Jb-light­ing Sparx 18

Production Partner - - Test | Jb-lighting Sparx 18 - Text: Stefan Jun­ker | Fo­tos: Stefan Jun­ker, Jb-light­ing (1)

Auch wenn man glau­ben könn­te, dass der Fo­kus in der Led­tech­nik nach wie vor auf den Emit­tern selbst, de­ren Leis­tungs­fä­hig­keit, Farb­mi­schung und Farb­wie­der­ga­be liegt – bringt der Markt doch im­mer wei­te­re, mehr oder we­ni­ger sinn­vol­le In­no­va­tio­nen her­vor, um po­ten­ti­el­le Käu­fer mit greif­ba­ren Funk­tio­nen ab­seits der lei­sen Tö­ne zu kö­dern. Ent­spre­chend zu­rück­hal­tend wa­ren wir auch ge­gen­über dem Twin-zoom des neu­en Sparx 18 be­zie­hungs­wei­se Sparx 30 aus dem Hau­se Jb-light­ing – auch wenn uns der deut­sche Her­stel­ler in den letz­ten Jah­ren durch­wegs mit so­li­den Werk­zeu­gen statt Spiel­zeu­gen über­zeu­gen konn­te. Um es gleich auf den Punkt zu brin­gen: Der Twin-zoom kann ein­deu­tig mehr als lee­re Ver­spre­chun­gen! In Kom­bi­na­ti­on mit so­li­den Ba­sis­funk­tio­nen ei­ner­seits so­wie wei­te­ren, viel­fäl­ti­gen Ef­fek­ten an­de­rer­seits bo­ten die Wash­lights ei­ne durch­wegs po­si­ti­ve Per­for­mance in un­se­rem Pra­xis­test, zu dem wir den Sparx 18 und den Sparx 30 auch kur­zer­hand in die rea­le Welt des Tou­rings ent­führ­ten.

Au­s­pa­cken, auf­stel­len, ein­schal­ten

Led-schein­wer­fer sind klein, brau­chen we­nig Strom und wer­den nicht warm … mit die­ser Ein­schät­zung ha­ben die ak­tu­el­len Hoch­leis­tung-bo­li­den von Jb-light­ing so viel ge­mein wie ehe­mals ein MAC600 mit ei­ner klas­si­schen Par-kan­ne. Mit ei­ner Bau­hö­he von 58 cm be­zie­hungs­wei­se 64 cm sind Sparx 18 und Sparx 30 zwei „echt gro­ße Kü­bel“, wie ein Au­dio­kol­le­ge beim Erst­kon­takt auf der Bau­stel­le char­mant

äu­ßer­te. Den­noch ge­stal­tet sich das Hand­ling der gro­ßen, aber mit 21 kg und 25 kg ver­hält­nis­mä­ßig leich­ten Ma­schi­nen auch oh­ne zwei­te Per­son recht un­pro­ble­ma­tisch.

Nicht neu, aber des­we­gen nicht min­der an­ge­nehm sind die bei der Mon­ta­ge in un­ter­schied­li­chem Ab­stand an­zu­brin­gen­den Clamps, wo­mit auch Pro­ble­me an Tra­ver­sen mit en­gem Bra­c­ing oder an Truss-ver­bin­dun­gen ver­mie­den wer­den kön­nen. Die groß­zü­gig di­men­sio­nier­te, seit­lich an­ge­brach­te Öse für die Se­kun­där­si­che­rung ist durch­aus als wei­te­res Plus zu wer­ten, ins­be­son­de­re, da die­se Öse hin­sicht­lich Prak­ti­ka­bi­li­tät vie­le an­de­re Her­stel­ler im­mer noch häu­fig vor schier un­lös­ba­re Her­aus­for­de­run­gen zu stel­len scheint.

