aus­ge­setzt man weiß um die grund­sätz­li­chen Zu­sam­men­hän­ge von Laut­spre­cher-ar­rays und Di­rekt­schall­be­rech­nun­gen. Sehr gut ge­lun­gen ist hier vor al­lem die Darstel­lung der Pe­gel­ver­läu­fe in Ok­tav­bän­dern über die Tie­fe des Rau­mes. Al­le Ein­stel­lun­gen für die Kon­fi­gu­ra­ti­on der Laut­spre­cher und auch die me­cha­ni­schen Wer­te wer­den über­sicht­lich an­ge­zeigt und kön­nen so auch aus­ge­druckt wer­den.

Die zwei­te Soft­ware na­mens Au­ro­ra-net ist brand­neu und ak­tu­ell in ei­ner Be­ta­ver­si­on ver­füg­bar. Au­ro­ra Net dient zur Kon­fi­gu­ra­ti­on der Laut­spre­cher über das RD­NET und er­mög­licht ei­ne kom­for­ta­ble Über­wa­chung im lau­fen­den Be­trieb. Zum ei­nen kann die ge­sam­te ver­netz­te An­la­ge (Abb. 19) in ei­ner Über­sicht dar­ge­stellt wer­den, wo­bei man aus­wäh­len

und schnell um­schal­ten kann zwi­schen der Darstel­lung ein­fach nur mit Na­men und Typ der Laut­spre­cher oder auch mit Pe­gel- und Tem­pe­ra­tu­r­an­zei­gen für je­den Laut­spre­cher. Wei­te­re Funk­tio­nen sind Mu­te, So­lo und Iden­ti­fy so­wie die An­zei­ge der Netz­werk­adres­sen. In der Ein­zel­an­sicht ei­nes Laut­spre­chers (Abb. 20) las­sen sich dann al­le De­tails ein­stel­len und ab­le­sen. Auch für die Au­ro­ra-net-soft­ware gilt, dass In­stal­la­ti­on und Hand­ha­bung pro­blem­los und ein­fach sind.

Preise (net­to)

VIO L208 2 × 8" Li­ne-ar­ray-mo­dul 2.137 € VIO S118R 1 × 18" Br-sub­woo­fer 2.878 € VIO S118 1 × 18" Horn-sub­woo­fer (flug­fä­hig) 3.617 € Ca­se 4 × VIO L208 939 € DRK-208 VIO L208 Fly­bar (260 kg) 730 € DSA-VIO L208 Po­le Ad­ap­ter (max. 2 × L208) 380 € TF-VIO1 Tran­si­ti­on Fra­me L210-L208 596 € AF-VIO1 Tran­si­ti­on Fra­me S118-L208 915 €

Fa­zit

Mit der Vio-se­rie und den hier vor­ge­stell­ten Mo­del­len L208 und S118R un­ter­streicht db Tech­no­lo­gies deut­lich den An­spruch, kom­plet­te Sys­te­me und Kom­po­nen­ten für den pro­fes­sio­nel­len Tou­ring­markt an­zu­bie­ten. Sämt­li­che Laut­spre­cher sind voll ak­tiv und ver­netz­bar und er­fül­len in Punk­to Hand­ha­bung, Flug­me­cha­nik und Ro­bust­heit al­le An­for­de­run­gen. Die Mes­s­er­geb­nis­se zei­gen deut­lich, dass die Ent­wick­lung für Laut­spre­cher und Elek­tro­nik bei db Tech­no­lo­gies in der obers­ten Li­ga spielt und sich vor nie­man­dem zu ver­ste­cken braucht. Glei­ches gilt für die zu­ge­hö­ri­ge Soft­ware: Com­po­ser und Au­ro­ra Net sind bes­tens ge­lun­gen, las­sen sich leicht be­die­nen und lie­fern ge­nau die Gra­fi­ken, Wer­te und In­for­ma­tio­nen, die man ha­ben möch­te. Im An­schluss an die Mes­sun­gen wur­den noch zwei klei­ne Gro­und­stacks mit je ei­nem Sub­woo­fer S118R und zwei Mo­du­len L208 für ei­ne Hör­pro­be auf­ge­baut. Ein sol­ches Mi­ni­mal­se­t­up ent­spricht zwar nicht dem ty­pi­schen Ein­satz, er­mög­licht es aber trotz­dem zu be­wer­ten, wie die An­la­ge to­nal ab­ge­stimmt ist und ob ein spon­tan zu­sam­men­ge­stell­tes Set oh­ne gro­ße Ein­stel­l­ar­bei­ten di­rekt klang­lich be­ste­hen kann. Bei­des ist mit ja zu be­ant­wor­ten. Der Hör­ein­druck war über­zeu­gend, to­nal stim­mig und dy­na­misch. Auch bei hö­he­ren Laut­stär­ken blieb der gu­te Ein­druck er­hal­ten. Mit 2.137 € für ei­ne L208 und 2.878 € für den Sub­woo­fer S118R sind die Net­to­prei­se für die Vio-kom­po­nen­ten äu­ßerst lu­kra­tiv, zu­dem, wenn man be­denkt, dass Am­ping und Con­trol­ler mit Netz­werk­an­bin­dung hier schon in­klu­si­ve sind.

