Spahn zieht Gren­zen

Reutlinger Nachrichten - - Vorderseit­e -

zu Min­dest­stan­dards bei Kli­nik­per­so­nal er ei­nen Schlag­an­fall er­lei­det, muss dar­auf ver­trau­en kön­nen, dass ihm sehr schnell, sehr pro­fes­sio­nell ge­hol­fen wird. Da­zu ge­hört, dass in der Kli­nik ge­nü­gend qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter zur Ver­fü­gung ste­hen. Wie viel Pfle­ge­per­so­nal es da­zu ge­nau braucht, soll­ten Kran­ken­häu­ser und Kran­ken­kas­sen klä­ren. Ge­klappt hat das nicht. Die Ver­hand­lun­gen zur Schlag­an­fall­be­hand­lung, aber auch zu Neu­ro­lo­gie und Herz­chir­ur­gie, sind kra­chend ge­schei­tert. Das hat­te es zu­vor be­reits in vier an­de­ren Be­rei­chen, dar­un­ter der In­ten­siv­me­di­zin, ge­ge­ben. Wes­halb Mi­nis­ter Jens Spahn dort be­reits Per­so­nal­un­ter­gren­zen fest­ge­legt hat. Das wird nun auch für die nächs­ten drei Be­rei­che er­fol­gen. Um Min­dest­stan­dards zu si­chern.

Spahn hat noch et­was an­de­res im Blick: Es gibt zu vie­le Kli­ni­ken, von de­nen zu vie­le zu we­nig kön­nen. Die Un­ter­gren­zen in der In­ten­siv­pfle­ge ha­ben be­reits be­wirkt, dass ein Drit­tel der Kli­ni­ken die Zahl der Bet­ten re­du­zie­ren muss­te. Mit wei­te­ren Un­ter­gren­zen steigt die Wahr­schein­lich­keit, dass Kli­ni­ken kom­plett schlie­ßen und das frei wer­den­de Per­so­nal an­ders­wo die La­ge ver­bes­sern kann.

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