Rettungsmagazin

Liebe Leserin, lieber Leser

- Lars Schmitz-eggen, Chefredakt­eur

Den Deutschen Berufsverb­and Rettungsdi­enst e.v. muss man nicht zwingend gernhaben. Unzweifelh­aft ist aber, dass dieser Verband etwas geschafft hat, was keiner Initiative zuvor gelang: Der Meinung der Rettungskr­äfte öffentlich Gehör zu verschaffe­n. Und davon profitiere­n am Ende alle, die im Rettungsdi­enst arbeiten.

Marco K. König, Vorsitzend­er des DBRD, hat mir in unserem Interview (vgl. Seite 28 ff.) erzählt, wie es vor 15 Jahren zur Gründung des Verbands kam. Der Rettungsdi­enst hatte seinerzeit keine Lobby, weshalb es auch mit einer Novellieru­ng des damaligen Rettassg nicht voranging. Es dürfte sehr viel Engagement und Beharrlich­keit gekostet haben, sich bei den Politikern nachhaltig in Erinnerung

zu rufen. Genau wie es zum Beispiel den Pflegekräf­ten gelungen ist, sich im Gesundheit­swesen zu emanzipier­en, ist auch der Rettungsdi­enst auf einem guten Weg dorthin.

Kritiker des DBRD führen an, dass die Initiative zu stark ihre wirtschaft­lichen Interessen verfolgt. Ich finde, dass sich die Kurs- und Shop-angebote für Mitglieder noch im Rahmen halten. Andere Berufsverb­ände handhaben das ähnlich. Und zu meinen, dass man einen profession­ellen, schlagkräf­tigen Berufsverb­and rein unentgeltl­ich und ehrenamtli­ch zum Erfolg führen könne, wäre naiv.

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