Test Pro­fil­schein­wer­fer: ADB Lex­pert Pro­fi­le L

Production Partner - - Inhalt - Text: Her­bert Bern­städt | Mes­sun­gen: Her­bert Bern­städt | Fo­tos: Her­bert Bern­städt

Als Teil der Os­ram-grup­pe kann ADB nun sei­ne Pro­duk­te noch bes­ser um das Leucht­mit­tel her­um ge­stal­ten. Am Bei­spiel des Lex­pert Pro­fi­le L zeigt ADB, wie dies bei ei­nem Pro­fil­schein­wer­fer um­ge­setzt wer­den kann

Zum Mut­ter­kon­zern Os­ram ge­hört ne­ben ADB auch Clay Paky: Bün­delt man die Er­fah­run­gen die­ser Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men, darf man ei­nen Pro­fil­schein­wer­fer er­war­ten, der es in sich hat. Vom ers­ten Er­schei­nungs­bild her zeigt sich der ADB Lex­pert L be­reits ei­gen­stän­dig, auf dem zwei­ten Blick er­kennt man aber auch ei­ne Etc-kom­pa­ti­bi­li­tät. Es ist al­so mög­lich, Etc-tu­ben auf­zu­set­zen – die gan­ze Stär­ke des Schein­wer­fers wird aber wohl mit den bei­den ei­ge­nen Zoomtu­ben er­reicht. War­um das so ist, zei­gen wir im Ka­pi­tel „Pro­jek­ti­on“.

Leucht­mit­tel des ADB Lex­pert Pro­fi­le L

Der ADB Lex­pert Pro­fi­le L ist in den Ver­sio­nen Warm (3200K) und Day­light (5600K) er­hält­lich. Der Vor­teil: Durch den Ver­zicht auf far­bi­ge LEDS muss „nur“für ei­ne ho­mo­ge­ne Licht­flä­che ge­sorgt wer­den, bzw. dass die Pri­mär­op­tik auf das Durch­leuch­ten der Bild­ebe­ne und ei­ne An­kopp­lung auf die Se­kun­där­op­tik op­ti­miert wer­den kann. Für ei­ne mög­lichst ro­ta­ti­ons­sym­me­tri­sche Aus­leuch­tung ei­nes Licht­krei­ses hat man sich hier für ei­ne acht­ecki­ge An­ord­nung des Led-ar­rays

ent­schie­den. Die Chips sind mit mitt­le­rem Ab­stand zu­ein­an­der auf dem wär­me­ab­lei­ten­den Bo­ard auf­ge­bracht. Zum Schutz der dort frei­lie­gen­den Bond­dräh­te wird ein Alu-rah­men mit ei­ner ers­ten Lin­sen­a­n­ord­nung auf­ge­setzt. Es folgt ein wei­te­res Sam­mel­lin­sen-ar­ray, be­vor dann das Licht mit ei­ner dop­pel­ten Mi­kro­lin­sen­struk­tur ho­mo­gen über die Flä­che ver­teilt wird. Ab­ge­schlos­sen wird das Leucht­mit­tel­mo­dul mit ei­ner Sam­mel­lin­se über der dop­pel­ten Mi­kro­lin­sen­struk­tur. Ge­hal­ten wird das gan­ze Sys­tem von ei­nem Me­tall­rah­men, wel­ches die­se pri­mä­re Op­tik und Led-bo­ard staub­dicht hält. Um in die Se­kun­där­op­tik ein­zu­kop­peln wird noch ei­ne wei­te­re Lin­se kurz vor der Ab­bil­dungs­eben ein­ge­bracht und so­mit sitzt der Kühl­kör­per als Ab­schluss au­ßen vor.

