Ein­schul­kin­der

Rheinische Post Duisburg - - Duisburger Stadtpost -

Bei der Mor­gen­lek­tü­re wit­zel ich mei­ne lie­be Frau (mit päd­ago­gi­schem Hin­ter­grund) noch an, ob es in Duis­burg au­ßer Ein­schul­kin­dern auch Zwei- oder Mehr­schul­kin­der ge­be. Doch was ich dann über den jüngs­ten Kin­der­ge­sund­heits­be­richt le­se, raubt mir den Witz: In Bruck­hau­sen und Hoch­feld brin­gen knapp 88 Pro­zent der i-Dötz­chen kein Deutsch mehr als Erst­spra­che mit! Auch an­de­re Spit­zen­wer­te un­se­rer Kids sind be­sorg­nis­er­re­gend: Ko­or­di­na­ti­ons­stö­run­gen, Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten, un­zu­rei­chen­der Impf­sta­tus, Über­ge­wicht. Selt­sam, mir fal­len so­gleich Ro­bert Gern­hardts ur­ko­mi­sche Kurz­ge­dich­te zu „Bil­den Sie mal ei­nen Satz mit...“ein, die mir noch am Vor­abend größ­te Freu­de be­rei­tet hat­ten. Die ar­men Ein­schul­kin­der! Ob auch sie je Freu­de emp­fin­den wer­den über so ei­nen herr­lich über­dreh­ten Satz mit ... al­le­go­risch (zum Bei­spiel): „Nichts wird sich än­dern hier auf Er­den, be­vor nicht al­le go­risch wer­den“? Oder für die Ober­stu­fe ein Satz mit ... a2: „Der Draht, im See ge­spannt, wird Aqua-Draht ge­nannt.“Ich hof­fe, es wird sich doch al­les zum Gu­ten än­dern, auch in Hoch­feld (zum Bei­spiel): Ich wünsch je­dem Ein­schul­kind der Welt, dass es statt run­ter nur noch hoch fällt. HOS

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