Neu­es Da­ten­leck bei Face­book

In dem so­zia­len Netz­werk wa­ren Mil­lio­nen von Te­le­fon­num­mern frei zu­gäng­lich.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - WIRTSCHAFT -

SAN FRAN­CIS­CO (dpa) Te­le­fon­num­mern von rund 420 Mil­lio­nen Face­book-nut­zern wa­ren of­fen im Netz zu­gäng­lich. Ei­ne ent­spre­chen­de Da­ten­bank scheint durch den Miss­brauch ei­ner Funk­ti­on zur Freun­de-su­che per Te­le­fon­num­mer zu­sam­men­ge­stellt wor­den zu sein. Face­book be­stä­tig­te die Echt­heit der Da­ten, er­klär­te aber, es han­de­le sich um al­te Da­ten­sät­ze.

Sie sei­en ge­sam­melt wor­den, be­vor das On­line-netz­werk im ver­gan­ge­nen Jahr die Mög­lich­keit ab­schal­te­te, Be­kann­te mit Hil­fe ih­rer Te­le­fon­num­mer zu fin­den. Die­se Funk­ti­on war laut Face­book be­reits vor Mo­na­ten da­zu miss­braucht wor­den, Da­ten ab­zu­grei­fen. Un­ter den Te­le­fon­num­mern sei­en 133 Mil­lio­nen von Nut­zern aus den USA, 13 Mil­lio­nen aus Groß­bri­tan­ni­en und mehr als 50 Mil­lio­nen aus Viet­nam ge­we­sen. An­wen­der aus Deutsch­land wa­ren dem­nach nicht in der Da­ten­bank zu fin­den. Die Da­tei mit den Te­le­fon­num­mern und der da­zu­ge­hö­ri­gen Face­book-iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer hat­te ein IT-SI­cher­heits­for­scher ent­deckt und das Tech­no­lo­gieb­log „Techc­runch“dar­auf hin­ge­wie­sen. Die Da­tei sei un­ver­schlüs­selt zu­gäng­lich ge­we­sen, in­zwi­schen ist sie aber ent­fernt wor­den. In ei­ni­gen Fäl­len sei­en auch In­for­ma­tio­nen zum Na­men und Ge­schlecht der Nut­zer ent­hal­ten ge­we­sen. Un­klar ist, wer die Auf­lis­tung zu wel­chem Zweck er­stellt und hoch­ge­la­den hat. Face­book ha­be kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass Ac­counts ge­hackt wor­den sei­en.

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