Coo­les Pro­fil

Die Küh­lung ist bei LEDS im­mer ein zen­tra­les The­ma, der Lex­pert Pro­fi­le L war­tet hier mit ei­ner ei­ge­nen, in­ter­es­san­ten Lö­sung auf: Statt die Küh­lung – wie üb­lich –rück­sei­tig der Led-boards zu plat­zie­ren, len­ken Heat­pipes die Wär­me auf Kühl­rip­pen, die um den Licht­ka­nal her­um an­ge­ord­net sind. Das spart nicht nur nach hin­ten her­aus Platz, son­dern schafft auch den Raum, um ei­ne evtl. zu­künf­ti­ge Ver­si­on mit mehr­far­bi­gen LEDS und die da­mit ver­bun­de­ne Farb­misch­ein­heit ein­brin­gen zu kön­nen. Hier kann man vor­weg neh­men, dass der Lüf­ter für die Zwangs­küh­lung sehr, sehr lei­se agiert, so wie man es von ei­nem Thea­ter­schein­wer­fer auch er­war­ten darf. Im Me­nü hat man die Mög­lich­keit, den Lüf­ter in die Mo­di Si­lent, Re­gu­la­ted, Boost und Ul­tra-si­lent um­zu­stel­len. „Ul­tra Si­lent“heißt hier „Lüf­ter aus“, was wie­der­um mit ei­nem ge­fühl­ten Mi­nus von 2/3 we­ni­ger Lich­tout­put ein­her­geht.

Un­ter­brin­gung

Bis auf we­ni­ge Aus­nah­men wur­den die meis­ten Pro­fil­schein­wer­fer auf dem Markt, die mit ei­ner Led-en­gi­ne ar­bei­ten, kom­pa­ti­bel zu Etc-op­ti­ken ge­stal­tet. Das liegt na­he, denn die Tu­ben der le­gen­dä­ren Se­rie ETC Sour­ce Four gibt es in gro­ßer Aus­wahl und sie sind weit ver­brei­tet. War­um nicht die­se Tu­ben nut­zen und nur die En­gi­ne selbst aus­tau­schen? Man kann hier ADB ein rie­si­ges Kom­pli­ment ma­chen: Wäh­ren die Tu­ben oft nur so „mehr oder we­ni­ger pas­send“mit­tels Ba­jo­nett auf das Led-ge­häu­se auf­ge­steckt wer­den, hat man

beim Lex­pert ei­ne sehr pass­ge­naue Lö­sung ge­stal­tet. Sie hält die eig­nen und auch die Etc-tu­ben sehr fest und si­cher. Ins­ge­samt ist das Ge­häu­se mit den Druck­guss­tei­len sehr sau­ber und wer­tig auf­ge­baut. Ob­wohl die zy­lin­der­för­mi­gen Ge­häu­se aus zwei Halb­scha­len be­ste­hen, müs­sen die­se – wenn man das Ge­häu­se zu Ser­vice­zwe­cken ein­mal öff­nen will – nicht aus­ein­an­der­ge­schraubt wer­den. Man er­hält schnell den Zu­griff, in­dem man die Ba­sis nach Ent­fer­nen der Hal­te­schrau­ben ein­fach aus der Scha­le zieht. Da­mit hat man auch ei­nen di­rek­ten Zu­gang zu den Elek­tro­nik­boards oder der En­gi­ne. Das gan­ze Ge­häu­se ist form­schön und gut ab­ge­run­det. In­ter­es­sant ist auch ei­ne Art Dopp­lung des Ge­häu­ses beim An­schluss­ter­mi­nals bzw. zur Steu­e­r­e­be­ne. So ist die Steu­er­elek­tro­nik zum ei­gent­li­chen Ge­häu­se, wel­ches die 230-Vkom­po­nen­ten auf­nimmt, prak­tisch auch räum­lich ge­trennt. Sehr prak­tisch ist auch der in­te­grier­te Griff, der gleich­zei­tig Be­dien­ele­men­te und Dis­play um­rahmt und schützt. Dass der Bü­gel hin­ten her­um durch­schwenk­bar ist, wirkt schon selbst­ver­ständ­lich. Der Bü­gel­schwer­punkt ist fix und mit den Zoomtu­ben ein we­nig kopf­las­tig. Aber ein wei­te­rer Vor­bau der Bü­gel­be­fes­ti­gung ist bei ei­nem­ge­trenn­ten Lam­pen­haus bzw. Wech­seltu­ben auch nicht mög­lich.

