Neue Fas­sa­de Fur Das Eis­sta­di­on

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - STADTTEILE NORD / OST - VON NI­CO­LE KAMPE

DÜS­SEL­TAL Er­öff­net wur­de das Eis­sta­di­on an der Brehm­stra­ße 1935, vom Ver­ein Frei­luft-kun­st­eis­bahn Düs­sel­dorf mit dem­ge­ne­ral­di­rek­tor Ernst Po­ens­gen. Ein Pro­jekt, an das vie­le Er­war­tun­gen ge­stellt wur­den. Im­mer­hin war das Düs­sel­dor­fer Eis­sta­di­on nach Ber­lin und Mün­chen das drit­te in Deutsch­land und die ach­te Eis­sport­stät­te in Eu­ro­pa. Kurz nach dem Richt­fest im Sep­tem­ber 1935 grün­de­te Po­ens­gen ge­mein­sam mit Düs­sel­dor­fer Stahl­in­dus­tri­el­len die Düs­sel­dor­fer Eis­lauf-ge­mein­schaft – die DEG. Schon nach den ers­ten Spie­len an der Brehm­stra­ße brach in der Stadt ei­ne Eis­ho­ckey-eu­pho­rie aus. Die Brehm­stra­ße wur­de zu ei­nem le­gen­dä­ren Ort. Mit Fans, die mi­nu­ten­lang ap­plau­dier­ten und Wun­der­ker­zen ab­brann­ten, wen­nih­re Jungs ein­lie­fen, und die Sitz­kis­sen mit der Schluss­si­re­ne aufs­eis war­fen, um­das Team zu ver­ab­schie­den. 2006mach­ten die Deg-pro­fis ihr letz­tes Spiel an der Brehm­stra­ße, seit­dem ist der Do­me Aus­tra­gungs­stät­te.

Ge­blie­ben ist an der Brehm­stra­ße ei­ne Eis­hal­le, die im­mer noch be­liebt ist bei den Düs­sel­dor­fern, bei Schu­len und Ver­ei­nen, die aber mit ih­rer Stra­ßen­front „die­ser mul­ti­funk­tio­na­len und at­trak­ti­ven Nut­zung lei­der nicht mehr ge­recht­wird und auch durch im­mer wie­der auf­tau­chen­de Schmie­re­rei­en ein Är­ger­nis im­stadt­be­zirk ist“, fin­det die Stadt. Jetzt be­schloss die Be­zirks­ver­tre­tung 2 die Fi­nan­zie­rung der Fas­sa­den­ge­stal­tung in­hö­he­von 24.000 Eu­ro. Po­li­tik und Stadt hof­fen, dass durch ein pro­fes­sio­nel­les Wand­bild Schmie­re­rei­en und Van­da­lis­mus auf­hö­ren. Den Ent­wurf hat Künst­ler Pe­ter Norf vom Stu­dio 1001 aus Mon­heim ge­macht, der auch schon für die Fortu­na, die Stadt­wer­ke Düs­sel­dorf und die DEG tä­tig war. Mit sei­ner Idee will Norf an die Zei­ten des Sta­di­ons er­in­nern „und so­mit der Öf­fent­lich­keit die nach wie vor un­ein­ge­schränk­te Nut­zung des Stand­or­tes na­he­brin­gen und ver­deut­li­chen“, heißt es in dem Aus­füh­rungs- und Fi­nan­zie­rungs­be­schluss, der der Be­zirks­ver­tre­tung jetzt vor­ge­legt wur­de. Die ge­sam­te Fas­sa­de der Eis­sport­hal­le soll neu ge­stri­chen und mit Mo­ti­ven vor al­lem aus dem Eis­ho­ckey – aber auch Eis­kunst­lauf und Cur­ling – ge­stal­tet wer­den. Die Grund­sa­nie­rung wird in den nächs­tenwo­chen star­ten, an­schlie­ßend wird das Wand­bild auf­ge­malt. Vier bis sechs Wo­chen soll das dau­ern.

Pro Jahr kom­men et­wa 90.000 Eis­läu­fer zur Brehm­stra­ße. Au­ßer­dem wer­den wö­chent­lich Eis­zei­ten von drei Eis­ho­ckey-hob­by­teams an­ge­mie­tet. Der Po­li­zei­be­triebs­sport im Eis­ho­ckey so­wie der äl­tes­te Cur­ling­club Deutsch­lands (Cur­ling­club Düs­sel­dorf ) sind eben­falls fes­ter Be­stand­teil im Eis­be­le­gungs­plan.

ANI­MA­TI­ON: 1001 STU­DIO FÜR KOM­MU­NI­KA­TI­ON UND DE­SIGN/PE­TER NORF

Das Bild oben zeigt den Jetzt-zu­stand. Auf dem un­te­ren Bild sind die Mo­ti­ve von Künst­ler Pe­ter Norf zu se­hen.

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