Eli­te-ein­heit im Zwie­licht

Reutlinger Nachrichten  - - POLITIK -

Bei ihm ent­deck­ten sie ei­ne Lis­te mit Per­so­nen, die die Bun­des­an­wäl­te für ei­ne Op­fer­lis­te für An­schlä­ge hal­ten. Dar­auf ste­hen un­ter an­de­rem Au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas, Ex-bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gauck, die Grü­nen-po­li­ti­ke­rin Clau­dia Roth, der Zen­tral­rat der Ju­den und der der Mus­li­me. Bei dem Stu­den­ten fan­den Er­mitt­ler mehr als 1000 Schuss Mu­ni­ti­on, ver­mut­lich aus Bun­des­wehr­be­stän­den, Zün­der und an­de­re Hand­gra­na­ten­tei­le.

Das al­les reich­te dem Bun­des­ge­richts­hof nicht, um den Haft­be­fehl für Fran­co A. über den No­vem­ber 2017 hin­aus zu ver­län­gern. Die Bun­des­an­walt­schaft ist an­de­rer Auf­fas­sung. Des­halb wan­der­ten die Ak­ten zum Bun­des­ge­richts­hof.

Die Fahn­der stell­ten auch fest, dass Fran­co A. in der Sze­ne der „Prep­per“ak­tiv war. Prep­per sind Men­schen, die mit na­hen­den Na­tur­ka­ta­stro­phen oder Krie­gen rech­nen und sich um­fang­reich mit Le­bens­mit­tel­vor­rä­ten ein­de­cken, Schutz­bun­ker bau­en und ähn­li­che Vor­keh­run­gen tref­fen. So stie­ßen die Po­li­zis­ten auf die Spur des Haupt­feld­we­bels André S., ei­nes 33-jäh­ri­gen Sol­da­ten der Eli­te­ein­heit KSK mit Sitz in Calw. Er soll Ad­mi­nis­tra­tor und Or­ga­ni­sa­tor von Prep­per-netz­wer­ken Auch das Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te (KSK) sorgt der­zeit für ne­ga­ti­ve Schlag­zei­len. So wur­de be­kannt, dass meh­re­re Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ge­gen An­ge­hö­ri­ge die­ser Eli­te-ein­heit der Bun­des­wehr lau­fen. Tho­mas Sil­ber­horn, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, un­ter­rich­te­te die Lin­ke-ab­ge­ord­ne­te Mar­ti­na Ren­ner auf ih­re An­fra­ge hin von acht Ver­fah­ren, die be­kannt sei­en: et­wa we­gen Ver­ge­wal­ti­gung, se­xu­el­lem Miss­brauch von Kin­dern und Be­sitz kin­der­por­no­gra­fi­scher Schrif­ten, Miss­hand­lung von Un­ter­ge­be­nen. bö in der Bun­des­wehr sein – mög­li­cher­wei­se mit rech­ten Ten­den­zen. Für Kri­sen­sze­na­ri­en sol­len ei­ni­ge Prep­per-sol­da­ten ge­plant ha­ben, in „si­che­ren Or­ten“auch Waf­fen und Mu­ni­ti­on zu­rück­zu­le­gen. André S. leg­te sich für sei­ne Prep­per-or­ga­ni­sa­ti­ons­ar­beit ei­nen Ali­as-na­men zu: Han­ni­bal.

„Han­ni­bal“und die Prep­per be­schäf­tig­ten kürz­lich auch den Ver­tei­di­gungs­aus­schuss. Die Ab­ge­ord­ne­ten fra­gen sich, ob in der Trup­pe ein rechts­ex­tre­mes Netz­werk ent­stan­den ist, das Plä­ne bis hin zu ei­nem Um­sturz vor­be­rei­te. Dass Ver­tei­di­gungs-staats­se­kre­tär Pe­ter Tau­ber in der Sit­zung fest­stell­te, sei­ne Oma ha­be auch Mar­me­la­den­glä­ser im Kel­ler, be­ru­hig­te die Aus­schuss­mit­glie­der nicht. „Nicht al­les, was hinkt, ist ein Ver­gleich“, sag­te Karl-heinz Brun­ner leicht ir­ri­tiert, Spd-an­ge­ord­ne­ter aus dem Wahl­kreis Neu-ulm/günz­burg und Mit­glied des Aus­schus­ses. Der MAD soll nun in der letz­ten Sit­zung vor der Weih­nachts­pau­se im Aus­schuss

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