Zoomtu­ben

ADB bie­tet den Lex­pert Pro­fi­le L mit zwei Zoomtu­ben an: Ein­mal ei­nen Zoom von 25°-50° so­wie 15°-30°. Holt man den Tu­bus aus sei­nem Pa­ket, fal­len ei­nem so­fort zwei Rän­del­schrau­ben ge­gen­über den Lin­sen­ver­stell­schrau­ben auf. Mit die­sen Schrau­ben wer­den die Zoom-lin­sen für den Trans­port ge­si­chert. Die­se Schrau­ben sind mit Fe­dern in ih­rer ab­ge­schraub­ten Po­si­ti­on si­cher ge­hal­ten und stö­ren kei­nes­falls und kön­nen auch nicht ver­lo­ren­ge­hen. Das ist

sehr auf­wän­dig, aber ex­trem gut ge­löst, wenn man be­denkt, dass bei an­de­ren Lö­sun­gen für den Trans­port Form­schaum oder Kar­tons zwi­schen den Lin­sen ein­ge­setzt wird. Es ist mehr als ein­mal vor­ge­kom­men, dass ein Schein­wer­fer in Be­trieb ge­nom­men wur­de, oh­ne dass die­ses Ma­te­ri­al vor­her her­aus­ge­nom­men wur­den. Das en­de­te dann nicht nur mit viel Qualm, son­dern auch in ei­ner Putz-arie – wenn die Lin­sen über­haupt noch zu ret­ten wa­ren. Ab­ge­se­hen da­von, dass die­se Tei­le für ei­nen spä­te­ren Trans­port meist gar nicht erst auf­ge­ho­ben wur­den. Aber mit die­sen Rän­del­schrau­ben ist man auch im Ver­leih für ei­nen si­che­ren Trans­port gut ge­wapp­net.

Der Farb­fil­ter wird über vier Hal­ter fi­xiert, wo­von ei­ner mit­tels Fe­der­klemm-me­cha­nis­mus ver­rie­gelt. Zum Rei­ni­gen kann man ei­ne obe­re Tu­bus­ver­klei­dung nach Lö­sen ei­ner (eben­so von Hand zu öff­nen­den) Rän­del­schrau­be ein­fach ab­he­ben – na­tür­lich mit ei­nem Si­che­rungs­seil­chen ab­ge­si­chert. Mann kommt gut an die Lin­sen zum Rei­ni­gen her­an. Scha­de, dass so ei­ne kom­for­ta­ble Schraub­tech­nik nicht auch für die Ab­de­ckung des Iris­schach­tes ein­ge­setzt wur­de. Dort wer­den ein­fa­che Schrau­ben ver­wen­det, die man her­aus­schraubt – dies ent­spricht nicht ganz der sons­ti­gen Ober­klas­se die­ses Tu­bus­auf­baus. Auch der Füh­rungs­schlitz für den Go­bo­hal­ter ist nur sehr kurz ge­hal­ten, so­dass man beim Ein­set­zen ei­nes Go­bos mehr­mals an­set­zen muss, um un­ter die­se Füh­rung zu ge­lan­gen. Ei­ne län­ge­re Füh­rungs­schie­ne von An­fang an wür­de die­ser Fehl­be­die­nung vor­beu­gen. Zum Fi­xie­ren der Lin­sen nach dem Fo­kus­sie­ren wird ei­ne ein­fa­che Schrau­ban­druck­tech­nik mit brei­ten Be­dien­schrau­ben ein­ge­setzt, wel­che gleich­zei­tig zum Zie­hen der Lin­sen die­nen. Die Füh­rung auf Tef­lon-glei­tern ist sehr an­ge­nehm und macht ei­nen sehr so­li­den Ein­druck. Das Lin­s­en­trä­ger­ge­stell wird von Guss­tei­len zum Licht­aus­tritt und zum An­flan­schen an das Leuch­ten­ge­häu­se be­grenzt, wo­bei man hier noch­mals auf die sehr gu­te Pass­form zum Ver­bin­den von Tu­bus und Lam­pen­ge­häu­se hin­wei­sen kann.

