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Reutlinger Nachrichten  - - BLICK IN DIE WELT -

Man nennt das „sen­si­ble oder sen­so­ri­sche In­kon­ti­nenz“. Die Ur­sa­che da­für ist, dass sich die sen­si­ble Schleim­haut nach au­ßen stülpt. So kann der Stuhl­gang am an­sons­ten sen­si­blen Be­reich nicht vor­bei. Das be­ginnt oft mit Hä­mor­rhoi­den und geht bis zum End­darm­vor­fall. Las­sen Sie sich zum Prok­to­lo­gen über­wei­sen. Fin­det der nichts, ist ein Neu­ro­lo­ge ge­fragt.

Manch­mal ha­be ich Ver­stop­fung, dann schaf­fe ich es wie­der­um kaum noch auf die Toi­let­te. Dort brau­che ich dann St­un­den und ha­be das Ge­fühl, der Darm wird nie rich­tig leer. Ich kann dar­über aber mit nie­man­dem re­den, es ist mir sehr pein­lich.

Das muss es nicht sein. Es gibt kei­ne Krank­heit, über die man nicht re­den kann. Ihr Pro­blem könn­te das so ge­nann­te Stuhl­gangs­stot­tern sein. Hier­bei stülpt sich der Darm in sich selbst. Für die­se Dia­gno­se braucht es spe­zi­el­le Un­ter­su­chun­gen, un­ter an­de­rem ein Kern­spin.

Ich bin 55 und war noch nie beim Uro­lo­gen. Mei­ne Frau drängt mich aber da­zu, zu­mal ich nachts häu­fig auf die Toi­let­te muss.

Zwi­schen 50 und 60 Jah­ren ist ein Be­such beim Uro­lo­gen durch­aus rat­sam. Oft ver­grö­ßert sich die Pro­sta­ta gut­ar­tig, was dann me­di­ka­men­tös gut be­han­del­bar ist. Aber auch die Krebs­vor­sor­ge ist wich­tig.

Ich hat­te Pro­sta­ta­krebs und wur­de vor ein paar Mo­na­ten ope­riert. Was kann ich ge­gen die In­kon­ti­nenz tun? Bei den neue­ren Op-ver­fah­ren kommt es weit we­ni­ger zu dau­er­haf­ter In­kon­ti­nenz als frü­her. Es ist wich­tig, ein Jahr lang in­ten­si­ves Be­cken­bo­den­trai­ning zu ma­chen. Soll­te dann kei­ne Bes­se­rung der In­kon­ti­nenz er­zielt wer­den, ste­hen ope­ra­ti­ve Ver­fah­ren zur De­bat­te.

Mei­ne Bla­se hat sich ge­senkt. Reicht Be­cken­bo­den­trai­ning aus? Wenn die Sen­kung nicht zu aus­ge­prägt ist, lässt sich die Bla­se durch Be­cken­bo­den­trai­ning zu­min­dest sta­bi­li­sie­ren. Wenn das Bin­de­ge­we­be stark ge­dehnt oder ge­ris­sen ist, wird Be­cken­bo­den­trai­ning nicht aus­rei­chen.

Ich ver­tra­ge die Me­di­ka­men­te ge­gen mei­ne Reiz­bla­se nicht. Gibt es Al­ter­na­ti­ven?

Man kann bei­spiels­wei­se Bo­tox in die Bla­se sprit­zen. Da­durch ent­spannt

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