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Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - VORDERSEIT­E -

Ein Ver­mie­ter-ehe­paar darf ei­ne Mie­te­rin un­ge­straft „Fräu­lein“nen­nen. Das hat das Amts­ge­richt Frank­furt be­stä­tigt. Das Ver­hal­ten des 92 Jah­re al­ten Man­nes und sei­ner 89 Jah­re al­ten Frau deu­te zwar auf „ein ge­wis­ses Maß an Un­freund­lich­keit“hin, sei aber ju­ris­tisch nicht als Be­lei­di­gung zu wer­ten. Die Rich­ter ar­gu­men­tier­ten un­ter an­de­rem mit dem ho­hen Al­ter der Ver­mie­ter: Die bei­den hät­ten den 1972 ab­ge­schaff­ten Be­griff „Fräu­lein“noch als „re­gu­lä­ren und kor­rek­ten Na­mens­zu­satz“er­lernt. Tja, wenn das so ist, dürf­ten die Be­klag­ten kaum et­was da­ge­gen ha­ben, als Grei­se ti­tu­liert zu wer­den. Klingt nicht so freund­lich wie Se­nio­ren. War aber frü­her viel ge­bräuch­li­cher.

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