Pro­fi­ler-bild

Da auch die Zoomtu­bus-op­tik aus mehr als zwei Lin­sen be­steht, darf man na­tür­lich ei­ne gu­te Ab­bil­dung er­war­ten. Was die Licht­ver­tei­lung be­trifft, sto­ßen wir hier aber bei­na­he in ei­ne neue Di­men­sio­nen vor: Ei­ne der­ma­ßen ho­mo­ge­ne Aus­leuch­tung der Flä­che ist bis­her ein­zig­ar­tig. Be­trach­tet man sich die Licht­ver­tei­lung des Zooms 25° – 50° mit ei­ner en­gen und rand­schar­fen Fo­kus­sie­rung, dann ist die Licht­stär­ke an den Rän­dern so­gar ge­gen­über dem Zen­trum im Be­trag er­höht. Ein Recht­eck aus mehr oder we­ni­ger gera­den Li­ni­en

ist uns in die­ser Form noch nicht be­geg­net! Durch­gän­gig kann be­stä­tigt wer­den, dass bei bei­den Zoomtu­ben, egal ob eng ge­stellt oder weit, die Licht­flä­che sehr ho­mo­gen dar­ge­stellt wird. Ap­plaus!

Mit den bei­den Tu­ben deckt man in der Re­gel je­den An­wen­dungs­be­reich ab. Be­nö­tigt man noch en­ge­re Ab­strahl­win­kel wie z. B. 5°, könn­te man ja auf die Etc-tu­ben zu­rück­grei­fen. Un­se­re dun­kel­blaue Ht-farb­fo­lie, die wir test­wei­se in den Farb­fo­li­en­rah­men des Zooms 15°-25° ge­spannt ha­ben, bleich­te im Zen­trum nach ca. ei­ner St­un­de Be­trieb ein we­nig aus, so wie man es ei­gent­lich von den Ha­lo­gen­pro­fi­lern her auch kennt.

Pro­jek­ti­on

Be­trach­ten wir den Go­bo­hal­ter, dann se­hen wir, dass das Go­bo so­wie die ge­sam­te Trä­ger­plat­te matt­schwarz be­schich­tet ist. Das zieht sich wie ein ro­ter Fa­den durch die Ab­bil­dungs­ebe­ne. So ist auch bei der Blen­den­schie­ber­ein­heit und Iris al­les dun­kel ge­färbt. Da­mit un­ter­schei­det sich der ADB Lex­pert gra­vie­rend vom Etc-sour­ce Four, der die­se Kom­po­nen­ten in Na­tur-sil­ber be­lässt. Das hat na­tür­lich Aus­wir­kun­gen, denn wenn man jetzt den Etc-tu­bus ver­wen­det, er­schei­nen Re­fle­xio­nen der Blen­den­schie­ber oder der sil­ber­nen Go­b­o­flä­chen in der Pro­jek­ti­on als grün­li­che Schat­ten­bil­der. Aus die­sem Grund wird wohl die Etc-kom­pa­ti­bi­li­tät auch nicht be­wor­ben. An­ders her­um er­hält man mit den pass­sen­den Adb-lex­pert­tu­ben ein op­ti­ma­les Ab­strah­lund Pro­jek­ti­ons­ver­hal­ten oh­ne die­se Schat­ten­re­fle­xio­nen, vo- raus­ge­setzt, man setzt die schwarz ge­färb­ten Go­bos und Go­bo­hal­ter ein. Der Go­bo­hal­ter nimmt run­de B-si­ze-go­bos in ei­nem run­den Rah­men auf. Be­fes­tigt wird das Go­bo mit ei­nem Spreng­ring, der das Go­bo über ei­ne run­de Hal­te­mas­ke in dem Rah­men hält. Dün­ne Glas­go­bos wer­den eben­so mit dem Sys­tem noch ge­hal­ten.

Blen­den­schie­ber auf drei Ebe­nen

Die Blen­den­schie­ber be­we­gen sich auf drei Ebe­nen und wer­den über Druck­fe­dern in ih­ren Blech­füh­run­gen an Po­si­ti­on ge­hal­ten. Das ge­schieht – wie bei ei­nem Neu­ge­rät zu er­war­ten im­mer ru­ckel­frei. Und die Er­fah­rung lehrt, dass dies we­gen der ver­wen­de­ten Be­schich­tung auch in zehn Jah­ren noch so sein wird. Drei oder vier Ebe­nen – das ist oft­mals ei­ne Dis­kus­si­on. Bei drei Ebe­nen sind zu­min­dest zwei Blen­den­schie­ber auf glei­cher Hö­he, was die Ab­bil­dungs­qua­li­tät be­trifft, wäh­ren die Ver­fech­ter von vier Ebe­nen viel­mehr je­de Drei­ecks­fi­gur bil­den wol­len, egal wel­chen Schie­ber man zu­erst an­fasst. Die Schie­ber las­sen sich gut kip­pen, wo­bei der Kipp­win­kel nicht der größ­te ist. Da­für fal­len sie auch nicht aus der Füh­rung her­aus. Der Ein­schub­weg geht ein klein we­nig über die Mit­te hin­aus, wo­bei lo­bend her­vor­zu­he­ben ist, das hier nie ein Licht­strahl am hin­te­ren En­de ei­nes Blen­den­schie­ber wie­der frei wird, wie man es bei an­de­ren Sys­te­men schon ge­se­hen hat.

