Beam­for­ming per Midran­ge Di­rec­tivi­ty Control

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Mit der A-se­rie führt d&b die Mdc-fil­te­rung ein, die „Midran­ge Di­rec­tivi­ty Control“. An­wen­der von Li­ne-ar­rays ken­nen den Ef­fekt des Low-mid-beams, der sich in ei­nem Li­ne-ar­ray ab­hän­gig von der Län­ge mehr oder we­ni­ger stark in ei­nem Fre­quenz­be­reich zwi­schen 200 Hz und 1 khz ein­stellt. Bei ho­hen Fre­quen­zen wird das Ab­strahl­ver­hal­ten durch die Wa­ve­gui­des und das Cur­ving des Ar­rays de­fi­niert, bei sehr tie­fen Fre­quen­zen freut man sich bei gro­ßen Ar­rays auch über et­was Richt­wir­kung, nur in dem Be­reich da­zwi­schen wird es meist schwie­rig. Hier wird die Richt­wir­kung noch nicht durch die seg­men­tie­ren­den Wa­ve­gui­des be­stimmt, son­dern durch die Aus­deh­nung der Qu­el­le in Re­la­ti­on zur Wel­len­län­ge, wo­durch ei­ne zu sehr aus­ge­präg­te Richt­wir­kung, der „Low-mid-beam“, ent­steht. Ab­hil­fe ist durch ei­ne Fil­te­rung der Ein­zel­sys­te­me mög­li­che, wo durch elek­tro­ni­sches Beam­for­ming das Ab­strahl­ver­hal­ten an­ge­passt wird. Bei d&b fin­det man die­se Tech­nik, wie man sie auch von Dsp-ge­steu­er­ten Laut­spre­cher­zei­len kennt, un­ter dem Be­griff Ar­raypro­ces­sing. Ge­steu­ert über Ar­ray­calc er­for­dert es je­doch den Ein­satz von Pc-soft­ware und des d&b Re­mo­tenetz­wer­kes. Bei­des könn­te für klei­ne schnel­le Ein­sät­ze der A-se­rie von den An­wen­dern als zu auf­wän­dig oder kom­pli­ziert emp­fun­den wer­den, was dann zur Fol­ge hät­te, dass es gar nicht ein­ge­setzt wird. Für die A-se­rie hat man da­her fes­te Fil­ter­funk­tio­nen de­fi­niert, die nur un­ter­schei­den zwi­schen Laut­spre­chern in der Mit­te ei­nes Ar­rays und au­ßen im Ar­ray. Mög­lich wird das für die Ase­rie, da es hier nur Ar­rays bis ma­xi­mal vier Ein­hei­ten gibt, auf die MDC für 3er -und 4er-ar­rays an­ge­wandt wer­den kann. Das Cur­ving spielt da­bei kei­ne Rol­le, da die Aus­wir­kun­gen des Cur­vings im be­trof­fe­nen Fre­quenz­be­reich noch ver­nach­läs­sig­bar sind. Es muss da­her nur noch zwi­schen ei­ner Fil­ter­ein­stel­lung für in­ne­ren Laut­spre­cher (In = In­si­de) und für die äu­ße­ren (Out = Outs­ide) un­ter­schie­den wer­den. In der Pra­xis be­deu­tet das, der ei­ne mitt­le­re

oder die mitt­le­ren zwei Laut­spre­cher wer­den an ei­nem Ver­stär­ker­ka­nal be­trie­ben und die bei­den äu­ße­ren eben­so. Zu­sätz­lich Res­sour­cen für Ver­stär­ker wer­den da­her für die Mdc-fil­te­rung nicht be­nö­tigt. An den Fil­ter­kur­ven aus Abb. 4 er­kennt man, was ge­nau pas­siert. Für die äu­ße­ren Laut­spre­cher wird zwi­schen

200 Hz und 1 khz der Pe­gel mit ei­nem Ma­xi­mum von –6 db bei 420 Hz re­du­ziert. Durch die­se Art Fens­ter­funk­ti­on wird der Ab­strahl­win­kel auf­ge­wei­tet und so­mit ei­ne zu aus­ge­präg­te Bün­de­lung in die­sem Fre­quenz­be­reich kom­pen­siert. Die­se Fil­ter­tech­nik an sich ist na­tür­lich nichts Neu­es, der Reiz des MDC liegt je­doch in der be­son­ders ein­fa­chen und schnel­len An­wen­dung. Und wer die Pra­xis kennt, der weiß, dass al­les was ein­fach, si­cher und schnell an­ge­wandt wer­den kann, auch ge­nutzt wird.

Wie gut die Mdc-tech­nik funk­tio­niert, zeigt Abb. 12 mit drei Is­o­ba­ren-gra­fi­ken für ein Ar­ray aus drei AL60 mit Splay­Win­keln von Box zu Box von 20°, 30° und 40°. Der rech­ne­ri­sche Ge­samt­win­kel be­trägt so­mit 70°, 90° oder 110°. Er­war­tungs­ge­mäß wer­den die­se Win­kel im Fre­quenz­be­reich der Hoch­tö­ner mit ih­ren prä­zi­se ar­bei­ten­den Wa­ve­gui­des gut ein­ge­hal­ten. Dank der Mdc-fil­te­rung ver­schwin­det bei tie­fe­ren Fre­quen­zen jetzt aber die sonst un­ver­meid­li­che Ein­schnü­rung und die Is­o­ba­ren ver­lau­fen ge­rad­li­nig wei­ter bis 200 Hz hin­ab. Zum Ver­gleich wur­de das Ar­ray mit 30° Splay-win­keln noch mal oh­ne MDC ge­mes­sen (die so ge­mes­se­nen Is­o­ba­ren: s. Abb. 13). Es kommt im Be­reich um 500 Hz zu ei­ner deut­li­chen Ein­schnü­rung. Für ein 4er-ar­ray ist der Ef­fekt dann noch aus­ge­präg­ter. Nicht ver­schwei­gen soll­te man bei der Mdc-fil­te­rung, dass es im be­trof­fe­nen Fre­quenz­be­reich zu ei­nem ge­ring­fü­gi­gen Ver­lust beim Ma­xi­mal­pe­gel kommt, was je­doch zweit­ran­gig im Ver­gleich zur ver­bes­ser­ten Di­rec­tivi­ty ist.

Is­o­ba­ren ei­nes Ar­rays aus drei AL60 mit Splay-win­keln von 20°, 30° und 40°. Al­le Is­o­ba­ren wur­de mit Mdc-fil­te­rung ge­mes­sen (Abb. 12)

Mdc-fil­te­rung für drei AL60 im Ar­ray mit Ein­zel­ver­ka­be­lung: die bei­den äu­ße­ren Laut­spre­cher lau­fen auf glei­chem Ver­stär­ker­ka­nal und hät­ten auch mit ei­nem Link durch­ver­bun­den wer­den kön­nen

Is­o­ba­ren des 3er-ar­rays mit 30° Splay­win­kel oh­ne Mdc-fil­te­rung (Abb. 13)

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