KOLUMNE

Un­se­re Ko­lum­nis­tin Ala Zan­der (44) lässt uns in je­der Aus­ga­be an ih­ren un­zäh­li­gen Rei­sen teil­ha­ben. Sie hat in Mün­chen ei­ne gro­ße Pr-agen­tur und be­treut in­ter­na­tio­na­le Kun­den aus dem Li­fe­style-lu­xus-be­reich. Ih­re nächs­te Rei­se geht nach Ti­rol.

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Lan­det man auf dem Flug­ha­fen von Nea­pel und fährt durch die slum­ar­ti­gen Vo­r­or­te der ita­lie­ni­schen Ha­fen­stadt, fällt es schwer zu glau­ben, dass nur ei­ne St­un­de Au­to­fahrt ent­fernt ei­ner der spek­ta­ku­lärs­ten Küs­ten­ab­schnit­te der Welt be­ginnt. Die Amal­fi­küs­te ist Ma­gie pur, und aus gu­tem Grund wähnt man sich hier schnell wie in ei­ner Film­ku­lis­se – zahl­rei­che Hol­ly­wood-mo­vies wur­den hier ge­dreht. Wie ei­ne Hol­ly­wood-di­va fühl­te ich mich auch, als ich letz­ten Sep­tem­ber auf dem Weg nach Ca­pri ei­ne Nacht Zwi­schen­stopp im »Il San Pie­tro di Po­si­ta­no« mach­te, ei­nem mit un­zäh­li­gen in­ter­na­tio­na­len Awards über­häuf­ten Lu­xus­ho­tel nur we­ni­ge Ki­lo­me­ter vom ma­le­ri­schen Tou­ri-mek­ka Po­si­ta­no ent­fernt.

Die An­kunft ist erst mal al­les an­de­re als ele­gant: In ei­ner der zahl­lo­sen Kur­ven der schma­len Küs­ten­stra­ße hält mein Ta­xi auf ei­nem un­schein­ba­ren Park­platz. Aus ei­nem klei­nen Häu­schen kommt ein Pfört­ner, nimmt freu­dig strah­lend das Ge­päck ab und steckt mich in ei­nen Auf­zug nach un­ten. Nach un­ten? Kor­rekt, denn das 1970 auf­wen­dig er­bau­te Ho­tel ist in ei­nem rie­si­gen Fel­sen ver­steckt, der für die­ses über gan­ze neun Stock­wer­ke auf knapp 100 Me­tern aus­ge­höhlt wur­de! Steckt man al­so sei­nen Kopf aus sei­nem Ho­tel­zim­mer­fens­ter, er­blickt man schrof­fe Fels­wän­de, und ein we­nig fühlt man sich wie bei den Feu­er­steins ...

Egal, ob ei­nes der 57 traum­haft schö­nen Zim­mer mit Blick auf die un­wirk­lich schö­ne Mit­tel­meer­küs­te oder das ele­gan­te Spa mit Out­door Gym, al­les im »Il San Pie­tro di Po­si­ta­no« ist Lu­xus pur. Auf ei­nem der vie­len Eta­gen liegt ein herr­li­cher Pool, doch fast noch schö­ner ist das pri­va­te Son­nen­deck, das Ho­tel­be­sit­zer Vi­to Cin­que für sei­ne eli­tä­re Kli­en­tel am Fuß des rie­si­gen Fels­vor­sprungs ins Was­ser hat bau­en las­sen und von dem man mit ei­nem Sprung in die azur­blau­en Wel­len ab­tau­chen kann.

Un­nö­tig zu er­wäh­nen, dass das Essen im »Il San Pie­tro di Po­si­ta­no« über­wäl­ti­gend schmeckt, oder? In zwei un­ter­schied­li­chen Re­stau­rants wird »Dol­ce Vi­ta« in Rein­form ze­le­briert, kei­nes­falls soll­te man wäh­rend ei­nes Auf­ent­halts al­so ge­ra­de auf Di­ät sein – soll­te man in Ita­li­en ja grund­sätz­lich nicht, fin­de ich. Nächs­tes Mal wird’s kein Zwi­schen­stopp, nächs­tes Mal blei­be ich – am liebs­ten für im­mer.

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