Am­po­mah, der of­fen­si­ve Hoff­nungs­trä­ger

In der Vor­be­rei­tung zeig­te sich der Gha­na­er treff­si­cher. Im Po­kal er­ziel­te der 23-Jäh­ri­ge ein wich­ti­ges Tor, doch dann ver­letz­te er sich. Jetzt ist Am­po­mah wie­der fit und wird nächs­te Wo­che erst­mals in Fortu­nas Bun­des­li­ga-ka­der ste­hen.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER SPORT - VON PATRICK SCHERER

Auch in der vier­ten Par­tie im Rah­men von Fortu­nas Test­spiel­rei­he war die Chan­cen­ver­wer­tung ein Pro­blem. Nur ei­ner zeig­te, wie Kalt­schnäu­zig­keit vor dem Tor funk­tio­niert: Na­na Am­po­mah. Der Gha­na­er ist wie­der fit und traf ge­gen den Sechst­li­gis­ten Schwarz-weiß 06 beim 6:1 gleich vier Mal. „Ich bin froh, dass er ge­sund ist und wie­der voll mit dem Team trai­niert“, sagt Trai­ner Fried­helm Fun­kel und ver­rät: „Er wird am kom­men­den Frei­tag im Ka­der ste­hen.“Am­po­mah ist so­mit im Heim­spiel ge­gen den VFL Wolfs­burg (20.30 Uhr) der gro­ße Hoff­nungs­trä­ger auf der of­fen­si­ven Au­ßen­bahn nach den Ab­gän­gen von Be­ni­to Ra­man und Do­di Lu­ke­bakio.

In den ers­ten Wo­chen nach sei­nem Wech­sel nach Düs­sel­dorf hat­te der 23-Jäh­ri­ge mit der Um­stel­lung vom bel­gi­schen auf den deut­schen Fuß­ball zu kämp­fen. „Ich muss nun auch rich­tig in der Ver­tei­di­gung ar­bei­ten“, er­kann­te Am­po­mah gold­rich­tig – vor al­lem bei ei­nem Trai­ner wie Fun­kel, der von al­len Spie­lern for­dert, de­fen­si­ve Auf­ga­ben zu über­neh­men. Und so muss­te sich Am­po­mah ak­kli­ma­ti­sie­ren, in Waas­land-be­ve­ren in der Pro Le­ague konn­te er noch in den Ru­he­mo­dus schal­ten, wenn sein Team nicht in Ball­be­sitz war. Sein gro­ßer Vor­teil im Ge­gen­satz zu manch an­de­rem ta­len­tier­ten Fuß­ball­pro­fi ist, dass er sehr lern­wil­lig ist – das at­tes­tie­ren ihm al­le Klub­an­ge­stell­ten. „Er ist wirk­lich sehr be­müht, auch wenn noch nicht al­les klappt“, sagt Fun­kel.

Der Coach hat auch in der Of­fen­si­ve noch Kri­tik­punk­te aus­ge­macht: „Na­na hat im Dribb­ling noch zu häu­fig den Kopf un­ten, über­sieht des­halb manch­mal den bes­ser pos­tier­ten Mit­spie­ler“, er­klärt Fun­kel. „Und er kommt nach dem Ball­ge­winn noch zu oft ent­ge­gen und for­dert den Ball. Er muss noch ler­nen, so­fort in die Tie­fe zu star­ten.“Denn ge­nau die­se Spiel­wei­se hat Lu­ke­bakio und Ra­man in der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son aus­ge­zeich­net. „Na­na hat auch die­se Ge­schwin­dig­keit. Und er hat sehr gu­te Ab­schluss­qua­li­tä­ten“, sagt Fun­kel.

Die hat Am­po­mah im Trai­ning, im Test ge­gen Schwarz-weiß und auch schon in der Vor­be­rei­tung bei der Sai­son­er­öff­nung ge­gen den spa­ni­schen Erst­li­gis­ten SD Ei­bar ge­zeigt. Zwei­mal traf er. Ein­mal nach ei­nem So­lo­lauf aus spit­zem Win­kel und nach der Halb­zeit mit ei­nem tol­len Vol­ley­schuss. Die Fans wa­ren be­geis­tert und san­gen be­reits ers­te Lie­der mit sei­nem Na­men, der aber auch wirk­lich da­zu taugt, be­sun­gen zu wer­den.

Auch in der ers­ten Po­kal­run­de beim Fünft­li­gis­ten FC Vil­lin­gen war es Am­po­mah, der Fortu­na vor der Bla­ma­ge ret­te­te und mit sei­nem Tor zum 1:1 in die Ver­län­ge­rung brach­te. Doch in eben die­sem Spiel ver­letz­te sich der Flü­gel­flit­zer – Mus­kel­fa­ser­riss im Ad­duk­to­ren­be­reich.

Aus Ver­ein­s­krei­sen ver­lau­tet nun aber die Theo­rie, dass es viel­leicht kein schlech­ter Zeit­punkt für ei­ne Pau­se war. So konn­te Am­po­mah nach sei­ner Rück­kehr auf den Trai­nings­platz nun in Ru­he zwei, drei Wo­chen an sei­nen De­fi­zi­ten ar­bei­ten – und ge­gen Wolfs­burg erst­mals in den Bun­des­li­ga-ka­der rü­cken. Fun­kel: „Ich muss noch ab­wä­gen, ob ich ihn von Be­ginn an oder von der Bank aus brin­ge.“

FO­TO: FREDERIC SCHEIDEMAN­N

Treff­si­cher: Fortu­nas An­grei­fer Na­na Am­po­mah beim Test­piel ge­gen Schwarz-weiß im Paul-ja­nes-sta­di­on in Flin­gern.

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