Test: Dan­te-in­ter­face Salz­bren­ner NIO xcel 1201

Das NIO xcel 1201 mar­kiert bei den Dan­te-in­ter­faces ein Ex­trem: es ver­kör­pert ei­nen Stand-alo­ne-mi­xer mit EQS, ei­nen Vier­fach-mi­kro­fon­split­ter und ana­lo­ge Ein­gän­ge mit Wand­lern höchs­ter Gü­te

Production Partner - - Inhalt - Text und Mes­sun­gen: An­selm Goertz | Fo­tos: Die­ter Stork

Die Se­rie NIO xcel des in Süd­deutsch­land an­säs­si­gen Sys­tem­in­te­gra­tors Salz­bren­ner be­steht ak­tu­ell aus vier Ge­rä­ten, die ana­lo­ge und di­gi­ta­le Ein- und Aus­gän­ge im Dan­te-netz­werk zur Ver­fü­gung stel­len. Die pri­mä­re An­wen­dung der NIOS sieht man bei Salz­bren­ner auf der Büh­ne oder am Foh­platz, wo Mi­kro­fo­ne, elek­tro­ni­sche In­stru­men­te, End­stu­fen oder Ef­fekt­ge­rä­te schnell und ein­fach in ein Dan­te-netz­werk in­te­griert wer­den sol­len. Al­le Ge­rä­te kom­men in kom­pak­ten und ro­bus­ten 9,5"-Ge­häu­sen da­her und kön­nen durch auf der Vor­der- und Rück­sei­te über­ge­stülp­te Gum­mi­um­hül­lun­gen zu­sätz­lich ge­schützt wer­den. Al­ter­na­tiv gibt es auch Zu­be­hör für den Ein­bau in 19"-Racks. Be­triebs­si­cher­heit schreibt man bei Salz­bren­ner ganz groß: Ent­spre­chend sind al­le NIOS mit dop­pel­ten Netz­tei­len aus­ge­rüs­tet und selbst­ver­ständ­lich auch mit ei­nem pri­mä­ren und se­kun­dä­ren Dan­te-port für ei­ne red­un­dan­te Ver­net­zung. Ei­ne Strom­ver­sor­gung via POE ist folg­lich nicht mög­lich. i.

Die Mo­del­le 1101 und 1102 sind mit di­gi­ta­len Schnitt­stel­len aus­ge­stat­tet und bie­ten acht Ein- und vier Aus­gän­ge bzw. je sechs Ein- und Aus­gän­ge im AES/EBU-FOR­MAT. Ty­pi­sche Ein­satz­mög­lich­kei­ten sind die An­bin­dung von Ge­rä­ten wie End­stu­fen, Re­cor­der oder Si­deracks mit di­gi­ta­len Ein- und Aus

gän­gen an di­gi­ta­le Misch­pult­sys­te­me. Für un­se­re Te­st­rei­he ana­lo­ger Dan­te-break­out-bo­xen bo­ten sich die Mo­del­le 1201 und 1202 an. Das NIO xcel 1201 ist mit acht ana­lo­gen Mi­kro­fon­ein­gän­gen und vier Li­ne-pe­gel-aus­gän­gen be­stückt. Wie auch al­le an­de­ren Mo­del­le ist das xcel 1201 ein 9,5"-Ge­rät mit ei­nem Ex­ten­si­on-mo­dul. Die acht Ein­gän­ge be­fin­den sich auf der Ge­rä­te­front. Über ei­ne auf der Rück­sei­te be­find­lich Rj45-buch­se kann dann das Ex­ten­si­onmo­dul an­ge­schlos­sen wer­den, auf dem sich die vier Aus­gän­ge be­fin­den. In der 19"Va­ri­an­te kön­nen auch bei­de zu­sam­men ne­ben­ein­an­der in ei­ner HE ein­ge­baut wer­den. Der An­schluss über ein kur­zes Netz­werk­ka­bel ist da­bei aus au­dio­tech­ni­scher Sicht völ­lig un­pro­ble­ma­tisch, da es sich beim Netz­werk­ka­bel um vier se­pa­rat ge­schirm­te Twis­ted-pair-lei­tun­gen han­delt, was ei­nem nor­ma­len Mi­kro­fon­ka­bel eben­bür­tig ist.

