Aus der Sicht der Pro­fis

'Raw mit Photoshop - - Raw-grundlagen -

Fra­gen Sie ei­nen be­lie­bi­gen Pro­fi­fo­to­gra­fen nach sei­nem be­vor­zug­ten For­mat, und er wird Ih­nen höchst­wahr­schein­lich mit „RAW“ant­wor­ten. Sol­che Leu­te ver­die­nen ih­ren Le­bens­un­ter­halt mit Fotos und wis­sen, wie man ei­ne Ka­me­ra be­nutzt – und den­noch be­vor­zu­gen sie RAW, weil es ih­nen ei­ne hö­he­re Qua­li­tät und mehr Fle­xi­bi­li­tät bie­tet.

Es ist wich­tig, RAW nicht nur als For­mat zu se­hen, mit des­sen Hil­fe sich fehl­be­lich­te­te Bil­der ret­ten las­sen. „Es gab Grün­de, war­um es schwieir­ger war, ei­ne RAW-Da­tei zu ent­wi­ckeln als ein JPEG, aber die­se gel­ten heu­te schon nicht mehr“, sagt Pe­ter East­way (www.pe­te­re­ast­way.com). „Na­tür­lich be­an­spru­chen RAWs mehr Spei­cher­platz und Pro­zes­sor­leis­tung, aber das ist heu­te kein Pro­blem mehr. Wenn Ihr PC nicht äl­ter als ein paar Jah­re ist, kann er da­mit um­ge­hen.“

Die Wahl des RAW-Pro­gramms fällt je nach Fo­to­graf un­ter­schied­lich aus. East­way ar­bei­tet am liebs­ten mit Cap­tu­re One

Pro. „Ich nut­ze Cap­tu­re One 8 von Pha­se

One für all mei­ne mei­ne Da­tei­en – Pha­se One, Ca­non, Fu­ji­film and Ni­kon. Manch­mal nut­ze ich auch Light­room, was ganz ähn­lich ist wie Ca­me­ra Raw. Ei­ni­ge mei­ner Freun­de be­vor­zu­gen Light­room ge­gen­über Cap­tu­re One, es ist manch­mal Ge­schmacks­sa­che und ei­ne per­sön­li­che Ent­schei­dung. Mir ge­fällt die Farb­wie­der­ga­be von Cap­tu­re One ein­fach bes­ser. Sie passt eher zu mei­nem fo­to­gra­fi­schen Stil als die Er­geb­nis­se aus Light­room oder Ca­me­ra Raw.“

Pro­fi­fo­to­graf Mark Bau­er be­vor­zugt hin­ge­gen Light­room: „Ich nut­ze Ado­be Light­room schon seit ei­ni­gen Jah­ren“, sagt er. „Ich kann da­mit prak­tisch al­les in nur ei­ner Soft­ware er­le­di­gen, oh­ne zu­sätz­lich Pho­to­shop öff­nen zu müs­sen. Zu­dem eig­net sich Light­room ide­al da­für, Bil­der zu ver­wal­ten und zu ver­schlag­wor­ten.“

Ob­wohl der Zeit­fak­tor durch­aus ei­ne Rol­le spielt, macht vie­len Fo­to­gra­fen die Ar­beit mit RAWs so­gar rich­tig Spaß, wie Da­vid und Ja­net von Wild Are­na (www.wilda­re­na.com) er­klä­ren. „Wir sind manch­mal ei­nen Tag zum Fo­to­gra­fie­ren drau­ßen, ver­brin­gen aber zwei Ta­ge mit der Be­ar­bei­tung. Und ge­ra­de die­ser Teil des Ge­samt­pro­zes­ses ist für vie­le Fo­to­gra­fen der schöns­te.“

Was den­ken pro­fes­sio­nel­le Fo­to­gra­fen über RAW, und wie bin­den sie das For­mat in ih­re Work­flows ein?

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