Kon­zert am Se­dan­tag

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF -

Am 1. und 2. Sep­tem­ber 1870 fin­det im Deutsch-fran­zö­si­schen Krieg die „Schlacht von Se­dan“statt. Die deut­schen Trup­pen ge­hen als Sie­ger her­vor. Die­ser Sieg wird als kriegs­ent­schei­dend an­ge­se­hen. Auf bei­den Sei­ten wer­den ins­ge­samt rund 26.000 To­te und Ver­wun­de­te be­klagt. Et­wa 100.000 Fran­zo­sen – un­ter ih­nen Kai­ser Na­po­le­on III. – ge­hen in Ge­fan­gen­schaft. Eu­pho­risch wird im we­nig spä­ter ge­grün­de­ten Deut­schen Reich all­jähr­lich der „Se­dan­tag“ge­fei­ert.

Auch in Düs­sel­dorf wer­den an die­sem Tag Got­tes­diens­te, Um­zü­ge, Fe­st­re­den oder Kon­zer­te ab­ge­hal­ten. So auch am 2. Sep­tem­ber 1895, 25 Jah­re nach dem gro­ßen Sieg. Im Kai­ser­saal und im Garten der Städ­ti­schen Ton­hal­le fin­det ein „pa­trio­ti­scher Fest-abend“statt. Im Saal tritt der städ­ti­sche Män­ner-ge­sangs­ver­ein auf. Im Garten mit der „Nehl’schen Ka­pel­le“spielt das Orches­ter. Reichs­weit wer­den in der Fol­ge auch Stra­ßen und Plät­ze nach der Schlacht von Se­dan oder an­de­ren Kriegs­or­ten be­nannt, in Düs­sel­dorf die Se­dan­stra­ße in Un­ter­bilk im Jahr 1873.

FO­TO: AR­CHIV TB

His­to­ri­sche Il­lus­tra­ti­on zur Schlacht von Se­dan

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