An­schluss­sei­tig wird der Sparx über Po­wer­con-true1- so­wie 5-po­li­ge Dmx­buch­sen mit Ener­gie und Si­gna­len ver­sorgt und eig­net sich über ent­spre­chen­de Aus­gän­ge auch zum Durch­schliff meh­re­rer Ein­hei­ten – auch wenn sich dies bei ei­ner ma­xi­ma­len Leis­tungs­auf­nah­me von 1.300 VA bzw. 2.000 VA auf recht we­ni­ge Schein­wer­fer des glei­chen Typs be­schrän­ken dürf­te. Wei­ter­hin kom­mu­ni­ziert der Sparx mit­tels Et­her­net-ver­bin­dung über Art­net, SACN oder Kling­net und er­mög­licht so die par­al­le­le An­steue­rung der Pi­xel-ma­trix über Me­dien­ser­ver und/oder Pi­xel­map­per – die Zu­wei­sung der je­wei­li­gen Si­gnal­quel­le er­folgt dann mit­tels Cross­fa­de-ka­nal per DMX.

Ein mitt­ler­wei­le se­ri­en­mä­ßig in­te­grier­ter Lu­men­ra­dio-re­cei­ver er­mög­licht die Kon­trol­le per W-DMX in Si­tua­tio­nen, in de­nen ei­ne ka­bel­ge­bun­de­ne Si­gnal­über­tra­gung nicht mög­lich oder nicht er­wünscht ist. Lei­der wa­ren die be­reits beim P18 an­ge­kün­dig­ten Re­mo­te­m­ög­lich­kei­ten zur ein­fa­che­ren Stand-alo­ne-pro­gram­mie­rung, Kon­fi­gu­ra­ti­on so­wie Da­ten­über­mitt­lung mit­tels App und Blue­tooth- oder Wlan-ver­bin­dung auch beim Sparx zum Zeit­punkt un­se­res Tes­tes noch nicht im­ple­men­tiert – eben­so wie ei­ne Rdm-funk­tio­na­li­tät. Bei­des soll je­doch ab April/mai 2019 zur Ver­fü­gung ste­hen.

Me­nü­füh­rung und Set­up sind Jb-ty­pisch sehr user­freund­lich, leicht ver­ständ­lich und pro­blem­los bei Erst­kon­takt durch­führ­bar. Sehr schön ist da­bei die Ak­ku­puf­fe­rung, die be­reits im Ca­se oder an der Tra­ver­se ein strom­lo­ses Set­up er­mög­licht. Ab­ge­se­hen von ei­nem um­fang­rei­chen Stand-alo­ne-mo­dus bie­ten die wähl­ba­ren Dmx-be­triebs­ar­ten ne­ben ei­nem „Stan­dard“-mo­de 1 (34 Ka­nä­le) ei­nen hoch­auf­lö­sen­den Mo­de 2 (49 Ka­nä­le) so­wie ei­nen kom­pri­mier­ten Mo­de 3 (22

Ka­nä­le). Die bei­den durch den Twin-zoom in äu­ße­ren Ring und in­ne­ren Be­reich auf­ge­teil­ten Seg­men­te des Led-clus­ters kön­nen in Mo­de 4 se­pa­rat und hoch­auf­lö­send (96 Ka­nä­le) an­ge­spro­chen wer­den und wer letzt­lich zu­sätz­lich ei­ne Ein­zel­pi­xel­steue­rung wünscht, kann wei­te­re 148 (Sparx 18) be­zie­hungs­wei­se 244 Ka­nä­le (Sparx 30) an al­le vor­he­ri­gen Be­triebs­mo­di an­hän­gen.

