Test: Prop­lex IQ Tes­ter LV | Dmx-tes­ter goes Et­her­net

Production Partner - - Inhalt - Text: Her­bert Bern­städt | Fo­tos: Die­ter Stork, Her­bert Bern­städt

Die Er­wei­te­rung von Licht­pro­to­kol­len be­nö­tigt un­wei­ger­lich auch hand­li­che Test­ge­rä­te zur schnel­len Feh­ler­lo­ka­li­sie­rung auf der Bau­stel­le. So war es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis end­lich ein Tes­ter auf den Markt kommt, der nicht nur DMX und RDM – al­so die klas­si­sche Rs485-schnitt­stel­le – be­dient, son­dern auch die Et­her­net­pro­to­kol­le Art-net, SACN, MA-NET2, Ho­gnet, Hip­po­net und Gre­en­go un­ter­stützt

Be­trach­tet man die gan­ze Aus­wahl an Et­her­net­pro­to­kol­len und ver­gleicht man es mit den Ge­rä­te­an­ge­bo­ten der Fir­ma TMB, zu dem der Prop­lex IQ Tes­ter LV ge­hört, wür­de der Bay­er spon­tan sa­gen: „Des passt.“Aber be­vor wir die ein­zel­nen Funk­tio­nen des Prop­lex IQ Tes­ter LV durch­ge­hen, und se­hen wir uns den Auf­bau der Ma­schi­ne an und be­gin­nen dann mit dem Tri­vi­als­ten: dem Ka­bel­tes­ter.

Auf­bau des Prop­lex IQ Tes­ter LV

Das Ge­häu­se des Tes­ters ist aus Me­tall und ent­spricht der Grö­ße von 2,5 ne­ben­ein­an­der­ge­leg­ten Big­pack-zi­ga­ret­ten­schach­teln. An der obe­ren Stirn­sei­te sind zwei fünf­po­li­ge XLR an­ge­bracht so­wie ge­gen­über ein USB-B, ein Rj45-steck­ver­bin­der so­wie ei­ne Be­fes­ti­gungs­ö­se für ei­ne Hand­schlau­fe. Das Touch­dis­play misst 4,5 × 5,9 cm und wird in der Be­die­nung von ei­nem Fünf­fach-tas­ten­feld un­ter­stützt. Wenn man die Tas­ten nut­zen muss, wird mit klei­ner Schrift in der un­ters­ten Zei­le dar­auf hin­ge­wie­sen – aber in­kon­se­quent nicht im­mer, so dass man ein­fach pro­bie­ren muss, ob man mit den Tas­ten was be­wir­ken kann. Aber wir hat­ten hier auch erst die Firm­ware 0.6.3. im Test, und sie ist – wenn man den üb­li­chen Kon­ven­tio­nen von Soft­ware­be­zei­chun­gen ver­traut – ja erst ab der 1.0 für den Ver­kauf vor­ge­se­hen. Auf der an­de­ren Sei­te ist der Prop­lex be­reits beim ORF, beim Staats­thea­ter Kas­sel usw. im Ein­satz. Hier scheint der Kun­de auch der Be­ta­tes­ter zu sein.

Die An­lei­tung zum Prop­lex IQ LV ist in Eng­lisch und eher ru­di­men­tär ge­hal­ten. Au­ßer­dem ist sie auf Er­wei­te­rung aus­ge­legt – ganz ent­spre­chend dem ak­tu­el­len Soft­ware­stand. Das ist im ers­ten Au­gen­blick nicht von Nach­teil, denn die Be­die­ner­füh­rung ist sehr gut ge­lun­gen und übersichtl­ich. Die Gra­fi­ken auf dem Touch­feld mit dem zu­ge­hö­ri­gen Text las­sen sehr schnell be­grei­fen, was man mit die­sem Feld für ei­ne Funk­ti­on er­hält. So fin­det man sich in­tui­tiv sehr schnell zu­recht – wenn man nicht ge­ra­de stol­pert, weil (dem Soft­ware­stand ge­schul­det) die ei­ne oder an­de­re Touch-be­fehls­flä­che, die man auf­ru­fen möch­te, oh­ne Aus­wir­kung bleibt. Hier sind wir aber an dem Punkt, dass man von ei­nem Test­ge­rät ei­gent­lich ei­ne Zu­ver­läs­sig­keit er­war­tet, da ja et­was im Ar­gen ist und man es über­prü­fen will – und nicht noch ab­schät­zen möch­te,

ob es nun am Tes­ter liegt oder die Fehl­funk­ti­on durch ein an­de­res Pro­blem ver­ur­sacht wird. Ge­ra­de bei Mess- und Test­ge­rä­ten er­war­tet man ei­ne voll­stän­di­ge Zu­ver­läs­sig­keit.