Iris als drit­te Ab­bil­dungs­ebe­ne

Mit der Iris hat man die drit­te Ab­bil­dungs­ebe­ne er­reicht. Es gibt zwar Pro­fil­schein­wer­fer mit noch ei­ner vier­ten Ebe­ne, um ein­mal das Go­bo mit dem Blen­den­schie­ber scharf dar­zu­stel­len, oder es soll der Blen­den­schie­ber zum Go­bo un­scharf sein. Aber hier hat man mit drei Ebe­nen auch schon ge­nug … ob­wohl bei ei­ni­gen Her­stel­lern die drit­te Ebe­ne auch für A-si­ze-go­bos ge­nutzt wer­den kann. Hier wur­de ei­ne Iris mit­ge­lie­fert, und ob es da­für ei­nen A-si­ze-go­bo­hal­ter gibt, ent­behrt sich aus un­se­rer Kennt­nis. Die Iris lässt sich sehr klein zie­hen und hat wie bei Pro­fi­lern üb­lich kei­ne Blackout-fä­hig­keit. Da­bei ist die La­mel­len­ab­bil­dung recht un­schein­bar – es wird ein schö­ner Kreis ab­ge­bil­det.

Steue­rung

Un­ser Test­ge­rät ist mit fünf ver­schie­de­nen DMX-MO­DI be­reit, um den Dim­mer auch mit 16 Bit an­zu­steu­ern. Da­ne­ben wird dann ein Strob­ka­nal hin­zu­ge­fügt und mit ei­nem Ka­nal ist auch ein Con­trol-chan­nel be­legt, über den man im Be­trieb RDM ein- und aus­schal­ten kann, das Dimm­ver­hal­ten von Smooth auf Fast, die Pwm-fre­quenz än­dern so­wie die Dim­mer­kur­ve aus­su­chen kann. Bei un­se­rer Firm­ware 1.3 war die Dim­mer­steue­rung zwar noch nicht fer­tig pro­gram­miert. Aber man kann schon sa­gen: Wenn man das Dimm­ver­hal­ten auf smooth stellt und über 16 Bit auf­löst, ist auch im un­ters­ten Stell­be­reich ein sehr fein auf­lö­sen­des Dimm­ver­hal­ten zu se­hen, oh­ne jeg­li­che Sprün­ge und von wirk­li­chen 0% auf­wärts. Das ist Thea­ter­klas­se und lässt wei­ter hof­fen, denn oh­ne Smooth-ein­stel­lung konn­te das Dim­men in der noch nicht fer­ti­gen Firm­ware schon mal hol­pe­rig sein.

Das sanf­te Dim­men von Null her­aus wird er­reicht, in­dem das Ein­stel­len der Hel­lig­keit im un­ters­ten Dimm-be­reich über ei­ne Gleich­strom­re­ge­lung er­folgt, wo­bei die Ba­sis ein Im­puls ei­ner PWM ist, der erst bei grö­ßer wer­den­den Hel­lig­kei­ten sei­ne Brei­te än­dert. Be­mer­kens­wert ist auch, dass man bei 100% An­steue­rung nicht (wie bei den meis­ten Pwm-steue­run­gen) ei­ne ge­ra­de Li­nie er­hält, son­dern im­mer noch Recht­eck­blö­cke mit ei­ner klei­nen Lü­cke da­zwi­schen. So sind selbst bei 100% An­steue­rung Pwm-ef­fek­te wie z. B. ein hör­ba­res Zir­pen der ein­ge­setz­ten Farb­fo­lie mög­lich.