In den Köp­fen der bei­den Schein­wer­fer er­zeu­gen 37 bzw. 61 LEDS der 40-W-leis­tungs­klas­se ei­nen mäch­ti­gen Out­put. Wie schon bei den klei­ne­ren Sparx so­wie den Schein­wer­fern der A-se­rie las­sen sich auch hier die Emit­ter dan­kens­wer­ter­wei­se im Be­darfs­fall ein­zeln aus­tau­schen. Die bis in die Rand­be­rei­che durch­sich­tig ge­stal­te­ten, gro­ßen und na­he­zu steg­los an­ein­an­der­ge­reih­ten Lin­sen er­ge­ben da­bei ei­ne rund ge­form­te Leucht­flä­che und ei­nen sehr ho­mo­ge­nen Licht­aus­tritt. Er­hält­lich sind die neu­en Wash­lights in zwei Ver­sio­nen mit un­ter­schied­li­cher Farb­mi­schung und ei­nem da­mit ein­her­ge­hen­den, un­ter­schied­li­chem Farb­wie­der­ga­be­in­dex. Die Ma­schi­ne mit Rgbw-mi­schung er­reicht da­bei ei­nen gu­ten CRI von über 80, die Va­ri­an­te mit RGB-Y so­gar ei­nen über­durch­schnitt­li­chen Wert von über 90 und pro­du­ziert im di­rek­ten Ver­gleich ein sehr an­ge­neh­mes, na­tür­li­ches Weiß – al­ler­dings mit leich­ten Ein­bu­ßen in punk­to Hel­lig­keit.

Pra­xis: Hel­lig­keit, Far­ben, Dim­mung

Ähn­lich schon beim P18 durf­ten wir als ei­ne der Ers­ten die neu­en Sparx-mo­del­le tes­ten – stie­ßen da­her aber auch ge­le­gent­lich auf klei­ne­re Soft­ware-un­stim­mig­kei­ten und noch nicht voll­stän­dig im­ple­men­tier­te Funk­tio­nen wie di­ver­se Ma­kros oder auch Dmx-be­triebs­mo­di. Trotz der kur­zen We­ge zwi­schen uns und den Ent­wick­lern so­wie der ex­trem schnel­len Re­ak­ti­on und Op­ti­mie­rung be­schrän­ken wir uns in die­sem Test in ers­ter Li­nie auf den Sparx 18 im Be­triebs­mo­de 1 – der Sparx 30 ist hier, ab­ge­se­hen von der Hel­lig­keit, voll­stän­dig iden­tisch zu be­wer­ten.

Hel­lig­keit ist da­bei das ers­te The­ma, bei­de Wash­lights er­zeu­gen mit rund 1.100 W be­zie­hungs­wei­se gut 1.800 W Led­leis­tung ei­nen enor­men Out­put. Vor al­lem der Sparx 30 sorg­te für all­ge­mei­ne An­er­ken­nung, wenn des­sen wei­ßer

„Licht­bal­ken“trotz voll aus­ge­leuch­te­ter Büh­ne bei nur mi­ni­ma­lem Dunst im­mer noch deut­lich prä­sent durch die De­ko mar­schier­te …

„Licht­bal­ken“bringt uns da­bei naht­los zum nächs­ten The­ma und ei­nem der High­lights des Sparx: Die Beam­for­mung ist ex­trem gut de­fi­niert und macht dem Na­men „Wash­beam“al­le Eh­re. Mit ei­nem gi­gan­ti­schen Zoom­be­reich von 3° bis 70° las­sen sich hier von Beam­show bis Wall-wa­sh ein brei­tes Spek­trum an Ein­satz­mög­lich­kei­ten ab­de­cken – das The­ma „Twin­zoom“se­hen wir uns da­bei im nächs­ten Ka­pi­tel nä­her an.

Die Po­si­tio­nie­rung er­folg­te bei un­se­ren Test­ge­rä­ten noch nicht zu 100% zu­frie­den­stel­lend. Un­ser Sparx 18 re­agier­te zwar sehr di­rekt, wenn auch noch et­was ha­ke­lig, der gro­ße Bru­der lief da­für et­was weich und dem­ent­spre­chend de­zent ver­zö­gert – ei­ne soft­ware­sei­ti­ge Fein­jus­ta­ge hat man uns be­reits für ei­nes der nächs­ten Up­dates ver­spro­chen. Die Pan/tilt-ge­schwin­dig­keit der mäch­ti­gen Schein­wer­fer ist im Show­be­trieb dank der leis­tungs­star­ken 3-Pha­sen-schritt­mo­to­ren aus­rei­chend schnell, Zwei­kämp­fe zwi­schen Rich­tungs­wech­sel und Mas­se­träg­heit wer­den stets zu Guns­ten der ge­woll­ten Be­we­gung ent­schie­den.