Der in­ter­ne Ak­ku wird über die Usb-buch­se auf­ge­la­den. Bei ei­nem kon­ti­nu­ier­li­chen Dis­play­be­trieb und ge­ne­rier­ten Da­ten bzw. Leis­tung, die aus­ge­ge­ben wird, ist es ver­ständ­lich, dass die Ak­ku­leis­tung nicht all­zu lan­ge vor­hält – bei uns wa­ren im Schnitt drei St­un­den Dau­er­be­trieb mög­lich. Es ist al­ler­dings ge­wöh­nungs­be­dürf­tig, dass nur im ein­ge­schal­te­ten Be­trieb ge­la­den wird. Schal­tet man den Tes­ter ab, soll­te man den Usb-ste­cker zie­hen. Über den Usb-an­schluss wird dann auch neue Firm­ware auf­ge­spielt.

Ka­bel­tes­ter

Un­ter der Ru­brik Ka­bel­tes­ter fin­det man ei­nen Pin-test, ei­nen Bi­tra­te-test und ei­ne Si­gnals­ha­pe-ana­ly­sis. Der Pin-test soll­te si­cher Kurz­schlüs­se oder Fehl­be­le­gun­gen an­zei­gen. In un­se­rer Firm­ware 0.6.3 muss­ten wir je­doch fest­stel­len, dass der ein­fa­che Pin-test Feh­ler­kom­bi­na­tio­nen nicht er­kennt und den Tes­ten­den auf die fal­sche Fähr­te schickt. Ist Pin 1 auf 2 auf­ge­legt und um­ge­kehrt, wer­den vom Tes­ter 1 und 2 als nicht an­ge­schlos­sen an­ge­zeigt. Wer­den Pin 3 und 4 ver­tauscht, wird Pin 1 bis 4 als gut an­ge­zeigt. Folg­lich könn­te man an­neh­men, dass zur Dmx-über­tra­gung Pin 1 bis 3 in Ord­nung sind. Wo­bei das Si­gnal Da­ta+ auf dem zwei­ten Da­ten­paar der sonst nicht ge­nutz­ten Pins 4 und 5 liegt. Schlüs­se wer­den meist mit ei­nem „not con­nec­ted“an­ge

zeigt. Al­so wenn in der An­zei­ge Pin 1 bis 3 als „good“und 4 und 5 als „not con­nec­ted“steht, heißt das nicht au­to­ma­tisch, dass man ein ty­pi­sches, nur mit 1 bis 3 be­leg­te Ka­bel vor sich hat, son­dern dass (wie in die­sem Fall) die Pinne 4 und 5 ei­nen Schluss mit Pin 1 ha­ben. Al­so doch Steck­ver­bin­der auf­schrau­ben und die auf­ge­leg­ten Lei­tun­gen zäh­len.

Beim Bi­tra­te-test wird ge­tes­tet, wel­che Über­tra­gungs­ra­te das Ka­bel er­laubt – was sehr nütz­lich ist, um schlecht über­tra­gen­de Ka­bel zu fin­den. Denn nicht im­mer ist die phy­si­ka­li­sche Ver­bin­dung der Po­len­den auch gut ge­nug, die Recht­eck­si­gna­le des Dmx-pro­to­kolls zu über­tra­gen.

Mit der Si­gnals­ha­pe-ana­ly­sis-funk­ti­on ist ei­gent­lich schon ein auf DMX ein­ge­stell­tes Os­zil­lo­skop an Bord. Hier­für ver­dient der Prop­lex vol­le Punkt­zahl. Hier kann man se­hen, wie das Ka­bel aus dem Dmx-recht­eck­si­gnal auf­grund sei­ner Ka­pa­zi­tä­ten in In­duk­ti­vi­tät ein über­schwin­gen­des Et­was macht und da­mit evtl. nicht mehr die Nul­len und Ein­sen rich­tig er­kannt wer­den. Ei­ne sehr nützliche Über­sicht, bei der im Si­gnal­bild die kri­ti­schen Über­schwin­ger mit rot dar­ge­stellt wer­den und so­mit die Pro­ble­ma­tik er­sicht­lich wird. Das glei­che Fens­ter bzw.