A/d-sek­ti­on und Preamps

Al­le Mes­sun­gen am 1201 wur­den bei ei­ner Ab­tast­ra­te von 96 khz durch­ge­führt. Be­gin­nend bei den ana­lo­gen Ein­gän­gen wur­den der Fre­quenz­gang, der Stör­ab­stand und die Ver­zer­rungs­wer­te ge­mes­sen. Letz­te­res be­inhal­tet auch ei­ne Mes­sung der tran­si­en­ten In­ter­mo­du­la­ti­ons­ver­zer­run­gen (auch DIM oder TIM ge­nannt), da die­ser Mes­sung ei­ne gu­te Kor­re­la­ti­on mit den klang­li­chen Ei­gen­schaf­ten ei­nes Test­ob­jek­tes nach­ge­sagt wird.

Abb. 1 zeigt zu­nächst die Fre­quenz­gän­ge von zwei der acht Ein­gangs­ka­nä­le, die bei 1 khz auf 0 db nor­miert sind. Die Mess­gra­fik bil­det ei­nen Fre­quenz­be­reich von 5 Hz bis 45 khz ab. Die Be­gren­zung am obe­ren En­de der Kur­ve er­folgt durch die bei der Mes­sung ver­wen­de­te Ab­tast­ra­te von 96 khz. Er­war­tungs­ge­mäß ist der Ver­lauf im ge­sam­ten re­le­van­ten Fre­quenz­be­reich völ­lig glatt und be­darf da­her kei­ner wei­te­ren Er­läu­te­rung.

In­ter­es­sant wird es beim Stör­ab­stand der Mi­kro­fon­ein­gän­ge, die für Pe­gel bis ma­xi­mal +24 dbu aus­ge­legt sind. Der in die­ser Ein­stel­lung zu mes­sen­de Stör­pe­gel be­trägt ex­trem ge­rin­ge −149 db­fs. Bei −15 dbu Ein­gangs­emp­find­lich­keit für Voll­aus­steue­rung liegt der Wert dann bei −110 db­fs. Wie macht man das? Hier han­delt es sich um so­ge­nann­te ge­stack­te A/d-um­set­zer, bei dem meh­re­re ADCS par­al­lel ar­bei­ten. Das al­lei­ne wür­de aber bei wei­tem noch nicht rei­chen, um die­sen ho­hen Stör­ab­stand zu er­rei­chen, da ei­ne ein­fa­che Par­al­lel­schal­tung meh­re­rer A/D- oder auch D/a-wand­ler le­dig­lich 3 db Ge­winn pro Ver­dopp­lung der An­zahl mit sich bringt. Das wä­ren bei vier par­al­lel ar­bei­ten­den ADCS ge­ra­de ein­mal 6 db. Das ent­schei­den­de beim ge­stack­ten Prin­zip ist da­her die An­steue­rung der ADCS mit un­ter­schied­lich ver­stärk­ten Si­gna­len. Als Bei­spiel könn­te man nen­nen, dass ein ADC bei +24 dbu voll aus­ge­steu­ert ist, der nächs­te schon bei +14 dbu usw. Der nach­fol­gen­de DSP ent­schei­det an­schlie­ßend, wel­cher ADC op­ti­mal aus­ge­steu­ert ist, von dem er dann das Si­gnal nimmt. Das klingt ein­fach, ist aber in der Rea­li­tät schwer um­zu­set­zen, da ein mög­li­cher Gain- und auch Dc-drift zwi­schen den ADCS stän­dig er­fasst und aus­ge­gli­chen wer­den muss, da­mit es kei­ne Sprung­stel­len bei der Um­schal­tung gibt. Au­ßer­dem darf es kein Über­spre­chen mög­li­cher Ver­zer­run­gen von ei­nem ge­ra­de nicht ak­ti­ven ADC auf an­de­re ge­ben. Der ge­stack­te ADC im 1201 bringt es so auf ei­ne Dy­na­mik von 149 db un­be­wer­tet und von 152 db mit A-be­wer­tung des Stör­an­teils. Ein Preamp mit Gain-an­pas­sung ist dann nicht mehr er­for­der­lich. Es kön­nen al­le Quel­len vom lei­sen Mi­kro­fon bis zum Li­ne-pe­gel di­rekt an­ge­schlos­sen wer­den. Man könn­te den ge­stack­ten A/d-um­set­zer da­her auch ein­fach so be­schrei­ben, dass der DSP dem An­wen­der die Gain-ein­stel­lung ab­nimmt. Trotz­dem gibt es die Mög­lich­keit beim 1201, ein Gain oder ei­ne Sen­si­ti­vi­ty ein­zu­stel­len, was dann aber rein auf di­gi­ta­ler Ebe­ne ge­schieht. Der Ein