Sehr in­ter­es­sant ist auch das The­ma „Farb­mi­schung“. Sämt­li­che Farb­tö­ne wer­den hier­bei le­dig­lich über RGB kon­trol­liert und intern au­to­ma­tisch mit dem ma­xi­mal mög­li­chen Out­put al­ler Farb­kom­po­nen­ten der LEDS er­zeugt. Dies be­deu­tet: Je nä­her man dem Weiß­punkt kommt, um­so grö­ßer wird der An­teil der vier­ten Farb­kom­po­nen­te, oh­ne dass man die­se be­wusst als Ope­ra­tor ein­bin­den muss. Dem­ent­spre­chend ist es al­so auch iden­tisch, ob man Weiß mit­tels RGB oder nur über Whi­te er­zeugt – in bei­den Fäl­len pro­du­ziert der Sparx ei­nen iden­ti­schen, ent­spre­chend ka­li­brier­ten Weiß­ton in der vor­ein­ge­stell­ten Farb­tem­pe­ra­tur. Der üb­li­cher­wei­se not­wen­di­ge Schritt zur An­pas­sung des ty­pi­schen „100% Led-pseu­do-weiß“auf „ka­li­brier­tes Weiß“ent­fällt so­mit.

Was bei un­se­rem Test auf­fiel: Beim Mi­schen von Grün auf Rot er­zeugt der Sparx in der Rg­by-ver­si­on ein paar Farb­sprün­ge in den ge­sät­tig­ten Be­reich und zu­rück, was wohl mit der in­ter­nen Farb­mi­schung und den ver­schie­den an­zu­pas­sen­den Al­go­rith­men bei RGBW und RG­BY zu tun hat – hier muss soft­ware­sei­tig noch et­was nach­ge­bes­sert wer­den. Auch das Gelb an sich ist bei 100% Grün/rot als ein­zi­ge Far­be nicht wirk­lich an­sehn­lich und muss hän­disch kor­ri­giert wer­den – im Ge­gen­satz zu al­len an­de­ren sat­ten Pri­mär-, Misch- oder sehr fei­nen Pa­s­tell­far­ben. Ne­ben der Farb­mi­schung bie­tet Sparx 18 und Sparx 30 na­tür­lich auch ei­ne Farbrad-emu­la­ti­on mit di­ver­sen Far­ben, ver­schie­de­nen Farb­tem­pe­ra­tu­ren so­wie Rain­bow-ef­fek­ten.

Die ge­wünsch­te De­fault-farb­tem­pe­ra­tur der Ma­schi­ne lässt sich so­wohl über das Me­nü als auch per DMX über den Con­trol-ka­nal be­stim­men und reicht von 2.000 K bis 8.000 K – ei­ne Ein­stel­lung, die der Schein­wer­fer auch nach Ab­schal­ten und er­neu­tem Re­set bei­be­hält. Der Cto-ka­nal passt sich dem­ent­spre­chend an und er­mög­licht ei­ne stufenlose Kor­rek­tur vom Ba­sis­wert hin­un­ter auf 2.700 K. Le­dig­lich im nied­rigs­ten De­fault-wert von 2.000 K ar­bei­tet der CTO so­zu­sa­gen in­ver­tiert und bie­tet – in Kür­ze pra­xis­ge­recht und leicht ver­ständ­lich über Dmx-wer­te von 20 bis 200 – Tem­pe­ra­tur­än­de­run­gen von 2.000 K bis auf 20.000 K an. Soll­ten al­so meh­re­re Sparx in der Pra­xis schein­bar un­ter­schied­li­che Cto-ver­läu­fe ha­ben: De­fault­wert der Farb­tem­pe­ra­tur prü­fen! Nach ei­nem Fac­to­ry-de­fault liegt der vor­ein­ge­stell­te Wert des Spart bei 6.500 K.