Os­zi-bild fin­den wir auch an­de­ren Or­tes wie­der, wo es un­ter der Dmx-timing-funk­ti­on zu fin­den ist und „DMX Si­gnal Scope“ge­nannt wird.

DMX-IN

Ei­ne der wich­tigs­ten Test­funk­tio­nen ist die Über­prü­fung des Dmx-si­gnals: wes­halb Lam­pen nicht an­spre­chen oder nicht tun was man er­war­tet, oder mit Zit­tern oder Fla­ckern auf das Si­gnal re­agie­ren. Um zu se­hen, wel­che Wer­te Dmx-krei­se ha­ben, kann man beim Prop­lex die An­sicht als Bal­ken­dia­gramm für 48 Dmx-krei­se, oder in Form ei­nes Schach­brett­mus­ters für 256 Krei­se gleich­zei­tig an­zei­gen las­sen. Der Fli­cker­fin­der färbt al­le Krei­se ein, die ge­ra­de ih­ren Wert än­dern. Na­tür­lich kann man beim Bal­ken­dia­gramm die zu­ge­hö­ri­gen Dim­mer­wer­te in der 255-, 100%- oder Hex-darstel­lung an­zei­gen las­sen. Das ist für ein Dmx-mo­ni­to­ring brauch­bar. Schön wä­re noch ei­ne Funk­ti­on wie die Darstel­lung von Rgb-wer­ten als Far­be, wie es Pi­xel­map­per oft aus­ge­ben. Oder dass die An­zei­ge da­hin springt, wo der letz­te Wert ver­än­dert wur­de, auch wenn es nicht im ein­ge­stell­ten „Sicht“- bzw. Kreis­block ist.

Um das Dmx-pro­to­koll bes­ser be­ur­tei­len zu kön­nen, wä­re ei­ne An­zei­ge der über­tra­ge­nen Dmx-krei­se und des Start­codes wün­schens­wert. Auch wenn die Start­sync-zeit ei­nen un­gül­ti­gen Wert an­nimmt, wird dies nicht an­ge­zeigt. Wenn das Start­by­te nicht Null ist, wird die An­zei­ge zwar ein­ge­fro­ren, aber man fin­det kei­nen Hin­weis, mit wel­chem Wert nun das Start­by­te an­liegt. Da­für wird das Dmx-si­gnal im­mer an­ge­zeigt, auch wenn nur ein Dmx-kreis im Fra­me vor­han­den ist. An an­de­rer Stel­le im Me­nü kann man da­für die Funk­ti­on „DMX-IN Si­gnal-scope“aus­wäh­len und fin­det dar­un­ter die be­reits vor­ge­stell­te Os­zi-an­zei­ge, die beim Ka­bel­tes­ter noch „Si­gnals­ha­pe Ana­ly­sis“ge­nannt wur­de. Hier kann man die Pe­gel und Durch­schnitts­wer­te der Si­gnal­span­nun­gen ab­le­sen, so­wie das

Über­schwin­gen. Ri­se-ti­me und Fall-ti­me scheint noch nicht im­ple­men­tiert zu sein, denn die­se Wer­te wer­den nicht an­ge­zeigt.

Un­ter DMX-IN ver­birgt sich auch das Emp­fan­gen von Dmx­wer­ten, die über Art­net oder SACN ge­sen­det wur­den. Das ist ein wun­der­ba­res Mo­ni­to­ring wie man es z. B. vom Art­ne­to­mi­na­tor her kennt. Je­doch wer­den hier nicht op­tisch die Uni­ver­sen und Grup­pen an­ge­zeigt, son­dern ei­ne Lis­te der emp­fan­ge­nen Streams. Und erst wenn man auf den Stream drückt, er­schei­nen die Dmx-wer­te im be­währ­ten Bal­ken­dia­gramm.