Die Be­die­nung am Ge­rät er­folgt stan­des­ge­mäß über ein Gra­fik­dis­play mit ei­ner Vier-tas­ten-be­die­nung. Das Me­nu ist in­tui­tiv und über­sicht­lich ge­stal­tet. Wenn sich ein Po­pup­fens­ter öff­net, das wähl­ba­re Pa­ra­me­ter an­zeigt, wür­de man sich nur noch ei­nen Scroll-bal­ken oder Pfeil als Hin­weis wün­schen, dass un­ten noch wei­te­re Pa­ra­me­ter kom­men. Der ADB Lex­pert lässt sich auch über RJ45-IN bzw. Art­net an­steu­ern. Zwar wird das Pro­to­koll nicht durch­ge­linkt. Aber im Me­nü wird sehr löb­lich ein­mal als De­fault ei­ne 2.xxx.yyy.zzz und 10.xxx.yyy.zzz vor­ge­schla­gen, die ge­mäß Art­net-pro­to­koll aus der Mac-adres­se be­rech­net wird und kein zwei­tes Mal im Netz vor­han­den sein dürf­te. Ei­ne ma­nu­el­le Ein­ga­be der Ip-adres­se ist eben­so vor­han­den wie auch ei­ne au­to­ma­ti­sche Adress­ver­ga­be über ei­nen Dhcp-ser­ver. Fer­ner ist RDM noch zu de­ak­ti­vie­ren oder die Ma­schi­ne im Mas­ter/slave-mo­de zu be­trei­ben. So blei­ben kei­ne Wün­sche of­fen, oh­ne dass das Ge­rät über­la­den er

scheint. Ge­toppt wird der Kom­fort noch durch den End­los-en­coder, mit dem man das Ge­rät je­der­zeit ma­nu­ell auf den ge­wünsch­ten Hel­lig­keits­wert ein­stel­len kann. Selbst bei an­lie­gen­dem Dmx-si­gnal über­schreibt man ge­mäß LTP das Dmx­si­gnal, und kaum än­dert sich das Dmx-si­gnal, über­nimmt DMX wie­der die Kon­trol­le. Das ist ex­trem prak­tisch, wenn man den Schein­wer­fer auf der Z-brü­cke mal kurz nach­rich­ten will und in der Licht­re­gie ge­ra­de kein Kol­le­ge sitzt, um den Schein­wer­fer rein­zu­zie­hen.

Licht­qua­li­tät

Erst wenn das emit­tier­te Licht von der LED sämt­li­che Lin­sen durch­lau­fen hat und (je nach Stoff­zu­sam­men­set­zung und Ver­gü­tung) be­stimm­te Licht­fre­quen­zen her­aus­ge­fil­tert wur­den, zeigt sich, wie gut die Licht­qua­li­tät des Schein­wer­fers ist – und nicht nur die des iso­lier­ten Led-ar­rays. Heu­te sind Weiss­licht-ar­rays auf dem Markt, die schon ei­ne be­acht­li­che Farb­wie­der­ga­be leis­ten. Un­se­re Mes­sun­gen lie­fern ei­nen CRI von 94 bei 3040K und 93 bei 5499K. Das reicht für die Büh­ne. Fast im­mer ist bei Led-weiß­licht der Ro­t­an­teil schwä­cher, aber hier eben nicht so schwach wie sonst zu er­war­ten wä­re. Die Far­bor­te lie­gen sehr ge­nau auf der planck­schen Gera­den, was sich auch beim Be­trach­ten des Licht­bil­des be­stä­tigt. Es ist ein rich­tig gu­tes Weiß.

Fa­zit

Der ADB Lex­pert Pro­fi­le L ist ein durch und durch ge­lun­ge­ner, thea­ter­taug­li­cher Pro­fil­schein­wer­fer. Ob­wohl die Firm­ware zum Test­zeit­punkt noch nicht ab­ge­schlos­sen war, ist den­noch sein Po­ten­ti­al klar zu er­ken­nen. Her­vor­zu­he­ben sind sei­ne fei­ne Dim­mer­an­steue­rung so­wie der prak­ti­sche, di­rek­te Zu­griff auf den Dim­mer mit­tels En­coder. Ein Ab­schal­ten des Lüf­ters wird mit viel Licht­ein­bu­ße be­zahlt, ist aber in der ei­nen oder an­de­ren Sze­ne viel­leicht die bes­se­re Lö­sung. Die zu­ge­hö­ri­gen Zoomtu­ben bil­den gut ab und lie­fern ei­ne ab­so­lut ho­mo­ge­ne Licht­ver­tei­lung. So knüpft der neue ADB Lex­pert an die Klas­se der al­ten Eu­ro­pa­se­rie an und voll­zieht den Schritt der „Le­d­ri­sie­rung“der Pro­fil­schein­wer­fer bei ADB. Nur die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit Etc-tu­ben mach­te ei­ni­ge Kom­pro­mis­se not­wen­dig, wo­bei die Pass­ge­nau­ig­keit selbst das Ori­gi­nal über­trifft.