Fast schon ob­li­ga­to­risch zu er­wäh­nen: Auch die neu­en Jb-wash­lights bie­ten ein ex­trem schö­nes, li­nea­res und vor al­lem farb­treu­es Dim­ming bis in die un­ters­ten In­ten­si­täts­be­rei­che. Wem das per de­fault auf schnel­le In­ten­si­täts­än­de­run­gen und so­mit auch ef­fekt­taug­li­che Dim­ming trotz­dem noch zu „hart“ist, kann eben­falls per Con­trol-chan­nel auf un­ter­schied­li­che Stu­fen der Dmx-glät­tung zu­rück­grei­fen, um hier noch wei­cher und gleich­mä­ßi­ger, im Ge­gen­zug aber auch et­was trä­ger dim­men zu kön­nen. Auf­grund des „Twin-zooms“bie­ten die neu­en Sparx wei­ter­hin zwei zu­sätz­li­che Dim­mer­ka­nä­le, die di­rekt den bei­den Zoom-seg­men­ten zu­ge­ord­net sind.

Für Ka­me­ra­be­trieb er­mög­li­chen die ak­tu­el­len Sparx ei­nen fla­cker­frei­en Be­trieb durch ver­schie­de­ne „Ca­me­ra Mo­des“mit 50 Hz, 60 Hz oder 600 Hz Led-re­fres­hin­g­ra­te. Op­tio­nal er­hält­lich sind für die Wash­lights ei­ne Wa­ben­blen­de zur Re­du­zie­rung des – oh­ne­hin sehr ge­rin­gen – Streu­lich­tes so­wie ein Beam­s­ha­per-mo­dul. Die­ses wuss­te bei un­se­rem Test au­ßer­or­dent­lich gut zu ge­fal­len, er­zeugt es doch ei­nen re­la­tiv scharf ab­ge­zeich­ne­ten „Strich“, der mit­tels Zoom sehr de­fi­niert in der Brei­te ver­än­dert wer­den kann und so­mit ge­ra­de­zu prä­des­ti­niert für ge­ziel­te Be­leuch­tun­gen von Spiel­flä­chen oder als Gas­sen­be­leuch­tung ist. Un­ser „Pro­to­typ“hat­te al­ler­dings noch kei­nen Sen­sor zur de­fi­nier­ten Plat­zie­rung des Sha­pers nach ei­nem Re­set so­wie soft­ware­sei­tig noch kei­ne Ro­ta­ti­ons­funk­ti­on – bei­des soll aber laut Her­stel­ler zum Ver­kaufs­start selbst­ver­ständ­lich mög­lich sein!

Sehr schön ist ab­schlie­ßend auch die – ab­ge­se­hen von ei­nem leich­ten Sir­ren der LEDS – per se ex­trem nied­ri­ge

Ge­räu­sche­mi­si­on der Wash­lights, die sich wei­ter­hin im „Thea­t­re-whi­s­per-mo­de“durch ein Her­ab­set­zen der ma­xi­ma­len Hel­lig­keit so­wie Be­gren­zen der ma­xi­ma­len Ge­schwin­dig­keit der Mo­to­ren dau­er­haft nied­rig hal­ten lässt.

