ÙFAQ: 10 Fra­gen zu M-noi­se

Production Partner - - Messtechni­k | Meyer Sound M-noise -

Kann man be­ste­hen­de Mes­sun­gen ein­fach um­rech­nen?

Nein. Be­ste­hen­de Mes­sun­gen sind nach den ver­schie­dens­ten Stan­dards ge­macht und oh­ne­hin be­reits kaum ver­gleich­bar. Gr­und­vor­aus­set­zung für die Ver­gleich­bar­keit ist das ver­wen­de­te Mess­si­gnal. M-noi­se ver­wen­det ein Test­si­gnal mit ei­ner spek­tra­len Zu­sam­men­set­zung und ei­nem fre­quenz­ab­hän­gi­gen Crest­fak­tor, wie es bis­lang noch nicht ge­nutzt wur­de.

Lie­gen Wer­te nach M-noi­se grund­sätz­lich eher hö­her oder nied­ri­ger als bis­he­ri­ge Mess­me­tho­den?

Die Spl-peak-wer­te fal­len je nach Leis­tungs­fä­hig­keit der Mit­tel-/hoch­ton­ein­heit und des­sen Ver­stär­ker um bis zu 6 db hö­her aus. Die mit M-noi­se er­mit­tel­ten Mit­te­lungs­pe­gel lie­gen auf ver­gleich­ba­rem Ni­veau mit den Mes­sun­gen, die ein EIA-426B-NOI­SE oder ein Mul­ti­ton­signal ver­wen­den.

Hilft M-noi­se, Po­wer­com­pres­si­on bes­ser auf­zu­de­cken?

In­di­rekt ja. Ei­ne früh­zei­ti­ge ho­he Po­wer­com­pres­si­on bei den Mit­te­lungs­pe­geln führt nach der M-noi­se-me­tho­de ent­spre­chend auch zu ge­rin­ge­ren Peak-spl-wer­ten.

Macht M-noi­se auch bei Ver­stär­ker­mes­sun­gen Sinn?

Eher nicht. Bei Ver­stär­kern gibt es schon ver­schie­dens­te Stan­dards, um Dau­er- und Peak­leis­tung und auch die Leis­tung für Si­gna­le mit un­ter­schied­li­chen Crest­fak­to­ren zu be­stim­men. Sie­he un­se­re Ver­stär­ker­tests!

In wel­chen An­wen­dun­gen lie­fert M-noi­se pra­xis­nä­he­re Wer­te?

Bei hoch dy­na­mi­scher und per­kus­si­ver Mu­sik.

In wel­chen Fäl­len schei­tert auch M-noi­se-, das Per­for­mance-po­ten­ti­al auf ei­nen ein­zi­gen Wert ver­dich­tet ab­zu­bil­den?

M-noi­se kann – wie al­le an­de­ren Mess­me­tho­den auch, im­mer nur ei­nen ir­gend­wie ge­mit­tel­ten Be­las­tungs­zu­stand nach­stel­len: Der Mess­wert ist vor al­lem ein Ver­gleichs­wert für ver­schie­de­ne Laut­spre­cher un­ter re­pro­du­zier­ba­ren Be­din­gun­gen.

In der Pra­xis kön­nen die­se Be­din­gun­gen (Klas­sik, Rock, Tech­no, Spra­che, Ki­no …) je­doch sehr un­ter­schied­lich und ganz an­ders aus­se­hen.

Was ist aus­sa­ge­kräf­ti­ger als ei­ne An­ga­be nach Mnoi­se-me­tho­dik?

Das hängt stark da­von ab, was man wis­sen möch­te: Auch ei­ne Aus­sa­ge zu den Ver­zer­run­gen? Dann ist die Mul­ti­ton­mes­sung EIA-426B aus­sa­ge­kräf­ti­ger. Möch­te man ein­zel­ne Schwach­stel­len ei­nes Laut­spre­chers er­ken­nen? Dann ist die Si­nus­burst­mes­sung bes­ser ge­eig­net. Geht es um Sprach­wie­der­ga­be? Dann soll­te man ein Sprach­spek­trum ver­wen­den usw.

Wel­che Her­stel­ler ver­öf­fent­li­chen be­reits Da­ten nach die­ser Mes­sung?

Mey­er Sound ist in die­ser noch frü­hen Pha­se des Vor­schlags da­zu so­wohl mit an­de­ren Be­schal­lungs­her­stel­lern und Ver­trie­ben im Ge­spräch, als auch mit An­bie­tern von Mess­ge­rä­ten.

Wird Production Part­ner künf­tig auch per M-noi­se er­mit­tel­te Wer­te an­ge­ben?

Wir wer­den das wei­ter ver­fol­gen und zu­nächst für uns noch mehr mess­tech­ni­sche Er­fah­run­gen sam­meln. Da­nach wird ent­schie­den, ob ei­ne M-noi­se-mes­sung wei­te­re re­le­van­te In­for­ma­tio­nen lie­fert, die über das hin­aus­ge­hen, was mit ei­ner Si­nus­burst­mes­sung und der Mul­ti­ton­mes­sung mög­lich ist.

Ist das nur ein Her­stel­ler-„trick“, hö­he­re Da­ten­blatt­an­ga­ben zu er­hal­ten?

Nein. Es geht vor al­lem dar­um, die mög­li­che Dy­na­mik, die ein Laut­spre­cher wie­der­ge­ben kann, als Wert bes­ser dar­zu­stel­len.

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