DMX-OUT

Ähn­lich wie die An­zei­ge DMX-IN kann man auch bei DMX-OUT zwi­schen 48 Bal­ken­dia­gram­men und 256 Pi­xeln wech­seln. Die Dmx-aus­gangs­wer­te wer­den über das prak­ti­sche 5-Tas­ten­feld ein­ge­stellt. Mit der mit­ti­gen En­ter-tas­te kommt man in den Edi­tier­mo­dus und wählt den Kreis mit der Rechts/links­tas­te aus. Mit der Rauf/runter-tas­te än­dert man den Wert des Krei­ses. Lei­der wird beim Drü­cken der En­ter-tas­te nicht nur der Edit-mo­de ver­las­sen, son­dern auch al­le Dmx-wer­te wie­der auf Null ge­setzt. Hier wä­re ei­ne Spei­cher- oder Lösch­funk­ti­on prak­ti­scher.

In ei­nem an­de­ren Me­nü fin­det man die Mög­lich­keit, das Dmx-oot-timing zu kon­fi­gu­rie­ren. Hier ste­hen als Pre­set-ein­stel­lung die Frame­ra­ten 24, 30 oder 44 FPS zur Ver­fü­gung, wenn man sich nicht selbst Break, Mark af­ter Break oder Mark be­vor Break ein­stel­len möch­te. Au­to­ma­ti­sche Fa­des oder Au­to-rgb-farb­mus­ter, die ein Dmx-si­gnal über das gan­ze Uni­ver­sum ge­ne­rie­ren, wer­den ver­misst. Eben­so die Ein­stel­lung des Start­by­tes oder die An­zahl der zu über­tra­gen­den Krei­se, die man lei­der noch nicht ein­stel­len kann. Aber das ist ja al­les Soft­ware und wird evtl. ja noch im­ple­men­tiert.

Ei­ne Boos­ter- oder Re­ge­ne­ra­te-funk­ti­on ist eben­falls vor­han­den und ver­steckt sich un­ter „HTP Mer­ge with DMX-IN“. Denn wenn man beim DMX-OUT al­les auf Null setzt, wird der Dm­xein­gang als HTP Mer­ge ein­fach als neu­es Si­gnal ge­ne­riert.

»Vol­le Punkt­zahl ver­dient der Prop­lex für die Si­gnals­ha­pe-ana­ly­sis-funk­ti­on, mit der ei­gent­lich schon ein auf DMX ein­ge­stell­tes Os­zil­lo­skop mit an Bord ist.«

Durch das Set­zen be­stimm­ter Krei­se beim DMX-OUT hat man auch die Mög­lich­keit, Trep­pen­auf­gän­ge, Um­bau­flä­chen oder be­stimm­te We­ge im­mer mit Licht an­zu­steu­ern – auch wenn der Mann am Pult sei­nen Grand­mas­ter auf Null zu­rück­zieht.

Ähn­lich wie beim DMX-IN hat man auch hier die Mög­lich­keit, Dmx-krei­se ein­zu­stel­len und die­se dann via Art­net oder SACN zu sen­den, wo man dann in vier Slots se­pa­ra­te Ein­stel­lun­gen von der Des­ti­na­ti­on IP und Port, FPS und na­tür­lich Grup­pe und Uni­ver­sum vor­neh­men kann. Was wir hier ver­mis­sen, ist ein au­to­ma­ti­scher Ge­ne­ra­tor.

RDM

Ak­ti­viert man die Rdm-funk­ti­on, so wer­den sehr übersichtl­ich al­le ge­fun­de­nen Ge­rä­te in ei­ner Block­lis­te an­ge­zeigt, wor­aus die Mar­ke, der Typ und der DMX-MO­DE so­wie die RDM-ID her­vor­ge­hen. Platz für die Dmx-adres­se wä­re in die­sem Block auch noch ge­we­sen. Tippt man auf den Block, so er­folgt ei­ne sehr über­sicht­li­che Darstel­lung über den DMX-MO­DE, der Adres­se und dem Lo­ca­te But­ton. Da­mit sind die wich­tigs­ten Pa­ra­me­ter zu­gäng­lich wenn man ein Rig schnell ein­rich­ten möch­te bzw. das Patch durch­füh­ren möch­te, ei­ner der Kern­auf­ga­ben des Rdm-pro­to­koll. Sehr schön ge­löst ist da­bei die klei­ne An­zei­ge bzw. Be­di­en­hil­fe­stel­lung, wenn Be­feh­le nicht mit dem Touch aus­lö­sen kann, son­dern nun man das 5-fach Tas­ten­feld nut­zen muss. Auch hier ist es be­stimmt der Vor­ab­firm­ware Ver­si­on ge­schul­det, wenn die ei­ne oder an­de­re Funk­ti­on noch nicht im­ple­men­tiert ist oder ins Lee­re läuft.