stell­be­reich reicht von +24 dbu Sen­si­ti­vi­ty bis −15 dbu für Voll­aus­steue­rung. Hier han­delt es sich je­doch nur um ein di­gi­ta­les Ska­lie­ren, um das Si­gnal für nach­fol­gen­de Ge­rä­te gut aus­ge­steu­ert ver­füg­bar zu ma­chen.

Bei den Ver­zer­rungs­mes­sun­gen wur­den zu­nächst die har­mo­ni­schen Ver­zer­run­gen als THD+N (har­mo­ni­sche Ver­zer­run­gen und Rau­schen) ge­mes­sen. Abb. 3 zeigt da­zu die Kur­ven in Ab­hän­gig­keit vom Ein­gangs­pe­gel ge­mes­sen für Fre­quen­zen von 100 Hz, 1 khz und 6,3 khz. Dort, wo die Kur­ven sprung­haft nach oben ge­hen, liegt die Clip­gren­ze. Für den ADC im 1201 ist das bei +24 dbu der Fall. In der Ein­stel­lung mit −15 dbu Sen­si­ti­vi­ty, re­spek­ti­ve 39 db di­gi­ta­lem Gain, ver­schiebt sich die Clip­gren­ze ent­spre­chend auf −15 dbu. Wich

tig ist es da­bei zu wis­sen, dass hier nicht der ADC oder Preamp über­steu­ert wird, son­dern nur ein di­gi­ta­les Clip­ping auf­tritt, das sich ver­lust­frei ver­hin­dern lässt, wenn man das di­gi­ta­le Gain re­du­ziert. Die Sprung­stel­le in den Kur­ven bei −18 dbu für +24 dbu Sen­si­ti­vi­ty ist ein ty­pi­sches Er­ken­nungs­merk­mal des ge­stuf­ten ADCS.

Ne­ben dem Wert der har­mo­ni­schen Ver­zer­run­gen ins­ge­samt ist auch de­ren spek­tra­le Zu­sam­men­set­zung in­ter­es­sant. Den ge­rad­zah­li­gen Ober­wel­len k2, k4 … wird ei­ne eher po­si­ti­ve Wir­kung auf den Klang nach­ge­sagt im Ge­gen­satz zu den un­ge­rad­zah­li­gen k3, k5 …Noch wich­ti­ger für die klang­li­chen Ei­gen­schaf­ten ist die schnel­le Ab­nah­me der Ober­wel­len zu hö­he­ren Ord­nun­gen hin. Letz­te­res ist beim 1201 in Abb. 4 gut zu er­ken­nen. Das Klirr­spek­trum wird an­sons­ten zwar von den un­ge­rad­zah­li­gen Kom­po­nen­ten do­mi­niert, liegt je­doch ins­ge­samt bei so

nied­ri­gen Wer­ten, dass dem ver­mut­lich kei­ne Be­deu­tung bei­zu­mes­sen ist.

Die letz­te Mes­sung mit gra­fi­scher Darstel­lung für die Ein­gangs­sek­ti­on be­trifft die tran­si­en­ten In­ter­mo­du­la­ti­ons­ver­zer­run­gen (DIM), bei der ein 15-khz-si­nus mit ei­nem steil­flan­ki­gen 3,15khz-recht­eck über­la­gert wird. Aus­ge­wer­tet wer­den die da­bei ent­ste­hen­den In­ter­mo­du­la­ti­ons­pro­duk­te. Abb. 5 zeigt die Wer­te eben­falls wie­der in Ab­hän­gig­keit vom ana­lo­gen Ein­gangs­pe­gel. Der xcel 1201 er­reicht in die­ser klang­lich wich­ti­gen Dis­zi­plin mit −100 db ei­nen ex­trem gu­ten Wert.

Ein wei­te­rer Mess­wert soll­te nicht un­er­wähnt blei­ben. Die bei 1 khz ge­mes­se­ne Gleich­takt­un­ter­drü­ckung der sym­me­tri­schen Ein­gän­ge des 1201 liegt bei ex­trem gu­ten 103 db. Die Ein­gän­ge des 1201 sind da­mit bes­tens ge­gen stö­ren­de Ein­streu­un­gen auf die Zu­lei­tun­gen ge­schützt.

