Be­gut­ach­tung von Vo­er­de-tä­ter ist „kom­pli­ziert“

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - PANORAMA -

VO­ER­DE (szf) Die psych­ia­tri­sche Be­gut­ach­tung des Man­nes, der im Ju­li im nie­der­rhei­ni­schen Vo­er­de ei­ne Frau vor ei­nen ein­fah­ren­den Zug ge­sto­ßen ha­ben soll, ist bis­lang zu kei­nem Er­geb­nis ge­kom­men. „Der psy­chi­sche Zu­stand des Be­schul­dig­ten ist of­fen­bar sehr kom­plex und die Fra­ge, ob er zur Tat­zeit schuld­fä­hig war oder nicht, ist nicht leicht zu be­ant­wor­ten“, er­klär­te da­zu Staats­an­walt Alex­an­der Bay­er. „Der Gut­ach­ter be­nö­tigt noch wei­te­re Da­ten, die der­zeit ge­sam­melt wer­den.“Ein 28-Jäh­ri­ger aus Hammin­keln soll am 20. Ju­li die ihm un­be­kann­te An­ja N. am Vo­er­der Bahn­hof aus dem Nichts, oh­ne Vor­war­nung, oh­ne An­lass und au­gen­schein­lich auch oh­ne Grund, vor ei­nen Re­gio­nal­ex­press ge­schubst ha­ben. Die 34-Jäh­ri­ge starb an Ort und Stel­le, der mut­maß­li­che Tä­ter wur­de von Zeu­gen fest­ge­hal­ten. Ge­gen­über Po­li­zei und Staats­an­walt­schaft schweigt er. Bei der psych­ia­tri­schen Un­ter­su­chung, die seit An­fang Au­gust läuft, ha­be er sich aber „grund­sätz­lich ko­ope­ra­tiv“ver­hal­ten, hieß es zu Be­ginn der Maß­nah­me.

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