Twin-zoom

Ef­fek­te an Wash­lights sind Fluch und Se­gen zu­gleich: Oft­mals vor dem Hin­ter­grund des Wett­be­werbs ge­bo­ren, ver­kom­pli­zie­ren sie ei­ne Ma­schi­ne oft mehr als dass sie nüt­zen. Oder wie ein Kol­le­ge es auf den Punkt brach­te: „Ef­fek­te sind Funk­tio­nen, we­gen der man Schein­wer­fer kauft, um sie dann prak­tisch nie zu ver­wen­den …“Im Fal­le der neu­en Sparx al­ler­dings muss man zu­ge­ben: Der Twin-zoom ist ein krea­ti­ves und tol­les Fea­tu­re! Hier­bei las­sen sich der je­weils äu­ße­re Ring und die in­nen­lie­gen­den LEDS kom­plett aut­ark von­ein­an­der ver­fah­ren und so auf zwei­er­lei Art ver­wen­den: Ei­ner­seits eher kon­ser­va­tiv als Mög­lich­keit, die Rand­be­rei­che des Beams auf­zu­wei­chen und so­zu­sa­gen ei­ne Art Frostef­fekt zu er­zeu­gen, um bei­spiels­wei­se wei­che­re Über­gän­ge zwi­schen meh­re­ren Ein­hei­ten zu ge­ne­rie­ren. An­de­rer­seits las­sen sich hier auch sehr in­ter­es­san­te Ef­fek­te zwi­schen wei­cher Au­ra und har­tem Beam ähn­lich dem „Show­gun-ef­fekt“er­zeu­gen – al­ler­dings durch die un­ter­schied­li­chen Kom­bi­na­tio­nen der in Punk­to Zoom und Far­be gleich­be­rech­tig­ten Led-seg­men­te we­sent­lich fle­xi­bler und krea­ti­ver!

Die Steue­rung der bei­den Zoom­schlit­ten er­folgt da­bei über ins­ge­samt drei Zoom-ka­nä­le, de­ren Funk­ti­on von meh­re­ren

mög­li­chen Zoom-mo­di ab­hängt. Zum Zeit­punkt un­se­res Pra­xis­tests war das letz­te Wort über die Auf­tei­lung und Funk­tio­nen der Mo­di noch nicht ge­spro­chen, wes­halb wir hier nur all­ge­mein auf die un­ter­schied­li­chen Nut­zungs­ar­ten ein­ge­hen wol­len: Grund­sätz­lich bie­tet sich dem User die Mög­lich­keit, bei­de Zoom­schlit­ten un­ab­hän­gig von­ein­an­der zu ver­fah­ren, ein drit­ter Zoom fun­giert dann als „Mas­ter“und führt bei­de Schlit­ten in den weit­wink­li­gen Be­reich. Dies kann nun ent

we­der über ei­ne „Mit­nah­me“des je­weils wei­cher ge­stell­ten Zooms oder ei­ne pro­por­tio­na­le (ska­lier­te) Ver­schie­bung bei­der Schlit­ten er­fol­gen.

Wei­ter­hin lässt sich der Twin-zoom aber wie be­reits er­wähnt auch als Zoom-frost-mo­dul de­fi­nie­ren. Ein so ein­ge­stell­ter Ver­satz zwi­schen den bei­den Led-seg­men­ten und die da­mit ein­her­ge­hen­de Weich­zeich­nung bleibt nun wäh­rend ei­ner Än­de­rung des Zoom­win­kels kon­stant.

Wei­te­re Ef­fek­te: Spark­le, Ma­kros und Pat­tern

Be­reits vom Sparx 7 und Sparx 10 be­kannt und im­mer­hin auch Na­mens­pa­tron der Schein­wer­fer­se­rie ist der so­ge­nann­te Spark­le-ef­fekt. Hier­bei er­folgt ei­ne über das kom­plet­te Led-clus­ter zu­fäl­lig ver­teil­te, in In­ten­si­tät und Ge­schwin­dig­keit re­gel­ba­re Zer­le­gung der Misch­far­ben in die ein­zel­nen Be­stand­tei­le der ad­di­ti­ven Farb­mi­schung. Dies er­zeugt ei­ne Art Glit­zern oder Fun­keln, das spe­zi­ell im Ka­me­ra­bild ein gern ge­se­he­ner Gast sein dürf­te. Neu da­bei ist, dass bei Sparx 18 und Sparx 30 über den Speed­ka­nal des Ef­fek­tes nicht nur Ge­schwin­dig­keit so­wie har­ter oder wei­cher Über­gang, son­dern auch die Zu­ord­nung des Spark­le-ef­fek­tes auf äu­ße­res oder in­ne­res Led-seg­ment so­wie ein so­ge­nann­tes „farb­neu­tra­les Fun­keln“oh­ne Än­de­rung der vor­ein­ge­stell­ten Far­be mög­lich ist.