Ti­me­co­de

Auch beim Ti­me­co­de fin­den wir die be­kann­te Os­zil­lo­skop­funk­ti­on, um die Flan­ken des ein­ge­hen­den Si­gna­les zu be­ur­tei­len. Als Mess­tech­ni­ker wünscht man sich ei­ner­seits zwar noch Tas­ten, um die Emp­find­lich­keit und das Timing zu än­dern, auf der an­de­ren Sei­te er­füllt die Ti­me­co­de-ma­schi­ne hier ein­fach ih­ren Zweck. Man kann die emp­fan­gen­den und code­ge­ben­den Ge­rä­te schnell über­prü­fen, ob und in wel­cher Qua­li­tät die­se Si­gna­le aus­ge­ben. Bzw. kann auch ein­fach mal ein Co­de ge­ne­riert wer­den, um zu prü­fen, ob der Emp­fän­ger dar­auf re­agiert.

Poe-test

Die Ab­kür­zung POE steht für Po­wer over Et­her­net. Hier er­laubt der Prop­lex ei­ne Prü­fung, ob das Et­her­net-ge­rät (wie ein No­de) über das Netz­werk­ka­bel mit Strom ver­sorgt wird. In der IEEE 802.3af wird das Zu­schal­ten der Span­nungs­ver­sor­gung ge­re­gelt. So wird zu­nächst mit ei­ner Span­nung zwi­schen 2,7–10,1 V nach­ge­se­hen, ob ein End­ge­rät ei­nen Wi­der­stand im Be­reich von 19–26,5 kω auf­weist. Dann wird mit 14,5–20,5 V der ge­naue Wi­der­stand­wert er­mit­telt, um die Leis­tungs­klas­se fest­zu­stel­len. Erst dann wird die Ver­sor­gungs­span­nung zu­ge­schal­tet, die ty­pi­scher­wei­se >42 V be­tra­gen soll­te, aber auch im Be­reich von 36-57 V noch gül­tig ist. Dar­aus er­klärt sich auch die zu­sätz­li­che Über­prü­fung der Klas­se 4, da dort 12,95 bis 25,5 Watt bzw. 36 bis 44 ma zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den kön­nen, und so­mit an­de­re Ein­stel­lun­gen am Tes­ter be­nö­tigt wer­den.

Et­her­net

Auch hier kom­men wir zu dem Schluss, dass die Hard­ware zwar schon ent­wi­ckelt ist, bei der Firm­ware aber noch be­trächt­lich Luft nach oben ist. Gut, Rj45-ka­bel kann man nicht tes­ten – da­zu fehlt die zwei­te Buch­se oder ein Zu­satz­ad­ap­ter zum Auf­ste­cken auf die an­de­re Ka­bel­sei­te. So blei­ben Ka­bel­brü­che oder Cross­ka­bel eben den kon­ven­tio­nel­len Rj45ka­bel­tes­tern über­las­sen.

Auch, dass ei­ni­ge Me­nü-but­tons noch oh­ne Funk­ti­on sind, un­ter­streicht, dass hier noch flei­ßig an der Firm­ware ge­ar

bei­tet wird. Im­mer­hin zeigt der Net­work-sta­tus schon mal an, ob auf der Lei­tung Da­ten hin und her ge­schickt wer­den. Fol­ge­rich­tig kann in die­sem Me­nü ein Mo­ni­to­ring ak­ti­viert wer­den, dass die ak­tu­el­len Pa­ke­te an­zeigt und far­big nach Typ kenn­zeich­net. Zwar kann man die An­zei­ge ein­frie­ren, man hat aber kei­ne Mög­lich­keit zu­rück zu scrol­len oder wei­te­re De­tails die­ses Päck­chens zu er­fah­ren.