D/a-sek­ti­on und Aus­gangs­stu­fen

Auf der Aus­gangs­sei­te über­neh­men die DACS mit den nach­fol­gen­den ana­lo­gen Aus­gangs­stu­fen die Si­gnal­über­tra­gung. Die ma­xi­ma­le Aus­gangs­span­nung des xcel 1201 In­ter­faces liegt bei +24 dbu. Der dem­ge­gen­über ge­mes­sen Stör­pe­gel an den ana­lo­gen Aus­gän­gen wur­de zu −94 dbu be­stimmt. Auf der Aus­gangs­sei­te gibt es eben­falls die Mög­lich­keit, mit der Ein­stel­lung „Full Sca­le Re­fe­rence“ei­nen dbu-wert auf ana­lo­ger Sei­te ein­zu­stel­len, der bei di­gi­ta­ler Voll­aus­steue­rung 0 db­fs er­reicht wird. Die­se Ein­stel­lung ge­schieht auf der di­gi­ta­len Sei­te und be­grenzt da­her nur den Wert des ma­xi­ma­len Aus­gangs­pe­gels. Der Rausch­pe­gel bleibt da­bei un­ver­än­dert und der S/N ver­schlech­tert sich. Die­se Ein­stel­lung ist so­mit eher als Über­steue­rungs­schutz für nach­fol­gen­de Ge­rä­te zu ver­ste­hen. Ei­ne Ab­sen­kung des Pe­gels um mehr als 6 db wird da­her in der Pra­xis auch nur sel­ten er­for­der­lich sein.

Beim The­ma Ver­zer­run­gen gibt es für die DACS und die nach­fol­gen­den Aus­gangs­stu­fen im Prin­zip ver­gleich­ba­re Mes­sun­gen, wie sie auch für die ADCS ge­macht wur­den. Die Ab­bil­dun­gen 8 und 9 zei­gen die Kur­ve THD+N in Ab­hän­gig­keit vom Pe­gel und das Fft-spek­trum bei 1 khz. Die Mes­sung des Fft-spek­trums er­folg­te 3 db un­ter Voll­aus­steue­rung und so­mit bei +21 dbu Aus­gangs­pe­gel. Die Darstel­lung zeigt die Wer­te in dbu. Für die größ­te Ober­wel­le (k2) mit ei­nem Pe­gel von ca. −80 dbu be­deu­tet das ei­nen Klir­r­an­teil von −100 db. In­ter­es­sant ist das et­was un­ter­schied­li­che Ver­hal­ten der bei­den ge­mes­se­nen Aus­gän­ge in Abb. 8 bei 1 khz und 100 Hz. Bei 6,3 khz sind die Kur­ven dann wie­der de­ckungs­gleich, aber auch auf ei­nem ins­ge­samt et­was hö­he­ren Ni­veau, wo an­de­re Ver­zer­rungs­ur­sa­chen do­mi­nant wer­den.

Bei den Mes­sun­gen der Aus­gän­ge zeigt sich noch ei­ne an­de­re Spe­zia­li­tät der Aus­gangs­stu­fen im NIO: Die Aus­gangs­im­pe­danz liegt bei 0 Ω. Das heißt: bis zu ei­ner be­stimm­ten Gren­ze lie­fert der Aus­gang im­mer ex­akt den ein­ge­stell­ten Aus­gangs­pe­gel, un­ab­hän­gig von der an­ge­schlos­se­nen Sen­ke.

Soft­ware

Die NIOS sind mit ei­nem ei­ge­nen Web­ser­vice aus­ge­stat­tet und kön­nen so über je­den Brow­ser di­rekt an­ge­spro­chen wer­den. Abb. 10 zeigt ein Block­schalt­bild, welch über­ra­schend gro­ßer Funk­ti­ons­um­fang sich im 1201 ver­birgt, der dann über die Ober­flä­che im Brow­ser be­dient wer­den kann. Be­gin­nend von den Ein­gän­gen gibt es für die ana­lo­ge Sei­te zu­nächst ei­ne se­pa­rat schalt­ba­re 48 V Phan­tom­spei­sung. Auf der di­gi­ta­len Sei­te folgt als ers­tes ein vier­fa­cher Mi­kro

