War­um RAW?

'Raw mit Photoshop - - Raw-grundlagen -

JPEGs bie­ten Kom­fort, RAWs hin­ge­gen ei­ne ho­he Qua­li­tät.

Wenn Sie sich ein­mal an RAWs ge­wöhnt ha­ben, wer­den Sie wohl nicht mehr zu JPEGs wech­seln. Die ho­he Fle­xi­bi­li­tät von RAWs kann mit JPEGs oder so­gar TIFFs nicht er­reicht wer­den. Wenn Sie im­mer in RAW foto­gra­fie­ren und plötz­lich mit JPEGs aus­kom­men müs­sen, kann das frus­trie­rend sein.

Manch ei­ner ver­bin­det zwar das RAW-For­mat mit ei­nem Man­gel an tech­ni­schen Fä­hig­kei­ten hin­ter

der Ka­me­ra und un­ter­stellt, dass es bei RAWs nur um die nach­träg­li­che Ret­tung schlech­ter Bil­der geht. Aber das ist na­tür­lich kei­ne be­son­ders gut zu­tref­fen­de Sicht­wei­se.

Grund­le­gend lässt sich fest­hal­ten, dass das RAW-For­mat Ih­nen die Mög­lich­keit bie­tet, die ma­xi­mal mög­li­che Bild­qua­li­tät des Sen­sors aus­zu­schöp­fen. Nur we­ni­ge Fo­to­gra­fen bli­cken nicht neid­voll auf die bes­ten Ka­me­ras am Markt, aber die­se Ge­rä­te zu kau­fen, oh­ne sich die Zeit zu neh­men, das Op­ti­mum an Qua­li­tät aus ih­ren Sen­so­ren her­aus­zu­kit­zeln, macht nur recht we­nig Sinn.

Zeit ist ein wich­ti­ger Fak­tor beim RAW, denn na­tür­lich be­nö­ti­gen Ent­wick­lung und Nach­be­ar­bei­tung Zeit.

Trotz­dem soll­ten Sie wis­sen, dass die­se Zeit gut in­ves­tiert ist. Der Dy­na­mik­um­fang ist bei­spiels­wei­se viel hö­her als bei JPEGs. Oft kön­nen Sie den Tie­fen und Lich­tern noch zwei gan­ze Blen­den­stu­fen ent­lo­cken – und das macht wirk­lich ei­nen Un­ter­schied.

Der Um­fang von Hel­lig­keits­wer­ten, den ein RAW spei­chern kann (so­wohl im 12- als auch im 14-Bit-Mo­dus), ist hun­der­te Ma­le grö­ßer, als bei ei­nem 8-Bit-JPEG – ge­nau ge­nom­men

16.384 im Ver­gleich zu nur 256.

JPEGs ent­hal­ten Farb­in­for­ma­tio­nen von bis zu 16 Mil­lio­nen Far­ben, ein RAW hin­ge­gen bis zu 68 Mil­li­ar­den. Durch mehr Far­ben sind wei­che­re Ton­wert­über­gän­ge mög­lich, so­dass Sie in der Nach­be­ar­bei­tung mehr Spiel­raum ha­ben, be­vor Ar­te­fak­te ent­ste­hen.

„Wenn Sie den Ver­gleich zu ana­lo­gen Zei­ten zie­hen möch­ten, ist es bei

JPEGs in et­wa so, als wür­den Sie Ih­re Fil­me zum nächs­ten La­bor brin­gen und de­ren Ma­schi­nen die Ent­schei­dung über­las­sen, wie Ih­re Bil­der aus­se­hen sol­len“, so der pro­fes­sio­nel­le Land­schafts­fo­to­graf Mark Bau­er (www. mark­bau­er­pho­to­gra­phy.com). „Vi­el­leicht ge­fal­len Ih­nen die Er­geb­nis­se so­gar, aber in vie­len Fäl­len wird das eben nicht so sein. RAW hin­ge­gen ist eher so, als wür­den Sie in Ih­re ei­ge­ne Dun­kel­kam­mer ge­hen und sorg­fäl­ti­ge Hand­ab­zü­ge er­stel­len. Da­bei ha­ben

Sie ganz al­lein die vol­le Kon­trol­le und kön­nen Ih­re Bil­der ge­nau so wir­ken las­sen, wie Sie es sich vor­ge­stellt ha­ben, be­vor Sie auf den Aus­lö­ser an Ih­rer Ka­me­ra ge­drückt ha­ben.“

1 HIM­MEL OP­TI­MIE­REN Über den Him­mel ha­ben wir ei­nen Ver­laufs­fil­ter ge­legt, um die­sen Be­reich des Bil­des ge­zielt an­zu­pas­sen. 2 TONWERT-TREN­NUNG Mit Hil­fe des Kor­rek­tur­pin­sels auf den Struk­tu­ren des Vor­der­grunds er­ziel­ten wir ei­ne bes­se­re...

JPEG-Da­tei So kam die JPEG-Da­tei aus der Ka­me­ra, in­klu­si­ve der un­ab­än­der­li­chen Ent­wick­lungs­schrit­te, die be­reits in der Ka­me­ra an­ge­wen­det wur­den.

Ent­wi­ckel­te RAW-Da­tei Bei der Ar­beit im RAW-For­mat las­sen sich Weiß­ab­gleich, Be­lich­tung und Klar­heit in fei­nen De­tails nach­träg­lich jus­tie­ren.

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