Zur Er­zeu­gung von Mus­tern auf dem Led-clus­ter ste­hen dem User ne­ben der si­cher­lich nicht all­täg­lich zum Ein­satz kom

men­den Ein­zel­pi­xel­an­steue­rung di­ver­se Ma­kros oder Pat­tern zur Ver­fü­gung. Je nach ge­wähl­tem DMX-MO­DE las­sen sich hier un­ter­schied­lich kom­ple­xe Struk­tu­ren er­zeu­gen. Im Stan­dard-mo­de 1 bei­spiels­wei­se gibt die Leuch­te di­ver­se sta­ti­sche oder ani­mier­te Ma­kros (Ef­fekt­m­a­kro) auf zwei über­blend­ba­ren Lay­ern (Cross­fa­de) vor, die in Ge­schwin­dig­keit (Speed) und Über­gang (Mo­de) be­ein­flusst so­wie dem ge­sam­ten Led-clus­ter oder nur den je­wei­li­gen „Twin-zoom­zo­nes“zu­ge­ord­net wer­den kön­nen. Der „gro­ße“Mo­de 4 hin­ge­gen er­laubt das vol­le Pro­gramm der Krea­ti­vi­tät und er­zeugt ver­schie­de­ne Pat­tern durch die Kom­bi­na­ti­on von Ablau­fart, zu­ge­wie­se­nen Seg­men­ten, Ge­schwin­dig­keit und Über­gang der Mus­ter – ein eher kom­ple­xes Pro­ze­de­re, des­sen Nut­zung der je­wei­li­gen Ex­pe­ri­men­tier­freu­de und Krea­ti­vi­tät des ein­zel­nen Ope­ra­tors über­las­sen ist.

In bei­den Va­ri­an­ten las­sen sich zu­dem über den Ma­kro- be­zie­hungs­wei­se Pat­tern-mo­de-ka­nal meh­re­re Far­be­be­nen (MAIN-RGB, Pat­tern-rgb, GLOW-RGB) auf die un­ter­schied­li­chen Ef­fek­te zu­wei­sen und so ent­spre­chend mehr­far­bi­ge Struk­tu­ren er­zeu­gen. Last but not least sind durch „Co­lour­spre­ad-ef­fek­te“auch dy­na­mi­sche Farb­ver­läu­fe zwi­schen den ein­zel­nen Far­be­be­nen mög­lich.

Fa­zit

Die Was­her Sparx 18 und sein gro­ßer Bru­der Sparx 30 sind nicht nur leis­tungs­stär­ke­re Ver­sio­nen ih­rer Se­ri­en­vor­gän­ger, son­dern bie­ten ne­ben ei­ner so­li­den Ba­sis auch ei­ni­ges an Mehr­wert. Bei­de Schein­wer­fer zei­gen ei­nen er­staun­li­chen Out­put so­wie ei­ne Jb-ty­pi­sche, ho­he Qua­li­tät bzgl. Ver­ar­bei­tung, Farb­mi­schung, Ho­mo­ge­ni­tät und Dim­ming – dar­über hin­aus aber auch ei­nen ex­trem gut de­fi­nier­ten Beam mit we­nig Streu­licht, ei­nen enor­men Zoom­be­reich und al­ler­lei Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten be­züg­lich Ma­kros und Pat­terns bis hin zu kom­plet­ter Ein­zel­pi­xel­an­steue­rung der Led-ober­flä­che.