fon­split­ter mit ei­nem Pha­se-re­ver­se­schal­ter und ei­nem 3-fach pa­ra­me­tri­schen EQ plus Hoch­pass­fil­ter. Die­sen Funk­ti­ons­block gibt es so­mit 32 mal. Zu­sam­men mit 32 über Dan­te ver­füg­ba­ren Ka­nä­len geht es dann in ei­nen 8-fach vor­han­de­nen 16-in-2 Ste­reo-mi­xer. Die ins­ge­samt 16 Aus­spiel­we­ge der Mi­xer kön­nen dann ent­we­der auf ei­nem der 32 Aus­gän­ge ins Dan­te-netz ein­ge­spielt oder auf den ana­lo­gen Aus­gän­gen di­rekt ab­ge­grif­fen wer­den. Völ­lig un­ab­hän­gig vom Dan­te-netz­werk kann so mit ei­nem 1201 ein klei­ner Stand-alo­ne-mi­xer kon­fi­gu­riert wer­den, der z. B. in ei­nem Kon­fe­renz­raum oder als Key­board-sub­mi­xer mit Mo­ni­tor­aus­gän­gen auf der Büh­ne agiert. Op­ti­mal ge­eig­net ist der 1201 zu­dem als de­zen­tra­les Sta­ge­box­sys­tem auf der Büh­ne. Wer­den 1201 an meh­re­ren Stel­len auf ei­ner Büh­ne ver­teilt, dann kön­nen al­le dort in der Nä­he lie­gen­den Quel­len, völ­lig un­ab­hän­gig von ih­rem Aus­gangs­pe­gel, an­ge­schlos­sen wer­den. Die je acht Ein­gangs­si­gna­le pro 1201 kön­nen dann vier­fach ge­split­tet über die 32 Dan­te-we­ge aus­ge­spielt wer­den. Im Dan­te-netz­werk könn­ten sich dann ver­schie­de­ne Stel­len an die­sen Si­gna­len be­die­nen und so­gar ihr je­weils ei­ge­nes op­ti­ma­les Gain ein­stel­len. Als Bei­spiel könn­te man sich vor­stel­len, dass Split 1 den Foh-platz, Split 2 den Mo­ni­tor­mi­xer, Split 3 ei­nen Re­cor­der und Split 4 den Ra­dio­ton ver­sorgt. Ganz ne­ben­bei kann man so je­den Dan­te-fä­hi­gen Mi­xer für ca. 3.925 € (UVP in­cl. Mwst.) auch noch mit ei­nen der bes­ten ak­tu­ell ver­füg­ba­ren A/d-um­set­zer aus­rüs­ten.

Fa­zit

Salz­bren­ners NIO xcel 1201 ist weit mehr als ei­ne ein­fa­che Dan­te-break­out-box: Mit dem 1201 er­hält man ei­nen 8-fa­chen Hig­hend-a/d-um­set­zer höchs­ter Gü­te, ei­nen Stand-alo­ne-mi­xer mit EQS, ei­nen Vier­fach-mi­kro­fon­split­ter und ei­ne Sta­ge­box mit her­aus­ra­gen­den Fä­hig­kei­ten und

ei­ner Au­di­o­qua­li­tät, die ih­res­glei­chen sucht. Ent­spre­chend hoch ist na­tür­lich auch der Preis, der je­doch oh­ne Fra­ge ge­recht­fer­tigt ist. Die NIO Dan­te-in­ter­faces stel­len so­mit in ih­rer Art si­cher­lich ein Ex­trem dar, zei­gen aber auch sehr schön, wie groß die Spann­wei­te bei die­ser Ge­rä­te­gat­tung mitt­ler­wei­le ge­wor­den ist. Für den An­wen­der ist das ei­ne kom­for­ta­ble Si­tua­ti­on: bei der Viel­zahl ver­füg­ba­rer Ge­rä­te fin­det er be­stimmt im­mer et­was Pas­sen­des für die je­wei­li­ge An­wen­dung.

