Kin­der für spä­te­ren Schul­be­ginn

In ei­ner Um­fra­ge des Kin­der­ka­nals plä­dier­ten die meis­ten für 8.40 Uhr.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - PANORAMA -

BER­LIN (dpa) Schul­kin­der in Deutsch­land wür­den gern spä­ter mit der ers­ten St­un­de star­ten. Nach ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven Um­fra­ge des Kin­der­ka­nals Ki­ka un­ter rund 1300 Erst- bis Sechs­kläss­lern in Deutsch­land wünsch­ten Kin­der sich im Schnitt ei­nen Schul­be­ginn um 8.40 Uhr, teil­te der Kin­der­sen­der von ARD und ZDF am Frei­tag in Ber­lin mit. Ge­fragt hat­ten die In­ter­view­er in per­sön­li­chen Ge­sprä­chen: „Wann hät­test du den Be­ginn der ers­ten St­un­de an liebs­ten?“Rund 98 Pro­zent der Kin­der ga­ben als Ant­wort ei­ne kon­kre­te Uhr­zeit an, zu­meist la­gen die An­ga­ben zwi­schen 8.30 und 8.50 Uhr.

Das Vo­tum der Kin­der deckt sich mit Emp­feh­lun­gen der Deut­schen Ge­sell­schaft für Schlaf­for­schung und Schlaf­me­di­zin. Sie plä­diert für ei­nen spä­te­ren Schul­start. Be­reits ei­ne hal­be St­un­de we­ni­ger Schlaf kön­ne die Leis­tungs­fä­hig­keit um 30 Pro­zent re­du­zie­ren. In Deutsch­land be­ginnt die Schu­le oft zwi­schen 7 und 8 Uhr. Das ist frü­her als in Nach­bar­län­dern, die oft erst ab 8.30 Uhr star­ten.

Nach der Um­fra­ge ge­hen Kin­der in Deutsch­land in der Mehr­heit gern zur Schu­le (80 Pro­zent). Am meis­ten freu­en sie sich da­bei al­ler­dings auf ih­re Schul­freun­de (96 Pro­zent), Pau­sen (93 Pro­zent) und Aus­flü­ge (86 Pro­zent). Der Un­ter­richt folgt mit 75 Pro­zent erst ab Platz sechs im Ran­king – am be­lieb­tes­ten wa­ren die Sport­stun­den. Die un­be­lieb­tes­te Pflicht­übung über­rascht nicht: Es wa­ren Haus­auf­ga­ben (29 Pro­zent).

In der ers­ten und zwei­ten Klas­sen­stu­fe ge­hen der Um­fra­ge zu­fol­ge rund 90 Pro­zent der Kin­der ger­ne be­zie­hungs­wei­se sehr ger­ne zur Schu­le. Die Zuf­rie­den­heit sin­ke aber auf 73 Pro­zent in der fünf­ten und sechs­ten Jahr­gangs­stu­fe ab. Fünf Pro­zent ge­hen nicht ger­ne oder über­haupt nicht ger­ne zur Schu­le. In Bre­men, Thü­rin­gen und dem Saar­land zeig­te sich der Um­fra­ge zu­fol­ge die höchs­te Zuf­rie­den­heit.

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