Per­fek­ter Weiß­ab­gleich

'Raw mit Photoshop - - Raw-grundlagen -

Mit drei sim­plen Tech­ni­ken be­kom­men Sie die vol­le Kon­trol­le über den Weiß­ab­gleich und ent­fer­nen un­er­wünsch­te Farbsti­che.

Die nach­träg­li­che An­pass­bar­keit des Weiß­ab­gleichs ist ein wei­te­rer enor­mer Vor­teil von RAWs ge­gen­über JPEGs. Na­tür­lich kön­nen Sie auch Farbsti­che bei JPEGs zu­min­dest teil­wei­se ent­fer­nen, aber bei

JPEGs wur­de der Weiß­ab­gleich be­reits an­ge­wen­det, so­dass nach­träg­li­che An­pas­ sun­gen un­wei­ger­lich zu Qua­li­täts­ver­lus­ten füh­ren. Bei RAW-Da­tei­en hin­ge­gen wur­de noch kein Weiß­ab­gleich vor­ge­nom­men, so­dass Sie die­se Ein­stel­lun­gen un­be­fan­gen än­dern kön­nen, oh­ne sich über even­tu­el­le Qua­li­täts­ver­lus­te Ge­dan­ken ma­chen zu müs­sen. In Ih­rem RAW-Edi­tor se­hen Sie, dass die Vor­ein­stel­lung des Weiß­ab­gleichs auf „Wie Auf­nah­me“steht. Die­se Ein­stel­lung wur­de in den Me­t­a­da­ten ge­spei­chert. Wenn Sie dar­auf kli­cken, se­hen Sie die Vor­ga­ben, die Sie aus der Ka­me­ra ken­nen.

Den Weiß­ab­gleich kön­nen Sie hier nun auf drei ver­schie­de­ne Ar­ten an­pas­sen: ent­we­der durch Aus­wahl ei­ner Vor­ga­be, durch Kli­cken mit der Weiß­ab­gleichs­aus­wahl- Pi­pet­te auf

ei­nen neu­tra­len Be­reich in­ner­halb des Bil­des oder aber durch die ma­nu­el­le An­pas­sung der bei­den ver­füg­ba­ren Schie­be­reg­ler.

Bei der Ar­beit im RAW-For­mat und un­ter Ver­wen­dung ei­ner Grau­kar­te oder ei­nes Tools wie dem Spy­der­cu­be emp­fiehlt es sich, die Pi­pet­te zu nut­zen, da­mit Tem­pe­ra­tur und Tö­nung au­to­ma­tisch ein­ge­stellt wer­den. Das Re­sul­tat wirkt aber oft zu kühl. Ob­wohl die Far­ben ak­ku­rat wie­der­ge­ge­ben wer­den, kann das Bild un­ter Um­stän­den nicht gut wir­ken – ei­ne Ver­schie­bung ins Wär­me­re hilft hier.

Manch­mal hel­fen we­der die Pi­pet­te noch die Vor­ga­ben, um op­ti­ma­le Er­geb­nis­se zu er­zie­len, so­dass Sie dann die Ein­stel­lun­gen ma­nu­ell vor­neh­men müs­sen. Das kann zu­nächst ein­schüch­ternd wir­ken, aber mit ei­nem ein­fa­chen Kniff er­ken­nen Sie star­ke Farbsti­che im Bild. Den­ken Sie dar­an, dass wir bei Farbsti­chen von warm und kalt (blau oder gelb) so­wie von To­nun­gen (grün oder li­la) spre­chen. Zie­hen Sie die Reg­ler für Sät­ti­gung und Dy­na­mik ein­fach ganz nach rechts. Jed­we­de Farb­ver­schie­bung wird so ver­stärkt, so­dass Sie die­se kor­ri­gie­ren kön­nen. Stim­men die Far­ben, kön­nen Sie die bei­den Reg­ler wie­der auf 0 set­zen. Be­son­ders in der Ar­chi­tek­tur­fo­to­gra­fie funk­tio­niert das gut, aber der Trick funk­tio­niert na­tür­lich auch bei an­de­ren fo­to­gra­fi­schen Gen­res.

Na­tür­li­ches Licht imi­tie­ren Be­son­ders bei Food-Auf­nah­men müs­sen Sie Farb­ver­schie­bun­gen ver­mei­den. Die­ses Bild zeig­te auf­grund von Glüh­lam­pen ei­nen star­ken Gelbstich, den wir im RAW-Edi­tor ein­fach ent­fer­nen konn­ten. UN­BE­AR­BEI­TE­TES JPEG BEARBEITETES...

1 FARBSTI­CHE BE­HE­BEN Ei­ne der bes­ten Me­tho­den zur Be­he­bung von Farbsti­chen ist das Kli­cken mit der Pi­pet­te auf ei­nen neu­tra­len Be­reich im Bild (weiß oder grau). Im Bei­spiel­bild funk­tio­nier­te ein Klick auf den Tel­ler gut. 2 AUFWÄRMEN Auch wenn die...

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