2 × Po­wer und 2 × Dan­te, die vier Aus­gän­ge wer­den mit kur­zer Twis­ted-pair-lei­tung an ei­ne ex­ter­ne Box an­ge­schlos­sen und dort auf XLR ge­führt

THD+N in Ab­hän­gig­keit vom Ein­gangs­pe­gel für Ch1 (blau) und Ch2 (rot). Die Clip­gren­ze für 0 db­fs Aus­steue­rung liegt ab­hän­gig von der ein­ge­stell­ten Emp­find­lich­keit bei −15 bis +24 dbu Ein­gangs­pe­gel. Mes­sung bei 1 khz als durch­ge­zo­ge­ne Li­nie, 100 Hz ge­stri­chelt und 6,3 khz ge­punk­tet (Abb. 3)

Fre­quenz­gang der ana­lo­gen Ein­gän­ge Ch1 (blau) und Ch2 (rot). Die Kur­ven sind bei 1 khz auf 0 db nor­miert. Ge­mes­sen wur­de bei mi­ni­ma­ler und ma­xi­ma­ler Ein­gangs­emp­find­lich­keit von +24 dbu und −15 dbu. Die Kur­ven sind im Ver­lauf völ­lig de­ckungs­gleich (Abb. 1)

Stör­spek­tren der ana­lo­gen Ein­gän­ge mit Sum­men­wer­ten von −149 db­fs bei +24 dbu Emp­find­lich­keit (blau, rot) und von −110 db­fs bei −15 dbu Emp­find­lich­keit (grün, ma­gen­ta). Mit A-be­wer­tung sinkt der Stör­pe­gel um je­weils 3 db ab (Abb. 2)

Klirr­spek­trum bei 1 khz ge­mes­sen über die ana­lo­gen Ein­gän­ge bei +24 dbu Emp­find­lich­keit und +18 dbu Ein­gangs­pe­gel ent­spre­chend −6 db­fs auf di­gi­ta­ler Sei­te. Ch1 (blau) und Ch2 (rot), Abb. 4

Tran­si­en­te In­ter­mo­du­la­ti­ons­ver­zer­run­gen (DIM) der ana­lo­gen Ein­gän­ge in Ab­hän­gig­keit vom Ein­gangs­pe­gel ge­mes­sen für Ch1 (blau) und Ch2 (rot) bei +24 dbu Ein­gangs­emp­find­lich­keit und für Ch1 (grün) und Ch2 (ma­gen­ta) bei −15 dbu Ein­gangs­emp­find­lich­keit (Abb. 5)

Stör­spek­trum an den ana­lo­gen Aus­gän­gen mit ei­nem Ge­samt­pe­gel von −94 dbu für Ch1 (blau) und Ch2 (rot). Der ma­xi­ma­le Aus­gangs­pe­gel liegt bei +24 dbu, wor­aus sich ein S/N von 118 db er­gibt (Abb. 7)

Fre­quenz­gang der ana­lo­gen Aus­gän­ge Ch1 (blau) und Ch2 (rot). Die Kur­ven sind bei 1 khz auf 0 db nor­miert (Abb. 6)

THD+N der D/a-um­set­zer mit Aus­gangs­stu­fen in Ab­hän­gig­keit vom Aus­gangs­pe­gel. 0 db­fs auf di­gi­ta­ler Sei­te ent­spre­chen ei­nem ana­lo­gen Aus­gangs­pe­gel von ma­xi­mal +24 dbu. Mes­sung bei 1 khz als durch­ge­zo­ge­ne Li­nie, 100 Hz ge­stri­chelt und 6,3 khz ge­punk­tet (Abb. 8)

NIO xcel 1201 Block­schalt­bild mit ana­lo­gen Ein- und Aus­gän­gen, dem Dan­te-in­ter­face, der Ma­trix und dem in­te­grier­ten Mi­scher (Abb. 10)

Klirr­spek­trum bei 1 khz für ei­nen Pe­gel von +21 dbu ( 3 db­fs) an den ana­lo­gen Aus­gän­gen. Darstel­lung in ab­so­lu­ten Wer­ten in dbu (Abb. 9)

Ein­gangs­sek­ti­on in der Web Ap­p­li­ca­ti­on zum NIO xcel 1201. Hier kön­nen die Ein­gangs­emp­find­lich­keit, ein di­gi­ta­les Gain Trim, Mu­te, Pha­se Re­vers und ein 3fach-eq pro Ein­gang ein­ge­stellt wer­den (Abb. 11)

3-Band-eq und Hoch­pass­fil­ter in der Web Ap­p­li­ca­ti­on zum NIO xcel 1201, ein sol­cher EQ steht in je­dem ana­lo­gen Ein- und Aus­gang zur Ver­fü­gung (Abb. 12)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.