Seit­li­che 8"-Strah­ler und Ports zur Co­ver­a­ge-for­mung

Pro­fil-ver­gleich KSL8 (links) und J8

Rück­sei­ti­ger Rig­ging-strang

KSL-TEAM Hen­drik Ah­rens, Mar­ket Seg­ment Ma­na­ger / Ren­tal&tou­ring (l.), Dipl.-ing. Jan­ko Ra­mu­s­cak, Edu­ca­ti­on & Ap­p­li­ca­ti­on Sup­port, Jo­nas „Jo­nes“Wa­gner, Ap­p­li­ca­ti­on Sup­port and Trai­ning Eu­ro­pe so­wie Tim Früh­wirth, Edu­ca­ti­on & Ap­p­li­ca­ti­on Sup­port

Be­dien­ele­men­te an der Elek­tro­nik des Sub­woo­fers. Auch das Mo­dul Di­gi­pro G4 kommt oh­ne Lüf­ter mit rei­ner Kon­vek­ti­ons­küh­lung aus. Die Trenn­fre­quenz kann zwi­schen 60 Hz und 110 Hz ein­ge­stellt wer­den. De­lay, Gain und Po­la­ri­tät kön­nen eben­falls di­rekt am Laut­spre­cher ein­ge­stellt wer­den, wenn kein Netz­werk an­ge­schlos­sen ist

Sub­woo­fer S118R oh­ne Front­git­ter im Mess­raum. Das Mess­mi­kro­fon ist für ei­ne Nah­feld­mes­sung der Bass­re­fl­ex­ports di­rekt vor die­sen plat­ziert

DSP der neu­en Di­gi­pro G4 im Sub­woo­fer mit D/a-um­set­zer BB PCM4104, A/d-wand­ler PCM4202 und Sig­ma-dsp ADAU1452

Fre­quenz­gang mit Sen­si­ti­vi­ty des 18"-Woo­fers im S118R (Abb. 8)

Fil­ter­funk­tio­nen im S118R für die Trenn­fre­quen­zen von 60 Hz bis 110 Hz. Das Hoch­pass­si­gnal steht op­tio­nal am Link-aus­gang zur Ver­fü­gung. Das Gain der Su­bend­stu­fe wurde in der Darstel­lung ab­ge­zo­gen (Abb. 9)

S118R Sub­woo­fer und drei L208 Tops mit 85 Hz Trenn­fre­quenz, nach der Pe­ge­l­an­pas­sung spie­len die bei­den Sys­te­me op­ti­mal zu­sam­men (Abb. 10)

Im­pe­danz­ver­lauf des 18"-Woo­fers im S118R, die Ab­stimm­fre­quenz des Bass­re­flex­ge­häu­ses liegt bei 41 Hz (Abb. 7)

Ver­ti­ka­le Is­o­ba­ren ei­ner ein­zel­nen L208. Ober­halb von 14 khz bricht die ebe­ne Wel­len­front des Hoch­tö­ners auf (Abb. 12)

Ho­ri­zon­ta­le Is­o­ba­ren der L208 mit ei­nem mitt­le­ren Ab­strahl­win­kel von 100° ab ca. 400 Hz auf­wärts (Abb. 11)

St­ack-ad­ap­ter si­chert bis zu vier L208 auf dem Sub­woo­fer oder bis zu zwei Tops auf ei­nem Sta­tiv

Rig­ging-strang an der Rück­sei­te

Ma­xi­mal­pe­gel mit Si­nus­burst-si­gna­len der Län­ge von 185 ms für ei­ne ein­zel­ne L208 bei höchs­tens 3% (grün) und 10% (blau) THD. Ma­xi­mal­pe­gel für drei L208 bei höchs­tens 10% THD (oran­ge) und für drei L208 mit S118R Sub­woo­fer (rot) (Abb. 15)

Mul­ti­ton­mes­sung von drei L208 mit Sub­woo­fer S118R. Bei höchs­tens 10% Ge­samt­ver­zer­run­gen (TD) wird ein Mitt­lungs­pe­gel von 129,6 db und ein Spit­zen­pe­gel von 142 db be­zo­gen auf 1 m im Frei­feld un­ter Voll­raum­be­din­gun­gen er­reicht (Abb. 16)

Fre­quenz­gang­mes­sung der drei L208 oh­ne und mit Sub­woo­fer S118R in der Auf­stel­lung für die Ma­xi­mal­pe­gel­mes­sung (Abb. 14)

Ver­ti­ka­le Is­o­ba­ren von drei L208 mit Win­keln Box zu Box von 0° (oben), 5° (Mit­te) und 10° (un­ten) (Abb. 13)

Com­po­ser Soft­ware für das Li­ne-ar­ray-se­t­up (Abb. 17)

Com­po­ser Soft­ware für das Sub-ar­ray-se­t­up (Abb. 18)

Sys­tem­über­sicht in der neu­en Au­ro­ra-net-soft­ware (Abb. 19)

Ein­zel­an­sicht für ei­nen Laut­spre­cher in der Au­ro­ra-soft­ware (Abb. 20)

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