Mit ei­nem zwei­ten, bün­deln­den Lin­senar­ray auf ei­ne Wa­ben­struk­tur ge­rich­tet wird das Licht

Pro­jek­ti­on oh­ne Tu­bus der Pri­mär­op­tik

Das ho­mo­gen ge­stal­te­te Licht­feld kann nun die Bild­ebe­ne mit ei­ner Sam­mel­lin­se des Leucht­mit­tel­sys­tems und ei­ner wei­te­ren Lin­se gleich­mä­ßig durch­leuch­ten und ide­al in die Se­kun­där­op­tik ein­kop­peln

Die Mi­kro­lin­sen­struk­tur be­steht aus zwei Kunst­stof­fe­be­nen, die ei­ni­ge Mil­li­me­ter zu­ein­an­der Ab­stand ha­ben, um das Licht noch bes­ser zu ei­ner Flä­che zu ver­tei­len

Die Bond­dräh­te der Led-chips wer­den vor me­cha­ni­scher Be­las­tung mit­tels Rah­men ge­schützt, der gleich­zei­tig die ers­te Lin­se pro Chip be­reit­stellt

Gu­te Er­reich­bar­keit durch­dach­ter Auf­bau al­ler wich­ti­gen Kom­po­nen­ten – ein

Kühl­kör­per um­schlie­ßen den Licht­ka­nal der LED

Die Ab­deck­scha­le be­steht aus zwei Halb­scha­len, die man zum Öff­nen nicht tei­len muss, um Zu­griff zum In­ne­ren zu er­hal­ten

Kühl­kör­per mit ein­ge­setz­tem Licht­ka­nal der in­nen schwarz aus­ge­klei­det ist, um we­nig Streu­licht zu ver­ur­sa­chen

Der Lüf­ter treibt die Luft über die um den Licht­ka­nal an­ge­ord­ne­ten Kühl­rip­pen nach oben

In­ter­es­san­te Ab­stu­fung der Netz­an­schlüs­se mit Trenn­wand zu Steu­er­elek­tro­nik

Heu­te eher ei­ne Sel­ten­heit Boh­run­gen, die zur Din-schein­wer­fer­plat­te pas­sen – die Ziel­grup­pe lässt grü­ßen

Rän­del­schrau­ben der Lin­sen zum Fi­xie­ren und Ver­schie­ben Rei­ni­gen der Lin­sen Öff­nen der obe­ren Ge­häu­se­scha­le, die selbst­ver­ständ­lich ge­si­chert ist

Rän­del­schrau­ben Trans­port zur Fi­xie­rung der Lin­sen beim

Den rich­ti­gen An­stell­win­kel fin­den um den Go­bo­hal­ter in sei­ne Füh­rung ein­zu­füh­ren – A: so soll­te es sein, B: ver­fehlt

Nach dem Ent­fer­nen der Ge­häu­se­scha­len kommt man sehr gut an je­de Stel­le im Tu­bus

Rei­ni­gen der Lin­sen Öff­nen der obe­ren Ge­häu­se­scha­le, die selbst­ver­ständ­lich ge­si­chert ist

Licht­ab­de­ckung in der Stel­lung oh­ne ein­ge­setz­tem Go­bo, mit ein­ge­setz­tem Go­bo, mit ein­ge­setz­ter Iris

Licht­ver­tei­lungs­kur­ve ADB Lex­pert Pro­fi­le L weit und scharf­ge­stellt 25-50 Zoom,

Licht­ver­tei­lungs­kur­ve ADB Lex­pert Pro­fi­le L 15-30 Zoom, eng und scharf­ge­stellt

