Är­ger um städ­ti­sche Geld­an­la­ge

Rheinische Post Dinslaken - - Hamminkeln -

HAMMIN­KELN (thh) Auf ih­rem Gi­ro­kon­to hält die Stadt Geld be­reit zur Zah­lung an­ste­hen­der In­ves­ti­tio­nen und für an­ste­hen­de Fäl­lig­keits­ter­mi­ne gro­ßer Zah­lun­gen. Zwi­schen zehn und 14 Mil­lio­nen Eu­ro wer­den bei den re­gio­na­len Geld­in­sti­tu­ten zwi­schen­ge­la­gert, was ober­halb ei­ner be­stimm­ten Frei­gren­ze zu un­lieb­sa­men Fol­gen führt. Denn mo­nat­lich wer­den in der Ära des Nied­rig­zin­ses 2000 bis 3000 Eu­ro Straf­zin­sen fäl­lig, wie Käm­me­rer Ro­bert Graaf im Rat sag­te. Er hat den Vor­schlag ein­ge­bracht, da­von 3,5 Mil­lio­nen in ei­ne aus­ge­such­te Pen­si­ons­kas­se ein­zu­zah­len, Zin­sen zu kas­sie­ren und mit dem Er­lös künf­ti­ge Pen­si­ons­zah­lun­gen an Be­am­te zu de­ckeln. Aus­ga­ben könn­ten im Ge­gen­zug güns­ti­ger zwi­schen­fi­nan­ziert wer­den. Da­für woll­te Graaf von der Po­li­tik ei­ne neue Richt­li­nie. Im Rat presch­te die SPD zu die­sem The­ma vor. Sie will dem Vor­schlag der Ver­wal­tung fol­gen. Es gab Är­ger.

Denn sie se­hen zwar den fi­nanz­po­li­ti­schen Charme von Graafs Idee, die er nicht zum ers­ten Mal vor­bringt, wol­len aber rech­nen und prü­fen und erst ih­re je­wei­li­gen frak­ti­ons­in­ter­nen Haus­halts­be­ra­tun­gen ab­war­ten. So wur­de es im Haupt­aus­schuss ab­ge­spro­chen. „Das hat die SPD dort ge­nau­so ge­se­hen. Jetzt füh­le ich mich über den Tisch ge­zo­gen“, zürn­te Grü­nen-Frak­ti­ons­spre­cher Jo­han­nes Flas­win­kel ge­gen­über SPD-Chef Jörg Adams. So sa­hen es auch CDU und SPD. Die ent­stan­de­ne Blo­cka­de wur­de am En­de durch ei­nenVer­ta­gungs­an­trag ge­löst. Das heißt: Bis An­fang 2019 muss die Stadt wei­ter Straf­zin­sen zah­len, erst dann gibt es ei­ne po­li­ti­sche Ent­schei­dung.

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