Was sehr ge­lun­gen ist, ist die Pro­to­koll-über­sicht. Hier wird far­big an­ge­zeigt, wel­che Pro­to­kol­le auf der Lei­tung lie­gen. Dass hier noch ei­ni­ge Pro­to­kol­le hin­zu­ge­fügt wer­den, hat der Her­stel­ler be­reits an­ge­kün­digt. In der Über­sicht der ak­ti­ven Teil­neh­mer sind in un­se­rem Test nicht al­le an­ge­zeigt wor­den. Was noch gut ge­we­sen wä­re: ein Stress-ge­ne­ra­tor, bei dem man die Men­ge an Da­ten suk­zes­si­ve stei­gern kann, um aus­zu­tes­ten, bis wo­hin der Switch mit­macht oder dann doch ir­gend­wann dicht macht. Eben­so wä­re ei­ne gra­fi­sche Darstel­lung dar­über sinn­voll, wie­viel Traf­fic über die Zeit auf der Lei­tung herrscht … Aber man wird sich si­cher­lich noch das ei­ne oder an­de­ren Test­tool zur Vor­la­ge neh­men, um dann ei­ne ein­fach zu be­die­nen­de Te­st­um­ge­bung zu schaf­fen, die man als Licht­tech­ni­ker be­nö­tigt – die Grund­la­gen da­für bie­tet die­ses klei­ne Käst­chen.

Fa­zit

Der Preis für das nützliche Licht­pro­to­koll-test­ge­rät liegt bei 1.499,40 Eu­ro. Wenn man die Prei­se für die hoch­wer­ti­gen Dmx-tes­ter an­sieht und weiß, was ein gu­tes Netz­werk-test­tool kos­tet, ist der Preis durch­aus at­trak­tiv. Zu­mal man so al­le re­le­van­ten Steu­er­pro­to­kol­le in ei­nem hand­li­chen Ge­rät mit sich füh­ren kann, an­statt ei­nen Lap­top und noch ei­nen an­de­ren Tes­ter mit­neh­men zu müs­sen. Sehr ein­drucks­voll ist auch die gra­fi­sche Darstel­lung der Si­gnal­form „à la Os­zil­lo­skop“. So kann je­der gut se­hen, was von dem Si­gnal nach

dem Ka­bel­weg üb­rig­bleibt. Si­cher ist das Ge­rät noch mit di­ver­sen Kin­der­krank­hei­ten be­stückt, aber wir schrei­ben ja auch die Firm­ware 0.6.3. Das Ge­rät zeigt den­noch durch­aus das Po­ten­ti­al, was es ein­mal er­rei­chen könn­te. Man kann ge­spannt sein, wel­che zu­sätz­li­chen Funk­tio­nen noch im­ple­men­tiert wer­den: „Mit dem nächs­ten Firm­ware Up­date wird es auch mög­lich sein, den Tes­ter als Art­net/sacn No­de zu ver­wen­den“, so Ja­kob Mai­er von Fei­ner Licht­tech­nik, über die der TMB Prop­lex IG LV zu be­zie­hen ist.

Der Pin-test be­nö­tigt manch­mal ei­ne Se­kun­de, zeigt dann aber (als Text und in Far­be) sehr gut die er­kann­te Be­le­gung; lei­der wer­den Schlüs­se mit der Mas­se als „not con­nec­ted“an­ge­zeigt

Netz­werk-tests sind sonst die Do­mä­ne der Rech­ner (Hin­ter­grund) – jetzt gibt es ein Hand­ge­rät spe­zi­ell für Be­leuch­tungs­be­lan­ge

Sinn­haf­te Sym­bo­lik er­laubt die Be­die­nung auch oh­ne Hand­buch­kennt­nis­se

Norm­ge­rech­ter fünf­po­li­ger XLR

Der Bi­tra­ten-test ist her­vor­ra­gend zur Prü­fung ge­eig­net, ob die ver­wen­de­te Lei­tung den be­nö­tig­ten Da­ten­durch­satz auch wie­der­ge­ben kann: Durch me­cha­ni­sche Ein­flüs­se kann ein Ka­bel sei­ne Ei­gen­schaf­ten ver­än­dern, auch wenn al­le Lei­tun­gen als nie­der­oh­mig und oh­ne Schluss er­kannt wer­den