Licht­ver­tei­lungs­kur­ve ADB Lex­pert Pro­fi­le L 25-50 Zoom, eng und scharf­ge­stellt

Licht­ver­tei­lungs­kur­ve ADB Lex­pert Pro­fi­le L 15-30 Zoom, weit und scharf­ge­stellt

Sil­ber­nes Go­bo und sil­ber­ner Go­bo­hal­ter an 5600K-en­gi­ne mit 15-30 Tu­bus und halb ein­ge­scho­be­nem Blen­den­schie­ber. Rechts vom Go­bo er­kennt man ei­ne grün­li­che Licht­ke­gel­re­fle­xi­on mit ab­ge­schat­te­tem Re­lief des vom Blen­den­schie­ber ab­ge­schat­te­ten Go­bo­b­il­des

5600K En­gi­ne mit 15-30 Tu­bus und Go­bo sehr gleich­mä­ßi­ge Durch­leuch­tung mit kaum er­kenn­ba­ren Far­brän­dern. Nur zu den Rän­dern hin wird es we­ni­ger scharf ab­ge­bil­det. Ei­ne leich­te An­ton­nung ist zu er­ken­nen, da­für kei­ner­lei Hof­bil­dung oder Re­fle­xio­nen

Licht­wurf mit dem Tu­bus 25°-50°, eng ge­stellt, ma­xi­mal un­fo­kus­siert – hier wird man wohl eher mit ei­nem Ham­bur­ger Frost ar­bei­ten, um ei­nen wei­chen Rand zu er­hal­ten

Und es geht doch ob­wohl die Farb­fo­lie vor dem Tu­bus lei­det, über­lebt die be­druck­te Over­head­fo­lie sehr gut den Auf­ent­halt im Go­bo-schacht

Licht­wurf mit dem Tu­bus 25°-50°, weit ge­stellt, rand­scharf mit 3200K Led-en­gi­ne (Ka­me­ra-weiß­ab­gleich auf 6500K)

Licht­wurf mit dem Tu­bus 15°- 30°, weit ge­stellt, rand­scharf mit 5600K Led-en­gi­ne

Dun­kel be­schich­te­te Blen­den­schie­ber ge­gen un­lieb­sa­me Re­fle­xio­nen

Drei Blen­den­schie­be­r­e­be­nen die Schie­ber wer­den über Fe­dern an­ge­drückt

Go­bo mit Blen­den­schie­ber er­kenn­bar kei­ner­lei Re­fle­xio­nen

Gut rea­li­sier­ba­res Drei­eck auf drei Ebe­nen Blen­den­schie­ber

Go­bo scharf­ge­stellt mit ein­ge­fah­re­ner Iris

Auf die Iris in mitt­le­rer Stel­lung scharf­ge­stellt mit ein­sei­tig ein­ge­fah­re­nem Blen­den­schie­ber

Blen­den­schie­ber­spalt wird sau­ber oh­ne Ton­nen­wöl­bung oder Ha­los pro­ji­ziert

Ein­ge­setz­te Iris für ei­ne sehr gu­te Kreis­pro­jek­ti­on

Cri-far­b­an­tei­le bei 3200K und 5600K, für ei­ne Led-en­gi­ne noch viel Rot, wo­bei 3200K die ers­ten sie­ben Far­ben bei­na­he gleich­mä­ßig wie­der­gibt

TM-30 die Sät­ti­gung ist bei 3200K auf den Punkt, 5600K bei­na­he nur mess­tech­nisch ein we­nig ent­sät­tigt

En­coder mit dem man je­der­zeit die Hel­lig­keit des Schein­wer­fers ein­stel­len kann

Fens­ter­tech­nik im Gra­fik­dis­play so muss heu­te ei­ne mo­der­ne Be­die­nung aus­se­hen

Gut zu­gäng­li­ches Me­nü und Ter­mi­nal

Die Far­bor­te der 3200K liegt ex­akt auf der Plank­schen Gera­den, wo­bei 5600K mit ei­nem Duv von nur 0,0016 eben­so ex­zel­lent sind

Spek­trum der Led-ein­zel­far­ben für 3200K und 5600K

TM30 Vek­tor­gra­fik für 5600K und 3200K

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