Im Test ab­so­lut zu über­zeu­gen wuss­te vor al­lem auch der neu­ar­ti­ge Twin-zoom, der ne­ben kom­bi­nier­ten Hard-edge-/soft-edge-ef­fek­ten auch ein klas­si­sches und stu­fen­lo­ses Weich­zeich­nen der Beam-rand­be­rei­che er­mög­licht. Ein wei­te­res High­light stellt der op­tio­na­le Beam­s­ha­per dar, der ei­nen sehr gut de­fi­nier­ten und deut­lich be­grenz­ten Licht­ke­gel er­zeugt und mit­tels Twin-zoom sehr ex­akt und prak­ti­ka­bel jus­tiert wer­den kann.

Der Sparx 18 ist für ei­nen Net­to-lis­ten­preis von 6.780 € in der Rgbw-va­ri­an­te und für 6.860 € in RG­BY er­hält­lich. Das Flagg­schiff Sparx 30 schlägt net­to mit 8.680 € für RGBW so­wie 8.840 € für RG­BY zu Bu­che. Die op­tio­nal er­hält­li­chen Beam­s­ha­per lie­gen bei 780 € be­zie­hungs­wei­se 980 €.

Grö­ßen­ver­gleich Ro­be Led­wa­sh 800 (links), Sparx 18 (Mit­te) und Sparx 30 (rechts) – zwei „echt gro­ße Kü­bel“, wie ein Au­dio­kol­le­ge auf der Bau­stel­le char­mant fest­stell­te …

Bis in die Rand­be­rei­che durch­sich­tig ge­stal­te­te, gro­ße und na­he­zu steg­los an­ein­an­der­ge­reihtn Lin­sen er­ge­ben ei­ne rund ge­form­te Leucht­flä­che und ei­nen sehr ho­mo­ge­nen Licht­aus­tritt

Ex­trem gut de­fi­nier­ter Beam der dem Na­men „Wash­beam“al­le Eh­re macht

Mit ei­nem gi­gan­ti­schen Zoom­be­reich von 4° bis 70° lässt sich von Beam­show bis Wall-wa­sh ein brei­tes Spek­trum an Ein­satz­mög­lich­kei­ten ab­de­cken

Der Beam­s­ha­per kann mit­tels Zoom sehr de­fi­niert in der Brei­te ver­än­dert wer­den

Die Farb­mi­schung des Sparx ist äu­ßerst ho­mo­gen und er­zeugt sat­te Pri­mär-, Misch- oder fei­ne Pa­s­tell­far­ben, die dank „True-co­lour­dim­ming“na­he­zu über die kom­plet­te Dim­mer­kur­ve er­hal­ten blei­ben

Der op­tio­na­le Beam­s­ha­per wuss­te bei un­se­rem Test au­ßer­or­dent­lich gut zu ge­fal­len, er­zeugt er doch ei­nen re­la­tiv scharf ab­ge­zeich­ne­ten „Strich“

Ein­satz des Twin-zoom zum Weich­zeich­nen der Rand­be­rei­che des Beams als ei­ne Art Frostef­fekt, um wei­che­re Über­gän­ge zwi­schen meh­re­ren Ein­hei­ten zu ge­ne­rie­ren

Sehr in­ter­es­san­te Ef­fek­te las­sen sich mit dem Twin-zoom auch zwi­schen wei­cher Au­ra und har­tem Beam er­zeu­gen

Über den Ma­kro- be­zie­hungs­wei­se Pat­tern-mo­de-ka­nal las­sen sich meh­re­re Far­be­be­nen (MAIN-RGB, Pat­tern-rgb, GLOW-RGB) zu­wei­sen und so mehr­far­bi­ge Struk­tu­ren er­zeu­gen

Co­lour­spre­ad-ef­fek­te ma­chen auch dy­na­mi­sche Farb­ver­läu­fe zwi­schen den ein­zel­nen Far­be­be­nen mög­lich

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