Zoom macht Flan­ken bes­ser er­kenn­bar. Dort, wo das Si­gnal die To­le­ranz­be­rei­che über­schrei­ten, wird far­big deut­lich dar­auf hin­ge­wie­sen – auch hier höchs­te Punkt­zahl für die­se Test­funk­ti­on und ih­re bild­li­che Darstel­lung

Bei der Si­gnals­ha­peana­ly­sis wird ein Dmx-si­gnal auf die Lei­tung ge­legt und man kann se­hen, was die Lei­tung dar­aus macht. Für die­se Funk­ti­on gibt es 5 von 5 Ster­nen!

Der Sound­light Dmx-ge­ne­ra­tor ist alt, aber be­währt. Er er­laubt fast je­des Timing ein­zu­stel­len, um (von der Norm ab­wei­chend) Dmx-emp­fän­ger auf ih­re To­le­ran­zen hin aus­zu­tes­ten, wo­mit nun auch der Prop­lex prü­fen muss­te

256 Krei­se in der Über­sicht Die Hö­he des Wer­tes ent­spricht der Hel­lig­keit des Vie­r­ecks, schön wä­re auch ei­ne Wie­der­ga­be von Rgbwer­ten mit der ent­spre­chen­den Far­be

Die An­zei­ge des DMX-IN Si­gnal-scope er­laubt das Ab­le­sen der Spit­zen- und Durch­schnitts­span­nung

Auf­lis­tung der de­tek­tier­ten Rdm-ge­rä­te

Prak­tisch Wählt man ein ge­fun­de­nes Ge­rät aus der Lis­te an, so er­hält man ei­ne her­vor­ra­gend Über­sicht der wich­tigs­ten Rd­mfunk­tio­nen und kann sehr ein­fach die Wer­te ver­stel­len, oh­ne dass erst Getoder Set-be­fehls­zei­len aus­ge­führt wer­den müs­sen.

Ti­me­co­de Sen­den oder Emp­fan­gen oder die Si­gnal­form des emp­fan­ge­nen Si­gna­les be­trach­ten. Der Ti­me­co­de wird über fünf­po­li­ge Xlr-buch­se aus­ge­ge­ben

Beim Poe-test, bei dem bei­na­he bis zu 60 V ver­ar­bei­tet wer­den müs­sen, wä­re es in­ter­es­sant zu wis­sen, bis zu wel­cher Span­nung das Ge­rät kei­nen Scha­den nimmt. Oder wie span­nungs­fest das Ge­rät ge­gen­über dem Be­nut­zer ist, wenn dann doch mal 380 Volt auf zwei Adern lie­gen, wo sie nicht hin­ge­hö­ren

Ti­me­co­de Sen­der mit sei­nen Ein­stell­mög­lich­kei­ten

Ti­me­co­de wird emp­fan­gen

Et­her­net­grup­pe Auf der zwei­ten Sei­te der Et­her­net­grup­pe be­fin­det sich nur noch die Mög­lich­keit, die Ipadres­se des Tes­ters selbst zu wech­seln; dort wird auch die Mac-adres­se des Tes­ten­den an­ge­zeigt

Un­ter dem Ac­tivi­ty Mo­ni­tor wird, ähn­lich wie bei Wi­reshark, der Traf­fic auf­ge­zeigt, oh­ne je­doch den Funk­ti­ons­um­fang von Wi­reshark zu ha­ben

Ak­ti­ve Pro­to­kol­le Farb­li­che Kenn­zeich­nun­gen ge­ben Aus­kunft dar­über, wel­che Pro­to­kol­le ge­ra­de auf der Lei­tung lie­gen

Da­ten­fluss Hier wird an­ge­zeigt, was un­ter dem je­wei­li­gen An­wen­dungs­pro­to­koll (wie Art­net oder SACN) ge­ra­de an Pa­ke­ten durch­läuft

Trans­fer-sta­tus Schnel­le Über­sicht, ob über die Ver­bin­dung auch Da­ten trans­fe­riert wer­den

Kon­fi­gu­ra­ti­on Prop­lex Adress-kon­fi­gu­ra­ti­on

Mul­ti­cast An­zei­ge der Mul­ti­cast-streams

An­zei­ge der ak­ti­ven De­vices

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