RAW & di­rekt

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Raw (über­setzt: „roh“) sind ent­we­der wie bei ei­ner Ka­me­ra Roh­da­ten, die das Licht, das auf die ein­zel­nen Pho­to­zel­len auf­tritt, in der In­ten­si­tät je­der ein­zel­nen Zel­le in ei­nem spe­zi­el­len Raw-for­mat (wie DNG oder CR2) ab­spei­chern. Da­bei sind nur die Hel­lig­keits­wer­te der ein­zel­nen Sen­s­or­chips oh­ne jeg­li­che Be­ar­bei­tung ab­ge­legt – eben roh. Zeit­gleich oder auch im Nach­hin­ein kann man die­se Da­tei­en be­ar­bei­ten und sie in ei­nem Bild­for­mat wie JPEG aus­ge­ben, wo­zu zu­vor z. B. die An­pas­sung der Farb­tem­pe­ra­tur er­folgt.

Bei ei­nem Led-strah­ler be­nutzt man den Be­griff RAW, um an­zu­zei­gen, dass je­de ein­zel­ne Led-far­be di­rekt mit dem Steu­er­si­gnal an­ge­steu­ert wird, oh­ne dass ei­ne Kor­rek­tur oder Kom­pen­sa­ti­on zwi­schen An­steu­er­si­gnal und Led-trei­ber er­folgt. Ei­ne Kor­rek­tur oder Kom­pen­sa­ti­on er­folgt, wenn man LEDS z. B. in ei­nem ka­li­brier­ten Mo­dus be­treibt. Da­bei wird von ei­ner in­ter­nen Steue­rung zwi­schen Steu­er­si­gnal und Led-trei­ber ein Al­go­rith­mus ver­wen­det, da­mit z. B. bei An­steue­rung al­ler Led-far­ben auf 100% nicht die licht­stärks­te Led-far­be do­mi­niert, son­dern die Kom­pen­sa­ti­on da­für sorgt, dass der op­ti­ma­le Weiß­punkt ge­trof­fen wird. So ver­wen­det man ei­nen RAW- oder ka­li­brier­ten Mo­de.

Der Di­rect-mo­de da­ge­gen be­deu­tet, dass man je­de ein­zel­ne Led­far­be se­pa­rat an­steu­ern kann – im Ge­gen­satz zu ei­nem RGB-, HSI- oder CMY-MO­DE, der in­tern um­rech­net, wel­che wei­te­ren Led­chip­far­ben hin­zu­ge­nom­men wer­den, um ei­nen be­stimm­ten Far­bort zu er­rei­chen. Der Vor­teil im Di­rect-mo­de ist, dass man ei­ne ein­zel­ne FARB-LED an­steu­ern kann und da­mit ei­ne sehr ge­sät­tig­te Far­be er­hält. Dies kann man auch künst­le­risch ein­drucks­voll als Ef­fekt nut­zen, wenn man z. B. bun­te Tü­cher be­strahlt und da­mit ein­zel­ne Far­ben zum Leuch­ten brin­gen kann.

Bei ei­nem RGB-MO­DE wer­den meist auch an­de­re Led-far­ben hin­zu­ge­zo­gen, um ei­ne größt­mög­li­che Licht­aus­beu­te zu er­rei­chen. Da­für ver­liert der ver­füg­ba­re Far­b­raum ein we­nig der voll ge­sät­tig­ten Far­ben. Der Vor­teil hier­bei ist je­doch, dass man mit den meis­ten Licht­stell­pul­ten, die nur Rgb-co­lor­pi­cker un­ter­stüt­zen, schnell zu der ge­wünsch­ten Far­be kommt. Denn wel­ches Licht­stell­pult un­ter­stützt z. B. sieben Led-far­ben – wo­bei die Zu­sam­men­set­zung der Led-far­ben von Lam­pe und Her­stel­ler völ­lig un­ter­schied­lich sein kann. Die­se Pro­ble­ma­tik hat­te man noch nicht, als nur ro­te, grü­ne und blaue LEDS ein­ge­setzt wur­den. Aber heu­te – mit Am­ber, Li­me, Weiß­licht, Roy­al-blue und Mint – sieht die Welt nun we­sent­lich schö­ner und bun­ter aus und ist der Licht­qua­li­tät im­mens zu­träg­lich … aber lei­der wird es dann eben auch steu­er­tech­nisch kom­pli­zier­ter.

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